Frage von Failea, 170

Hund ignoriert im Alter Verbote - was tun?

Hallo,

unsere Hündin (11J) hat über viele Jahre, "Verbote" innerhalb der Wohnung brav eingehalten. Insbesondere geht es hier um Essen vom Tisch klauen oder im Mülleimer rumwühlen. Man konnte eigentlich problemlos eine Pizza offen auf dem niedrigen Wohnzimmertisch stehen lassen, ohne dass der Hund da rangegangen ist, auch wenn man für ein paar Stunden das Haus verlassen hat. Nur wenn man etwas essbares explizit auf den Boden gestellt hat oder was runtergefallen ist, hat der Hund es gefressen (was für uns im grünen Bereich war). Falls wirklich mal ein Ausrutschter passiert ist (extrem selten), hat einmal "schimpfen", auch verspätet bei Entdeckung gereicht und der Hund war für lange Zeit wieder brav.

Die Zeiten scheinen aber leider vorbei zu sein. Mit 11 Jahren scheint sie gerade eine alterspubertäre Flegelphase durchzumachen... sobald wir nicht zu Hause sind (der Hund wird nie länger als 3h allein gelassen), oder teilweise auch wenn wir schlafen, klaut der Hund essbare Dinge vom hohen Esstisch (zb Brötchentüten) und wühlt in Mülleimern und Verpackungsmüll nach homöopathichen Mengen von Essensresten.

Normales Schimpfen fruchtet im Gegensatz zu früher leider überhaupt nicht, ich fürchte "auf frischer Tat ertappen" wird ebenfalls nicht funktionieren.

Allgemein ist der Hund für sein Alter übrigens sehr fit und wirkt deutlich jünger. Sie ist ungefähr Kniehoch, etwas vom Tisch zu klauen erfordert also schon ein wenig sportliche Aktivität.

Ich bin nun unsicher, was die Ursache der Problematik betrifft; hat es was mit dem Alter zu tun (Hab schon von Hunden gehört, die im Alter auf einmal Legosteine gefressen haben wie Leckerlis...), ob es ein Autoritätsproblem ist, oder was anderes... Entsprechend bin ich mir unsicher was die beste Vorgehensweise wäre.

Gibt es Vorschläge, Ideen, was man da sinnvoll tun kann? Der Hund ist etwas Wasserscheu und hat Angst vor lauten Geräuschen wie Gewitter, Silversterknaller usw. Ich bin am überlegen ob es Sinn machen würde ihr eine "Falle" zu stellen, die Krach und eine Ladung kaltes Wasser beinhaltet... was aber vermutlich auch nicht ideal ist, falls es ein Autoritätsproblem wäre...

"Den Müll wegstellen" usw wär für mich erziehungstechnisch keine ausreichende Lösung.

Wäre für konstruktive Vorschläge dankbar!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von xAdmiralAckbarx, 47

Nach deiner Schilderung würde ich auf jeden Fall solche Dinge ausschließen wie... Verlustängste, Frust etc. Alles was mit dem Alleinesein in Verbindung ist. 

Ich würde aber tatsächlich mal eine paar gesundheitliche Probleme ausschließen. Beim Arzt vorsprechen und den Hund etwaig auch entwurmen lassen. Kann ja wirklich sein, dass er einfach mehr Hunger hat und so ein Bandwurm wäre da schon mal eine der Lösungen... Auch würde ich das Gewicht beobachten.. 

Irgendwie habe ich aber das Gefühl, dass euer Hund einfach nur ein großes Erfolgserlebnis hatte.. und naja der Erfolg war größer wie der zu erwartende Ärger.. Dann kamen eben immer mehr Erfolgserlebnisse dazu.. Würde es dann also tatsächlich dem Autoritätsproblem zuordnen.

Ein Hund der seinen Halter voll als Autoritätsperson akzeptieren zu können muss er entweder gebrochen werden (keine Lösung) oder aber voll und ganz vertrauen können und Entscheidungen abgeben können. Euer Hund hat Angst vor Gewitter und Silvesterknaller. Ein Hund der vollkommen vertraut hat diese Angst aber nicht. Also habt ihr in den letzten 11 Jahren durchaus bereits den einen anderen Fehler in der Bindungs- und Vertrauensarbeit als auch der Erziehung gemacht. Mag sich vielleicht hart anhören, ist aber tatsächlich fakt. Es passiert zu dem sehr oft, dass man im Laufe der Jahre bestimmte Dinge einfach schleifen lässt. Funktioniert ja soweit auch alles... Passierte mir auch.. Sowas stellt sich dann auch nur schleichend ein. Lässt sich aber alles in der Regel problemlos beheben.
Die Falle ist demnach auf keinen Fall eine Lösung. Sondern verstärkt eine Angst die noch dazu völlig unbegründet ist. Damit schädigt ihr dann auch das Vertrauen zu euch. 

Egal ob gesundheitliche Probleme oder nicht, dann würde ich als erstes meine Rudelposition überprüfen. Auch die Position des Hundes innerhalb der Familie. Hat sich vielleicht noch mehr schlechtes Verhalten eingebürgert was früher besser war, fängst es an anderer Stelle auch noch an.. Es macht jetzt eben keinen Unterschied mehr. Die Grenzen werden ja bereits überschritten. Ein Fehlverhalten ist ja da. Egal ob er vermehrt Hunger hat oder nicht. Der Hund wird sicherlich seine Erfolgserlebnisse nicht vergessen 
Ich würde dann weiter, soweit möglich, die Küche als komplette Sperrzone erklären. Selbiges beim Tisch und anderen Stellen wo er nach Futter sucht und dies Konsequent durchziehen. Eine kompletten Raum als Sperrzone zu erklären funktioniert sehr leicht und ist schon innerhalb von ein paar Minuten möglich. Einfach den Hund mit der flachen Hand vorne am Brustkorb über die Türschwelle schieben bzw. beim Überschreiten der Schwelle ein klares Nein etc. Die neue Grenze Türschwelle ist also ganz schnell eingeprägt. Mit einzelnen Flächen funktioniert dies ähnlich. Hier ist nur dann extreme Konsequenz gefragt und es darf einfach keine Ausnahme mehr geben. Auch der untere Teil vom Tisch ist erst mal verboten. Einige Zeit später, wenn das wieder alles wirklich super funktioniert, dann könnt ihr das Verbot lockern und gezielt den Hund rufen, sollte was auf den Boden fallen. Aber wenn dann erst nach dem Essen.  "Erwischt" ihr den Hund dann doch mal in der "verbotenen Zone" dann packt ihn am Halsband etc. und befördert den Hund ruhig und konsequent auf seinen Platz und lasst ihn sich dort ablegen. Starke Ausstrahlung ist bei sowas gefragt. Ihr müsst nicht brüllen sondern einfach nur ausstrahlen, dass er absolut keine andere Wahl hat. Bitte aber nicht alle Stellen auf einmal. Sondern eine Stelle nach der anderen.. 
Auch würde ich dahingehend arbeiten, dass der Hund nur noch fressen darf, wenn ich es ausdrücklich erlaubt habe und so den Selbstbedienungsladen endgültig schließen. Das betrifft auch das Leckerchen von der Verwandschaft. Eben alle die nicht zur direkten Familie und zum direkten Bezugspersonenkreis gehören. 
Wenn ihr den Hund auf frischer Tat erwischt, dann alles was er noch im Maul hat rauspulen. Jeder kleine Krümel.. Und den Hund wieder auf seinen Platz schicken. Ihr könnt schon alleine durch die Körpersprache euren Unmut kund tun. Der Unmut darf selbstverständlich auch länger dauern als die paar Sekunden.. Nicht der Hundeplatz ist in dem Moment die "Strafe" sondern die Konsequenz dass er sich nicht mehr wo anders aufhalten darf als in seinem eigenen Reich...

Wichtig ist nicht anbrüllen und keine körperliche Gewalt. Solltet ihr nach kurzer Zeit keinen Erfolg haben, dann solltet ihr einen Hundetrainer dazu rufen. Hier empfehle ich aber auf keinen Fall einen Trainer zu nehmen oder in eine Schule zu gehen, die ausschließlich mit der pos. Bestärkung arbeiten. 

Kommentar von Failea ,

Danke für deine ausführliche und gut begründete Antwort! Deine Ansichten halte ich für pausibel und werde dem definitiv nachgehen, da ich auch das Gefühl habe, dass  eher was in die Richtung  Autoritätsmangel/Erfolgserlebnis etc ist. Ich werde deine Tipps auf alle Fälle ausprobieren und schauen ob es anschlägt! 

Expertenantwort
von YarlungTsangpo, Community-Experte für Hund, 21

Ach herrjeh, Deine Probleme möchte mancher "Graue Schnauzen" Besitzer mal haben!

Sei doch einfach froh, daß Dein Hund endlich ein selbstbestimmtes Leben führen will und das bei bester Gesundheit.  : )

Mit "Autoritätsproblem" hat das nur bei Dir zu tun. Dein Hund hat kein Problem mit seinen Autoritäten. Er will einfach nur leben wie es ihm gefällt bevor er den Löffel.... (du weißt schon was gemeint ist, oder?)

Nachdem das Müll wegräumen und Mülleimer sichern für dich nicht in Frage kommt (Pizza gehört als Histaminbombe auch dort hin) solltest Du Dich mal fragen ob Du nicht das Buch "Pizzahunde" von Günther Bloch, zum besseren Verstehen, lesen solltest.

Hunde sehen Futterbeschaffung als eine Tages - Hauptaufgabe. Vielleicht ist Deinem Hund langweilig und er möchte artgerecht sein Leben beenden?

Aber Spaß beiseite. Du solltest zum Tierarzt gehen und das Thema ansprechen. Denn im Alter funktioniert vielleicht der Stoffwechsel nicht mehr so hervorragend.

Es wäre dann eventuell besser einen alten Hund wieder zwei - bis drei Mal am Tag zu füttern.

Es ist also durchaus möglich, daß ein gesundheitlich wichtiger Aspekt dahinter steht warum Dein Hund sich jetzt holt was er dringend braucht und nur auf diese Weise bekommen kann.

Denn Du teilst zu, Dein Hund kann Dir nicht sagen was er dringend braucht. Du musst also sein Verhalten ganz anders, als nur als eine Autoritätsfrage, betrachten.

Noch Schlimmer wäre es dann einen Hund, unhinterfragt und ohne Klärung, mit Schreckreizen zu bestrafen!

Hast Du noch nie genascht - weil Du Hunger wie ein Wolf hattest?

Hör Dir das Lied einmal ganz genau an. Genau: Du bist der einzige Schlüssel zu dringend benötigten Nährwerten, Vitaminen und Mineralstoffen, wovon ein Hund im höheren Alter einfach mehr braucht.

Euch Beiden wünsche ich eine wunderschöne Zeit miteinander. Ein Hund soll er werden, dessen Mensch seine Bedürfnisse erkennt.

Kommentar von Failea ,

Danke für deine ausführliche Antwort! (Und den freundlichen Tonfall!

Wie schon woanders (irgendwo in den Antworten) erwähnt geb ich dem Hund keine Pizza und lass sie auch nicht "erreichbar" herumstehen; das sollte nur eine Veranschaulichung dafür sein, dass der Hund sowas (braverweise) früher nie angerührt hat, wenn es nicht eindeutig von mir für ihn bestimmt war.  

Das mit dem mehrfach füttern hab ich mir schon überlegt, jedoch kollidiert das mit einem anderen Problem: Sie neigt zu Struvitsteinen, bekommt entsprechendes Futter, und laut TA soll ich sie nur einmal am Tag  (richtig) füttern, häufigeres Füttern sollen die Struvitsteine wohl eher fördern. :-/ Aber vielleicht lässt sich mit deutlich mehr (speziellen) Leckeri doch etwas überbrücken, werd ich den TA fragen. (Sie kriegt natürlich ihre Leckerlis, aber halt begrenzt) 

Das Lied kenn ich übrigengs gut. ;-)

Werde also nochmal zum TA gehen und alles checken und mich dort beraten lassen.

Antwort
von Viowow, 62

hallo, ich würde behaupten, das "den müll wegstellen" definitiv eine lösung ist. und zwar die, das es erstens aufgeräumt ist, und zweitens der hund gar nicht erst in versuchung geführt wird;)

mit der angst zu spielen finde ich mehr als unfair, was kann der hund dafür, wenn ihr euren kram rumliegen lasst?!

ansonsten wurde ich altersbedingt das gehör checken lassen, wenn du sagst, schimpfen kommt nicht mehr an und vllt auch die gehirnreflexe. gibts bei hunden sowas wie demenz? da würd ich mich glaube ich erstmal in die richtung informieren.
hat sich evtl ihr energiebedarf erhöht? aus welchen grunden auch immer?

meine idee wäre, erst den TA alles checken lassen, und dann einfach wieder das trainieren anfangen.
alles gute:)

Kommentar von Failea ,

Also ihr Gehör ist noch gut, zumindest hört sie sonst problemlos aus verbale Befehle usw. 

Vom Tierarzt wird sie eigentlich regelmäßig gecheckt, aber vielleicht lohnt es sich da nochmal hinzugehen...

Kommentar von Viowow ,

das würde ich auf jeden fall nochmal machen. habt ihr unbewusst handzeichen zu den verbalen befehlen? vllt hört sie tatsächlich nicht mehr so gut, sondern reagiert auf deine körperhaltung, handzeichen o.ä. vllt auch mal beobachten. ich mach das ganz oft, wenn unser sich nicht hinsetzt, weil er grad alles andere toller findet, das ich dann die hände in die hüften stemme. und schwupp sietzt er. weil er weis" ups, jetzt wirds ernst"😂 dann hab ich mit meinem mann geredet, hände in die hüfte, und der fängt an zu lachen, weil der hund sich hinter mir schnell hingesetzt hat🙈

Kommentar von Failea ,

Okay, ich check das sicherheitshalber nochmal. Wir haben zwar Handzeichen, nutzen sie aber eigentlich nur manchmal. Sie reagiert vom Hören her auch auf leise Geräusche vor dem Haus, oder wenn ich sie aus dem anderen Zimmer rufe (und sie mich nicht sehen kann).  Aber sicher ist sicher, du hast recht.. 

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

den Müll wegstellen ist keine Lösung sondern nur eine Symptombewältigigung. Das eigentliche Problem besteht ja dennoch.. 

Kommentar von eggenberg1 ,

richtig   der hund  "verarbeitet  " etwas  mit dieser situation  - das gilt  es heraus zu finden .

Antwort
von HalloRossi, 41

Ach 💕💕💕 so sind sie, die Hundesenioren! Ich habe damals es nicht übers Herz gebracht mit meinem alten (14,5) Hundeopi der nahezu blind und taub war und nur Unsinn gemacht hat, noch mal Grenzen aufzuzeigen. Er durfte alles. Und er war bis Fh3 ausgebildet ☺️

Kommentar von YarlungTsangpo ,

So ist es richtig!

Ihr sollte Eure Hundesenioren auf Händen tragen....

Kommentar von spikecoco ,

schluchtz, schön geschrieben

Kommentar von HalloRossi ,

Ja 💕

Kommentar von spikecoco ,

danke für deinen entspannten Umgang mit Hundesenioren. War bei uns auch so, obwohl mein bestens erzogener Aussie z.B meiner Tochter im Vorbeilaufen die Schrippe aus der Hand klaute und sie verschlang wären wir niemals auf die Idee gekommen, ihn dafür zu strafen.

Antwort
von dogmama, 47

Gibt es Vorschläge, Ideen, was man da sinnvoll tun kann? 

im Alter verändern Hunde sich nun mal, so wie wir Menschen auch. Es kann sogar schlimmer werden, denn auch Hunde können an Demenz erkranken.. Dann greifen auch erzieherische Maßnahmen jeglicher Art nicht mehr!

Du kannst und solltest nichts anderes machen als Dich darauf einstellen und eine hundegerechte Ordnung halten und ihr so die Gelegenheiten nehmen, sich zu bedienen.

Kommentar von Failea ,

Womöglich hast du recht. Allerdings wüsste ich gerne ob es eine Möglichkeit gibt herauszufinden, ob das nun wirklich Demenz ist oder halt doch was anderes... 

Kommentar von eggenberg1 ,

beschäftige  sie altergerecht   dann findest du es  schnell selber heraus !

Kommentar von dogmama ,

kann natürlich auch an Langeweile und/oder auch  Unterforderung liegen. 

Herausfinden kannst Du das selbst mit einem gewissen Feingefühl und Beobachtungsgabe, oder Du engagierst einen Hundetrainer, der sich vor Ort ein Bild von der Situation und dem Hund machen kann!

Auch wäre ein regelmäßiger tierärztlicher Alterscheck zu empfehlen.

Antwort
von spikecoco, 9

Gehe doch bitte mit deinem alternden Hund gelassener um. Auch Hunde können im Alter sonderlich werden( ein schmunzeln ist da wesentlich angebrachter als zu strafen und seine "Autorität sprechen " zu lassen. Stelle alles fressbare weg und gut ist.  Da muss man nicht mehr erzieherisch tätig werden. Es ist natürlich erforderlich aufzupassen, das sie nichts gefährliches frisst. Alternde Hunde haben oft vermehrt Hunger, sehe ich an meiner alten Terrierhündin und auch mein verstorbener Aussie hatte dies. Er hatte auch  angefangen, Sachen zu klauen und zu verschlingen. Auch ein Tierarztbesuch kann vielleicht hilfreich sein um zu sehen, ob es ein gesundheitliches Problem gibt. Oder hat sie ein Problem mit dem Alleine bleiben?. Auch dies kann sich im Alter entwickeln, manche Hunde werden anhänglicher.

Antwort
von FancyDiamond, 50

Den Hund mit Krach wie Böllern bestrafen? Was für eine kontraproduktive Idee.

Den Zusammenhang mit Essenklau zu verknüpfen, halte ich für unmöglich.

Und das mit der unerwarteten Wasserattacke wird ständig von Leuten wie Herrn Rü..er empfohlen.

Was für mich keine Erziehungsmaßnahme ist! Oder hast schon mal ne Wölfin gesehen, die so ihren Nachwuchs massregelt?


Kommentar von Failea ,

Deshalb frag ich ja nach, ob jemand eine bessere Idee hat... 

Kommentar von FancyDiamond ,

Keiner kann sich anhand deiner Beschreibung ein wirkliches Bild von deinem Hund machen.

Du gehst zwar ganz ausführlich ins Detail, aber man muss sich persönlich ein Bild vom Tier machen können um sein Verhalten richtig einschätzen zu können. Eine Ferndiagnose halte ich da für wenig hilfreich.

Möglicherweise verschlimmern  die Tippps die du hier bekommst, das eigentliche Problem ja noch?

Dem Hund stinkt etwas gewaltig. Er scheint unterfordert zu sein. Und wenn ihr ihn auch "nur" 3 Stunden allein lässt, kann das schon ein Grund für seine Rebellion sein.

Du solltest dir einen adäquaten Hundetrainer suchen, der sich ein Bild von der Lage machen kann. Und hundegerecht (!) Fehlverhalten umlenkt.


Kommentar von Failea ,

Danke, das mit dem Hundetrainer überleg ich mir noch, je nachdem ob sich das Problem demnächst in den Griff kriegen lässt oder nicht. 

Dass dem Hund "auf einmal" etwas stinkt halte ich für eher unwahrscheinlich. Es hat nämlich keine Situationsänderung oder Änderung im Alltag stattgefunden. Der Hund wird ein, höchstens zwei pro Woche für 3 Stunden allein gelassen, sonst im Höchstfall eine Stunde - was auch schon immer so war, und bisher hat es ihm ja scheinbar nicht gestunken. Deshalb halte ich das Argument für wenig plausibel, werde es aber im Hinterkopf behalten. 

Antwort
von eggenberg1, 49

sage mal  als was siehst du denn deinen hund  an ??

  """den müll wegstellen  sehe ich aus erziehungtechnischen gründen auchnicht al s lösung """---  klar herr oberlehrer -- laß d en müll ruhig stehen und verlang  von deinem hund   dass er  weiß  dass er  da nicht  dran darf  --  sowas  dummes .. du bis t mensch und kannst  NACHDENKEN    ein hudn kann das nicht --der handelt !!

klar ist es nicht toll , dass dein hund den mülleiner ausleert  , aber  das hättest du ihm auch schon  vor 10 jahren beibringen müssen und nicht jetzt mit 11.

schon mal hinterfragt , warum  der hund  sich in letzter  zeit sich so verhält ??

 anstatt zu bestrafen  mal drüber nachdenken , viel. ist er unterfordert-- mit 11  ist er ja noch  fitt sagst  du ,also laste ihn mal richtig  GEISTIG  aus    körperlich geht schnell -- geistig  braucht seine zeit.

so ein verhalten deutet immer  auch auf vernachlässigung  hin .also kümmere  dich mehr um ihn -- er ist 11 , wie lange hat er noch zu leben ? 3-5 jahre  wenn überhaupt . 

also  mach keine probe aufs exempel  - mach die küchentür zu  ,hund kann nicht  an den müll und ruhe ist --  räum die pizza halt vom tisch  , ordnung schafft ruhe  und gut ist es --

geniess  die zeit mit  deinem noch fitten hund -- er  wird schneller alt ,als dir lieb ist   und wenn er  keine 3 stunden allein bleiben kann ,ohne alles auseinander zu nehmen,dann regelt das eben  nehmt ih n mit oder   jemand bleibt zu hause ,das kann doch nicht so schwer sein und da muß man auch  jetzt  kein experiment mit machen .

ich habe eine 13 jahre alte hündin   .ich dachte  sie würde  so langsam  taub  ,denn so wie  bisher  gehorchte sie nicht mehr und reagierte auch nicht  auf kommandos --  aber nein , sie ist nur alt  und hinterfragt   --muß ich das jetzt wirklich  machen   ,muß ich wirklich  schnell reagieren  reicht nicht auch ein langsames kommen --( ab und an  ist  sie  verträumt  und gedanklich weg) ist es bei alten leuten nicht genau so  ? aber  von unseren tieren verlangen wir  gehorsam bis  zum letzen tag --

  ich habe mir da abgewöhnt , die schnellste ist sie eh nicht mehr ,also kann ich schnell eingreifen, wenn sie selber nicth  sofort  reagiert  . wir arrangieren uns   -

dafür ist sie mein engel und hat eine himmelsgeduld mit  der kleinen 16 wochen alten hündin vom nachbarn ,und ich mag  garnicht dran  denken , dass ich sie  evtl  nur noch  2 jahre habe  -sie ist  ein holl. herder mix  die werden so 14-15 jahre alt

Kommentar von Failea ,

Also um mal was klarzustellen...

Ich bitte hier um Hilfe, um konstruktive Ratschläge, um eben den Hund "hundgerecht" zu behandeln. Auch wenn du mit meiner Erziehungsweise nicht zufrieden bist, finde ich den Tonfall ausgesprochen deplatziert. 

Der Hund war bis dato gut erzogen und hat bisher den Müll, in dem jetzt auch keine großartigen Essensreste drinliegen wohlerzogenerweise NICHT angerührt, wie im Text beschrieben. Ich habe ihm das vor 10 Jahren sehr wohl beigebracht und geht aus dem Text hervor.

Ich stell dem Hund zur Zeit sicher keine Pizza auf den Wohnzimmertisch, das war nur ein Beispiel um zu erklären, dass der Hund bisher problemlos gehorcht hat diesbezüglich.

Da der Hund, abgesehen davon, bisher geistig und physisch kaum Altersanzeichen gezeigt hat, habe ich das mit dem Mülleimer-ganz-wegstellen bisher für diesen Hund nicht für praktikabel gehalten. (Es ist ein Deckel drauf, keine Essensreste drin; Verpackungsmüll wird ausgespült. Ich stell ihm kein Steak vor die Nase.)  Ich denke nun aufgrund der anderen Meinung(en) dennoch nochmal darüber nach und rede mit dem Tierarzt, ob er das für ein Alters/Demenz/irgendwas-Problem hält und was der bezüglich "wegstellen"  empfiehlt.  

Trotz allem: Ich finde es nicht fair, wenn man um Hilfe ersucht und nur angeblökt wird.

Grüße,

Frau "Oberlehrer" (die allerdings fragt, nicht belehrt) 

Kommentar von eggenberg1 ,

wieso  fühlst  du dich den jetzt soooo angegriffen  --da hab ich wohl den richtigen nerv getroffen ,denke ich --

ich weiß  nur eines, wenn  sich mein hund  nach 11 jahre  in seinem bisherigem leben immer guterzogen gezeigt hat  und sich dann plötzlich  in seinem  verhalten derart  verändert, dann denke ich nicht darüber nach ,  ob ich  ihm mit angst einjagen   das "abgewöhnen "   sollte -- wie kommt man als liebender  hundehalter  auf so eine idee ??  das hat mich  sehr  aufgeregt und nicht nur mich !

 laß  nachprüfen , ob  dein hudn   sich organisch  verändert hat  ,das ist immer  der  erste  weg -- es kann sich sogar  ein  gehirntumor  gebildet haben , der  sein  verändetes verhalten   auslöste(  keine bangemacherei )ich wünsche  dir , dass  es deinem hund  weiterhin gut geht  und dass du vor lauter erziehugn nicht vergißt , dass es ein wesen ist , was sich im alter nun mal in seinem verhalten verändert , was  sich auch bei dir  so einstellen wird

Kommentar von Failea ,

Ich fühle mich in erster Linie von dem Tonfall angegriffen, und zwar themenunabhängig. Man kann auch Kritik freundlich, oder zumindest sachlich neutral äußern. 

Zitat: "Ob ich  ihm mit angst einjagen   das "abgewöhnen "   sollte -- wie kommt man als liebender  hundehalter  auf so eine idee ??  das hat mich  sehr  aufgeregt und nicht nur mich !"

Wir oft soll ich noch sagen dass es nur eine Schnapsidee war und mir klar war, dass es keine gute ist? 

Kommentar von eggenberg1 ,

in so einem forum kann man sich  hal t nicht anders unterhalten  . . ich sage  halt  die dinge so ,wie ich sie meine  , nicht mehr und nicht weniger --angegriffen  solltest  du dich  da nicht fühlen .klare worte sind mir  da lieber, als  kunstvolle umschreibungen .

Kommentar von Failea ,

Dann haben wir da wohl andere Auffassungen. Ich finde das geht sehr wohl, kurz und knapp und ohne viel drumrum, aber höflich seine Meinung mitzuteilen. So hab ich leider eher den Eindruck, als würde mich eine  zu Person mehr oder weniger grundlos zur  Schnecke machen; und so gute die dazugehörigen Ratschläge vielleicht sein mögen, es fällt mir dann sehr schwer diese anzunehmen. Die Kritik erweckt auf mich dann nämlich keinen konstruktiven Gesamteindruck mehr, sondern einen destruktiven. 

Kommentar von eggenberg1 ,

dann solltest  du  mal deinen einstellung  zu anderen menschen überdenken   bzw.   überlegen ob  du  dich dann überhaupt an foren wenden solltest. ich habe  dich in keiner  weise  zur schnecke  gemacht , sowas  liegt mir  fern. viel bist  du e infach ein wenig   sehr  empfindlich !

Antwort
von Malavatica, 66

Altersstarrsinn gibt es auch bei Tieren. 

Da hilft nur Nachsicht. 

Ist doch schön, wenn sie so alt noch so munter sind. 

Antwort
von PuzzlesChoice, 28

Dein Hund kommt jetzt in das Alter, wo er einfach "wunderlich" wird.

Das solltest du akzeptieren, schließlich wäre er in Menschenjahren 77.

Es würde mich schmerzen, meinen Hund in dem Alter noch zu bestrafen oder zu schimpfen.

Geniesse einfach die Zeit die du noch hast und lerne auf die Alterswehwehchen deines Hundes einzugehen.

Mit bestrafenden Wasserflaschen etc. wirst du genau das Gegenteil erreichen.

Wie kann man nur einen Hund in dem Alter noch so bestrafen ?

Ein Trainer hilft da auch nicht, der kann das Alter auch nicht aufhalten, oder schickst du deinen Opa auch noch mal zur Schule, weil er schusselig wurde ?

Räume deinen Müll weg, so daß der Hund keine Chance hat sich etwas zu ergaunern. (Ist eigentlich selbstverständlich, wer will schon Fliegen vom gestrigen Tag am Essen haben)

Manchmal sollte Herrchen / Frauchen einfach mitdenken und altersgerecht handeln.

Dein Hund braucht jetzt mehr Zeit.

Meine ist jetzt auch in dem Alter, wo sie immer noch gerne raus geht, dann aber minutenlang an Grashalmen schnuppert und knabbert und sich einfach nur die Welt anschaut.

Falls der Hund Hörprobleme hat, reicht es ein Schlüsselbund hinter ihm fallen zu lassen, daß erspart einen Audiotest.

Wie gesagt : lerne mit dem Alter deines Hundes umzugehen, er kann nichts dafür.

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