Frage von Danielbraucht, 87

Hund hat Angst vor Gassi gehen was tun?

Seit Samstag haben wir jetzt einen kleinen Chihwuahwua (weiss nicht wie mans schreibt) Mischling. Die ersten beiden Tage ist er eigentlich ganz normal mitgegangen mit leichtem zögern. Doch die letzten 2 Tage will er sich nur noch in der Wiese verkriechen. Er bleibt dann immer stehen und schaut einen an (ich will nicht weitergehen). Wovor hat er denn Angst? WENN ER alleine die Leine schon sieht möchte er abhauen. Ich hoffe wirklich ihr könnt mir weiterhelfen.

Antwort
von NB123, 52

Ehrlich gesagt bin ich ziemlich entsetzt. Habt ihr euch überhaupt über Hunde informiert? Vermutlich nicht, wenn du nicht einmal weißt, wie man Chihuahua schreibt.

Wenn du "kleiner Chihuahua" schreibst, gehe davon aus, dass du einen Welpen meinst? Dann ist es erst Recht kein Wunder, dass euer Hund Angst hat. Gerade bei Welpen sollte man die ersten 7 Tage erstmal nur kurz zum Lösen raus und den Rest der Zeit nutzen, den Hund ankommen zu lassen!! Meine Güte, der ist doch erst ein paar Tage da und völlig verunsichert, weil er in einer komplett neuen Umgebung ist.

Tut euch bitte einen Gefallen und lest mal einen Erziehungsratgeber. Sonst werdet ihr immer wieder in solche Fettnäpfchen treten und versaut euch ein liebes Tier. Es ist unverantwortlich, sich einfach einen Hund oder ein anderes Tier anzuschaffen, ohne sich wirklich über die Haltung informiert zu haben!

Also: Bekommt euch mal informiert, bevor ihr meint, dass der Hund komisch ist. Der verhält sich völlig normal und ist von eurer Erwartungshaltung verängstigt. Setzt euch mit den Rassen, die drin stecken auseinander und beobachtet euren Hund, ehe ihr auf die Idee kommt, ihn einfach rauszuzerren.

Kommentar von Danielbraucht ,

bin ja nur der sohn. meine mutter hat viel über hunde nachgelesen und weis auch wie man es schreibt ;)aber danke für die tipps

Expertenantwort
von friesennarr, Community-Experte für Hund, 28

Die müssen alles erst lernen. Man muß sie vorsichtig an alles heranführen und selbst als Mensch sicher sein.

Eher viele kleine Runden, als eine Große und dann immer von ungefährlich auf gefährlich abgestuft. Also erst im Wald oder an der Wiese und dann erst am Verkehr.

Ein Führhund würde auch noch helfen. Das ist ein gut sozialisierter sicherer Hund, dem er nachfolgen kann, der ihm zeigt, das nichts in der Umgebung so sicher ist wie am Bein vom Besitzer zu laufen.

Man darf den Hund nie betütteln wenn er Angst zeigt, sondern ihm immer zuversicht vermitteln - irgendwann wird das besser, aber das dauert seine Zeit.

Von was für einem Züchter habt ihr den Hund den? Hat der gar keine Vorarbeit geleistet?

Kommentar von Danielbraucht ,

der kam vor drei wochen aus spanien in eine familie und die haben den an uns vermittelt über die seite hunde ohne lobby

Kommentar von friesennarr ,

Oh - so ein Rettungshund, na dann rette mal weiter.

Warum holt man sich ein schwieriges, evtl. traumatisiertes Tier, wenn man nicht weis wie damit umgehen?

Kommentar von Duke1967 ,

Das arme Tier, es wird vollständig traumatisiert sein... Hoffentlich seid Ihr in ein paar Wochen nicht auch überfordert und setzt das Tier wieder aus... Habt Ihr überhaupt Hunde-Erfahrung??? Hört sich nicht so an. Das heißt viel Arbeit liegt vor Euch. Viel Glück vor allem dem Hund. LG

Antwort
von Delveng, 46

@Danielbraucht,

lasse es langsam angehen. Zwischen Eurem Hund und Euch muss erst einmal eine Bindung aufgebaut werden. Ihr müsst erst einmal zu einer Familie, oder, aus Sicht des Hundes, zu einem Rudel werden.

Ihr braucht viel Geduld und viel Hinwendung zum Hund. Ihr dürft ihn nicht allein lassen.

Wenn dies Euer erster Hund ist, dann sucht bitte professionellen Rat bei einem Fachmenschen für Hunde, womit ich nicht zwangsläufig einen herkömmlichen "Hundetrainer" meine.

Meine Hündin und ich sind von einer Verhaltenstherapeutin für Hunde unterrichtet worden.

Antwort
von serologie, 6

Meine Dogge Welpe ging erst nach 3 Wochen das erste Mal auf die Strasse. Wenn sie die Leine, oder das Halsband sah versteckte sie sich. Dann legten wir die Leine in den Sack mit Trockenfutter, danach roch sie neugierig darauf. Wenige Tage später durfte man sie Anleihen. Dann ging sie zögernd in die grosse Welt, wo sie sich dann schnell zurecht fand.

Antwort
von Goodnight, 39

Typisch und normal für Welpen.

Er hat angefangen euer Zuhause als sein neues Heim anzunehmen. Hat nun Angst da auch wieder weg geholt zu werden und irgendwo zu landen was wieder fürchterlich Angst macht.

Tragt ihn ein Stück vom Haus weg, dann folgt er euch auch wieder.

In den ersten 3 Wochen den Welpen nie! allein lassen, erst dann beginnen ein paar Minuten nach einem Spaziergang, wenn der Welpe müde ist, allein zu lassen.

Antwort
von lindgren, 39

Irgendwas hat den Hund verunsichert (Chihuahua). Bist du vielleicht auch dann unsicher? Wenn ja, dann spürt dein Hund das sofort.

Nimm ein Leckerli in die Hand und versuche damit, den Hund zum Weitergehen zu bringen. Keinesfalls die Leine ab machen oder daran unnötig zerren, sondern sachte den Hund zu dir locken und mit Leckerli feste loben.

Beim Gehen kannst du ja auch ein Leckerli in der Hand haben und den Hund damit motivieren.

Ich würde dir auch raten, eine Hundeschule aufzusuchen. Oft lernt der Zweibeiner viel mehr als der vierbeiner.

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