Frage von MagicMandi, 138

Hund gestorben - kann damit nicht umgehen!?

Hallo liebe Leute,

in meiner schwersten Zeit wende ich mich an euch um eventuell hilfe zu erlangen. Mein Hund Balu starb gestern früh sehr unerwartet. Am Montag war meine Freundin mit Ihm wegen eines vergangenen Zeckenbisses beim TA und nach der Spritze auf dem Weg zum Auto hat sein Kreislauf nicht mehr mitgemacht. Er war bereits seit geburt an herzkrank. Zurück beim TA haben sie ein Ultraschall gemacht und es wurde ein riss eines Herzstranges festgestellt. Der TA teilte meiner Freundin mit, dass dies nicht sein Todesurteil ist, er aber über Nacht eine Sauerstoffbehandlung bekommen soll und deshalb auch bei TA bleiben soll. Am nächsten Tag - also Dienstag in der Früh haben wir den Anruf erhalten, dass er in der Früh beim Aufstehen einfach Tot umgefallen ist.

Ich mache mir solche vorwürfe das ich ihn alleine dort gelassen habe, ich konnte mich nicht verabschieden. ich konnte ihn kein letztes mal in den arm nehmen und ich war zu der schlimmsten zeit nicht bei ihm. ich kann damit nicht leben! mich zerreisst es innerlich! ich heule ständig, kann nichts mehr essen, kann nicht zur arbeit, habe keine lebenslust mehr und weiß nicht mehr weiter. er fehlt mir so extrem!!!!!!!!!! er war doch erst 7, der bravste, liebevollste und tollpatschigste hund der welt. er war mein seelenhund und nun muss ich ohne ihn auskommen. was soll ich nur tun???????????

Antwort
von brandon, 59

Mach Dir keine Vorwürfe Du hast nichts falsch gemacht. Du wolltest Deinem Hund helfen und hast das getan was der Tierarzt für am besten hielt.

Ich hätte es an Deiner Stelle auch so gemacht und da bin ich ganz bestimmt nicht die einzige.

Natürlich tut es furchtbar weh wenn man sein geliebtes Tier verliert. Ich mußte diese Erfahrung schon oft machen und es wird nicht leichter.

Viele User die hier fragen und antworten wissen wie sich das anfühlt und haben Verständnis für Dein Leid da kannst Du sicher sein.

Trauere um Deinen Hund denn das gehört dazu.

Rede über Deinen Hund bei Bekannten, Verwandten und Freunde. Erzähle etwas über ihn. Wie es war als er zu Dir kam, was sein Lieblingsleckerli war, mit was er am liebsten gespielt hat, wie er Dich zum lachen gebracht hat und was Dir noch alles so einfällt. Manchmal hilft es auch diese Erinnerungen aufzuschreiben. 

Zünde eine Kerze für ihn an wenn Dich das tröstet und denk daran das er ein gutes Leben bei Dir hatte wo er umsorgt und geliebt wurde.

Ich wünsche Dir alles gute.

LG

Kommentar von MagicMandi ,

Danke dir so sehr

Antwort
von sukueh, 17

Ich kann dir nachfühlen, wie es ist, wenn man ein Tier ohne Vorwarnung verliert und welche Schuldgefühle man sich auch macht, weil man in der letzten Minute nicht beim Tier sein konnte.

Leider ist das aber etwas, womit man im Leben immer (mal wieder) konfrontiert werden kann bzw. werden wird, dass man sich von jemandem Trennen muss, ohne Abschied nehmen zu können.

Natürlich ist das eigene Leid in der Zeit unmittelbar nach diesem Vorfall am Größten. Das man meint, das Leben kann so nicht weiter gehen, ist auch nachvollziehbar.

Ich bin mir aber sicher, dass keiner, der jemals von uns gegangen ist, sei es Mensch oder Tier, gewollt hätte, dass wir in ein so großes Loch fallen, aus dem wir gar nicht mehr herauskommen (wollen).

Dein Hund lebt weiter in deiner Erinnerung. Lass nicht zu, dass du dich vor lauter endloser Trauer gar nicht mehr an ihn erinnern kannst bzw. magst.

Antwort
von SinaLuana, 47

Hallo, ich weiß dass ich dir deine Trauer nicht annehmen kann, aber vielleicht kann man sie etwas abschwächen. Ich kann dich sehr gut verstehen und wünsche dir herzliches Beileid! Es ist natürlich nicht einfach solch einen Tod zu verkraften, besonders nicht wenn er so plötzlich kam und man sich nicht verabschieden konnte. Wichtig ist aber dass du dich damit auseinander setzt und die Trauer komplett zu lasst. Nimm dir am besten ein Bild von ihm und stelle eine Kerze auf, denk an ihn und verabschiede dich so, das wirst du brauchen. Sag ihm wie viel er dir bedeutet hat und was du geschätzt hast. Es wird verdammt weh tun, daran besteht keinen Zweifel aber wenn du dich nicht damit auseinander setzt, wird es mit der Zeit nur noch schlimmer. Ich wünsche dir alles Gute und dass es dir hilft!

Kommentar von MagicMandi ,

Hallo,

danke für deine worte. ich werde mir deinen rat zu herzen nehmen! Vielen Dank für deine Anteilnahme!

Kommentar von SinaLuana ,

Nichts zu danken, ich hoffe sehr dass es dir helfen kann !

Antwort
von xttenere, 27

Du hast alles richtig gemacht, mach Dir bitte keine Vorwürfe.

Es ist schlimm, wenn an seinen treuen Freund verliert. Vielleicht tröstet es Dich ein wenig, wenn Du Dir sagst, dass es bis zuletzt ein schönes Leben geführt hat, und an einem Herzschlag sterben konnte....auch wenn er noch nicht so alt war. Es gibt Hunde, welche mit aller Macht am Leben gehalten werden, wenn sie bereits tot krank sind...nur weil ihr Mensch sie nicht loslassen will.

lass Dir Zeit zum trauern. Vielleicht hast Du ja später einmal Lust, einem Tierheim einen Besuch abzustatten, und einen neuen Weggefährten zu Dir zu holen.

Mein Rambo starb Anfang April. Ich hab ein Bild von ihm aufgestellt. so ist er immer noch bei uns.

Kommentar von MagicMandi ,

Danke dir. Bild aufstellen möchte ich auch unbedingt, aber ich fürchte mich so sehr davor.

Kommentar von xttenere ,

brauchst keine Angst zu haben. Am Anfang wirst Du weinen, wenn Du das Bild betrachtest...aber irgendwann wist Du es mit Freude betrachte, und nur noch an die schönen Zeiten zurück denken...nicht an Deinen Verlust.

Antwort
von Minabella, 58

Das verstehe ich sehr gut! Vorallem da dein Verlust sehr plötzlich kam und du dich innerlich überhaupt nicht darauf vorbereiten konntest!!!:( Es ist vollkommen normal dass du immoment nur weinst und an nichts anderes denken kannst! Lass deiner Trauer freien lauf und unterdrücke sie nicht, das ist wichtig damit du das ganze richtig verarbeiten kannst!
Mach dir bloß keine Vorwürfe, du hast nichts falsch gemacht und nicht fahrlässig gehandelt, du warst doch sicher immer gut für deinen Begleiter und hattest eine wunderschöne Zeit mit ihm die dir keiner nehmen kann. Denke an schöne Momente mit ihm und nicht ständig an das Ende!
Ich wünsche dir ganz viel Kraft ❤️

Kommentar von MagicMandi ,

Hallo Minabella,

danke für deine netten worte! für mich ist es so extrem schlimm, das ich zur schlimmsten zeit nicht an seiner seite sein konnte. ich bekomme den gedanken nicht mehr aus meinem kopf. ich versuche es immer an die schönen momente zu denken, aber auch das schmerzt so unendlich viel, da er mit so sehr fehlt :(

Kommentar von Minabella ,

Das was zählt ist dass dein Hund dich geliebt hat :) Bei so einer Trauer kann man leider nicht viel tun und man denkt dass man nie wieder aufhören kann deswegen zu weinen! Aber auch wenn du es dir nicht vorstellen kannst nach einigen Tagen wirst du an die schönen Momente zurückdenken können 😊

Antwort
von cinegrah, 60

Es tut mir sehr leid für dich, das ist eine traurige Situation und sicher können viele mit dir fühlen.

Aber denke bitte auch an die Guten Dinge! Du hast deinem Hund ein liebevolles Zuhause gegeben und Fürsorge, so viele arme Hunde (z.B. in Spanien) haben ein ganz furchtbares Leben und sie werden niemals geliebt werden..

Sei tapfer und bitte denk an die vielen schönen Momente~

Antwort
von Setter72, 24

Hallo

Ich kann mit dir mitfühlen. Vor 14 Tagen musste ich meine norwegische Waldkatze gehen lassen und mein Setter (9,5 Jahre) ist lt TA Herzkrank und er meinte, ich könne froh sein, wenn er noch 3 Monate schafft. Naja andere Geschichte ... 

Einen treuen Gefährten zu verabschieden ist sehr schwer. 

Ich kann dir nicht wirklich helfen, denn das kann niemand. Jedoch kann ich dir berichten, was mir in diesen Situationen und schweren Zeiten hilft.

Ich habe all meine Tiere (Katzen, Hunde) sehr in mein Herz geschlossen und als sie gehen mussten (sehr unterschiedlich) hat es mir jedes Mal aufs Neue das Herz zerissen. Ich habe ein Bild und eine Kerze aufgestellt und jeden Abend wenn ich nach Hause kam angezündet bis ich ins Bett ging.

Ich habe mit all meinen Freunden und meiner Familie immer wieder über diesen Begleiter gesprochen ... Oft über witzige Sachen, die so im Laufe der Zeit vorgekommen sind und das hat mir gezeigt, wieviel Freude wir gemeinsam hatten. Jeden Tag habe ich mir gesagt, wie gut es mein Gefährte bei mir hatte und wie gut es mir mit ihm oder ihr ging.

Auch die traurige Zeit kam in den Gesprächen vor, jedoch ließ es immer mehr und mehr nach.

 Unsere Gefährten sind im Grunde nie wirklich weg ! Sie bleiben ... in unseren Herzen und in unseren Erinnerungen !

Weine, wenn dir nach Weinen zumute ist. Lache, wenn du lachen möchtest. Erinnere dich daran, was für eine schöne Zeit ihr zusammen hattet. Du hast für deinen Gefährten alles gemacht, was dir möglich war und er/sie hat eine wunderschöne Zeit mit dir verbracht. 

Ich wünsche dir auf diesem Weg viel Kraft ... Jedoch auch viele schöne Erinnerungen. 

Setter72

Antwort
von michi57319, 58

Als meine Aisha am 26. Januar 2015 gestorben wurde, brach eine Welt für mich zusammen, die bis heute nicht heil geworden ist.

Auch sie war mein Seelenhund. Anfangs hatte ich Suizidgedanken, die ich nur deshalb nicht in die Tag umsetzen konnte, weil da noch so viele andere sind, die mir wichtig sind und denen ich wichtig bin.

Auch ich dachte, mein Leben wäre jetzt vorbei. Es war es nicht.

Es gab ein Leben vor dieser Seele, die mein Leben extrem bereichert hat. Daran hatte und habe ich jedoch eher schemenhafte Erinnerung.

Es gab das Leben mit dieser treuen Seele. Es gibt plötzlich eines ohne.

Es ist ein verkehrtes Leben, ein unvollständiges Leben.

Sie wird nicht wiederkommen, sie geht aber auch nicht.

Nach mittlerweile 1,5 Jahren zermartere ich mir immer noch das Hirn, ob der Zeitpunkt richtig war, warum ich nicht im richtigen Moment so alert war, die drohenden Konsequenzen zu sehen.

Ich versuche, einigermaßen meine Leben zu leben. Die Trauer ist immer noch da und wird vermutlich auch noch bleiben.

Manchmal denke ich darüber nach, einen Termin beim Psychologen zu machen, daß er mir bei der Trauerbewältigung hilft, daß ich allgemein mit dem Thema Tod besser klar komme.

Nach ihrem Tod waren Garten und Balkon ein Spiegelbild meines Inneren. In diesem Jahr versuche ich erstmals, durch das Äußere eine gewissen Freude im Inneren zu erzeugen.  Auch deshalb, weil ich nichts eingehen lassen kann, was lebt.

Ich weiß nur zu genau, wovon du schreibst.

Kommentar von MagicMandi ,

Danke dir für deine Geschichte. ich bin ständig am überlegen, ob ich mir hilfe bei einem psychologen holen soll. eventuell auch tabletten die einem besser den alltag bewältigen lassen. jede sekunde denke ich an meinen süßen und egal was ich mache, die gedanken bleiben dort und reissen mir das herz aus der brust. es gibt noch soviele offene fragen die mich beschäftigen - ich denk auch schon darüber nach, ein medium zu besuchen, um eventuell kontakt mit balu herstellen zu können. ich dreh echt durch!

Antwort
von Neyoo, 46

"Als der Regenbogen verblasste

da kam der Albatross

und er trug mich mit sanften Schwingen

weit über die sieben Weltmeere.

Behutsam setzte er mich an den Rand des Lichts.

Ich trat hinein und fühlte mich geborgen.

Ich habe euch nicht verlassen,

ich bin euch nur ein Stück voraus."

[`]

:-(

Kommentar von xttenere ,

so schön ....vielen Dank

Antwort
von Lina190, 40

Ich weiß das ist schwer ich bin jz 15 und vor 2 Jahren starb unser Hund der schon seit meiner Geburt bei uns war er war 2 Jahre älter als ich. Das heißt ich hätte nie ein Tag ohne ihn erlebt und ich habe mit ihm meine ganze Kindheit durchlebt und als er dann plötzlich starb zum Glück ohne zu leiden war ich auch so traurig. Ich wusste garnichts mit mir anzufangen ich habe nur geweint.

Man überlegt natürlich immer was man hätte anders machen können aber das kann man nicht .
Denk dadran er ist immer bei dir

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