Hund Epilepsie oder was anderes?

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4 Antworten

Puh, das hört sich übel an.

An Deiner Stelle würde ich mir alle Untersuchungsergebnisse des Haustierarztes ausdrucken/ kopieren lassen und dann mit dem Hund einen Termin in einer Tierklinik machen, die eine neurologische Abteilung hat oder sich mit Epilepsie gut auskennt. Hofheim wäre eine solche Adresse, die mir spontan einfällt. Ansonsten google einfach mal.

Mein Hund war schon relativ alt, als er an Epilepsie erkrankt ist. Deshalb habe ich ihm große Untersuchungen erspart, sehr stark darauf geachtet, dass er keine Schmerzreaktionen zeigt und medikamentös therapiert. Luminal und Pexion sind da ja immer noch die Mittel der Wahl, zusätzlich Diazepam, um die Anfälle zu unterbrechen. Ich denke, Dein Tierarzt wird Dir auch gesagt haben, dass sich der Wirkstoffspiegel der Medikamente erst langsam aufbauen muss. Es dauert also, bis sie wirken, und sie sollten auf gar keinen Fall einfach abgesetzt werden.

Das Schmatzen und das in den Bauch beißen, von dem Du berichtest, deutet für mich auf Schmerzen hin. Auch das würde ich gründlich abklären lassen.

Auch wenn es hart klingt: Richte Dich darauf ein, dass die Diagnostik teuer werden wird. Vermutlich im ersten Schritt Röntgen und Ultraschall sowie ein Blutbild, im zweiten Schritt MRT (das kann schnell mal 600€ und mehr kosten).

An Deiner Stelle würde ich bis zum Termin in der Tierklinik ein Anfallstagebuch führen. Da Futter und Stress Einfluss haben können (sofern es Epilepsie ist), würde ich den Tagesablauf mit allen Besonderheiten stichwortartig notieren und auch, was der Hund gefressen hat. Ebenso, ob es einen starken Temperaturumschwung gegeben hat, was kurz vor dem Anfall passiert ist und wie der Anfall verlaufen ist. Hilfreich ist auch, wenn Du es schaffst, die Anfälle mit dem Handy zu filmen, um sie dem Tierarzt zeigen zu können.

Bis dahin würde ich versuchen, den Tagesablauf so ruhig und regelmäßig wie möglich zu gestalten und jeglichen Stress (wie z.B. Hundewiesen oder Aufenthalte in der Stadt) vermeiden.

Ich drücke Dir und Deinem Hund ganz fest die Daumen, dass Euch geholfen werden kann! Berichte doch bitte weiter, wenn Du ein Ergebnis hast, ja?

Liebe Grüße

Naninja

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es bedarf einer genauen Diagnostik in einer Tierklinik die sich mit Epilepsie gut auskennt. Medikamente brauchen eine Zeit, bis genügend Wirkstoff im Körper angereichert ist. Es kann sein, das ein Mittel alleine nicht ausreicht und die Dosierung muss auch stimmen. Manchmal findet sich kein Grund für die Epilepsie, dann ist sie vererbt. Es muss auch nicht heißen das Medikamente die Anfälle vermeiden. Ein Anfall mit anzusehen ist für einen Besitzer meist schwer auszuhalten. Aber es ist wichtig Ruhe zu bewahren und für den Hund ein Sicherheitsgefühl zu geben. Hunde können mit Epi gut leben, man muss schauen, wie das Verhalten zwischen den Anfällen aussieht. Zeigt der Hund Anzeichen das es ihm schlecht geht, er Verhaltensauffälligkeiten hat die bedenklich sind, wäre es für mich zu entscheiden ihn erlösen zu lassen. Geht es ihm aber gut, muss man leider mit dieser Krankheit leben .  

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Kommentar von Kiyota
19.11.2016, 15:42

Die Tierärztin hat die Tabletten angepasst. Es gab auch nur 2 Präparate. Laut TA schaden diese meinem Hund nicht. 

Lange warten werde ich auch nicht. Sobald sie den nächsten Anfall hat, würde ich auch sofort in eine Tierklinik fahren. 

Danke für die Info.

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Kurzes Feedback:

Meine Hündin hat Epilepsie. Sie wird mit 2 Medikamenten therapiert, da sie nur auf die Kombination anspringt. Sie ist nun seit längerer Zeit anfallfrei (vor der Medikation hatte sie mehrere Anfälle am Tag, ca 10 Stück). Artgenossen gegenüber ist sie auch nicht mehr aggressiv. Fressen tut sie auch wieder ganz normal, ist aktiv, so wie ich sie kannte (Agility, etc). Ich bin zwar nicht froh darüber, dass sie Epilepsie hat. Aber ich bin froh, dass wir die Lösung für ihr Leiden gefunden haben und es erfolgreich therapieren! 

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tabletten kann man nicht einfach geben,die müessen angepasst werden...such dir eine spezialklinik für neurologisches...

welche rasse? hat sie das seit welpe? Hat sichs gesteigert? Schon mal was von ataxie gehört? Ich würde als allererstes,bevor irgendwas gegeben wird ein MRI machen lassen (kopf u.rücken)

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Kommentar von Kiyota
19.11.2016, 15:39

Die Tierärztin hat die Tabletten soweit angepasst. Es gab auch nur 2 Präparate. Laut TA schaden diese meinem Hund nicht. Ich als Laie habe davon natürlich bis jetzt wenig Ahnung. 

Sie ist ein Mischling (Labrador, Golden Retriever, Dackel, Schäferhund - also 2 Rassen inbegriffen, die häufiger an Epilepsie leiden)

Von Ataxie habe ich bis jetzt nichts gehört.

Sie hat es auch nicht seit Welpe. Sie hat es erst seit kurzem. 

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