Frage von jaquelinelul, 120

Hund bellt auf jeden?

Hallo Community, Mein Hund bellt auf alles und jeden. Es muss nur ein Mensch vorbei gehen, schon bellt sie wie verrückt,bei Hunden und anderen Tieren ist es nicht ganz so krass. Wir haben sie bekommen als sie 8 Monate alt ( Mittlerweile 15 Monate) war, sie hat neben einen Feld gelebt, wo keine Leute waren. Wie kann ich ihr das bellen abgewöhnen? Ich habe große Angst das sie Menschen beißt. Maulkorb trägt sie selten, da sie sich draußen nicht sicher fühlt (sie will uns, also meine Familie, immer beschützen). Fall es etwas bringt, sie ist ein deutsche Schäferhund - Border Collie Mischling.

Antwort
von brandon, 12

Wo das Problem liegt hast Du ja schon selbst geschrieben. 

Sie möchte Euch beschützen. Deshalb müsst Ihr ihr beibringen das Ihr ganz gut selbst auf Euch aufpassen könnt.

Du weisst sicher das Border Collies Hütehunde sind und auch der Deutsche Schäferhund wurde ursprünglich dafür gezüchtet. Diese Hunde haben oft einen ausgeprägten Beschützerinstinkt.

Ich möchte Dir raten eine Hundeschule aufzusuchen oder in einen Hundeverein zu gehen. Dort wird man Dir Tips und Ratschläge für die Erziehung geben. Vielleicht findest Du auch auf YouTube ein Video das Dir weiter hilft z.B. von der Hundeflüsterin Maja Nowak.

Wenn Du es Dir leisten kannst wende Dich an einen Hundetrainer der zu Dir nach Hause kommt.

Wichtig ist das Du nicht zu lange wartest denn je älter der Hund ist desto schwerer wird es sein dieses Verhalten abzutrainieren.

Viel Erfolg 

Expertenantwort
von Einafets2808, Community-Experte für Hund, 54

Guten Morgen Jaquelinelul, hast du schonmal von dem Spruch gehört , Hunde die bellen beißen nicht. Da ist schon etwas dran.

Du hast Angst das dein Hund beißt? Besteht denn wirklich die Gefahr?

Wie ist die Vorgeschichte? Wie ist euer Tagesablauf? Wie hast du das bisher trainiert, wenn dein Hund Menschen anbellt, wie lief das ab?

Warum bist du der Annahme dein Hund will euch beschützen?

Mein Rat holt euch einen erfahrenen Hundetrainer nachhause , der gewaltfrei arbeitet und euch in den entsprechenden Situationen Beobachet und für euch und euren Hund einen individuellen Trainingsplan aufstellt.

Kommentar von jaquelinelul ,

Das mit dem Hundetrainer ist eine gute Idee, danke! Zu den Fragen, Ich bin mir nicht ganz sicher ob sie zu beißen würde, aber meine Mutter glaubt dran. Die Vorgeschichte, sie hat früher mit vielen Hunde Zusamen gelebt. Unser Tagesablauf, Morgens erstmal eine halbe Stunde Gassi, danach bekommt sie Essen und Trinken. Nach ca. Ein bis zwei Stunden gehen wir nochmal raus, ca für eine Stunde. Hier gehen wir meistens auf ein Feld und dort lasse ich sie auch frei. Wir spielen Stöcken. Am Anfang tobt sie sich aber erstmal komplett aus. Der Heimweg beträgt 5 Minuten. Zuhause angekommen, spielt sie meistens mit ihrem Spielzeug oder liegt auf dem Sofa mit mir und guckt Fernseher. Mittags gehe ich relativ kurz mit ihr raus, ungefähr 30 Stunde bis 1 Stunde. Dort sind bei uns die meisten Menschen unterwegs.Dann gehen wir Abends nochmal für 2-2 1/2 raus. Und ganz spät Abend (21-22 Uhr). Warum sie uns beschützen will? Wenn sie z. B. auf dem Balkon ist und Leute dort vorbei gehen, bellt sie. Genau das gleiche wenn Leute im Hausflur rum gehen, meistens aber nur wenn sie etwas lauter sind oder es neue Nachbarn sind. Einmal hat auch ein Hund auf meinen Vater gebellt und sie ist sofort vor ihm gegangen und hat den anderen Hund angebellt. Joa, das waren meine Antworten.

Kommentar von caladan01 ,

Sorry, aber was ist das denn für eine Frage?

" Besteht denn wirklich eine Gefahr?"

Also erstens kann man für keinen Hund garantieren, das er nicht zuhackt. Und wenn er noch so gut erzogen ist. Es kann immer Umstände geben, die ihn kurz austicken lassen. Hunde sind und bleiben nun mal Individuen.

Zum anderen, wie soll sie das denn einschätzen können? Sie macht sich schon Sorgen wegen dem Gekläffe und soll dann noch verlässlich beurteilen, ob von dem Hund eine potentielle Gefahr ausgeht? Das kann sie gar nicht. 

Kommentar von Einafets2808 ,

Drum habe ich die Frage gestellt @caladan01 weil ich wissen wollte wie gut hier mit den Hund kommuniziert wird und wie gut man ihn lesen kann.

Kommentar von Einafets2808 ,

@jaqueline wie habt ihr das bisher trainiert , wenn der Hund von Balkon aus bellt? Oder im Hausflur was hört? Oder draußen ?

Kommentar von Einafets2808 ,

Morgens 30 min
1-2 später nochmal Ca. 60 min
Mittags 30-60 min
Abends 2-2,5 Stunden.
Und abends nochmal.

Zwischen drin spielen und bespaßen.

Ich komme da auf 5 Stunden, wenn man alles zusammen zählt.

Dein Hund hat gerade mal 15 Monate, körperlich noch nicht ausgewachsen , mitten in der Pubertät vermutlich.

Altersgerechte Auslastung, und Ruheübungen. Ich denke der Hund ist bei euch vollkommen überfordert. Ich sehe nirgends etwas, wo Grundgehorsam geübt wird. Nur gassi gehen und bespaßen.

Wie geht ihr mit so einer Bell Situation um?

Antwort
von dogmama, 39

Border Collie Mischling

Bordercollies sind Arbeitshunde und müsssen entsprechend beschäftigt und ausgelastet werden.

Das von Dir beschriebene Verhalten könnte sie sich wegen Unterforderung angeeignet haben. 

Du solltest eine Hundeschule aufsuchen und Dir auch überlegen wie Du Deinen Hund ausreichend auslasten kannst. Mit Hundesport, z. B. Agility 

Ein paar Std. am Tag spazieren gehen lastet solche Hunden bei weitem nicht aus!

Kommentar von Einafets2808 ,

Der Hund ist mit 15 Monaten um die 5 Stunden draußen, wird nebenbei noch bespaßt und beschäftigt. Ich denke das es an unterforderung nicht liegt.

Kommentar von Berni74 ,

Das war zum Zeitpunkt der Antwort noch nicht bekannt. ;-)

Antwort
von minimuc, 25

Du solltest es mal mit etwas probieren auf was dein Hund abfährt. Meiner liebt beispielsweise Wiener (Geflügel). Ich hatte das selbe Problem auch und es gut wegbekommen. Wenn du genau weißt wo oder in welchen Situationen der Hund bellt zücke das spezielle Leckerli und versuche ihn damit vorerst abzulenken. Wenn er es gut gemacht hat gut loben. Wenn du dich in so einer Situation befindest dass er Menschen anbellt dann nicht scheuen und die Menschen fragen ob sie Angst haben und ob sie wenn nicht kurz stehen bleiben könnten. Dann Probier deinen Hund zu beruhigen bis er aufhört zu bellen. Du kannst dir das ganze auch einfach machen und dir entweder einen Shake Trainer selber basteln oder kaufen (wie Nadeln in einem Glas) das ist aber wie eine Bestrafung würde ich eher von abraten. Wenn es so nicht weg geht besorg dir ein Halsband das sprüht und piepst. Das klappt bei meinem Hund super. Wenn ich merke er wird unruhig oder fängt an zu bellen dann piepe ich einmal. Er merkt dann ich will die Aufmerksamkeit von ihm und dann belohne ich ihn wenn er sitzt. Im Zweifelsfall kann man auch spritzen es gibt 2 Stufen. Du solltest aber nicht an den Dingen vorbei gehen spritzen und weitergehen. Wenn du die Möglichkeit hast dann wiederhole den Vorgang. Meiner hat Angst vor Gartenzwergen. Da piep oder Spritze ich und gehe anschließend nochmal zurück. Er darf das spritzen, was natürlich unangenehm ist, nicht direkt mit Menschen oder Dingen verbinden. Das könnte Angst auslösen. Ich habe das ungefähr 2-3 Wochen intensiv geübt und mittlerweile kommt das Halsband nur als Absicherung dran und wird nie mehr benutzt.

Kommentar von Einafets2808 ,

Sorry aber fürs was Sprühhalsband? Du kennst doch den Halter und seinen Hund nicht. Solche Tipps oder gutgemeinten Ratschläge können mächtig nach hinten los gehen.

Der Hund bellt und das hat einen Grund, diesen gilt heraus zufinden.

Wenn der Hund andere Menschen anbellt und man macht das nun mit dem piep oder Sprühhalsband und der Hund verknüpft das negativ mit dem Menschen, kann man das Problem ganz schnell verschlimmern.

Kommentar von minimuc ,

Das piepen erregt lediglich die Aufmerksamkeit des Hundes und hat keinerlei mit negativer Verknüpfung zu tun. Ich habe mehrere Möglichkeiten genannt und diese zählt zur letzten und soll eine Alternative zu den anderen Möglichkeiten darstellen. Ich habe nie erwähnt dass man den Grund nicht heraus finden soll deshalb sind solche unqualifizierten Aussagen sehr unnötig.

Kommentar von Einafets2808 ,

Es gibt aber sehr sensible Hunde, die auf Piepen oder sprühen reagieren. Drum sind solche Trainingsmethoden, wo du weder Halter noch Hund kennt kontraproduktiv.

Wenn ich die Aufmerksamkeit von meinem Hund möchte rufe ich seinen Namen (Blickkontakt) baut man das gut auf, ist der Bedarf von Sprühhalsbander überhaupt nicht nötig.  

Antwort
von caladan01, 50

Moin.

Wird sie denn aggressiv dabei? Also zerrt z.B. wie wild an der Leine?

Kommentar von jaquelinelul ,

Ja.

Kommentar von caladan01 ,

Ok. Ich verweise an dieser Stelle mal an den Post von Dogmama.

Besonders den Part mit der Hundeschule solltest du dir zu Herzen nehmen. Wenn man das jetzt schleifen lässt, hat man da ganz schnell einen charakterlichen Dickschädel.

Antwort
von winter70, 21

Erstens braucht Ihr Geduld. Ich habe eine Hündin mit 9 Monaten aus dem Tierheim geholt. Sie war der reinste Horrorhund, sie hat nie einen Klaps bekommen, und ich habe alles über die Stimme geregelt. Euer Hund braucht Vertrauen. Sie hat höchstwahrscheinlich Angst, daß jeder der in Eure Nähe kommt, für sie gefährlich wird, und daß sie wieder weg muß. Wir haben 3 Jahre gebraucht, jetzt ist sie der beste Hund der Welt.. Ich rate Dir, behalte die Nerven, sprich mit ihr, streichel sie, daß sie kapiert, auf den (oder die ) kann ich mich 100% verlassen und Du sollst mal sehen, was Du für einen tollen Hund bekommst. Übrigens wir haben ein Schäferhund-Beagle-Gemisch.

Antwort
von Sorrisoo, 27

Es gibt da so Spray Halsbänder. Sobald der Hund bellt, gibt es einen sanften Sprühstoss ab. Völlig harmlos und unbedenklich. Damit lässt sich das verhalten sicher abgewöhnen. Die gibts auch mit Fernbedienung. Dann kannst Du bei bedarf den Sprühstoss auslösen.

Kommentar von LukaUndShiba ,

So ein Halsband sollte keine Erziehung ersetzen. 

Erziehung bedeutet nur mehr Arbeit. Wer so ein Halsband benutzt ist einfach nur zu faul.

Kommentar von Berni74 ,

Sehe ich genauso. Außerdem macht man es unter Umständen damit noch schlimmer.

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