Hund als Therapie?

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12 Antworten

Da kommt es als erstes darauf an, warum Du in therapeutischer Behandlung bist.

Ein Hund bedeutet noch mehr als eine Katze viel Verantwortung. Es reicht nicht, im zweimal täglich sein Futter hinzustellen. Man muß mit ihm rausgehen und ihn beschäftigen - immer... auch, wenn es einem grad mal nicht danach ist.

Daher solltest Du Dich als erstes fragen, ob Du das alleine stemmen kannst und, wenn nicht, ob Du jemanden hättest, der zuverlässig für die nächsten 10 - 15 Jahre (so lange kann ein Hund leben) für den Hund die Verantwortung übernimmt.

Außerdem ist Deine Wohnsituation mit den beiden Katzen in einem Zimmer eher ungünstig. Wie schon geschrieben wurde, können sich die Tiere nicht aus dem Weg gehen.

Ich an Deiner Stelle würde daher auf einen eigenen Hund verzichten und lieber weiter mit den TH-Hunden rausgehen. Auch, wenn der Abschied jedes Mal schmerzt, so gehst Du doch mit dem Gefühl, den Hunden etwas Gutes getan zu haben. Ich denke, daraus solltest Du versuchen, Deine Kraft zu schöpfen.

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.. und wenn der Hund dann doch nicht die richtige Therapie ist, landet der Hund wo?

Tut mir leid aber in einer Einzimmerwohnung halte ich schon 2 Katzen für untragbar.

Bist du in der Lage sämtliche Bedürfnisse eines Hundes zu erfüllen?

Ich glaube kaum, dass deine Therapeutin wirklich Ahnung von Hunden hat.

Ein Hund der kein glücklicher und ausgelasteter Hund sein darf macht ganz viele Probleme.

Bringst du so viel Energie auf dich mit Leuten auseinander zu setzen, wenn der Hund sich nicht so einfach erziehen lässt und der Umwelt auf den Sender geht? Kannst du den Konflikten stand halten die  die Hundehaltung mit sich bringt?

Du bist bereit jeden Tag mehrmals mit dem Hund aus dem Haus zu gehen ob dir gut geht oder nicht? Das bedeutet nicht nur raus gehen, sondern sich wirklich mit dem Hund beschäftigen und ihn erziehen.

Da du so beengt wohnst, stellt sich auch die Frage ob du einen Hund finanzieren könntest. 

Lass dir von der Therapeutin keinen Hund aufschwatzen. Sie geht nicht mit dem Hund raus, wenn du das nicht kannst.

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Hallo,

ganz ehrlich? Einen Hund zum "Zweck" halte ich persönlich für wenig geeignet. Ein Hund sollte ein geliebter Lebensbegleiter sein - und nicht angeschafft werden, um einem Zweck zu dienen.

Meine Befürchtung hierbei wäre, dass die Bedürfnisse des Hundes viel zu kurz kommen, weil es ja eher um die Stillung deiner Bedürfnisse geht.

Das geht jetzt nicht persönlich gegen dich, denn das kann ich nicht beurteilen, sondern so sehe ich eine solche Konstellation grundsätzlich.

Ich würde die Problematik auch eher nicht an der kleinen Wohnung festmachen, obwohl ich auch die Bedenken hätte, was mit dem Hund passiert, wenn es mit den Katzen nicht klappt. Man kann ihn dann ja nicht so einfach wieder abschaffen.

Natürlich ist der kleine Wohnraum als solches kein Problem, denn die Wohnung sollte einem Hund grundsätzlich eher nur als "Schlafhöhle" dienen, Bewegung und Auslastung finden draußen statt. Und natürlich ist es grundsätzlich kein Problem, mit dem notwendigen Fingerspitzengefühl und der notwendigen Geduld Katzen und Hunde aneinander zu gewöhnen. Aber das braucht Zeit und Ausweichmöglichkeiten, die bei dir nicht gegeben scheinen.

Gutes Gelingen

Daniela

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Wenn die Katzen nicht wären würde ich sagen man kann einen Hund auch in einer kleinen Wohnung halten wenn er genug Auslauf hat.

Da Du aber noch zwei Katzen hast können sich die Tiere nicht so gut aus dem Weg gehen. Deswegen würde ich an Deiner Stelle verzichten.

Da Katzen sehr territoriale Tiere sind würden sie den Hund als Eindringling sehen und es besteht tatsächlich das Risiko das sie unsauber werden.

Schade für Dich denn ein Hund ist zwar kein Allheilmittel bei psychischen Krankheiten aber er kann eine Stütze sein.

Vielleicht bekommst Du ja mal eine größere Wohnung und kannst Dir dann einen Hund dazu holen.

LG

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Kommentar von ac1970
19.05.2016, 11:24

Dieser Meinung schließe ich mich 100% an

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Ein Hund KANN zu einem Freund, Begleiter, Familienmitglied und sozialen Bindeglied werden, was bei vielen Hundehaltern so ist. Er kann aber auch bei Überforderung zur Last werden. Hund und Halter leiden dann darunter.

Eine Einraumwohnung ist für die Vergesellschaftung von Katzen und Hund nicht geeignet, sei denn die Katzen sind bestens hundeerprobt und der Hund katzenerprobt im positivem Sinn. Sollte das der Fall sein, ist trotzdem eine frontale Erstbegegnung ungünstig.

Beide Tierarten brauchen die Chance um sich langsam (kann Wochen oder Monate dauern) an die neue Situation zu gewöhnen. Katzen brauchen einen sicheren Rückzugsort. In einer Einraumwohnung wäre dieser auf oberer Ebene od. unter Möbelstücken. u.U. für lange Zeit od. immer.

Auch ein Hund kann böse von genevten Katzen attackiert werden.

Hatte auch mal in jungen Jahren für kurze Zeit eine Einraumwohnung und eine Jungkatze. Dazu kam ein Welpe. Damals ich wohnte im Ländlichen parterre (Fenster als Katzenaus- und einstieg) und Miez war Freigänger. Beide hatten sich gut aneinander gewöhnt. Miez hatte die Wohnung für sich alleine, wenn ich auf Arbeit mit Hund war.

Hunde können Brücken bauen. Man kommt sehr schnell mit anderen Hundehaltern in Kontakt, wenn man diese soziale Kompetenz mitbringt. Hunde können aber auch sehr einsam machen, wenn sie mit anderen Hunden unverträglich sind. Wie auch immer, sie geben eine Struktur. Man muss regelmäßig raus, sich kümmern, sie fordern ihre Menschen.

Wer sich selbst im Griff hat, für den ist es auch nicht immer Vergnügen bei jedem Wetter oder Krankheit zu laufen. Mehr Dreck, hohe Kosten, immer in der Pflicht muss man ein Hundeleben lang aushalten können und mögen. Kannst Du das? Die Psychologin kommt dafür jedenfalls nicht auf.

Das Bedürfnis, einen eigenen Hund zu halten, MUSS aus Deinem tiefsten Inneren kommen, in Abwägung der gegebenen Umstände. Für einen wagen Versuch wäre mir ein Tier zu schade.

Geh weiter mit TH Hunden Gassi, übernimm eine Patenschaft, bringe Dich ein. Lerne liebevolle Distanz zum Tier. Dem Hund steht nicht auf der Stirn woher er kommt. Kontaktaufnahme zu anderen Haltern wäre kein Problem.

Ein Hund kann ganz viel leisten, doch soziale Probleme kann er nicht lösen. Ein Hund wird wie das andere Ende der Leine.....

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Kommentar von Einafets2808
19.05.2016, 01:53

Top Antwort Douschka, hast dich selbst übertroffen. Fettes Daumen hoch, auch wenn es das nicht mehr gibt.

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Kommentar von brandon
19.05.2016, 02:21

Mir hat Deine Antwort auch sehr gut gefallen. DH

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Hunde sind keine Therapeuten und keineTherapiegeräte. Deshalb kann man sich auch keinen Hund "als Therapie" zulegen.

Wenn du unsicher bist, wird es auch der Hund sein. Wenn du Probleme mit sozialen Kontakten hast,wird sie auch der Hund haben oder bekommen. Extrem schlechte Voraussetzung. Außerdem hast du keinen Platz und offenbar kein Geld und keine Zeit für einen Hund. Von den Katzen ganz zu schweigen.

Laß es bitte sein, such dir ggf.  einen Therapeuten, der dich selbst therapieren kann und dazu nicht auf einen Hund verweisen muß.

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Weiß deine Psychologin von den Katzen? Wenn ja, frag sie mal, wann sie das letzte mal selbst in einer Therapie war.

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Kommentar von JuleenRosarita
18.05.2016, 23:21

Ja, sie weiss von den Miezen ?

Wieso soll ich das fragen ??

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Ich finde es eher unverantwortlich,2 Katzen auf so engem Raum zu pferchen! Dem Hund ist die Wohnungsgrösse egal,solange er viele und lange Spaziergänge bekommt. Es kann in der Tat passieren,das die Katzen anfangen unrein zu werden. Das ist ja für die Stress pur auf so engem Raum. Ich würde mir erstmal ne grössere Bude suchen,oder ein,wo die Katzen Freigang haben können (nicht an Haubtstrassen oder mitten in der Stadt natürlich) Ein Hund kann insofern helfen,als das Du nette Menschen kennenlernst. Aber Deine Genesung sollte nicht gegenüber den Katzen im Vordergrund stehen. Sortier erstmal Dein Wohnumfeld,dann kannst Du immer noch abwägen.

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laß dir von der Psychologin keinen Hund aufdrängen! Ein Hund ist völlig anders als eine Katze - er fordert Erziehung, Beschäftigung und Zeit wie wenn du ein Baby bekommen würdest.

Du mußt mit dem Hund jeden Tag 3 x mindestens raus gehen - egal bei welchem Wetter, egal wie du dich fühlst. Egal ob du krank bist - der Hund muß raus.

Und nur einfach eine Runde laufen wird dem Hund nicht genügen, er möchte geistig ausgelastet werden und auch körperlich. Bei agilen Hunden ist 10 km Joggen gar nichts.

Wenn dem Hund geistig wie körperlich "langweilig" wird, sucht er sich selbst Beschäftigung, und das kann in einer Wohnung sehr "lustig" werden.

Außerdem möchte ein Hund eine Bindung, eine feste Struktur, und liebevolle, aber konsequente Erziehung.

Sei mir nicht böse aber deine Frage liest sich so, als ob DU eine Bindung, eine feste Struktur und Konsequenz in deinem Leben bräuchtest! Wie kannst du etwas, an dem dir selbst mangelt, einem anderen Lebewesen täglich, jeden Tag, solange es lebt, nahebringen?


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Kommentar von JuleenRosarita
18.05.2016, 23:27

Ich bin dir nicht böse. Ich wurde als Kind oft gemobbt und das hat sich bei mir festgesetzt. Und deshalb hat sie mir einen Hund empfohlen, damit ich rausgehe mit ihm und so meine Scheu sag ich mal überwinde.

Ich weiss das ein Hund Bewegung, Auslauf, Spiel u Spaß, Toilettengang usw benötigt. Ich lasse mir 's auch sehr gut durch'n Kopf gehen und will nichts unbedacht entscheiden.

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ich gehe mal davon aus dass du nicht arbeitslos bist, richtig?

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Kommentar von JuleenRosarita
18.05.2016, 23:22

Nein, bin ich nicht. Aber mein Defizit behindert meine Arbeitsfähigkeit, weshalb ich ne Therapie mache.

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arbeitest du nicht? dann ist nicht genug Geld da...

Hunde sind toll..aber man braucht dazu die nötige Zeit und das Geld.

such doch in deiner nachbarschaft oder bei betreut.de nach einen "leih"hund den du ausführst oder mal am wochende betreust

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ich finde es immer fragwuerdig, wenn ein psychologe einen hund als theraphie vorschlaegt.

tierunterstuetzte therapie ist je nach fall ok. aber die verantwortung fuer einen hund kann fuer einen kranken/mental erkrankten oft schnell zu einer ueberforderung fuehren.

du lebst in einer sehr kleinen wohnung mit 2 katzen -die haetten keine moeglichkeit dem hund aus dem weg zu gehen.

bis ein hund sich eingelebt hat, stubenrein ist etc vergeht zeit... ein hund braucht auch erziehung und halt. das kann ein psyischkranker oft nicht oder nur bedingt bieten. ein hund braucht vor allem auch sicherheit und deinen soveraenen halter.

ich weiss nicht, ob due arbeiten gehst und wie lange du von zu hause weg bist. ein hund kann nur befristet -max 4 -6 stunden ohne dich sein. 

ich denke, du hast recht mit deinen bedenken. gehe weiter gassi mit den tierheimhunden -evtl kannst du auch fester gassigeher fuer einen bestimmten hund werden. von einem eigenen hund rate ich dir zur zeit ab :

-wegen deiner wohnsituation mit den 2 katzen

-wegen deiner gesundheit, die evtl nicht ausreicht um einen hund dauerhaft und artgerecht zu halten

-weil sich weder deine gesudheitliche noch berufliche entweicklung absehen laesst. 

 

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