Ich brauche mal Euren Rat. Würde furchtbar gern wieder einen Hund zu mir nehmen. Er soll älter sein (nicht unter 9), groß und schwarz - d.h. ich möchte einem schwer vermittelbaren alten Hund aus dem Tierheim wieder ein Zuhause geben. Da ich aber berufstätig bin wäre das Tier ca. 9-10 Std am Tag allein. Ich habe auch leider keinen Garten, würde aber im Notfall auch mittags jemanden "engagieren", der mit ihm raus geht. Ansonsten wäre das Tier ständig und immer bei mir (hab meine Hunde nie allein gelassen, wenn ich nicht arbeiten musste) Die Leute vom Tierheim sagten mir tröstend: "Besser, als 23 Stunden im Tierheim allein!". Aber mich plagt das schlechte Gewissen. Wie seht Ihr das? Danke für jeden ernsthaft überlegten Rat!
Ich denke das du den Hund nehmen solltest! Ich meine alleine sein ist er ja gewohnt und wenn du vor der arbeit mit ihm raus gehst und wirklich ihm einen besorgst der mal in der zwischenzeit mit ihm Gassi geht dann wird er sich schon wohlfühlen bei dir! Außerdem haben die im Tierheim ja auch gesagt, das es besser wäre als den ganzen Tag im Heim zu sitzen! Schau mal sonst wird er sicher bis an seinem letzten Lebensabend dort sitzen und ich denke das er es dann bei dir mit der Liebe die du ihm geben wirst, wenn du Heim kommst und mit den Leckerlies die er bei dir sicher öfter bekommt viel besser aufgehoben ist! Er wird dir dankbar sein und es dir auch zeigen!

Tu es nicht. Einen Hund so lange allein zu lassen, ist Tierquälerei und reißt dem armen Tier vor Sehnsucht das Hundeherz heraus. Ich wünsche dir viel Glück.
Die Idee an sich finde ich sehr schön. Allerdings ist meines Erachtens die Zeit des Alleineseins auch zu lang. Wenn Du jemanden hast (und eine Notfalllösung, falls Dein Spaziergänger nicht kann), der den Hund mittags mal raus lässt oder vielleicht sogar für ein paar Stunden zu sich nimmt, wäre es machbar, aber echt grenzwertig.
Bedenke, dass gerade ältere Hunde auch Probleme bekommen können, die dann Dein Modell von heute auf morgen über den Haufen werfen: Inkontinenz, Demenz, Unsicherheit.
Vielleicht hast Du eine(n) Rentner(in) in der Nachbarschaft, die/der den Hund gerne den halben Tag (oder länger) bei sich haben würde. Die beiden könnten gemeinsam dösen und fernsehen :-)

ich finde es zu lange. dann sollte dein dogsitter mindestens eine stunde mittags da sein. schau doch, ob du jemanden findest, der den hund tagsüber nimmt....

Das ist gut, dass du vorher darüber nachdenkst und nicht einfach losgehst und dir deinen Wunschhund zulegst. Bedenke bitte, dass gerade der ältere Hund vielleicht aus seinem früheren Leben Verlassensängste hat, oder er muss öfters Gassi, weil die Blase nicht mehr so elastisch ist... dann quält er sich als stubenreines Tier. Wenn du wenigstens selber mittags mit ihm gehen könntest! Aber immer auf andere angewiesen zu sein, bringt nix. Ausserdem will er bei Dir sein und nicht bei irgendwem anderen.
Ich musste selber meinem Hund zwei Jahre so ein Schicksal zumuten und es war für den Hund und für mich nicht gut, das kannst du mir glauben.
DH - mir aus der Seele gesprochen
das ist wirklich schwierig. wir haben auch einen hund, aber die ist meistens nicht länger als fünf bis sechs stunden allein... da ich im schichtdienst arbeite und meistens erst relativ spät anfangen muss. so bekommt sie wenigstens morgens noch ihren auslauf.. und dann halt nach diesen sechs stunden. aber wenn es noch länger ist, hätte ich mir auch keinen hund geholt.
obwohl die aus dem tierheim natürlich auch irgendwie recht haben und alte hunde liegen ja eigentlich eh nur rum... dann solltest du darauf vielleicht auch achten, dass er etwas ruhiger ist. ich denke, dann würde es dem hund nichts ausmachen.
viel glück :-)
nun, das gleiche Problem hatte ich mit meinem vorigen Hund auch. War selbständig, als ich ihn 10jährig zu mir holte und musste das aufgeben. Dann kam der Job. Mein Hund hat das gut weggesteckt, hat viel geschlafen und wir sind morgens früh eine Stunde und dann halt nach der Arbeit und am späten Abend noch mal 1 Std gegangen. Das war okay - aber mein Gewissen hat mich fast umgebracht. Trotzdem würde ich so einer armen Seele so gerne helfen...
VIELEN LIEBEN DANK FÜR EURE RATSCHLÄGE. ICH SEHE, IHR SEID GENAUSO ZERRISSEN WIE ICH SELBST. ALSO WERDE ICH DAS THEMA ERSTMAL AD ACTA LEGEN UND EUCH WISSEN LASSEN, WENN EINE TRAURIGE PELZNASE DOCH MEINE ZWEIFEL ÜBER BORD SCHUBSEN KONNTE! Danke nochmal...
Finde dein Ansinnen an sich super, bin aber froh, dass dich schon jetzt das schlechte Gewissen plagt. Finde es auch seltsam, dass das Tierheim dem zustimmt.
Die Zeit halte ich für viel zu lang.
Unsere Hunde sind auch alt geworden (12 und 13), wollten dann auch nicht mehr so viel raus, haben auch viel geschlafen. Aber zwischendurch kam Hund doch mal für ein streicheln, oder einfach nur bei mir gelegen, da wo ich gerade war.
Der Hund kennt dich nicht, deine Wohnung nicht, muss sich erst eingewöhnen und ist vielleicht überglücklich wieder einen Menschen gefunden zu haben. Und dann geht der Mensch und er ist stundenlang allein, die Blase drückt öfter...und keiner ist da.
Auch wenn du jemand hättest, der mit dem Hund einmal raus geht fände ich das nicht ideal und schon gar nicht, wenn diese Person den Hund ein paar Stunden zu sich nicht. Der Hund weiß doch gar nicht wo er hin gehört, ein paar Stunden hier - mehrere Stunden dort.
Andererseits passen Hunde sich an, aber ich glaube, ich würde es trotzdem nicht machen.
ja,ja... meine Gedanken. Allerdings würde ich selbstverständlich ein paar Tage oder Wochen Urlaub nehmen, wenn der neue Mitbewohner da ist, damit er sich eingewöhnt. Ich bin schon recht erfahren mit Hunden, so dass ich ihn dann auch jeden Tag ein paar Minuten länger ans Alleinsein gewöhnen würde. Aber genau Deine Gedanken beschäftigen mich ja auch so... und die Gedanken von "Pampersrockt"... und schon haben wir den Schlamassel :-)
ja, klar Urlaub nehmen und alles...aber ehrlich gesagt, mein schlechtes Gewissen würde mich sehr belasten...

Klingt doch klasse. Er wird also zwischendurch gassigeführt. Supi.
Die Nachbarhündin (DSH, 13 Jahre) will garnicht mehr als 2 x am Tag gassigehen (raus, geschäft, wieder rein) und 1 mal ne 30 min Runde. Die grauen schnauzen sind da eher genügsam.
Wenn also das Beiprogramm stimmt seh ich das genauso wie die Leute vom Tierheim.
Nimm einen etwas ruhigeren vertreter und gib ihm ein schönes zuhause.
Ja, das kann ich bestätigen. Mein Hund (musste ihn vor 3 Monaten erlösen) wollte auch nur noch 2 mal täglich raus. Er hat die Zeit, die ich nicht da war total verschlafen, manchmal musste ich ihn wecken, wenn ich nach Hause kam. Aber er war ja da auch schon 14! Vielleicht ist es egoistisch, wieder daran zu denken, einen Hund zu holen...ich bin so furchtbar zerrissen...
Tibettaxi am 12. Oktober 2009 13:58 Unser lienchen ist 5 und schläft wenn man sie läßt min 20 stunden täglich. such dir halt ne schlaftablette. Besser als im Tierheim ist es allemal

Also grundsätzlich finde ich es schonmal super von dir das du dir soviele gedanken darüber machst wie es dem Hund gehen würde und das du einem schwer vermittelbaren hund die chance gibst noch ein schönes Leben zu haben... :-)
Hast du vielleicht schon mal darüber nachgedacht zwei Hunde zu nehmen damit beide nicht so alleine sind? evtl. einen großen und kleinen?
Grundsätzlich heißt es das ältere hunde bis zu 22 std. am Tag schlafen KÖNNEN. Wenn du dich darum kümmerst das der Hund auch bei abwesenheit umsorgt wird, sehe ich es auf jedenfall besser das der Hund wieder ein Zuhause bekommt
Danke für Deinen Kommentar! Ja über die zwei Hunde hab ich mir auch schon Gedanken gemacht, aber das ist natürlich auch ein kleines Finanzproblem :-(
Schneeleopardin am 12. Oktober 2009 13:52 Ein kleiner Hund als Spielgefährte frisst nicht wirklich viel weg.
Wenn ein zweiter Hund dir schon finanzielle Probleme bereiten würde, würde ich darüber nachdenken ob du dir auch den ersten wirklich leisten kannst. Die Sitter wollen auch bezahlt werden... Des weiteren könnten ältere Hunde krank werden und zum Doktor müssen.
Tibettaxi am 12. Oktober 2009 13:56 Dann aber TA x2 und das jkönnte jedes Budget sprengen
Schneeleopardin am 12. Oktober 2009 13:58 Stimmt. Sind alles Faktoren die man sich gründlich überlegen muß (leider).
Nun, das krieg ich schon gestemmt. Mein vorheriger Hund war auch viel krank... kein Problem, aber wenn zwei Hunde krank werden, geimpft werden müssen etc., kann das ein Problem werden ;-)
Schneeleopardin am 12. Oktober 2009 14:06 Vielleicht holst du dir auch einfach mal Rat aus einer Tierarztpraxis in deiner Nähe.
Jeder Hund reagiert natürlich unterschiedlich auf eine solche Situation, wie auch jeder Mensch anders reagieren würde

9-10 Stunden ist nicht gut für ein Hund wenn er einen Spielkameraden hätte wäre es nicht so Schlimm

ich würde es nicht machen. hunde sind doch eigentlich rudeltiere und wenn die den ganzen tag alleine sind drehen die sicher irgendwann durch. ich hab schon ein schlechtes gewissen meine mietzi 8 stunden allein zu lassen... obwohl der meisstens eh schläft...

Wenn die vom Tierheim das so sagen und er ist ja wirklich dort alleine, mh, und mittags jemanden kommen lassen - warum dann nicht?
Ich hab selbst einen Hund den ich mir als Welpen gekauft habe u. der jetzt 12 Jahre alt wird. Tu dem Hund das nicht an und laß ihn den ganzen Tag alleine. Du weißt garnicht wieoft er schon verlassen wurde. Er würde den ganzen Tag unter Verlassensängsten leiden. Sicher, du willst ihm einen schönen Lebensabend bereiten was auch ansich ein guter Gedanke ist aber ich würde es nicht tun. Gerade ein alter Hund braucht Zeit um sich an seine Umgebung und dich zu gewöhnen aber wie soll er das wenn er den ganzen Tag alleine ist? Die Leute vom Tierheim haben dich aber nicht verantwortungsbewusst beraten, lass die Finger weg im Sinne des Tieres.
Die Menschen im Tierheim scheinen froh über jedes vermittelte Tier zu sein...Gerade schwer vermittelbare Hunde sollte man nun gar nicht alleine lassen, in einer neuen Wohnung und womöglich kommt mittags noch jemand Fremdes...ne würde ich nicht machen. Das Tier kriegt noch einen Kmacks und ist ganz schnell wieder im Heim.

Kommt drauf an,ob er's gewöhnt ist und wie ein Opi irgendwo den Tag verpennt...
Ich könnt das nicht, Hunde sind Rudeltiere. Der arme geht doch alleine total ein, außerdem könnte er auf die Idee kommen (hatt der Labrador meiner Mutter gemacht) sich selbst zu beschäftigen und deine Wohnung auseinander zu nehmen, obwohl er vorher total friedlich war.

Mach das lieber nicht, Hunde brauchen im Gegensatz zu Katzen eine Bezugsperson und sollten nicht so lange alleine bleiben. Ausserdem müssen sie ja alle 3-4 Stunden wenigstens zum pieschen raus.
Danke für Deine Ermutigung, in meinem tiefen Inneren, sehe ich das ähnlich - wenn da nicht noch das Gewissen wäre. Aber ein warme, liebendes Zuhause ist vielleicht doch besser als Gitterstäbe und Betonboden, oder?
ja sicher, so denke ich auch und ich finde das wenn der hund einmal in deinem leben ist du ihn dir nicht mehr weg denken kannst!