Hund (6monate)wird bei knochen vom schlachthof total aggressiv, wie reagiere ich darauf am besten ?

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9 Antworten

Ich kann Deine Sorgen gut verstehen. Auch ich bin der Meinung, ein Hund sollte in Ruhe fressen dürfen.

Dennoch ist es für mich unerlässlich, dass er sich von mir immer und in jeder Situation alles wegnehmen läßt - egal, ob ich es ihm vorher gegeben habe oder nicht.

Die Gründe dafür sind vielfältig. Zum einen kann er ja mal was finden, das gefährlich für ihn sein könnte, zum anderen kann es durchaus auch vorkommen (auch wenn man das natürlich nach Möglichkeit verhindern sollte!), daß sich ein Kind dem fressenden Hund nähert. Und da kann es einfach nicht sein, daß er seinen Knochen bis aufs letzte verteidigt und womöglich das Kind beißt.

Das hat aber nichts mit dem "Rudelführer-Gelaber" wie man es häufig auf Sixx suggeriert bekommt, zu tun! Es ist schlichtweg ein Training, das das Zusammenleben mit Hunden im Alltag und der Gesellschaft erleichtert.

Ich habe damit schon im Welpenalter mit meinen Hunden begonnen. Dann war ich ihnen körperlich noch so gewachsen, dass ich mich einfach durchgesetzt habe. Hab den Knochen weggenommen, kurz gewartet und wiedergegeben. Sie haben ganz schnell kapiert, daß sie ihn eh gleich wiederbekommen und gaben ihn problemlos ab.

Dabei ist wichtig, daß das Objekt der Begierde so groß ist, daß es nicht verschluckt werden kann! Das ist nämlich neben Verteidigung die andere mögliche Reaktion, daß dein Hund das Ding einfach runterschlingt. Und das kann für ihn sehr gefährlich werden.

In deinem Fall würde ich mir eine Futterbestätigung suchen, die dem Hund genauso wichtig ist wie ein Knochen. Das wird sicher schwierig (Wiener, Käse oder ähnliches). Und damit würde ich im Tausch trainieren - Hund gibt Knochen und bekommt Würstchen. Danach darf er sofort wieder seinen Knochen haben.

Darf sie ihr Knabberzeug auch erst auf Euer Kommando fressen oder nur das normale Futter?

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Kommentar von friesennarr
07.03.2016, 09:14

Wir haben es ausgiebig geübt, dass sie leckerlies und ihr futter im
napf erst auf unser kommando frisst, wir können es auch auf kommando wieder wegnehmen.

Immer wieder üben ist aber kontraproduktiv.

"Aus" üben ist was ganz anderes, und sollte nichts mit dem Futter selbst zu tun haben, besonders nicht bei einem so jungen Hund.

Später ist das "Aus" so gut erlernt, das ein Hund alles her gibt, was er hat. Auch Futter.

Es ist auch die Frage, wie wurde das hergeben geübt, war es ein Tausch, "du gibst mir Knochen ich geb dir was anderes". Oder war es, wie ich das oft sehe, ein wegnehmen und dann wieder geben.

Das schreibst du ja bei dir selbst auch. Ich halte das für ganz schlimm weil dann nimmt man den Knochen weg, Hund wird ganz ranzig und gierig und jetzt gibt man das zurück - bestätigt also dem Hund was er eh schon dachte "der nimmt mir das einfach so weg, nächstes mal passe ich besser drauf auf".

Wenn du es immer mit Tausch machst, dann ist es o.k.

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Ich halte es generell für äußerst fragwürdig, einem Hund das Futter wegzunehmen. Licht ins Dunkle bringt da mal wieder das Rudelleben.

Wenn das Futter einmal zugeteilt ist, kommt der "Chef" nicht mehr auf die Idee, es wieder wegzunehmen.

Es macht auch keinen Sinn! Du hast als Halter vorab ausreichend Zeit, die Qualität und Ungefährlichkeit zu prüfen. Einmal überlassen, gehört es deinem Hund.

Es macht nur Sinn, wenn dein Hund sich eigenmächtig etwas schnappt, was er nicht zugeteilt bekommen hat. DAS muß er sich wegnehmen lassen. In dem Fall funktionieren Tauschgeschäfte bestens.

Das muß natürlich geübt werden, aber ich bin absolut kein Freund davon, daß mit zur Ernährung überlassenem Futter zu tun.

Deinem Junghund kannst du beibringen, daß deine Nähe absolut ungefährlich ist und daß du sein Futter nicht haben willst. Irgendwann gibt er dir den Knochen zur Ansicht dann auch freiwillig. Gib ihn jedoch stets zurück.

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Kommentar von Berni74
07.03.2016, 06:01

Was machst du, wenn der Hund draußen einen solchen Knochen findet und du ihm den wegnehmen willst? Tauschgeschäfte? Ich glaube nicht, dass er den für ein Leckerli abgibt. Und dann?

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ich denke eigentlich schon, dass unser hund ein tiefes vertrauen zu uns hat,

Nö - durch das das ihr dauernd übt ihr alles mögliche wegzunehmen, habt ihr den Grundstein für ihr jetziges Verhalten überhaupt erst gelegt.

Ich habe nicht ein mal, in der Aufwuchszeit meinem Hund irgendetwas weg genommen - wenn sie was gebracht hat haben wir manchmal getauscht.

An ihr Futter gehe ich nicht dran solange sie Welpe ist - jetzt als erwachsene würde es sie keinen deut interessieren, aber auch da mach ich das nicht.

Ein Welpe ist (muß er sein) sehr Nahrungsgierig. Da macht man solche experimente einfach nicht und wenn ein Kind in der Nähe ist gibt man keinem Hund (nicht mal dem brävsten) einen Knochen.

Ganz sicher liegt es nicht am Knochen selbst. Weil noch keiner meiner Hunde wurde aggresiv durch rohe Knochen.

Ich würde ihr an einem ganz bestimmten Ort nur ihre Knochen geben und an diesem Ort hat kein Mensch etwas zu suchen, während der Hund seinen Knochen bearbeitet. Das zerkauen von Knochen ruft etliches an Adrenalin hervor, befriedigt es aber auch wieder, deshalb bekommen meine Junghunde immer erst ihr normales Futter und dann den Knochen als Nachtisch.

Wenn du nicht dazwischen funkst, dann wird der Hund lernen, das du nicht aus bist, seinen Knochen zu stehlen (Knochen werden sogar ranghohen Rudelmitgliedern gegenüber verteidigt) und sie dir auch überlassen wenn du es wünschst.

Ich habe einen Hund gesehen, der gerade wegen dieser Wegnehmeübung extremst Bissig wurde.

Wäre mal interessant wie du reagieren würdest, wenn mitten im Lieblingsessen jemand kommt und es dir aus dem Mund nimmt?

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Kommentar von Alicechen1234
07.03.2016, 13:49

Aber ist es nicht eigentlich wichtig, dass man seinen Hund das Futter jeder Zeit wegnehmen kann ? zB. wenn der Hund irgendwas giftiges frisst ?

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Hallo, ein Hund darf sein Futter in Ruhe fressen. Keiner stört ihn und keiner nimmt es ihm weg! Das ist schon mal Fakt!!

Wenn du Kinder hast, dann müssen SIE lernen das einige Bereiche Tabu sind. Der Fress Bereich des Hundes und sein Liegeplatz gehören dazu!

Genauso wie jeder Mensch so hat auch jeder Hund seinen Charakter. Was der eine Hund sich gefallen lässt, da zeigt dir der andere schon die Zähne.

Nur weil der Retriever als idealer Familienhund verkauft wird muss das nicht stimmen. In erster Linie ist das ein Jagdhund. Die Erziehung wird noch viel Zeit und Energie kosten. Auf jeden Fall solltest du ein Buch über die Körpersprache des Hundes lesen. 

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ich werde auch sauer, wenn man mich beim essen stoert, oder mir essen klaut.

warum stoert ihr euren hund beim fressen? das ist unsinn und untergraebt das vertrauen in euch.

wenn man dem hund am fressen hindern will, dann bietet man ihm ein tauwchgeschaeft an... hat der hund gelernt, ihr kassiert das fressen nicht ein, dann lernt er auch auf den befehlt "aus" zu regeiren und gibt euch den konochen ohne probleme

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Der HUND hat angst, dass er sein knochen abgenommen bekommt und verteidigt ihn.

Ihr habt ihn das selbst beigebracht... lasst doch den Hund in Ruhe fressen.

 Diese futterprobleme werden meist selbst angezogen mit dem Quatsch den Hund ständig sein Fressen wegzunehmen...

Klar ist es wichtig im Notfall was weg nehmen zukönnen, das baut man aber langsam auf und tauscht mit dem Hund.

Meine haben von Anfang an gelernt, das ich ihnen nichts unnötig wegnehme und wenn ihnen was anderes anbiete. Nie hab ich einfach so das Futter weggenommen.

Würde mir ständig irgendein Clown mein Essen klauen gäbs paar gegen den Kopf.

Das Verhalten ist auch normal. Wem findest dem gehörts solange bis er weggeht.

Das einfachste: kein Knochen geben...

Oder tauschen...

Wenn ich meinen HUnden was gebe dürfen die das Fressen bis sie fertig sind. 

Draußen reicht ein Nein oder Ihh lass das und sie rühren nichts an. Das kann auch ein totes Reh sein... nennt man übrigens Erziehung

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Kommentar von friesennarr
07.03.2016, 09:20

Absolut DH.☺

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.. ich will sie nicht zu schlimm bestrafen

Man bestraft keinen Hund, das ist völlig unnötig! Das solltest du als Erstes lernen!

Natürlich kann sich ein 6 Monate alter Hund so benehmen und man kann das Verhalten auch ohne jegliche Bestrafung abgewöhnen. Man braucht dafür nur Ruhe, Zeit und Belobigung für richtiges Verhalten.

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Also wenn du im zb den Knochen gibst und er dich anknurrt bleibe vor ihm stehen und immer wenn er aufhört zu knurren gehe etwas näher nach einer Zeit wird er so erschöpft von knurren und bellen sein dass er sich zb hinlegt.....  Und dann beansprucht du den Knochen in dem du dich drüber stellst und wartest bis der Hund entspannt ist (wenn ein Hund sich hinlegt ist er nicht direkt entspannt)  wenn er sich entspannt hat gibst du ihm dass Wieder dass musst du öfters machen bis der Hund es richtig verstanden hat. Aber wenn sich der Hund dir unterworfen hat solltest der Hund den Knochen eigentlich ' ausgeben '

Ich hoffe dass ich dir etwas helfen könnte

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Kommentar von MiraAnui
07.03.2016, 08:12

Klar er knurrt sich müde... oder der Hund wird so genervt das er zu beißt...

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Kommentar von Berni74
07.03.2016, 09:22

Also wenn du im zb den Knochen gibst und er dich anknurrt bleibe vor ihm
stehen und immer wenn er aufhört zu knurren gehe etwas näher

Damit erreichst Du doch genau das Gegenteil. Der Hund hält Dich durch Knurren auf Distanz, hört er auf, kommst Du zu ihm. Also lernt er, daß er nur noch mehr knurren muß. Und glaub mir - müde wird der garantiert nicht.

Aber wenn sich der Hund dir unterworfen hat solltest der Hund den Knochen eigentlich ' ausgeben '

Da ist sie wieder - die Unterwerfungs-Theorie :-(

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Hm, also wir haben mit unserem Hund (Rhodesian Ridgeback) das Wegnehmen des Futters / Knochen konsequent geübt. Natürlich lassen wir ihn Ruhe fressen und stören ihn nicht ständig. Er findet das zwar nicht gut (zu Recht XD), wartet aber dann, bis er das Futter / den Knochen wiederbekommt.

Aber es gibt Situationen, in denen muß er sich das, was er frißt, wegnehmen lassen, z. B. wenn er auf etwas rumkaut, was nicht gut für ihn ist. Da kann ich ihm auch ins Maul greifen (bei einem 70 cm großen Rüden muß man sich das erstmal trauen ;) ).

M.R.

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