Frage von GommelinchenHD, 62

Hund bellt beißt und kratzt... was tun?

Ich Weiss echt nicht mehr weiter, meine Hündin ist jetzt 1 Jahr alt geworden und sie hört ganz und garnicht, ich weiß dass das meine schuld ist aber das ist ja auch mein erster Hund und ich habe vergessen alles beizubringen was man eigentlich im welpenalter beibringen sollte (Umgang mit anderen Hunden, leinenführigkeit, Baden, schneiden, Sozialisierung usw...) Aber sie sieht mich kein bisschen als Frauchen, sie denkt dass sie der Boss ist. Ich habe jetzt schon so viel probiert um sie zu erziehen aber nichts hilft... heute hat sie mich gebissen als ich sie gebadet habe (ich hab extra vorsichtig mit Wasser und so gemacht... aber sie ht mich dann aufeinander gebissen und gekratzt als ich ihr einen Kaugummi aus dem Haar schneiden wollte, Sie ist immerhin ein yorkshire) aber auch beim spazieren gehen wenn ich sie Ableine kann ich mich einfach nicht auf sie verlassen, sie rennt wie wild los und hört dann auch nicht mehr wenn ich sie rufe, ich weiß echt nicht mehr was ich machen soll, weggeben?, aber ich hab sie doch so doll lieb :''(

Antwort
von GoodFella2306, 53

Alle Dinge, die ein Hund im Welpenalter lernen kann, kann ein Hund auch im Erwachsenenalter lernen. Ansonsten dürfte sich ja niemals jemand einen Hund aus dem Tierheim holen.

Was deine Probleme anbelangt, so könnte ich dir definitiv ans Herz legen, einen Erziehungskurs in einer Hundeschule mitzumachen. Dort lernst du, wie man besser körpersprachlich mit dem Hund kommuniziert und mit dem Hund gemeinsam auch eine gute Partnerschaft entwickelt. Der Hund muss nämlich lernen dass er sich dir unterzuordnen hat.

Antwort
von SusanneV, 10

Du hast sehr viel falsch gemacht, aber das siehst Du ja ein. Such Dir einen Trainer, der ins Haus kommt und arbeite mit ihm und Deinem Hund. Wenn Du konsequent fleißig trainierst und die Anweisungen des Trainers befolgst, dann wird sich das Verhalten Deines Hundes ändern. Du mußt aber dazu bereit sein. Es wird nicht leicht werden und es ist ein langer Weg, aber Du kannst es schaffen. Viel Glück 🍀

Antwort
von Muggelchen71, 22

Das sind ja ein ganzer Haufen Probleme...

Gerade wenn man einen Hund sehr lieb hat muss man ihm Regeln und Grenzen setzen. Denn dann wirst Du akzeptiert und der Hund kann sich auf Dich verlassen.

Gibst Du keine Regeln, muss der Hund alles übernehmen und kommt nie wirklich zur Ruhe, weil er sich nicht auf Dich verlassen kann.

1. Dein Hund braucht sehr sehr viel Bewegung. Bitte an der Leine, da er ja nicht hört und somit bleibt er angeleint, bis das klappt!
Gehe sehr lange spazieren. Du kannst eine dünne Schleppleine (10 m) nehmen und ihn daran toben lassen.

Es gibt KEIN Futter mehr aus dem Napf! Futter gibt es gegen gehorsam und gegen Arbeit. Wenn Du Trockenfutter fütterst ist das einfach. Bei Nassfutter gibts halt immer nur einen Löffel voll.

Du nimmst etwas Futter in die Hand, hälst diese etwas höher wie die Nase und wartest. Setzt sich Dein Hund, gibst Du sofort das Futter, Immer wieder mal wiederholen und dann dazu "sitz" sagen.
Nur dann gibt es Futter! Er muss lernen, das er für das Futter was tun muss! So kannst Du ihm auch Platz beibringen. Wenn Sitz gut klappt, die Hand mit dem Futter zum Boden führen, evtl sitzt Du am Boden und beugst ein Bein an, so dass der Hund etwas unter Dein Bein kriechen muss.

Ignoriere Deinen Hund. Wenn er zu Dir kommt und gestreichelt werden will, dann nicht ansprechen, nicht anschauen, nicht anfassen. Einfach als ob er Luft ist, drehe Dich weg. Erst wenn er frustriert weggeht, rufe ihn irgendwann und dann wird gekuschelt, aber das bestimmst DU! Nie dem Hund Entscheiden lassen.

Vor dem Gassi gehen nimmst Du die Leine ohne den Hund "heiß" zu machen. Gehst zur Haustüre und bleibst stehen. Nichts sagen, nichts machen. Einfach warten, warten bis der Hund ganz ruhig ist, auch nicht mit dem Schwanz wedelt (denn das ist auch Aufregung) . Erst dann leinst Du deinen Hund an. Er bleibt hinter Dir, Du machst die Tür auf, gehst raus und erst dann kommt Dein Hund auch raus. Er geht NIE vor Dir durch eine Tür!

Er bekommt NIE Zuneigung, Leckerlie, Streicheleinheiten, wenn er aufgeregt und hibbelig ist, nur wenn er ruhig und entspannt ist!

Lass ihn beim Gassi gehen nie vor dir laufen, so kontrolliert er alles. Er hat neben oder hinter Dir zu bleiben. Dies braucht Übung und ist Anfangs etwas schwierig.

Beansprucht Dein Hund etwas, was Du haben möchtest, wie zb sein Spielzeug oder etwas anderes und lässt Dich nicht ran, dann stelle Dich drüber, gehe auf den Hund zu und beanspruche dieses Teil für Dich. Nicht mit der Hand hingehen und wegnehmen, sondern drüber laufen, Hund abdrängen mit dem Körper und dann das Teil wegnehmen.

Spielzeug gibt es nur solange wie DU es erlaubst, Du bestimmst das Spiel und auch wie lange es dauert.

Wenn Du Dir etws vornimmst, habe immer im Kopf, dass es ganz ganz sicher klappen wird, ein Hund spürt jeden Zweifel in Dir und wird Dich dann nicht ernst nehmen! Achte auf Deine Körperhaltung, strahle Selbstbewustsein aus.

Egal was passiert, Du bleibst immer ruhig und gelassen! Klappt etwas nicht, dann tief durchatmen und nochmal. Es wird nie geschimpft, oder rumgeschrien, auch nicht den Hund mit Schlägen, Leine reissen etc strafen.

Bei weiteren Fragen, kannst mich gerne anschreiben. Auch diesen kleinen Tyrannen bekommt man erzogen!

Antwort
von uwe4830, 6

Hallo,

gut erkannt, Sie ist der Boss und du bist nichts. Warum fängst du nicht an sie zu erziehen? Nun steckt sie auch noch in der pubatären Phase, was das Erziehen nicht gerade vereinfacht. Der beste Weg ist du holst dir professionelle Hilfe als Beistand. Futter z.B. gibts nur noch aus der Hand, wenn sie merkt das es nur mit dir geht, legen sich auch bald die Probleme.

Spielzeug steht nicht zur freien Verfügung, Futterback ist leer, Leine = Bindungsglied zwischen  dir und deinem Hund also keine Rollleine.

Gruß uwe4830

Antwort
von Hetja3, 50

Nimm dir wirklich Zeit mit ihr zu üben und besuch eine gute Hundeschule. 

Lass ihr nichts durchgehen. Es ist wichtig, dass du konsequent bist. Es müssen immer die selben Regel gelten. Beissen oder ähnliches darfst du nicht tolerieren.

Antwort
von Virgilia, 11

Such dir einen gewaltfrei arbeitenden! Hundetrainer, der zu dir nach Hause kommt. Du musst bei der Erziehung komplett von vorne anfangen. Aus der Ferne wird dir niemand helfen können, wir sehen weder dich, noch den Hund. 

In wie fern hast du "viel probiert", um sie zu erziehen? Hast du öfter die Methoden gewechselt? Bei der Hundeerziehung braucht man vor allem zwei Dinge: Konsequenz und Geduld. 

Wenn deine Hündin nicht abrufbar ist, muss sie an der Leine bleiben. Ansonsten ist sie nicht nur für sich, sondern auch für andere Verkehrsteilnehmer eine Gefahr! Kauf dir eine Schleppleine, bis sie zuverlässig abrufbar ist. 

Antwort
von Makri1234, 24

An deiner Stelle würde ich den Hund nicht abgegeben, sondern mir spätestens jetzt professionelle Hilfe holen. 

Alles Tipps aus dem Internet und von solchen Foren wir hier sind sicherlich nicht schlecht, aber du benötigst jemanden, der dir hilft deinen Hund zu verstehen, dir zu zeigen wie der Hund dich versteht und der dir hilft die Erziehung konsequent durchzuziehen. Vorallem kann man nicht alle "Standarttipps" auf jeden Hund anwenden.

Antwort
von MaschaTheDog, 40

Hundeschule! 100-200€ wird dir der Hund doch wohl wert sein,oder?

Sowas passiert wenn man sich nicht informiert bevor man sich einen Hund holt :/

Kommentar von GommelinchenHD ,

Ich habe mich informiert gehabt, und das zu viel so dass ich die Anforderungen an mich selber viel zu hoch gestellt hatte :/

Antwort
von MaggieundSue, 38

Du bist total überfordert....liegt daran und dies hast du ja schon selber eingesehen, dass du dich wenig bis gar nicht über Hundeerziehung informiert hast. Ja....und nun haben wir ein Problem.

Ich rate dir und dies ist okay, da du es ja selber eingesehen hast, das du deinem Hund ein tolles neues, liebevolles und Hundeerfahrenes zu Hause suchst. 

Hund wird endlich glücklich und du musst dich nicht mehr rumärgern. 

Antwort
von spikecoco, 28

ne, einen guten Hundetrainer suchen, der dir den richtigen Umgang mit dem Hund beibringt.

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