Frage von JoJo8421, 54

Huhu liebe Leute, ein Frage an die juristischen Fachpersonen unter euch: Gibt es hier einen Straftatbestand und wenn ja, wie heißt er?

Eine Person hat ein minderjähriges Kind in seiner Fürsorge. Dabei gib diese ihm ungesundes und mengenmäßig so viel Essen, dass es stark zunimmt. Von dieser Gewichtszunahme weiß die Person, denn sie wiegt das Kind täglich. - Es liegt also Vorsatz vor. Die beschriebene Person ist ein/e Angehörige/r des Elternteils, dem auch das Sorgerecht gehört. Dieser Elternteil lässt aber die schlechte Ernährung zu und unterstützt die Person noch dabei. Es gibt bereits ein Gerichtsurteil, in dem der Elternteil aufgefordert wurde, die schlechte Ernährung zu unterlassen, denn das Kind hat durch die Zeiten in der Fürsorge beider beschriebener Personen so viel Gewicht zugelegt, dass es nun Adipositas hat.

Wie heißt der Straftatbestand? Ist es überhaupt einer oder würde man hier ganz allgemein von Kindeswohlgefährung sprechen?

Antwort
von Kitharea, 33

Denke nicht, dass es hierzu was gibt. Aber Jurist bin ich keiner. Ich vermute eher, dass das Kind die Differenzen zwischen den betreuuenden Teilen mit Essen auszugleichen versucht...

Kommentar von Kitharea ,

ok nicht alles gelesen... komische Gerichte es gibt. Muss krasser Fall sein.

Kommentar von JoJo8421 ,

Das ist ein krasser Fall, defintiv. Das Versagen der Behörden (Jugendamt und Gericht) sind hier beispiellos. Das Kind versucht defintiv nicht mit dem Essen etwas auszugleichen, denn die Gewichtszunahme passiert immer nur bei der Betreuung des einen Elternteils. Dass es sich hier um Vorsatz handelt, konnte anhand vieler Dokumente, Aussagen und Gutachten von Ärzten bereits mehrfach nachgewiesen werden.

Kommentar von Kitharea ,

Wie gesagt - wie der "Straftatbestand" heisst kann ich dir nicht sagen. Aber ich schätze auch, dass man das Kind nicht wie eine "Gans" füttert und ihm das Essen reinzwängt. Was passiert wenn das Kind zb. sagt es will nicht mehr?
Das Einzige was mir dazu einfällt wäre das Münchhausen Syndrom - aber ob das passt weiß ich nicht, weil es Suche nach Aufmerksamkeit bei Ärzten bedeuten würde. Hass auf das Kind wäre auch möglich - vor allem wenn es sich dabei um einen Mutter/Vater Konflikt handelt. Möglich ist viel.
Es liest sich auch wie wenn diese Teile der Betreuung getrennt wären - also wie wenn es um Papa/Mama geht. Und wenn die beiden nicht miteinander können - warum auch immer - hat das Kind ein Problem. Wie auch immer sich das ausdrückt. Ich weiß jetzt nicht worum es konkret geht ... aber dieser Hass aufeinander ist nicht gut für das Kind. Und die Diskussionen um's Essen erst recht nicht. Theoretisch wäre ich der Meinung man sollte sich persönlich zusammensetzen und reden. Einfach nur reden. Nicht über das Kind - sondern über die Beziehung die mal eine war. Was schiefgegangen ist - wie es der Anderen Person geht. Für mich liest sich das als wäre die Elternbeziehung völlig kaputt. Als würde die Person dem Kind mit Essen schaden wollen weil es ihr noch immer nicht gut geht nach Abschluss des Trennungsthemas und sie versucht das irgendwie zu verarbeiten. Hass auf das eigene Kind ist immer gleichzeitig auch Hass auf den anderen Elternteil. Dieser muss weg. Dann kann die Person vllt. aufhören dem Kind zu schaden - sondern der Hass landet dort wo er hingehört. Beim Expartner. Darüber kann man - weil man erwachsen ist - reden.
Allerdings weiß ich dass viele meine Einstellung nicht teilen ... mein Exmann und ich - haben auch 2 Kinder - und aktuell läuft es so - dass wir uns gegenseitig noch immer helfen und beistehen - über Sorgen reden - da kein Hass mehr ist zwischen uns. Wenn ich etwas brauche hilft er mir und umgekehrt. Weil wir wissen dass nur so die Kinder darunter nicht leiden. Und es dem Kind nur gut geht wenn es beiden Elternteilen gut geht. Man übernimmt auch die Verantwortung für das Andere Elternteil wenn man Kinder bekommt - so sehen wir das. Aber mir ist klar dass viele das nicht können.

Antwort
von Mikkey, 16

Infrage käme evtl.

§ 225 StGB: Mißhandlung von Schutzbefohlenen

Nicht gleich schreien, sondern die Bestimmung erstmal lesen!

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