Frage von LW19CH, 135

Hündin aufnehmen?

Ich habe die Möglichkeit von einer Bekannten eine 11 Jährige Tierschutzhündin zu übernehmen. Die Betreuungskosten für die 2 Tage die ich ganztags arbeite und TA kosten würde sie übernehmen. Sie würde perfekt zu mir passen, super erzogen, fit gesund und absolut ausgeglichen. Allerdings ziehe ich in 2 Wochen in meine erste eigene Wohnung und desswegen raten mir alle ab, dass es mir zuviel werden würde. Steht also niemand -ausser mir- wirklich 100% dahinter.

Jetzt weiss ich nicht wirklich wie weiter. Wie würdet Ihr euch entscheiden?

LG

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 44

Wenn in Deiner Wohnung Hundehaltung erlaubt, die Ganztagsbetreuung wirklich sichergestellt ist und Du Dir im klaren bist, was es bedeutet, Verantwortung für einen Hund zu übernehmen (und dies keine spontane Entscheidung ist, weil der Hund "so süß" ist), würde ich die Hündin übernehmen.

Allerdings würde ich damit dann bis nach dem Umzug warten, damit die Maus sich nochmal neu eingewöhnen muß.

Antwort
von AnnaTeresaLe, 39

Ich glaube eine wirklich hilfreiche Antwort wird dir hier leider keiner geben können, denn niemand steckt in deiner Haut - nur du allein kannst entscheiden, ob es dir zu viel wird.

Es ändert sich verdammt viel, wenn man das erste Mal in einer eigenen Wohnung wohnt, so viel vorneweg.

Allerdings, finde ich, dass wenn DU also wirklich DU zu tausend Prozent dahinter stehst, dann ganz ehrlich geb nichts darauf was andere sagen.

Wie oft haben mir Leute gesagt "Du kannst doch mit 20 Jahren keine 2 Hunde haben / Du willst doch Party machen / Die Hunde schränken dich voll ein" und so weiter und so weiter.

Und was ist, ich bin jetzt 24, super glücklich mit meinen zwei Hunden und vermisse wirklich nichts!

Ich denke, man muss sich einfach bewusst sein, dass ein Hund eben Verantwortung bedeutet, es heißt nachts aufstehen und mit dem Hund raus gehen, wenn er zum Beispiel Durchfall hat oder auch bei Regen und bei minus Graden draußen herumzulaufen, einfach weil es der Hund halt braucht. Es heißt auch, dass man nicht mehr so flexibel ist und mehr planen muss.

Wenn das für dich alles klar ist und du dir komplett sicher bist mit dem Hund, dann gebe ihm ein Zuhause - solltest Du dir nicht sicher sein, dann sei so stark für dich und für den Hund und steh dazu, dass es dir vielleicht zu viel wird.

Ich hoffe Du triffst, die für dich richtige Entscheidung und ich wünsche dir viel Glück in deiner neuen Wohnung.

Kommentar von Hannybunny95 ,

Richtig. Wenn man sich bewusst ist, was auf einen zukommt und man es wirklich will, dann klappt das.

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

DH

Expertenantwort
von Naninja, Community-Experte für Hund, 69

Wie wird es perspektivisch bei Dir aussehen?

Es passiert oft, dass Hunde im Alter nicht mehr gut oder gar nicht mehr alleine sein können, wenn die Seh- und Hörkraft nachlässt oder sie dement werden. Wirst Du dauerhaft nur an 2 Tagen pro Woche arbeiten/ unterwegs sein? Falls es mehr wird: ist auch dann eine Betreuung gesichert?

Kannst Du die Tierarztkosten finanzieren? Meine alten Hunde haben monatlich teilweise sehr hohe Kosten verursacht (Herz, Nieren, Durchblutungsstörungen, Gelenke, Epilepsie). Das waren regelmäßig 150€ zusätzlich im Monat pro Hund (neben Versicherung, Futter und Steuer) + mehrere Operationen am Auge, die ebenfalls altersbedingt waren. Eine Kranken- oder OP- Versicherung wird sich nicht mehr lohnen. Hast Du entsprechende Rücklagen oder Unterstützung?

Bist Du Dir darüber klar, dass ein alter Hund u.U. inkontinent wird und plötzlich nicht mehr stubenrein sein kann?

Neben dem Zeitfaktor sind das die Fragen, die ich mir zunächst stellen würde.

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Du hast dir den Text aber schon durchgelesen oder? TA-Kosten werden übernommen!

Kommentar von Naninja ,

Was ich gelesen habe und was nicht, lass mal meine Sorge sein.

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Oha.. Ich kann nichts dafür wenn du den Text nicht richtig gelesen hast.. ;)

Kommentar von Naninja ,

Sich darauf zu verlassen, dass die kompletten TA Kosten auf Lebenszeit des Hundes von einer Privatperson verlässlich übernommen werden, ohne dass es eine konkrete Vereinbarung über den Umfang, einen Vertrag (von dem hier nichts erwähnt ist) oder Plan B gibt, finde ich herrlich naiv. Ganz abgesehen davon kann auch die freundlichste Bekannte ungewollt in Zahlungsschwierigkeiten geraten.

Dir scheint es eine Menge Freude zu machen, Deine vermeintliche Überlegenheit zu demonstrieren, indem Du andere persönlich abwertest und versuchst, sie zu diskreditieren. Ich finde dieses Verhalten einfach nur entlarvend und armselig.

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Wenn du auch die anderen Beiträge gelesen hättest, dann wüsstest du auch, dass es eine verbindliche Vereinbarung schriftlich festgehalten wird! Sie könnte auch morgen nen schlimmen Unfall haben und was weiß ich nicht alles. Was kommt als nächstes?

Finanzielle Unabhängig kann niemand garantieren. Auch nicht jemand der jetzt im Moment vielleicht die Möglichkeit hat. Dagegen gibt es viele obdachlose Punker bei denen einen Hund besser aufgehoben ist. Spielt so oder so nur eine indirekte Rolle und ist kein absolutes Kriterium für ein tolles zu Hause... 

Ich kann nichts dafür, dass du die Beiträge nicht richtig liest.. Daher auch kein Grund mich hier persönlich anzugreifen. Ich demonstriere hier garnix.. Was du da reininterpretierst ist alleine deine Sache.. Mir auch völlig egal.. 

Kommentar von Naninja ,

Sie könnte auch morgen nen schlimmen Unfall haben
.

Eine gesicherte Unterbringung für den Fall, dass man als Halter ausfällt, ist in der Tat ebenfalls ein Punkt, über den man sich Gedanken machen sollte, wenn man sich einen Hund anschafft. Zumindest, wenn man verantwortungsvoll plant.

Dagegen gibt es viele obdachlose Punker bei denen einen Hund besser aufgehoben ist.

Das ist natürlich ein Maßstab, nach dem man seine Entscheidungen und Lebensplanung ausrichten sollte. Ein sehr kluger und fundierter Einwurf!

Ich demonstriere hier garnix..

Gilt das auch für das Stichwort "Wissen" und "höfliche Umgangsformen"? ;-)

Mir auch völlig egal.. 

Ich würde es sehr begrüßen, wenn Du diese Haltung generell auf meine Antworten ausweiten würdest und andere User mit Deinen wertvollen Erkenntnissen und Lebensweisheiten beglücken würdest. ;-)

Antwort
von Hannybunny95, 34

Es ist definitiv nicht unmöglich, aber könnte halt Abstriche in anderen Bereichen kosten. Spontanität fällt schonmal komplett weg und das Geld kann auch an einigen Stellen fehlen. Hast du die Möglichkeit den Hund mit zur Arbeit zu nehmen, oder dir 1-2 Monate mindestens drei zu nehmen? Von jetzt auf gleich kannst du den Hund nicht alleine lassen. Wenn du es wirklich willst und bereit wärst einige Abstriche zu machen, dann würde ich den Hund aufnehmen. Irgendwie gibt es immer einen Weg

Expertenantwort
von inicio, Community-Experte für Hund, 6

selbst wenn es vertraege bzgl bezahlung de rbetreung und tierarstkosten gibt, ich wuerde die huendin nur zu mir nehmen -wenn ich dies selbst bezahlen koennte.

was machst du, wenn dann ploetzlich dieser zuschuss ausbleibt?

ueberlege bitte gruendlich. es sit toll so einem alten hund eine neue bleibe zu geben, aber da muss dann auch volle sichterheit fuer sie da sein.

gerade im alter koennen tierarztkosten und notwenidge medikamente teuer werden. (mein hund brauchen monatlich 50 euro fuer medikamente). manchmal werden alte hunde so krank, dass sie gar nicht mehr alleine bleiben koennen.

bitte denke vorraus fuer die naechsten 5-7 jahre. es ist wichtig auch eine 2. unterbringunsgsmoeglichkeit zu haben, wenn der erst mal ausfaellt.

wie ist das dauerhaft mit deiner arbeit? du wirst wohl nicht ewig nur an 2 tagen arbeiten?

auch wenn ein hund gut alleine bleiben konnte -bei seinen neuen besitzern und in einder neuen wohnung muss das neu erlernt werden. wenn du meinst notfalls kann ein hund auch einen ganzen tag alleine bleiben -dann solltest du wissen, dass das tierqualelerei ist und oft mit der zerstoerung/verunreinigung einer wohnung endet oder der hund dauerhaft bellt...

wenn du es dir ausfuehrlich uberlegt hast und bereitbist den hund erst nach dem umzug holen -dann wuensche ich euch glueck!

Antwort
von xAdmiralAckbarx, 26

Also ich sehe jetzt eigentlich soweit gar keine Problem. Dein Plan klingt doch absolut schlüssig. Wenn es möglich ist, dass der Hund noch die zwei Wochen beim derzeitigen Ort bleibt, dann würde ich das natürlich vorziehen. Kannst ja in der Zwischenzeit dennoch den Hund besuchen und spazieren gehen. Wenn es nicht möglich ist, du dich aber mit der Entscheidung dennoch super wohl fühlst, dann sehe ich den Umzug auch nicht als mega Hindernis. Muss dann eben nur alles sehr gut geplant sein und ist vielleicht etwas stressiger für dich selber. Nur darfst du in der Zeit dann den Hund den Stress nicht spüren lassen. Mit ordentlich Planung und vielleicht der Hilfe von Familie und Freunden sollte das absolut kein Problem sein.

Hunde haben die tolle Eigeneschaft, dass sie im hier und jetzt leben. Also mit Veränderungen sehr gut umgehen können. Ich habe mit meinem Hund jetzt schon den 6ten Umzug hinter mir und muss sagen, dass es er sich jedesmal super schnell an die neue Situation gewöhnt hat. Bekanntest Körbchen etc. und gut war. Seinen Platz zugewiesen und gut war. Er trägt auf keinen Fall irgendeinen Schaden davon. Auch wenn das Ganze vielleicht etwas hektischer wird. 

Wichtig wäre aber zu erst, dass du mit dem neuen Vermieter redest ob du dort überhaupt einen Hund halten darfst..  Der jetziger Vermieter ist schnuppe. Bist ja eh in zwei Wochen draußen.. 

Kommentar von Raphaela02 ,

Das ist die beste Eigenschaft, wenn es einem Hund gut geht und ihr euch zusammen wohl fühlt würde er Dich bis aufs Messer verteidigen. So Treu sind sie ! Hauptsache Du bist dabei und dann geht er mit Dir überall hin wo DU willst. LG und Viel Glück

Antwort
von MiraAnui, 54

was ist wenn aufeinmal die bekannte doch sagt nö zahl nicht mehr? Dann stehst du alleine da... kannst du dir den TA und die Betreuung selbst leisten?

Hast du genug Geld für Futter ud co?

Kommentar von LW19CH ,

Es wird einen Vertrag geben

Kommentar von MiraAnui ,

viele dieser Verträge sind nicht mal das Papierwert auf denen sie stehen, heißt: die sind einfach ungültig.. da würd ich vorher genau prüfen ob der hieb und stichfest ist..bevor du ganz alleine da stehst^^

Expertenantwort
von Einafets2808, Community-Experte für Hund, 37

Die allerwichtigste Frage ist, sind Hunde denn in der neuen Wohnung erlaubt?

Erst solltest du das abklären. Wie lange war die Hündin so alleine, und wie lange müsste sie bei dir alleine sein?

Kommentar von LW19CH ,

Ja habe ich schon schriftlich bekommen =)

Bei mir wäre sie 4-5 Stunden alleine. scheinbar kennt sie aber auch den ganzen Tag alleine sein.

Kommentar von Einafets2808 ,

Beachte aber auch, das man dem Hund das Alleinsein Gegenfalls neu beibringen muss . Nur weil das in der einen Wohnung klappt , klappt das nicht zwingend in einer für den Hund ungewohnte Umgebung.

Meiner kann auch ein paar Stunden alleine sein, aber wo anders geht nicht. Bei mir in meiner Wohnung hat er gelernt ich komme wieder und wir haben lange für ein entspanntes Alleinsein trainiert.

Hunde lernen Ortsbezogen. Überlege dir das ganz genau, nicht das es Ärger gibt mit den neuen Nachbarn oder dem Vermieter.

Kommentar von xAdmiralAckbarx ,

Da fehlt deinem Hund nur das nötige Vertrauen. Sowas kann man sehr gut hinbekommen. Müsste seine Methoden natürlich hinterfragen und einiges ändern.. 

Antwort
von Raphaela02, 5

Wenn Du mit Deinem neuen Vermieter das abgeklärt hast./ erst persönlich am besten mit Zeugen und dann schriftlich das der Vermieter nichts dagegen hat  ( ist ganz wichtig !!! )  und in dem Mietvertrag eine Klausel drin hast. Das die Hundehaltung erlaubt ist, dann steht dir da auch nichts im Weg. Aber vorher ALLES ich sag alles abklären ! Ich drück Dir die Daume. Liebe Grüße.

Antwort
von Sciffo, 72

natürlich bedeutet eine eigene wohnung nicht nur mehr arbeit neben der arbeit, sondern auch mehr kosten als bisher.

sofern du berufsanfänger bist, was ich nicht weiss, denke ich in der tat, dass das zuviel werden wird für den anfang.. da musst du dich erstmal auf den job konzentrieren..für ein tier hast du noch ein leben lang zeit.................

Antwort
von Delveng, 47

Wäre ich an Deiner Stelle, würde ich die Hündin nicht übernehmen.

Kommentar von LW19CH ,

Wieso?

Kommentar von Delveng ,

@LW19CH,

Du hast doch gefragt, wie man sich an Deiner Stelle entscheiden würde. Ich finde Deine derzeitige Lebenssituation als nicht geeignet für die Haltung eines Hundes.

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