kottenlindi am 03.11.2009 um 6:58 Uhr
Da ich eine sehr brutfreudige, aber recht kleine Henne habe, die auch nur recht kleine Eier legt, frage ich mich was passieren würde wenn sie von meinem großen Hahn (andere Rasse) befruchtet würde- werden die Küken nur so groß daß sie in die Eier "passen" oder können sie sich nicht richtig entwickeln? Oder sollte ich diese Henne von diesem Hahn fernhalten? Oder befruchtet der die erst gar nicht (warum auch immer)? Oder hängt die Größe von Küken gar nicht von ihrer späteren Größe ab?

Ja, natürlich. Deswegen gibt es für jede Hühnerrasse das sogenannte "Brutei-Mindestgewicht", das vom Züchter beachtet werden soll. Eier, die weniger wiegen, werden nicht bebrütet.
Unabhängig von der Größe des Eies ist aber immer genau das drin, was zu einem kompletten Küken gehört (also nicht mehr und nicht weniger), die Zusammensetzung im Ei ist genetisch gesehen ein qualitatives, die Größe ein quantitatives Merkmal.
Mixe (Hybriden) sollte man nur dann produzieren, wenn man zwei reinerbige Linien hat und sich mit den Grundlagen der Zucht wenigstens halbwegs auskennt, anderenfalls sind die Eigenschaften der Nachkommen nicht vorhersehbar.

versuch es doch einfach;-)
kottenlindi am 3. November 2009 07:06 will ja das Huhn nicht quälen oder nicht-lebensfähige Küken erzeugen!
pecudis am 3. November 2009 09:26 Genau! Solche "Tierversuche" sind kein Spaß, ich finds gut, wenn jemand sich VORHER Gedanken darüber macht!
Ja, versuchs einfach mal würde ich auch sagen! Ich hatte mal ein Ei das war schon ziemlich groß und da waren zwei Eigelbe drin^^

Die Größe der Küken hängt mit Sicherheit von der Größe der Eier ab! Irgendwie muss das Küken da ja auch Platz haben. ;-)
Was allerdings passiert wenn du einen großen Hahn mit einer vergleichsweise kleinen Henne (Rasse) kreuzt? Das wird wohl eher so ein Zwischending. Die Henne kann ja nicht endlos große Eier legen, weil es ihr sonst wahrscheinlich den A... aufreißt. ;-)
pecudis am 3. November 2009 09:25 In dem Fall zerdrücken die Eier bereits im Legedarm und die "Scherben" der Schale zerschneiden das Gewebe, oder das Ei drückt den hinteren Teil des Legedarmes mit nach außen - nennt sich Legedarmvorfall und führt normalerweise zum Tod der Henne.
Wenne am 3. November 2009 10:15 Na, da hab ich ja mal wieder was dazu gelernt! :-)

Wir hatten mal ein Zwerghuhn und einen RIESEN Hahn. Es war ihm nicht moeglich, ihre Eier zu befruchten - der Groessenunterschied war einfach zu gross.
So hat mein Mann eine "kuenstliche Befruchtung" vorgenommen - das Kueken das schluepfte war ausgewachsen ein "normal" grosses Tier, groessenmaessig so zwischen Mutter und Vater.
murmeltier7 am 4. November 2009 23:33 Wie muss man sich denn das vorstellen "kuenstliche Befruchtung" bei Hühnern?
kottenlindi am 5. November 2009 07:38 hab ich mich grade auch gefragt.....
Gudy13 am 5. November 2009 14:20 Wie beim Menschen: man nimmt den Samen des Hahns (er hat ja versucht, die Henne zu besteigen) und fuehrt ihn der Henne ein - schon ist befruchtet :-)))
PS: Was die Glucke angeht, wenn Du deren Bruttrieb ausnutzen möchtest, leg ihr halt befruchtete Eier der größeren Rasse unter.
PPS: "Fernhalten" mußt Du die kleine Henne nicht - nur eben die gemischt befruchteten Eier nicht ausbrüten!
Danke-ich hatte gehofft mit meiner Frage von dir eine Antwort zu bekommen, da du dich offenbar sehr gut mit dem Thema "Kleinvieh" auskennst...und die Antwort hilft mir auch weiter. Wie viele (dann größere) Eier kann ich denn ca. in ein Brutgelege packen? Zuletzt hatte sie 7 Küken.
Gern geschehn ;-) Die Anzahl Eier kommt auf die Glucke an - gute Brüterinnen schaffen auch 10-15 Eier, darf nur keins "rausgucken" ;-)
Aber erst im Frühling anfangen, sonst haben es die Küken zu schwer - und vorher den Tieren, die die Bruteier legen sollen, besonders gutes Futter geben ("Elterntierfutter" - "Alleinfutter für Zuchtgeflügel")