Frage von Heisenberg1998, 39

Welche Konsequenzen sollten daraus gezogen werden, dass immer mehr resistente Hospitalkeime in Krankenhäusern entstehen?

Gerade in Krankenhäusern entstehen immer mehr resistente Keime (Hospitalkeime). Welche Konsequenzen sollten daraus gezogen werden?

Expertenantwort
von Darkmalvet, Community-Experte für Gesundheit & Medizin, 2

Hallo Heisenberg1998

Meiner Meinung nach sollten Krankenhäuser die Patienten vor ihrer Einlieferung auf die Besiedlung mit solche Keimen überprüfen und gegebenenfalls dann isolieren von den anderen Patienten und auch für Besucher sollte man einen Schnelltest entwickelt, mit dem z.b. die Hände auf diese Besiedlungen überprüft werden und sollten dort diese Keime vorhanden sein, dann sollte Besucher ihre Hände eben desinfizieren müssen.

Stark zur Verbreitung bei tragen übrigens Türklinken, deswegen würde ich hergehen und alle Türklinken gegen Hygiene Türgriffe ersetzen.

Im Europäischen Ausland, insbesondere in den Niederlanden wurden solche Maßnahmen schon ergriffen und sie scheinen sehr gut zu wirken, also frage ich mich warum man das nicht auch hier einführt.

Wahrscheinlich geht es mal wieder wie so oft um finanziellen Interessen und um Lobbyisten, welche die Politik beinflussen, da die Konzerne die viele Krankenhäuser in Deutschland betreiben nicht investieren möchten.

Ganz ehrlich, ich hoffe die EU erzwingt die Einführung solcher Hygienemaßnahmen, es sterben einfach viel zu viele Menschen an dieser unnötig schlechten Hygiene

LG

Darkmalvet

Expertenantwort
von dadamat, Community-Experte für Medizin, 9

Weniger Antibiotikaeinsatz, Isolierung der "verseuchten" Patienten und vor allem mehr Hygiene. Dabei ist auch die Reinigung des Krankenhauses zu verbessern, da aus Kostengründen die Reinigung des Hauses, der Betten, Nachttische und medizinischen Gerätschaften heruntergefahren wird. Zum Beispiel: als ich in "meiner" Uniklinik angefangen habe, wurden die Gänge, Nachttische usw zweimal täglich gereinigt, heute nur noch alle paar Tage, wobei nur noch der Fußboden täglich gereinigt wird und die Nachtische nur bei noch Patientenwechsel oder einmal die Woche.

Kommentar von dadamat ,

Nachtrag: für die Händedesinfektion ist eine Mindestzeit von 30 Sekunden nötig, bei Infektionen sogar für 2 Minuten. Durch die engen Zeitgrenzen und Überlastung des Pflegepersonals und der Ärzte, kann diese Mindestzeit nur sehr selten erreicht werden. In Deutschland versorgt eine Pflegekraft ca. 10 Patienten, nachts oft 25-30, in Skandinavien, der Schweiz usw. ist das Verhältnis viel besser, eine Pflegekraft versorgt 3 - 4 Patienten, nachts höchstens 10.

Antwort
von habakuk63, 16

Wir schließen alle Hospitäler.

Ernsthaft. Die resistenten Keime entstehen nicht im Hospital, dort werden sie erkannt. Die Resistenzen entstehen durch zu viel und falsche Anwendung von Antibiotika, in der Landwirtschaft und in privat Haushalten.

Helfen würde ein absolutes Verbot von Antibiotika in der Landwirtschaft, keine antibakteriellen Spülmittel, Taschentücher, Wäschepfleger oder Handlotionen. Und das Verbot von Desinfektionssprays aller Art. Ja, als erste Folge würden die Erkrankungen ansteigen und eventuell etwas länger in der Bekämpfung dauern, danach wäre es aber kein Problem.

Antwort
von toneRing, 26

Weniger Antibiotika wenns nicht unbedingt gebraucht wird

Oftmals wird ja zu viel Medikation verwendet obwohl es ggf nicht nötig wäre und auch nicht zu Ende genommen
Teilweise auch zu viel desinfiziert

Ich versteh das alles. Keine Frage
Aber die Keime passen sich dem Umfeld an

Und dann werden sie resistent. Hygiene ja
Aber nicht übertrieben

Antwort
von anja199003, 21

Mehr / bessere Hygiene in Krankenhäusern. Genau dafür muss jedes Kkh auch einen Hygienearzt haben, der als ausgemachter Spezialist für die Verhinderung unkontrollierten Keimwachstums zuständig ist.

Antwort
von Exitussi, 15

Mehr Personal, mehr desinfizieren und mehr aufgeklärte Patienten, die selber vorsichtiger sind, wenn sie es denn noch können.

Antwort
von hauseltr, 9

Eine Diskussion hier zu diesem Thema in gutefragen finde ich nicht als zielführend, weil es nichts an Erkenntnissen bringt!

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