Frage von UltraSchoen, 149

Homoöpathie-Hochpotenz-Schwangerschaft?

Guten Tag,

ich hoffe, dass Sie mir weiter helfen Können. Kann man bei der Schwangerschaft in den ersten 3 Monaten hochpotenzen wie "Apis Mellifica C30" oder "Pulsatilla LM 18(:Q 18)" nehmen. Wäre das ok oder gefährlich fürs Kind?

Antwort
von carn112004, 71

Du musst dir vermutlich nicht mehr sorgen machen, wie wenn du einen Schluck Sekt getrunken hättest; soll man zwar nicht, aber im Allgemeinen passiert nichts (man soll es halt nicht, weil 1 zu 100 oder 1 zu 1000 doch was passiert).

Homöpathische Mittel können bei hoher "Potenz" (also sowas wie D24+, C12+, LM6+) für Schwangere NUR DANN problematisch sein, wenn Alkohol darin ist.

Homöpathische Mittel nur mit Zucker oder Wasser sind in solcher oder höherer Potenz ABSOLUT unproblematisch, außer man schluckt so viele davon, dass man eben zu viel Wasser oder Zucker abbekommt.

Grund ist, dass bei entsprechender "Potenz" also Verdünnung nichts vom Ausagangsstoff merh drin ist und das ganze dann nur noch Wasser, Zucker, Alkohol bzw. die entsprechende Mischung davon ist.

Deswegen kann man diese "hochpotenzen" sowieso eigentlich gleich sein lassen.

Anders sieht es bei niedrigen Potenzen aus, sowas wie unterhalb D12, C6, LM3, da kann es dann Probleme geben, je nachdem was die Ausgangssubstanz für die Verdünnung war; bei homöpathischen Mitteln mit Potenzen in diesem oder leicht oberhalb davon, sollte man auf jeden Fall mit einem Arzt über die Einnahme reden.

Antwort
von Grobbeldopp, 52

Du kannst jede homöopathische Hochpotenz einnehmen oder absetzen wann es dir beliebt, ohne eine Gefährdung für dich oder das Kind.

Eine Überdosierung ist nicht möglich, es sei denn du näherst dich der tödlichen Dosis für Laktose an- die liegt im Bereich von 1 kg, wobei es dir nicht gelingen wird 1kg Globuli zu essen.

Kommentar von Grobbeldopp ,

PS wenn es alkoholische Lösungen sind trifft das nicht- dann wäre schon Schluss sobald ein paar Gramm reiner Alkohol zusammen kommen- aber das Prinzip ist klar.

Antwort
von berndcleve, 30

Gewöhnlich bezeichnet man so was nicht als Hochpotenzen; Hochpotenzen würde man erst ab ca.100 ansetzen.

Mal abgesehen davon, sind die Therapien mit Q und C Potenzen völlig unterschiedlich; man vergleicht hier Äpfel mit Birnen. Die hohen C Potenzen haben den nachteil der  schweren Erstreaktionen. Die niedrigen Q potenzen haben den Nachteil, dass man die Informationen zur Heilung ständig gibt.

Kommentar von MalNachgedacht ,

Mal abgesehen davon, sind die Therapien mit Q und C Potenzen völlig unterschiedlich; 

Mal davon abgesehen scheitern Homöopathen nun schon seit über 200 Jahren daran zu demonstrieren, dass sie in der Lage sind verschiedene Substanzen in Potenzen höher D24, C12 oder Q6 anhand der Wirkung voneinander zu unterscheiden.

Wer als Homöopath Gegenteiliges behauptet ohne es belegen zu können belügt schlicht und ergreifend seine Patienten....

Antwort
von uteausmuenchen, 74

Hallo UltraSchoen,

sowohl Apis Mellifica C30 als auch Pulsatilla LM 18 sind reine Placebos - Scheinmedikamente. Sie haben keinerlei gezielte Wirksamkeit auf egal welches Beschwerdebild, wegen dem Du sie empfohlen bekommen hast.

Beides sind absolut wirkstofffreie Mittelchen, die auf 200 Jahre alten Vorstellungen beruhen, die von den Erkenntnissen der Zwischenzeit überholt wurden und nie einen Nachweis irgendeiner Wirkung über Placebo hinaus erbringen konnten.

Du solltest deshalb keines der beiden Mittel einnehmen, wenn das eine alkoholische Lösung des Zeugs ist. Denn Alkohol ist nicht gut für's Kind.
(Es gibt das in verschiedenen Formen, als alkoholische Lösungen oder als
Zuckerkügelchen. In denen ist dann natürlich kein Alkohol.)

Ob man etwas einnehmen soll oder nicht, entscheidet man in der Schwangerschaft sowieso am besten nicht selber, sondern informiert sich beim Arzt.

Homöopathische Hochpotenzen wie Deine beiden sind generell reine Placebos ohne mittelabhängige Wirksamkeit - und daher auch ohne gezieltes Schadenspotential. Ohne jeden Nutzen ist aber schon die geringe Alkoholmenge eigentlich nicht gerechtfertigt.

Gefährlich für das Kind kann aber sein, wenn Du Beschwerden hast und selber an Dir herumdokterst, anstatt untersuchen zu lassen, was Dir fehlt. In der Homöopathie wird ja keine Diagnose gemacht. Der Patient ist eine "Black Box" mit oberflächlich wahrnehmbaren Symptomen - bereits nicht spürbare Symptome wie Blutfettwerte kennt die Homöopathie schon ncht mehr, Krankheiten erst recht nicht.

Therapieverzögerung kann in der Schwangerschaft durchaus nicht ungefährlich für das Kind sein - je nachdem, was Du halt hast. Mit Placebos behandelst Du die Beschwerdeursache schlicht gar nicht - Du setzt darauf, dass es schon von selber besser wird. Bei Bagatellen gelingt das - was dann als "positive Erfahrung mit der Methode" die Erfolgsgeschichten damit erklärt. Ernstere Beschwerden können sich aber verschlimmern, wären man mit Globuli an sich herumdoktert. Und das sollte man dann eben sehr wohl vermeiden.

Bist Du krank, gehörst Du zum Arzt, der das sauber diagnostiziert. Bist Du nicht krank, brauchst Du gar nichts nehmen.

http://www.naturwissenschaftliche-rundschau.de/navigation/dokumente/Stichwort080...

http://www.netzwerk-homoeopathie.eu/ueber-uns

Grüße

Kommentar von Atlas111112222 ,

Danke für deine Antwort UteausMuenchen,

nach dem ich Pulsatilla LM 18 genommen habe, habe ich auf einer InternetseiteNebenwirkungen von Pulsatilla

"Pulsatilla sollte von Schwangeren nur bei passendem Arzneimittelbild eingenommen werden. Die Niedrigpotenzen sind in der Regel bedenkenlos für Schwangere. Dennoch sollte die Medikation von einer Hebamme oder einem Homöopathen überwacht werden. In sehr hoher Potenz (C1000) kann Pulsatilla einen Abort begünstigen."

Hier steht, dass hohe Potenzen doch gefährlich sind.

gefunden auf: http://www.apotheke-homoeopathie.de/mittel/pulsatilla#schwangerschaft

 

gefunden auf: http://www.apotheke-homoeopathie.de/mittel/pulsatilla#schwangerschaft

 

Kommentar von Atlas111112222 ,

Danke für deine Antwort UteausMuenchen,

nach dem ich Pulsatilla LM 18 genommen habe, habe ich auf einer Internetseite folgenden Artikel gelesen....

"Nebenwirkungen von Pulsatilla

Pulsatilla sollte von Schwangeren nur bei passendem Arzneimittelbild eingenommen werden. Die Niedrigpotenzen sind in der Regel bedenkenlos für Schwangere. Dennoch sollte die Medikation von einer Hebamme oder einem Homöopathen überwacht werden. In sehr hoher Potenz (C1000) kann Pulsatilla einen Abort begünstigen."

Hier steht, dass hohe Potenzen doch gefährlich sind.

gefunden auf: http://www.apotheke-homoeopathie.de/mittel/pulsatilla#schwangerschaft

 

gefunden auf: http://www.apotheke-homoeopathie.de/mittel/pulsatilla#schwangerschaft

Kommentar von MalNachgedacht ,

Die Niedrigpotenzen sind in der Regel bedenkenlos für Schwangere.

Das ist grober Unsinn - wenn überhaupt sind die Niedrigpotenzen in der Homöopathie u.U. problematisch. Je nach Substanz können Potenzen wie D3 oder D6 tatsächlich noch eine pharmakologische Wirkung haben - die aber nichts mit der Lehre der Homöopathie zu tun hat....

"Dennoch sollte die Medikation von einer Hebamme oder einem Homöopathen überwacht werden."

Der wahre Grund ist, dass Hebammen und Homöopathen gerne ein paar Euro dazu verdienen....

"In sehr hoher Potenz (C1000) kann Pulsatilla einen Abort begünstigen."

Die homöopathische Pille danach...
Und das soll sich unter Frauen in über 200 Jahren Homöopathie nicht herumgesprochen haben?

Die Hersteller von Pulsatilla sind wohl allesamt kriminell weil sie diese (angebliche) Nebenwirkung ja nicht in ihren Beipackzetteln erwähnen...

Kommentar von Atlas111112222 ,

"Die Hersteller von Pulsatilla sind wohl allesamt kriminell weil sie diese (angebliche) Nebenwirkung ja nicht in ihren Beipackzetteln erwähnen..."

Also, daran glauben Sie, dass es so ist....!!!???

Kommentar von uteausmuenchen ,

Hallo Atlas111112222,

lass Dir bitte von solchen Warnungen vor Hochpotenzen keine Angst machen.

Ich kann Dir gerne erklären, wo diese Warnungen herkommen, ok?

Dazu muss man sich noch einmal ansehen, was Homöopathie ist und auf welchen Ideen sie beruht:

Im Bild der Homöopathie heilt ein Mittel "ähnliche Symptome", wie die, die es beim Gesunden erzeugen kann. Ein Beispiel: Weil Bienenstiche anschwellen und gerötet sind, ist ein oft bei Sonnenbrand verordnetes Homöopathikum zermatschte Honigbiene (meist eben in absurd hoher Verdünnung) - denn auch beim Sonnenbrand ist die Haut ja gerötet und leicht angeschwollen. Wie ähnlich dabei genau "ähnlich" ist, ist in der Homöopathie nirgends genau festgelegt.

Soweit klar?

Um ein Mittel "herauszusuchen" (der Homöopath glaubt ja, die seien unterschiedlich), muss der Homöopath also wissen, welche Symptome das Mittel beim Gesunden hervorrufen kann. Dann erst kann er gucken, welche Symptome Du hast... und über den Vergleich ein Mittel zuordnen.

Was ein Mittel angeblich beim Gesunden hervorrufen kann, das findet der Homöopath in sogenannten "Arzneimittelprüfungen" heraus: Gesunde nehmen die Mittelchen ein und schreiben ALLES auf, was danach geschieht.

Jetzt stell' Dir das mal vor: Du schreibst über einen Zeitraum von bis zu ein oder zwei Wochen wirklich alles auf, was Dir an Dir auffällt. Ob Du Dich müde fühlst. Ob Du Appetit auf etwas Süßes hast. Ob Du fröstelst. Oder schwitzt. Ob es Dich am linken Ellbogen juckt. ...

Du musst das mal versuchen: Je mehr Du in Dich hinein horscht, an desto mehr Stellen Deines Körpers wird Dir etwas auffallen. Außerdem kann man sich immer eine Erkältung einfangen oder man bekommt einfach so Kopfweh oder eine andere Erkrankung.

Dass unser Körper sich ständig verändert, ständig auf seine Umwelt reagiert (ist es wirklich eine Folge des Mittels, wenn während der "Prüfung" ein Kälteeinbruch ist und Du an Dir "Frösteln" feststellst? Eben!), das haben Homöopathen in diesem Konzept komplett ausgeblendet. Alles - wirklich ALLES, was NACH  der Einnahme des Mittels passiert, wird in diesen Prüfungen als DURCH das Mittel verursacht psotuliert.

Und das ist so falsch, wie es nur sein kann: Unser Körper ist einfach nicht monokausal, sondern komplex, wechselwirkt komplex mit seiner Umgebung. Immer.

Homöopathische Arzneimittelprüfungen sind nachweislich ein untaugliches Messinstrument: Sie unterliegen einem seit Hahnemann längst aufgedecktem Irrtum: Man verwechselt "Nach der Einnahme" mit "wegen der Einnahme".

Heute weiß man um diesen an den Fundamenten der Homöopathie rüttelnden Irrtum. Man hat deshalb wiederholt homöopathische Arzneimittelprüfungen mit Placebokontrolle durchgeführt: Ein Teil der Prüflinge bekam Placebos... und berichtete prompt ebensolche "Symptome", wie diejenigen, die das Homöopathikum bekommen hatten. Sämtliche Arzneimittelbilder der Homöopathie sind mit einem unzureichenden Messinstrument erstellt. Das wissen wir.

Und wie kommt es jetzt zu dem Warnhinweis?

Wie Du als Schwangere sicher weißt: Manchmal kommt es leider zu Aborten. Nicht jede Schwangerschaft läuft erfolgreich (wenn auch die aller, allermeisten: Keine Angst, ja?)

Aber wenn viele Schwangeren von ihren Homöopathen Globuli bekommen, dann werden unter den Frauen, die Aborte erleiden eben mit der Zeit zwangsweise auch ein paar sein, die vorher Globuli nahmen.

Homöopathen werten wie gesagt ALLES, was nach der Einnahme von Globuli passiert als ein "deshalb". Und prompt wird dann aus dem Abort, der mit dem eingenommenen Placebo nichts zu tun hat, ein "Wirksamkeitsbeleg" der Homöopathie gedrechselt, indem man einen solchen Warnhinweis hinausposaunt.

Dass "Niedrigpotenzen" harmlos seien, ist der homöopathischen Vorstellung geschuldet, dass ein Mittelchen, das öfter geschüttelt und verdünnt wurde, angeblich tiefgreifendere bzw. stärkere Wirkung haben soll. Wie stark jedoch "stärker" sein soll, da ergeben sich eklatante Widersprüche, wenn man verschiedene Bücher von Homöopathen liest.

Die Wahrheit ist vielmehr, dass eben in Niedrigpotenzen die aufgedruckten Stoffe noch enthalten sind - und das wäre bei Arsenicum album alles andere als harmlos - für Dich und das Baby.

Also: Nicht alles, ernst nehmen, was Homöopathen so sagen - Klappern gehört zum Geschäft.

Ich würde übrigens nicht gleich jeden Homöopath als "kriminell" oder "bewusst lügend" bezeichnen: Man darf hier nicht unterschätzen, wie leicht man sich irren kann. Dinge, die NACH einer Einnahme passieren, täuschen nun mal Effekte vor. Die Annahme des "Deshalb" ist zunächst naheliegend. Erst heute, aus unserem tieferen naturwissenschaftlichen Wissen und nach den über 1800 Veröffentlichungen zur Homöopathie später, können wir diese naheliegende Annahme verneinen.

http://www.homöopedia.eu/index.php/Artikel:Hom%C3%B6opathische_Arzneimittel...

Grüße

Kommentar von MalNachgedacht ,

Also, daran glauben Sie, dass es so ist....!!!???

Nein:

Aber WENN Pulsatilla C1000 für Schwangere tatsächlich gemäß homöopathischer Lehre gefährlich WÄRE DANN wären die Hersteller von Pulsatilla C1000 tatsächlich kriminell, da sie ja diese gefährliche Nebenwirkung nicht in ihrem Beipackzettel erwähnen.

Auch der Gesetzgeber müßte sich ja wohl die Frage gefallen lassen warum er solche gefährlichen Mittel (die immerhin zu Fehlgeburten führen können sollen) rezeptfrei für jeden in Apotheken zugänglich macht.

Aber natürlich weiß der Gesetzgeber genauso wie der Hersteller dass die einzige Gefahr die von Pulsatilla C1000 ausgeht eine Zucker oder Alkoholvergiftung ist  - aber auch nur wenn man das Mittel in vollkommen unrealistischen Mengen einnimmt.

Kommentar von Grobbeldopp ,

C1000.

C1000!

C1000

Ich will nicht mehr.

Atlas111112222: Bitte mach dir mal klar was das bedeutet. Die homöopathische Urtinktur wurde verdünnt eins zu...

...eine Zahl mit einer 1 vorne und dann kommen zweitausend Nullen.

Das ist unvorstellbarer Unsinn. Vergiss alles was auf der Seite steht.

Kommentar von charmpagner ,

Warum sollte sie deine Informationenin ihr Handlungsrepertoire aufnehmen? Sind doch nur Schriftzeichen auf einem Monitor. Da wirkt keinerlei Stoff auf sie ein. Wie willst du damit Wirkung auf sie erreichen? Du musst dir schon materiellere, invasivere Maßnahmen einfallen lassen ;-)

Kommentar von TheStone ,

Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. 

Kommentar von Grobbeldopp ,

Also meine Antwort enthält imaterielle Information genau wie die Homöopathie.

Dann bitte: In welchem Medium funktioniert die homöopathische Information. Wo ist der Code, der das codiert? 

Kommentar von charmpagner ,

Das ist interessant: Deine schriftliche Antwort enthält Materie, die auf den Leser einwirkt und bei diesem eine Reaktion auslöst? Welche Moleküle sind das?

Kommentar von Grobbeldopp ,

Also du verstehst das nicht- Schrift enthält Information. Sie ist statisch. Man kann sie lesen, mit dem Gehirn.

Wie liest der Körper die Globoli?

Kommentar von charmpagner ,

Eine bemerkenswerte Erklärung, daher wiederhole ich sie noch mal:

Also die schriftliche Information ist statisch. Und deshalb "liest" sie das Gehirn. - Bei dieser wissenschaftlich wirklich sehr schwer nachvollziehbaren Erklärung bleibt immer noch die Frage:

Wo und wie findet dabei die Übertragung von Molekülen statt? Denn nur diese können doch Körperreaktionen auslösen?

Kommentar von uteausmuenchen ,

charmpagner, 

Wo und wie findet dabei die Übertragung von Molekülen statt? Denn nur diese können doch Körperreaktionen auslösen?

Seufz. Immer diese pseudowissenschaftlichen Scheinerklärungen. Wegen derer ist die Homöopathie auch nicht harmlos, denn die untergraben massiv die logische Denkfähigkeit....

Was passiert beim Lesen? Wir sehen eine kulturell mit Bedeutung versehene Folge von Zeichen. Die Zeichen können wir deshalb sehen, weil der Wechsel von hellen und dunklen Punkten auf einem Papier oder dem Monitor statisch abgespeichert ist.

Genau so KANN es bei Homöopathie nicht funktionieren. Im Wasser ist die Anordnung der Moleküle eben gerade NICHT statisch - Flüssigkeiten sind gerade deshalb "flüssig", weil sich ihre Moleküle ständig gegeneinander verschieben und bewegen. Cluster halten sich nachgewiesenermaßen nur wenige Femtosekunden. Danach darf bei der Herstellung von Globuli das ganze Wasser sogar noch verdunsten.

Wer das anzweifelt, kann gerne einmal versuchen, in das Wasser seiner Badewanne mit einem Kugelschreiber seine Telefonnummer zu schreiben, dann das Wasser zigmal schrittweise zu verdünnen und dann den Freund bitten, die Nummer abzulesen und anzurufen. Obacht: Dabei nicht vergessen, das Wasser bei jedem Verdünnungsschritt zu schütteln  - die Homöopathen behaupten ja, das würde etwas ändern.

charmpagner, echt: Schlimm genug, dass man als Homöopath Patienten einredet, Mittelchen, die auf derart unplausiblen Prinzipien aufbauen und die am Nachweis einer Wirksamkeit wiederholt scheiterten, wären etwas anderes als Placebo - muss man da auch noch zusätzlich so einen physikalischen Unsinn von sich geben?

Kommentar von charmpagner ,

@uteausmuenchen:

Was passiert beim Lesen? Wir sehen eine kulturell mit Bedeutung versehene Folge von Zeichen. Die Zeichen können wir deshalb sehen, weil der Wechsel von hellen und dunklen Punkten auf einem Papier oder dem Monitor statisch abgespeichert ist.

Also pseudowissenschaftlich mutet deine "Erklärung" an. Meine Frage war nicht, ob wir helle und dunkle Punkte unterscheiden können.

Die pseudowissenschaftliche Theorie von dir und anderen lautet ja, nur nachweisbare Moleküle könnten eine Körperreaktion bewirken. Beim Lesen eines Textes oder beim Betrachten eines Films werden allerdings nachweislich keine Moleküle übertragen. Dennoch bewirken sie biochemische Reaktionen im Körper. Teils mit gravierenden Ausmaßen. Kein einziges Molekül wirkte ein.

Da z.B. beim Betrachten eines Horrorfilms keine Moleküle einwirken, wie können dann ausgeprägte Körperreaktionen zustande kommen, die Botenstoffe aktivieren und damit eine ganze Reihe weiterer biochemischer Prozesse im Körper anstoßen? Ich sitze ganz ruhig in einem dunklen ((Kino-)Raum und spüre,
wie mein Atem schneller geht, mein Puls sich beschleunigt, mein Blutdruck steigt, sich meine Nackenmuskeln anspannen. Durch was? Lichtwellen? Das sind ja keine Moleküle.

Aber die Wirkung ist schon erstaunlich...Dafür, dass kein Wirkstoff nachgewiesen werden kann. Der Körper macht doch nicht aus Lichtimpulsen Materie, oder? Denn er fängt ja plötzlich an, Botenstoffe zu produzieren. Sozusagen aus dem Nichts...Manchmal braucht es noch nicht einmal einen Film, da sind es einfach die eigenen Gedanken. Oder die ausformulierten Gedanken anderer, die das bewirken. Die bestehen doch aber auch nicht aus Molekülen?

Physikalischen Unsinn verbreitet, wer an einem veralteten Wissensstand in der Naturwissenschaft festhält, um seinen Halt nicht zu verlieren, den er in diesem Weltbild gefunden hat.

Kommentar von charmpagner ,

uteausmuenchen:

Seufz. Immer diese pseudowissenschaftlichen Scheinerklärungen.

Deinen Seufzer-Kommentar muss ich noch berichtigen: Ich habe keine Erklärung abgegeben, sondern nur eine Frage gestellt.

Und: Ich habe den Eindruck, dass du mich als Homöopathen bezeichnest. Das ist ein Irrtum, ich bin nicht einmal Anhänger der Lehre. Auf dem Gebiet der Gesundheit kenne ich mich allerdings aus. Und das Wichtigste: ich bin vorurteilsfrei und lernfähig.

Kommentar von Grobbeldopp ,

@ champagner:

Das ganze mit den Molekülen, die nicht in Schrift enthalten sind ist ein Nebenschauplatz, den du eröffnet hast. Du weißt ganz genau, dass ich eine komplette linguistische, informatische, molekularbiologische und neurologische Erklärung dazu nicht abliefern kann und werde.

Es geht darum: Schrift ist ein CODE. Was danach passiert ist eine Decodierung. Von Information. Wie bei der DNA oder eben der Schrift. Information ist meinetwegen imateriell, aber wenn sie nicht gespeichert werden kann kann man sie nicht finden.

Wo ist der CODE bei der Homöopathie?

Also nochmal, ich will keine Erklärung wie das abläuft, ich will nur einen Code sehen.

Kommentar von charmpagner ,

ich will keine Erklärung wie das abläuft, ich will nur einen Code sehen.

Was du nicht siehst, existiert in deinen "Augen" nicht. Das verstehe ich. Man sah im Mittelalter auch nicht die Erreger der Pest. Immerhin die Auswirkungen. Du hättest damals ebenso reagiert, völlig in Ordnung. Aber wer ein wenig wissenschaftliches Interesse zeigt, forscht eben danach, wie etwas sein kann, was noch nicht erklärt werden kann. Nur so kommt Fortschritt zustande. Es gab schon immer die ängstlichen ewig Rückständigen, die jeden neuen Gedanken als bedrohlich empfanden. Nur die bringen die Wissenschaften nicht voran.

 Information ist meinetwegen imateriell, aber wenn sie nicht gespeichert werden kann kann man sie nicht finden.

Wenn sie nicht gespeichert werden könnte, wäre dein Hirn ziemlich leer. Ich möchte darüber jetzt keine Mutmaßungen anstellen...Schau einmal, welche Fortschritte die Menschheit in den letzten Jahren in der technischen Speicherung von Informationen und in der Informationsverarbeitung gemacht hat. Hätte man der NASA in den 60er Jahren erklärt, dass es künftig Minicomputer geben wird, die die Leistung des Apollo-Computers, der einen großen Raum füllte, übersteigen wird und dabei in die Hosentasche passt, hätten Leute wie du damals einen Vogel gezeigt.

Du hast an einer Stelle aber völlig Recht: Wir können zur Zeit mit unseren wissenschaftlichen Denkmodellen noch keine plausible Erklärung dafür abliefern, wie Informationen auf menschliche Organismen wirken und wie genau daraus Biologie entsteht. Und wir wissen auch noch nicht, wie und wo Informationen in der Natur zwischengespeichert sind.

Wir können zunächst nur die Auswirkungen beobachten (s. mein Fim-Beispiel). Aber ich glaube an den Fortschritt der Naturwissenschaften. Und das ist ja auch das Spannende: Es gibt fortlaufend Neues zu entdecken ;-)

Kommentar von Grobbeldopp ,

Ich geb auf. Ich habe keine Ahnung gegen welche angeblichen Äußerungen von mir du anschreibst- ich verstehe deine Missverständnisse nicht.

Dein ganzer Text ist mir ein Rätsel.

Kommentar von MalNachgedacht ,

Wo und wie findet dabei die Übertragung von Molekülen statt? Denn nur diese können doch Körperreaktionen auslösen?

Die "Übertragung" findet (egal ob nun Buchstaben auf dem Papier oder auf dem Bildschirm) dadurch statt, dass bestimmte Moleküle (Farbstoffe bei Papier, Kristalle bei LCDs) Einfluß auf elektromagnetische Wellen (speziell im sichtbaren Bereich) nehmen die letztlich wiederum auf Moleküle in unserer Netzhaut treffen wo sie elektrische Reaktionen auslösen.

ABER:

Das klappt nur:

Wenn diese Moleküle tatsächlich vorhanden sind - und nicht wie in homöopathischen Hochpotenzen wegverdünnt wurden.

und auch nur

Wenn diese Moleküle über längere Zeit (mindestens so lange wie man zum Lesen braucht) eine halbwegs "starren" Anordnung zueinander haben.

Das ist sowohl auf Papier als auch auf Displays gegeben und auch in der Netzhaut bewegen sich die Zellen nicht untereinander.

Homöopathie wäre nun aber irgendwelche Texte mit Wasserfarbe auf Papier zu schreiben

DANN das Papier in einer Badewanne in Wasser aufzulösen (samt der Wasserfarbe) - aus der Badewanne mit einer Pipette einen Milliliter zu entnehmen - diesen Milliliter in Hamburg in die Nordsee zu kippen und 4 Wochen später in New York mit einer Pipette einen Milliliter Wasser aus dem Hudson River zu entnehmen und dann zu behaupten man könnte darin die Information die 4 Wochen zuvor mit Wasserfarbe auf das Papier geschrieben würde noch reproduzierbar lesen....

Kommentar von charmpagner ,

MalNachgedacht,

das ist allerdings wirklich eine gheimnisvolle pseudowissenschaftliche "Erklärung":

Die "Übertragung" findet (egal ob nun Buchstaben auf dem Papier oder auf
dem Bildschirm) dadurch statt, dass bestimmte Moleküle (Farbstoffe bei Papier, Kristalle bei LCDs) Einfluß auf elektromagnetische Wellen (speziell im sichtbaren Bereich) nehmen die letztlich wiederum auf Moleküle in unserer Netzhaut treffen wo sie elektrische Reaktionen auslösen.

Ein geheimnisvoller "Einfluss" (bei dir: "Einfluß" - wie alt bist du eigentlich?) auf elektromagnetische Wellen transportiert die Schriftmaterie zum menschlichen Auge und damit in den Körper.

Dass Lichtwellen zum Auge gelangen ist ja klar. Aber wo sind im Licht die Moleküle versteckt? Es gibt einen Lichtreiz in Form von elektromagnetischer Schwingungen, da sind wir uns einig. Nur die Sache mit der Übertragung von Molekülen bleibt weiterhin schleierhaft.

Und es wird noch komplizierter: Während der eine Kinobesucher beim Betrachten des Horrorfilms schweißgebadet unterm Stuhl hockt, bleibt der andere nahezu unberührt. Owohl ihn die gleichen Lichtwellen erreichen.

Das sprengt doch dein fantasievollen Bild im letzten Abschnitt...? Licht, das gar keine Materie enthält, nicht einmal einen "Millimeter in einer Pipette", soll so gravierende Auswirkungen im menschlichen Körper erreichen? Da bleiben viele Fragen offen...

Wissenschaftlich zulässig ist, dass bestimmte Sachverhalte (noch) nicht verstanden werden. Die pseudowissenschaftlichen "Erklärungen", warum etwas nicht sein kann, weil es nicht sein darf, nur weil das eigene Denken arg begrenzt ist, sind dagegen aus wissenschaftlicher Sicht nicht akzeptabel.

Kommentar von MalNachgedacht ,

Ein geheimnisvoller "Einfluss" (bei dir: "Einfluß" - wie alt bist du eigentlich?) auf elektromagnetische Wellen transportiert die Schriftmaterie zum menschlichen Auge und damit in den Körper.


Nein - elektromagnetischen Wellen (bestens bekannt z.B. in Form von Licht) können durch Materien in ihrem Frequenzspektrum beeinflußt werden (was wir im Bereich des sichtbaren Lichts als unterschiedliche Farben wahrnehmen)
Geheimnisvoll ist daran nichts mehr - spätestens seit Maxwell....


Dass Lichtwellen zum Auge gelangen ist ja klar. Aber wo sind im Licht die Moleküle versteckt? 


Nirgends - das Frequenzspekturum dieser (wie du es nennst) "Lichtwellen" wird von den Molekülen bestimmt die sie reflektieren (z.B. bei Papier) oder abstrahlen (z.B. bei einem OLED-Display)


Es gibt einen Lichtreiz in Form von elektromagnetischer Schwingungen, da sind wir uns einig. Nur die Sache mit der Übertragung von Molekülen bleibt weiterhin schleierhaft.


Es werden ja keine Moleküle übertragen - Moleküle sind aber notwendig um Licht abzustrahlen oder zu reflektieren - und umgekehrt auch um Licht zu empfangen....


Und es wird noch komplizierter: Während der eine Kinobesucher beim Betrachten des Horrorfilms schweißgebadet unterm Stuhl hockt, bleibt der andere nahezu unberührt. Owohl ihn die gleichen Lichtwellen erreichen.


Und? Die Auswertung der elektromagnetischen Wellen die auf die Netzhaut treffen erfolgt durch ein komplexes neuronales Netz das bei jedem Menschen (aufgrund unterschiedlicher Gene aber auch unterschiedlicher früherer Informationen) unterschiedlich "verdrahtet" ist.

Kompliziert wird es wenn man mit solchen elektromagnetischen Wellen eine bestimmte einheitliche Wirkung von Globuli bei unterschiedliche Menschen erklären wollte.....


Das sprengt doch dein fantasievollen Bild im letzten Abschnitt...? Licht, das gar keine Materie enthält, nicht einmal einen "Millimeter in einer Pipette", soll so gravierende Auswirkungen im menschlichen Körper erreichen?


Leg dich mal 1 h in die tropische Sonne - dann wirst Du schnell merken welche Auswirkungen Licht haben kann - selbst ohne spezielle Zellen die sich darauf spezialisiert haben solche Wellen bzw. deren Intensität möglichst schnell und präzise zu erfassen.

Für die Netzhaut reichen da schon weit weniger intensive Signale um bestimmte Reaktion auszulösen. Wer hungert hat und die Photonen sieht die von einem Schnitzel mit Pommes reflektiert werden weiß was gemeint ist - dazu muß er nicht einmal lesen können.


Da bleiben viele Fragen offen...

Dann stell doch mal ein paar konkrete Fragen?


Wissenschaftlich zulässig ist, dass bestimmte Sachverhalte (noch) nicht verstanden werden.


Richtig - wie letztlich das Lesen von Schriftzeichen letztlich Reaktionen in Nervenzellen auslöst ist aber recht gut verstanden.

So gut sogar dass man diese Vorgänge in Computern mit Hilfe simulierte neuronaler Netze erfolgreich nutzt um Computer das Lesen beizubringen.


Die pseudowissenschaftlichen "Erklärungen", warum etwas nicht sein kann, weil es nicht sein darf,


WER bitte hat denn damit argumentiert?


Aber nur weil man nicht von vorneherein ausschließen kann, dass es evt. doch einen eierlegenden Osterhasen gibt befreit das denjenigen der behauptet dass es so einen Osterhasen gäbe nicht davon auch Belege für dessen Existenz beizubringen.


Und Homöopathen scheitern nun schon seit 200 Jahren daran solide Belege dafür zu erbringen dass ich Hochpotenzglobuli irgendwie besser oder auch nur anders wirken als Zuckerpillen.

Solange sich daran nichts ändert macht der Glauben an eine solche Wirkung soviel Sinn wie der Glaube an den eierlegenden Osterhasen....


nur weil das eigene Denken arg begrenzt ist, sind dagegen aus wissenschaftlicher Sicht nicht akzeptabel.


Nur weil Homöopathen sich in Gedanken irgendwelche Erklärungsmodelle zusammenspinnen befreit sie das nicht davon auch BELEGE für die Richtigkeit dieser Modelle zu liefern.....



Kommentar von charmpagner ,

MalNachgedacht,

viel Text um eine einzige richtige Aussage, die ich ja auch bereits getroffen habe. Ich werde mich kürzer fassen, denn im Wesentlichen sind wir uns ja einig :-)

MalNachgedacht:

Es werden ja keine Moleküle übertragen - Moleküle sind aber notwendig um Licht abzustrahlen oder zu reflektieren - und umgekehrt auch um Licht zu empfangen

Eben. Moleküle werden nicht übertragen. Dennoch bewirkt das Licht, das zuvor Moleküle "reflektiert" hat, eine Reaktion des Körpers, auf das das Licht trifft.

Wie einig wir uns sind! Wo doch Kritiker immer das Argument bringen, es müssten zwingend Moleküle auf den Körper einwirken, um etwas bewirken zu können.

Wir können auch eine umgekehrte Betrachtung vornehmen: Wenn jemand von seinem Chef täglich gemobbt wird, kann dieser Mensch schwer erkranken. Nicht weil Moleküle auf ihn eingewirkt haben. Arbeitsmediziner, Ärzte für psychosomatische Medizin, Arbeitspsychologen u.a.m. werden von engstirnigen rückwärtsgewandten Menschen (in deinem Fall hast du ja nicht mal mit der Rechtschreibreform mithalten können) diffamiert, wenn sie immer wieder verbreiten, nur Moleküle von außen könnten Einfluss auf die Gesundheit eines Menschen nehmen.

Wir gelangen also zu der Aussage: Es braucht weder um krank zu werden, noch um gesund zu werden, zwingend die Einwirkung von nachweisbaren Molekülen, die von außen in den Körper gelangen.

(Nachweisbar nach heutigem wissenschaftlichen Stand)

Kommentar von MalNachgedacht ,

Eben. Moleküle werden nicht übertragen. Dennoch bewirkt das Licht, das zuvor Moleküle "reflektiert" hat, eine Reaktion des Körpers, auf das das Licht trifft.

Ja - ABER das taugt eben NICHT als Erklärung dafür WIE z.B. Arsen C30 Globuli ANDERS wirken sollen als Arnica C1000 Globuli.

Denn beide Globulisorten bestehen lediglich aus Zuckermolekülen - und beide Globulisorten reflektieren das Licht auf dieselbe (nicht voneinander unterscheidbarer) Weise.

Und trotzdem sollen sie nach homöopathischen Glauben eine unterschiedliche Wirkung haben.

Das reflektierte Licht fällt dabei als Erklärung aus - denn das ist eben nicht unterschiedlich....

Wie einig wir uns sind! 

Nein sind wir uns eben nicht - Licht (ohne Moleküle) ist eben keine taugliche Erklärung für angebliche Wirkungsunterschiede bei unterschiedlichen Globuli aus den gleichen Molekülen...

Wir können auch eine umgekehrte Betrachtung vornehmen: Wenn jemand von seinem Chef täglich gemobbt wird, kann dieser Mensch schwer erkranken. Nicht weil Moleküle auf ihn eingewirkt haben.

Doch - auch da haben Moleküle auf ihn eingewirkt - nämlich durch Schallwellen die der Chef beim Sprechen verursacht hat und die dann über die Moleküle der Luft letztlich zum Gehör des Gemobbten gelangt sind wo sie in elektrische Signale umgesetzt wurden die wiederum im Gehirn des Betroffenen bestimmte Reaktionen ausgelöst haben.

Wir gelangen also zu der Aussage: Es braucht weder um krank zu werden, noch um gesund zu werden, zwingend die Einwirkung von nachweisbaren Molekülen, die von außen in den Körper gelangen.

Richtig - die im Körper bereits vorhandenen Moleküle (zum Beispiel des Immunsystems) sowie die durch die Einnahme von (vermeintlichen) Arzneimitteln im Gehirn ausgelösten Assoziationen (letztlich also der Placeboeffekt) können das in vielen Fällen auch.

Das ändert aber immer noch nichts daran, dass Homöoopathen nicht den Hauch einer nachvollziehbaren Erklärung dafür haben wie unterschiedliche Hochpotenzglobuli z.B. bei Gesunden unterschiedliche (von der Art des Globuli abhängige) spezifische Reaktionen bewirken sollen.

Das ändert des weiteren auch nichts daran, dass unterschiedliche Hochpotenzglobuli das in doppelverblindeten Test auch gar nicht tun.

Und es ändert auch nichts daran, dass kein Homöopath jemals demonstrieren konnte dass er homöopathische Hochpotenzglobuli anhand der Wirkung von Zuckerpillen unterscheiden kann  - egal mit welchen Test oder Trick auch immer.

Und solange sich daran nichts ändert belügen Homöopathen ihre Patienten wenn sie behaupten es würde einen Unterschied machen ob man Globuli x in C30 oder Globuli y in C100 oder eine Zuckerpille in C0 nimmt.
Kommentar von charmpagner ,

MalNachgedacht:

Doch - auch da haben Moleküle auf ihn eingewirkt - nämlich durch Schallwellen die der Chef beim Sprechen verursacht hat

Das wird wissenschaftlich ja immer abenteuerlicher :-D
Jetzt sind es Schallwellen, die Moleküle transportieren? Und diese Schallwellen mit den Molekülen würden also  Gesunde krank machen. Das sollte man mal in einem randomisierten Doppelblindversuch prüfen!

Man kanns auch lassen, weil es eben absoluter Blödsinn ist. Schallwellen können lediglich über den Schalldruck zu gesundheitlichen Schädigungen führen. Sie enthalten definitiv keine Moleküle, die sie dem Körper zuführen.

Ich beziehe mich nur auf die Aussage: Wenn eine Arznei nach unserem heutigen Wissensstand keine Moleküle enthält, kann sie nichts bewirken. Diese Aussage ist falsch.

Entsprechende Moleküle sind im Körper auch nicht bereits vorhanden, sondern - wie die Psychoneuroimmunologie zeigt - werden erst gebildet. Und zwar durchaus auch dann, wenn immaterielle Reize (wie Licht oder Schall) den Organismus erreichen. Auch Gedanken, ebenfalls zunächst immateriell, bewirken das.

Ich habe noch nie von einem homöopathisch arbeitenden Arzt gehört, dass er spezifische Reaktionen, wie du behauptest, auslösen will. Soweit mir bekannt, geht es gerade um unspezifische Reize, die den Organismus in seinen Selbstheilungskräften unterstützen sollen.

Es bleibt beim aktuellen Wissenschaftsstand: Wir können nur beobachten, aber nicht erklären, wie der menschliche Organismus aus Nichtmaterie Materie macht und wie entsprechende Informationen ohne Materie übertragen werden.

Und wir wissen so gut wie nichts über das Potenzial der Selbstheilungskrägte des Körpers. Die Placeboforschung dümpelt vor sich hin, weil Forschungsgelder fehlen. Warum sollte aber die Pharmaindustrie, von der die Forschungsgelder in der Medizin in der Regel stammen, diese Art der Forschung unterstützen? Absolut nachvollziehbar. Da liegt also noch ein riesiges unbeackertes Feld vor uns.

Mit dem Begriff Placebo wird ja gerne von Laien herumgeworfen, ohne zu wissen was das ist. Tatsächlichexistiert auch hier bislang kein umfassendes Modell der Wirkungsmechanismen, das den Placeboeffekt hinreichend erklärt.Was aber bekannt ist: Es sind die Selbstheilungskräfte, die da wirken, ganz ohne Einwirkung von Molekülen!

Allein in Deutschland gibt es schätzungsweise mehr als 50.000 Ärzte, die Homöopathe anwenden. In nahezu allen Ländern dieser Erde wird sie praktiziert. Ich bin nicht der Überzeugung, dass alle diese Ärzte Betrüger sind. Wenn sie keine Behandlungserfolge erzielen würden, gäbe es sie schon lange nicht mehr. Aufgrund von welchen therapeutischen Effekten auch immer.

Kommentar von MalNachgedacht ,

Das wird wissenschaftlich ja immer abenteuerlicher :-D
Jetzt sind es Schallwellen, die Moleküle transportieren? 

Sinnerfassendes Lesen hilft - die Moleküle in der Luft übertragen die Schallwellen....

Und diese Schallwellen mit den Molekülen würden also  Gesunde krank machen. Das sollte man mal in einem randomisierten Doppelblindversuch prüfen!

Natürlich kann es einen Effekt haben wenn ein Vorgesetzter einen Untergebenen mittels Schallwellen anbrüllt. Menschen haben ja nicht umsonst Ohren um Geräusche in ihrer Umgebung wahrzunehmen und darauf zu reagieren.

Und ein Doppelblindversuch setzt voraus, das man zwei verschiedene Mittel/Verfahren auf eine Weise miteinander vergleicht bei der weder der Anwender noch derjenige auf den die Anwendung erfolgt nicht wissen welches der beiden Mittel/Verfahren verwendet wird.

Bei Anbrüllen wird es schwierig sein ein entsprechendes Placebobrüllen zu erfinden....bei homöopathischen Globuli ist das hingegen kinderleicht.

Man kanns auch lassen, weil es eben absoluter Blödsinn ist. Schallwellen können lediglich über den Schalldruck zu gesundheitlichen Schädigungen führen. Sie enthalten definitiv keine Moleküle, die sie dem Körper zuführen.

Sie brauchen aber Moleküle um übertragen zu werden - im Vakuum gibt es keinen Schall...

Ich beziehe mich nur auf die Aussage: Wenn eine Arznei nach unserem heutigen Wissensstand keine Moleküle enthält, kann sie nichts bewirken. Diese Aussage ist falsch.

Richtig ist aber das ein Arnica C30 Globuli dass keinerlei Arnica-Molekül enthält sondern nur aus Zucker besteht nicht anders wirkt (und auch nicht anders wirken kann) als ein Arsen C1000 Globuli das kein einzigen Arsen-Atom enthält sondern nur aus Zucker besteht....weder per Licht noch per Schall....

Und niemand bestreitet hier dass Globuli eine Wirkung haben können - nur eben eine Wirkung die nichts mit der jeweiligen Urbsubstanz zu tun hat sondern eben eine Placebowirkung - die nicht von der "Ursubstanz" abhängt - alles eben nicht das was Homöopathen behaupten....

Ich habe noch nie von einem homöopathisch arbeitenden Arzt gehört, dass er spezifische Reaktionen, wie du behauptest, auslösen will. 

Es ist nicht die Frage ob er das will oder nicht - sondern es ist die Frage ob homöopathische Mittel dazu überhaupt in der Lage sind.

Klappt das nicht einmal bei Gesunden dann sind offensichtlich homöopathische Arzneimittelprüfungen sinnlos  - und ebenso die daraus resultierenden "Arzneimittelbilder".

Ohne Arzneimittelbilder wiederum läßt sich das homöopathische Ähnlichkeitsprinzip nicht anwenden womit die homöopathische Lehre (selbst wenn sie denn stimmen würde) in sich zusammen bricht.

Warum eigentlich haben Homöopathiefans so wenig Ahnung von Homöopathie? -Die Frage habe ich ja schon mal gestellt.

Soweit mir bekannt, geht es gerade um unspezifische Reize, die den Organismus in seinen Selbstheilungskräften unterstützen sollen.

Tja  - wie bereits erwähnt scheint dir die homöopathische Lehre nicht allzu vertraut zu sein....

Das Grundprinzip auf der die gesamte Homöopathie basiert ist das sogenannte "Ähnlichkeitsprinzip" - und das setzt zwingend voraus, dass homöopathische Mittel bei Gesunden für das jeweilige Mittel spezifische Symptome verursachen können.

Nur klappt das in der Realität eben nicht....

Es bleibt beim aktuellen Wissenschaftsstand: Wir können nur beobachten, aber nicht erklären, wie der menschliche Organismus aus Nichtmaterie Materie macht

Jesus Maria hilf ---- der menschliche Körper produziert aus Energie Materie? Gemäß E=mc^2?

Wer ist "wir" der das beobachtet haben will?

Derjenige wäre ein heißer Nobelpreiskandidat....

Kommentar von MalNachgedacht ,

und wie entsprechende Informationen ohne Materie übertragen werden.

Das verstehen wir (Du vielleicht nicht) seitdem James Clerk Maxwell seine Gleichungen aufstellte.
Oder wie glaubst Du hätte man mit den Apollo-Raumfähren Funkkontakt aufnehmen können wenn man nicht wüßte wie Funkwellen (die nichts anderes als elektromagnetische Wellen wie Licht auch) sich auch im Vakuum ausbreiten.

Was wir allerdings nicht verstehen und auch nicht erklären können (und noch nicht einmal demonstrieren können) ist, dass Arnica C30 Globuli irgendwie erkennbar anders wirken als z.B. Arsen C1000 Globuli.

Und solange das niemand (speziell kein Homöopath) demonstrieren belügt jeden Homöopath und auch jeder Homöopathiefan der behauptet Arnica C30 würde anders wirken als Arsen C1000 seine Patienten/Mitmenschen....

Und wir wissen so gut wie nichts über das Potenzial der Selbstheilungskrägte des Körpers.

Die Selbstheilungskräfte des Körpers basieren größtenteils auf seinem Immunsystem - davon hat die Homöopathie in der Tat keinen Schimmer während die wissenschaftliche Medizin das Immunsystem soweit versteht dass es z.B. mit Impfstoffen gezielt optimiert werden kann...

Allein in Deutschland gibt es schätzungsweise mehr als 50.000 Ärzte, die Homöopathe anwenden. In nahezu allen Ländern dieser Erde wird sie praktiziert.

In nahezu allen Ländern dieser Erde spielt Homöopathie gar keine oder eine extreme Aussenseiterrolle.

Die einzige große außereuropäische Ausnahme ist Indien....

 Ich bin nicht der Überzeugung, dass alle diese Ärzte Betrüger sind. Wenn sie keine Behandlungserfolge erzielen würden, gäbe es sie schon lange nicht mehr.

Es gibt keine Therapie bei der man nicht ab und an mal einen Behandlungserfolg hätte.

Man kann auch Hühner in Vollmondnächten opfern - und hinterher wird der eine oder andere Patient gesund.

Solange Homöopathen aber nicht belegen können dass ihre Glaubuli besser oder auch nur anders wirken als Zuckerpillen sollten sie das auch nicht kranken Menschen gegenüber behaupten oder suggerieren,

Kommentar von charmpagner ,

@uteausmuenchen:

In der Homöopathie wird ja keine Diagnose gemacht.

Diese Aussage trifft in der Regel nicht zu. Ganz im Gegenteil: Eine derart ausführliche Anamnese wie in der klassischen Homöopathie, die auch Psyche und Lebensumstände mit einbezieht, wird kaum in einer anderen medizinischen Therapie gemacht. Genau dieses intensive Gespräch zwischen Arzt und Patient, das zunehmend von Patienten vermisst wird und eine nicht unerhebliche Rolle bei jeder nachfolgenden erfolgreichen therapeutischen Intervention spielt, macht ja gerade die homöopathische Behandlung aus.

Ein verantwortungsvoller homöopathisch arbeitender Arzt wird moderne Labordiagnostik und bildgebende Verfahren mit der ausführlichen Erhebung der Krankengeschichte kombinieren. Ein rein organischer Befund wie Hyperazidität führt nämlich nicht automatisch zur Ursache, wenn man nicht genau erhebt, was die Schwangere isst, welche Sorgen, Stress oder Ärger sie bewegt usw.

Es würde daher wenig nachhaltigen Erfolg bringen, allein die Übersäuerung zu behandeln, wenn nicht gleichzeitig die wirklichen Ursachen ermittelt wurden. Dazu gehört eben, genau die Lebenssituation und -Umstände zu erfassen.

Nach reinem rein organischen Befund würde ein normaler Kinderarzt in der Regel einem Kind bei jeder wiederkehrenden Lungenentzündung Antibiotika verordnen. Wenn er dagegen in einem ausführlichen Gespräch erfahren würde, dass das Kind in einer feuchten Kellerwohnung lebt, wäre eine nachhaltige Therapie eine ganz andere.

Kommentar von TheStone ,

"Diese Aussage trifft in der Regel nicht zu. Ganz im Gegenteil: Eine derart ausführliche Anamnese wie in der klassischen Homöopathie, die auch Psyche und Lebensumstände mit einbezieht, wird kaum in einer anderen medizinischen Therapie gemacht."

Nach klassischer Homöopathie sind die Lebensumstände völlig egal. Es wird das Medikament ausgewählt, das bei Gesunden die selben Symptome hervorruft, die der Kranke hat. Demnach konzentriert sich Homöopathie ausschließlich auf Symptome.

"Nach reinem rein organischen Befund würde ein normaler Kinderarzt in der Regel einem Kind bei jeder wiederkehrenden Lungenentzündung Antibiotika verordnen. Wenn er dagegen in einem ausführlichen Gespräch erfahren würde, dass das Kind in einer feuchten Kellerwohnung lebt, wäre eine nachhaltige Therapie eine ganz andere."

Was genau soll das mit Homöopathie zu tun haben?

Kommentar von charmpagner ,

Da muss ich dich korrigieren: Die ausführliche Anamnese ist die wichtigste Voraussetzung, lange bevor es zur Auswahl eines Medikamentes geht.

Tatsächlich war genau das zunächst die wichtigste Forderung, die Dr. Hahnemann damals in der Medizin aufstellte, bevor er die Homöopathie begründete. Zu seiner Zeit verordneten nämlich seine Kollegen, ohne weiter die Krankengeschichte zu ergründen, vorschnell drastische Maßnahmen wie Aderlässe oder die Gabe von giftigen Arzneien wie Arsen. Allein aufgrund von Ursachen-Theorien wie "schlechter Säfte" u.a.

Hahnemann forderte als gewissenhafter Arzt zunächst nichts weiter, als eine genaue Befragung und Untersuchung der Patienten. Mit sorgfältiger Protokollierung. Dazu gehörte auch die Prüfung der Lebensumstände. Von Homöopathie war zu dieser Zeit noch gar keine Rede. Es war einfach eine sehr nachvollziehbare Forderung eines Arztes.



Kommentar von uteausmuenchen ,

charmpagner,

Da muss ich dich korrigieren: Die ausführliche Anamnese ist die
wichtigste Voraussetzung, lange bevor es zur Auswahl eines Medikamentes geht.

Das ist nur ein Ablenken von meinem Punkt.

Richtig: Der Homöopath macht eine stundenlange Anamnese.

Ebenso richtig: Er kommt am Ende nicht bei einer Diagnose an, sondern nur bei einer Sammlung von erfragbaren Symptomen. Das, was im Patient tatsächlich abläuft, bleibt eine "Black Box". Die Homöopathie kennt nichts anderes als "Symptome".

Zu seiner Zeit verordneten nämlich seine Kollegen, ohne weiter die Krankengeschichte zu ergründen,

Auch richtig. Zu Napoleons Zeit waren diese ja auch noch nicht bekannt. Der Patient war damals in der Medizin eben eine "Black Box", von der man nicht wusste, was in ihm abläuft. Man kannte keine Bakterien, Viren, keine Infektionswege, nicht die Aufgabe der Organe, ihre komplexen Wechselbeziehungen, die Bedeutung von Hygiene und gesunder Ernährung und Bewegung,...

Nur: Die Homöopathie ist halt immer noch in dieser Unkenntnis verhaftet. Die heutige Medizin hat sehr, sehr viel seit damals über unseren Körper dazugelernt. Wissen, das nicht nur an der Homöopathie komplett vorbeigegangen ist, sondern das vielfach auch einfach zeigt, wie falsch die Thesen Hahnemanns halt waren.

Dass er das damals nicht wissen konnte, da ist ihm kein Vorwurf zu machen. Der Ansatz, es anders zu machen als seine Zeitgenossen, der war richtig, der Weg, den er dann selber ging, halt auch nicht.

Kommentar von charmpagner ,

uteausmuenchen,

zu Napoleons Zeiten war die Bedeutung gesunder Lebensführung und damit der Einfluss von Lebensumständen auf Krankheiten längst bekannt. Schon in der Antike war das bekannt. Immerhin hat Hippokrates darauf hingewiesen, dass der Mensch seine
Gesundheit oder die seiner Gesellschaft bis zu einem erheblichen Grad mitbestimmen könne. Gesundheit wurde als ein Zustand von Gleichgewicht, Harmonie und innerer Stabilität angesehen, der durch eine bestimmte Lebensführung zu beeinflussen ist. Auch der Begriff Diät, der viel mehr, als eine bestimmte Nahrungsempfehlung ist, hat dort seinen Ursprung.

Folgerichtig galt es immer auch diese Faktoren zu prüfen. Man konnte dies schon damals, zu Hahnemanns Zeiten und kann  es auch heute geflissentlich ignorieren. Würde man sich heute in der Medizin wieder mehr der Wurzeln besinnen, würden sich viele Leiden, die ihren Ursprung in emotionalen und sozialen Faktoren haben, vermeiden lassen.

Wer allerdings nicht nachfragt, wird in der reinen körperorientierten Diagnostik nur stets die Folgen, nicht aber die Ursachen finden.

Kommentar von uteausmuenchen ,

charmpagner,

Auch der Begriff Diät, der viel mehr, als eine bestimmte Nahrungsempfehlung ist, hat dort seinen Ursprung

Über was Homöopathen alles reden, um der Homöopathie eine Wirksamkeit unterstellen zu können, finde ich ja immer witzig. Über alles... NUR NICHT über Homöopathie. ;-)

Ja: Diät war in der Antike bekannt, hatte damals aber eine andere Bedeutung als heuten.

Aber nur, weil die alten Griechen schon mitgekriegt haben, dass Dauer-Fressorgien nicht so gut für die Gesundheit sind, wird die homöopathische Anamnese dadurch nicht sinnvoller:

Es geht hier nicht um die Lebensweise der Antike, auf die Du so geschickt abzulenken suchst. Es geht nach wie vor um die Unhaltbarkeit Deiner Aussage:

Ein verantwortungsvoller homöopathisch arbeitender Arzt wird moderne Labordiagnostik und bildgebende Verfahren mit der ausführlichen Erhebung der Krankengeschichte kombinieren.

Es geht hier nicht um die Lebensweise der Antike, auf die Du so geschickt abzulenken suchst. Es geht nach wie vor um die Unhaltbarkeit Deiner Aussage:

Ein verantwortungsvoller homöopathisch arbeitender Arzt wird moderne Labordiagnostik und bildgebende Verfahren mit der ausführlichen Erhebung der Krankengeschichte kombinieren.

Und das ist - sorry - völliger Unsinn. Das kann ein Homöopath gar nicht, weil die Begriffe der Labordiagnostik in seinen Arzneimittelbildern gar nicht vorkommen. Ein Homöopath kann mit Blutfettwerten oder Blutdruckwerten genauso wenig arbeiten wie mit gängigen Krankheiten wie "Masern" oder mit Bakterien oder Viren. Streptokokken kommen in der Homöopathie nicht vor.

Natürlich gibt es Ärzte, die sich die Laborwerte ansehen und dann ihrem Patienten auch noch die Anamnese gönnen. Ein homöopathisch behandelter Privatpatient bringt ein ordentliches Sümmchen extra in die Kasse. So lange sich Patienten eher Ärzten zuwenden, die neben sinnvoller Medizin auch Aberglauben verkaufen, werden Ärzte nicht so dumm sein, auf die Extra-Einnahmen zu verzichten.

Mit einer "Kombination" - gegen die schon Hahnemann heftig gewettert hat - hat das allerdings herzlich wenig zu tun.

Kommentar von Tigerkater ,

Hallo, champagner :

Eine gründliche Anamnese gehört bei jedem Mediziner zur Diagnose.

Dass sie nicht ganz so ausführlich sich gestaltet wie bei einem Homöopathen oder einem Heilpraktiker liegt in der Vergütung dieser Leistung.

Ein Arzt bekommt selbst bei einem Privatpatienten die Ziffer 1 für diese Leistung mit etwas über 10 € vergütet.

Die " Kollegen " nehmen das zehnfache !!

 

 

Kommentar von Grobbeldopp ,

Da kommt aber verschärfend noch dazu, dass man auch gewisse praktische Begrenzungen hat.

Die Anamnese muss auch auswertbar sein. informationen, die man ohnehin nicht in Beziehung zueinander bringen kann, braucht man auch nicht einholen. Genau das machen die Homöopathen gerne. Da schwirren so viele Variablen im Raum, dass man schon nicht mehr damit umgehen kann wenn man ehrlich ist.

Kommentar von Grobbeldopp ,

https://www.spitta.de/fileadmin/tt\_news/spitta/medien/Anamnesebogen.pdf

@champagner bitte kein "no true scotsman"

Kannst du mir erzählen wie der Homöopath folgende Variablen mit dem Rest der Anamnese und untereinander sinnvoll in Beziehung bringen kann?



Wie ertragen Sie Nebel?



Wie ertragen Sie Essig



Wie ertragen Sie Trost?



Wie ertragen Sie einen geschlossenen Kragen

Kommentar von charmpagner ,

Offenbar nimmst du deine eigenen Worte nicht so genau, wenn du den Ausdruck "no true scotsman" benutzt. Denn du redest von den Homöopathen. Die sind genauso homogen wie die Ärzte.

Ich könnte jetzt auch einen Arzt zitieren, der nach eigener überstandener unheilbarer Krankheit davon überzeugt ist, dass nur eine bestimmte Form von Geistheilung bei schweren Krankheiten hilft.

Unter den Geistheilern herrscht bei dieser Form nicht unbedingt Konsenz. Und in der Gruppe der Ärzte vermutlich auch nicht.

Und schließlich: Um den Nutzen von Anamnesefragen beurteilen zu können, sollten mindestens psychologische und therapeutische Kenntnisse vorliegen. Ansonsten bewegst du dich im Bereich wilder Spekulationen. Oder redest du bei juristischen Fragestellungen auch munter mit, ohne entsprechende Kenntnisse zu haben? "Gesunder" Menschenverstand hilft nämlich auch dort nicht weiter ;-)

Kommentar von Grobbeldopp ,

 Um den Nutzen von Anamnesefragen beurteilen zu können, sollten mindestens psychologische und therapeutische Kenntnisse vorliegen.

Nein. Du wirst mir und dem Leser die Fähigkeit, die völlige, intuitiv erkennbare Unsinnigkeit dieser Fragen zu erkennen nicht absprechen. 

Allein die Anzahl an Fragen: Hast du eine Vorstellung davon wie viele Wechselwirkungen es geben könnte zwischen denen? 

Wenn der schlaue Therapeut Abkürzungen aus diesem Dschungel findet dann stimmt dennoch etwas mit den Fragen nicht, dann müpsste man mit einer Faktorenanalyse rangehen weil es dann offensichtlich Redundanz in der Datenerhebung gibt.

Es gibt keinen Weg daran vorbei: Das sind offensichtlich lächerliche Fragen UND es sind zu viele Fragen.

Kommentar von Grobbeldopp ,

PS und angenommen es handelt sich bei den Fragen nur um Testfälle für ein paar Faktoren der "Verträglichkeit gegenüber XYZ", also einer geringeren Anzahl an übergreifenden Faktoren-

1. Wo ist die Aufschlüsselung solcher Fragebögen? Du wirst keine finden

2. Sagen wir mal, man fasst eine Dimension des Fragebogens als "Empfindlichkeit gegenüber Wetterphänomenen" zusammen oder so. Und jetzt? Was soll man damit anfangen?

Das ist nichts als Scharade.

Kommentar von MalNachgedacht ,

Und schließlich: Um den Nutzen von Anamnesefragen beurteilen zu können, sollten mindestens psychologische und therapeutische Kenntnisse vorliegen

Das ist lustig - die Homöopathen die eben diese Fragen stellen haben ja im allgemeinen (zumindest wenn es sich um Heilpraktiker handelt) eben keine entsprechende Ausbildung auf dem Gebiet der Psychologie. Und die homöopathische "Fachliteratur" wie z.B. das "Organon der Heilkunst" behandelt Psychologie ja auch nicht.

Viele Homöopathen, die im Rahmen einer Anamnese Fragen stellen können also nach deinen Kriterien selbst nicht beurteilen welchen Nutzen diese Fragen eigentlich haben sollen :-)

 

Kommentar von MalNachgedacht ,

Ein guter Punkt:

Es macht eben keinen Sinn alles mögliche zu berücksichtigen solange nicht klar ist, dass überhaupt ein Zusammenhang mit der Erkrankung besteht.
Nur weil man bei der Wahl eines Mittels "berücksichtigt" welches Sternzeichen der Patient hat, ob er Rechts- oder Linkshänder ist oder auf dem Rücken oder auf der Seite schläft muß dadurch die Mittelwahl eben keineswegs besser werden.

Die Wahrheit ist wohl eher die, dass Homöopathen ja irgendwie ihre Anamnese-Stunde "füllen" müssen - für 5 min Gespräch zahlt wohl kaum ein Homöopathiegläubiger 70 Euro.
Also wird eben alles mögliche und unmögliche abgefragt damit die Stunde vorbei geht - auch wenn es schon rein rechnerisch gar nicht möglich ist bei der Mittelwahl alle Antworten zu berücksichtigen.

Würde der Homöopath nur alle 2 Minuten eine Frage stellen die nur zwei Antwortmöglichkeiten hätte - dann wären das in einer Stunde 30 Fragen - mit insgesamt 2^30 verschiedenen Möglichkeiten auf diese 30 Fragen zu antworten.

2^30 sind circa 1 Milliarde Antwortvarianten - während die Homöopathie größenordnungsmässig nur über wenige tausend verschiedene (und nur einige hundert gängige) Mittel verfügt.

Allein das zeigt bereits, dass gar nicht alle Antworten berücksichtigt werden können....

Kommentar von charmpagner ,

MalNachgedacht,

es ist müßig, auf medizinische und therapeutische Details einzugehen. Aber etwas differenzierter solltest du doch vorgehen: Es gibt nicht die Homöopathen. Genausowenig wie die Ausländer, die Schwulen etc. Es zeugt von einem sehr oberflächlichen Weltbild.

Es gibt aber große Qualitätsunterschiede unter den (medizinischen) Therapeuten. Das wäre eine zulässige Aussage. Da die meisten "Homöopathen" weltweit Ärzte sind, kann man nicht zur Aussage gelangen, dass alle Ärzte grundsätzlich schlecht seien.

Natürlich gibt es schwarze Schafe in allen Berufsgruppen. Da hilft es auch nicht, dass gesetzliche Krankenkassen homöopathische Behandlungen übernehmen. Kein verantwortungsvoller Arzt würde aber im Zweifelsfall die Möglichkeiten der modernen Diagnostik ignorieren oder im medizinischen Notfall auf lebensrettendende schulmedizinische Maßnahmen verzichten.

Kommentar von Grobbeldopp ,

Wenn die homöopathische Anamnese zumindest einiger Homöopathen testtheoretisch unmöglich auszuwerten ist, dann ist das nicht müßig das zu erkennen.

Kommentar von MalNachgedacht ,

MalNachgedacht,

es ist müßig, auf medizinische und therapeutische Details einzugehen.

Wieso - natürlich kann man hinterfragen ob die Fragen die im Rahmen einer homöopathischen Anamnese gestellt werden irgendeinen Nutzen haben


 Aber etwas differenzierter solltest du doch vorgehen: Es gibt nicht die Homöopathen. Genausowenig wie die Ausländer, die Schwulen etc. Es zeugt von einem sehr oberflächlichen Weltbild.


Es gibt die Lehre der klassischen Homöopathie auf die sich die meisten Homöopathen berufen. Wenn nun in Wahrheit jeder Homöopath etwas anderes unter Homöopathie versteht (ein Eindruck der in der Realität gar nicht so abwägig ist) dann macht es keinen Sinn mehr Aussagen über Homöopathie zu machen.

Einfach gesagt - wenn Du behauptest Homöopathie wirkt dann müßtest Du erst einmal erklären was für eine Homöopathie damit gemeint ist....


Und "der Schwule" bevorzugt gleichgeschlechtliche Beziehungen - das hat nun nichts mit oberflächlichem Weltbild zu tun sondern liegt in der Definition des Begriffs "schwul".


"Der Homöopath" glaubt daran, dass Substanzen in Verdünnungen in denen kein Molekül der verwendeten Ursubstanz mehr enthalten ist trotzdem noch bei Gesunden substanzspezifische Symptome verursachen - auch das hat nichts mit oberflächlichem Weltbild zu tun sondern ergibt sich aus der homöopathischen Lehre....



Es gibt aber große Qualitätsunterschiede unter den (medizinischen) Therapeuten. 


Egal wie "qualifiziert" ein Homöopath ist - kein Homöopath der Welt kann Arsen C30 Globuli mit welchem Test auch immer (auch nicht mit einer homöopathischen Arzneimittelprüfung) besser als durch Raten anhand der Wirkung von Zuckerpillen unterscheiden.

Das steht in krassem Widerspruch zur homöopathischen Lehre gemäß der diese Unterscheidung eigentlich kinderleicht sein müßte.
Damit ist eine essentielle Grundlage der Homöopathie (nämlich reproduzierbare "Arzneimittelbilder" widerlegt - und indirekt auch das homöopathischen "Ähnlichkeitsprinzip"


Da die meisten "Homöopathen" weltweit Ärzte sind, kann man nicht zur Aussage gelangen, dass alle Ärzte grundsätzlich schlecht seien.


Richtig: Weltweit gesehen sind Homöopathen in der Berufsgruppe der Ärzte eine extreme Minderheit. Praktisch in jedem Beruf gibt es einen gewissen Prozentsatz von Spinnern.....


Natürlich gibt es schwarze Schafe in allen Berufsgruppen. 


Ja - aber unter den Geologen die behaupten die Erde wäre scheibenförmig sind 100% Spinner.....


Kein verantwortungsvoller Arzt würde aber im Zweifelsfall die Möglichkeiten der modernen Diagnostik ignorieren oder im medizinischen Notfall auf lebensrettendende schulmedizinische Maßnahmen verzichten.

Richtig - aber nicht jeder homöopathische Arzt ist eben ein verantwortungsvoller Arzt.....

Da gibt es z.B. homöopathische Ärzte an einer Schweizer Klinik ("St. Croce") die Krebskranken anbieten ihre Krebserkrankung ausschließlich homöopathisch behandeln zu lassen......




Kommentar von charmpagner ,

MalNachgedacht,

du und andere Kritiker hier reden über medizinisch-therapeutische Themen, zu denen keinerlei Kompetenzen bestehen. Vielleicht habt ihr (vor langer Zeit) mal eine naturwissenschaftliche Ausbildung absolviert. Aber das qualifiziert nicht, über Therapien zu spekulieren. Dazu gehören gute Kenntnisse nicht nur über einzelne Therapien, sondern auch über die Wechselwirkungen von Gesundheit und Krankheit. Ihr könntet euch auch zu Wort melden und eure gefühlte Meinung zu juristischen Fragestellungen kundtun. Für einen Juristen würden sich die Zehennägel aufrollen. Das ist hier nicht anders.

Richtig - aber nicht jeder homöopathische Arzt ist eben ein verantwortungsvoller Arzt.....

Da gibt es z.B. homöopathische Ärzte an einer Schweizer Klinik ("St. Croce") die Krebskranken anbieten ihre Krebserkrankung ausschließlich homöopathisch behandeln zu lassen

Bist du Onkologe? Wie lange beschäftigst du dich mit dem Thema Onkologie? Was weißt du denn alles über die erfolgreiche Behandlung von Krebserkrankungen? In welchem Stadium befinden sich die Patienten dort? Welche Art von Krebs wird behandelt? Welche Vorbehandlungen haben stattgefunden?

Kommentar von Grobbeldopp ,

champagner,

Dein ganzer Beitrag sagt wortreich "Ihr seid keine Experten, also solltet ihr euch darüber nicht äußern".

Ich kann das nicht ernst nehmen als Argument, weil es ein universelles Argument ist, mit dem man jede Diskussion abblocken kann, ganz egal um was es geht. Es muss aber doch klar sein, dass es falsche Gedankengebäude gibt und gab, und dass es töricht ist auf die Erkenntnisfähigkeit der Experten zu setzen, die selbst davon überzeugt sind?

Wir können mit hoher Konkordanz aus mehreren Blickwinkeln zu dem Ergebnis kommen, dass die spezifische Wirkung von Globuli eine Illusion ist: Die Grundlagen Ähnlichkeitsprinzip, Arzneiprüfungen, Potenzieren sind aus mehreren Wissenschaftsfeldern heraus betrachtet nicht haltbar, ihre Verteidiger werden regelmäßig bei pseudowissenschaftlicher Argumentation und fragwürdigen Studien ertappt und die empirische Überprüfung ist dermaßen gescheitert, dass es Stimmen gibt, grundsätzlich keine weitere Überprüfung durchzuführen. Und die Wege wie die Homöopathie OHNE die Wirkung von Globuli dennoch wirken kann sind psychologisch nachvollziehbar und empirisch untersucht.

Meine Lieblingsdarstellung dieser vernichtenden Lage:

http://www.hno-vahle.de/homoeopathie-in-kuerze/

Es gibt keine Experten wenn es eine Illusion ist, es gibt auch nichts zu lernen oder zu wissen.

Die Reste der Honorabilität, die dem Glauben an die spezifische Wirkung von Globuli noch anhängen werden auch nicht mehr lange machen, hoffe ich.

Kommentar von Grobbeldopp ,

Davon abgesehen: Warum sind Leute wie Professor Edzard Ernst auf der Seite der Kritiker? 

Kommentar von charmpagner ,

Ich bin kein Anhänger der homöopathischen Lehre. Ich bin nur gegen Engstirnigkeit in der Wissenschaft. Und gegen die Dummheit, die gegenwärtigen Erkenntnisse für die endgültige Wahrheit zu halten. Solche Vertreter gab es natürlich in allen Zeitaltern. Und die Historie hat stets im Nachhinein gezeigt, wie begrenzt die Vorstellungen der Meinungsmacher waren.

Es kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht schlüssig erklärt werden, wie der Körper aus Nichtmaterie Materie macht. Und daher ist auch die Aussage nicht zulässig, dass nur Moleküle, die dem Organismus verabreicht werden, eine körperliche Reaktion auslösen können.

Die Homöopathie stellt keine Gefahr dar. Schlimmstenfalls bringen die Arzneien kein gewünschtes Ergebnis. In der sog. Schulmedizin ist das ganz anders, da sterben jedes Jahr Zehntausende an unerwünschten Arzneiwirkungen. Warum also dieser verbissene Kampf gegen diese harmlose Behandlungsart - die aus meiner Sicht gutes Potenzial hat (wenn auch nicht im ursprünglich hahnemannschen Sinne).

Vielmehr müssten ja solche Arzneien kritisiert und hier zum Thema gemacht werden, die sich als massiv gesundheitsgefährdend herausgestellt haben. Stattdessen wird vor Zuckerkügelchen gewarnt.

Kommentar von MalNachgedacht ,

MalNachgedacht,

du und andere Kritiker hier reden über medizinisch-therapeutische Themen, zu denen keinerlei Kompetenzen bestehen.

Ich halte mich auf dem Gebiet der homöopathischen Lehre für wesentlich kompententer als die meisten Homöopathieanhänger und viele Homöopathen....
Hast Du irgendwelche konkreten Hinweise die dich daran zweifeln lassen?

(Ich kann Dir hier umgekehrt diverse Aussagen von Homöopathen nennen die z.B. Homöopathie mit Isopathie verwechseln oder die in krassem Widerspruch zu Aussagen Samuel Hahnemanns stehen)

Aber das qualifiziert nicht, über Therapien zu spekulieren. 

Ich spekuliere nicht  - ich nehme die Studienlage zur Kenntnisse und weise auf innere Widersprüche der Homöopathie hin...und auf Widersprüche zu bestens bestätigten naturwissenschaftlichen Erkenntnissen (wobei das Ute noch wesentlich besser kann)

Dazu gehören gute Kenntnisse nicht nur über einzelne Therapien, sondern auch über die Wechselwirkungen von Gesundheit und Krankheit. 

Nach diesen Kriterien war Hahnemann ein grottenschlechter Homöopath....

Bist du Onkologe? 

Nein...Du wohl auch nicht...

Wie lange beschäftigst du dich mit dem Thema Onkologie? Was weißt du denn alles über die erfolgreiche Behandlung von Krebserkrankungen? 

Ich kenne die Studie an der Dr. Wurster beteiligt war (der als Homöopath an der St. Croce Klink tätig ist und dort auch u.a. die ausschließliche homöopathische Behandlung von Krebs anbietet) und die eben noch nicht einmal belegen konnte, dass so eine homöopathische Begleitung einer Krebsbehandlung für den Patienten einen medizinischen Vorteil hat - tatsächlich war es sogar dass homöopathisch "begleitete" Patienten eine etwas geringere Restlebenserwartung hatten.

Trotzdem haben homöopathienahe Organisationen nicht davor zurückgeschreckt mit eben dieser Studie die angebliche Wirksamkeit von Homöopathie bei Krebs zu bewerben - was hältst Du davon?

http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/homoeopathie-gegen-krebs-wie-ein-medi...

Kommentar von charmpagner ,

@tigerkater:

Das stimmt, das weiß ich sehr gut und du hast da völlig Recht.

Kommentar von MalNachgedacht ,

Diese Aussage trifft in der Regel nicht zu. 


Diese Aussage trifft bei klassischen Homöopathen IMMER zu.

Eine Diagnose ist die Bestimmung der (vermutlichen) Ursache einer Erkrankung - anhand der Symptome und ggf. zusätzlich erhobener Befunde.

Eine homöopathische Anamnese ist eine Sammlung von (typischerweise ohne technische Hilfsmittel) erkennbarer Symptome - was die Ursache diese Symptome ist spielt aus homöopathischer Sicht KEINE Rolle - wichtig ist nur ein homöopathisches Mittel zu finden dass bei Gesunden (angeblich) ähnliche Symptome verursacht.

Die Ursache ist aus homöopathischer Sicht schon insofern uninteressant weil es wahlweise sowieso immer eine "Verstimmung der Lebenskraft" oder (nach längerer erfolgloser Behandlung) ein "Miasma" ist....

In homöopathischen Repertorien findet man deswegen zwar Symptombilder - aber eben keine diagnostizierten Krankheiten.


Warum haben eigentlich Homöopathiefans keine Ahnung von Homöopathie?

Kommentar von charmpagner ,

MalNachgedacht

was die Ursache diese Symptome ist spielt aus homöopathischer Sicht KEINE Rolle

Genau um die Ursache geht es. In der Universitätsmedizin geht es grundsätzlich immer nur um die Symptome. Wenn ich eine Magenspiegelung bei chronischen Magenbeschwerden mache und der Befund lautet Hyperacidität: Ist das dann die Ursache?

Nein, es ist bereits die Wirkung, eine Reaktion. Für eine oberflächliche Betrachtung reicht das. Denn sogleich werden Arzneien gegeben, die die Säureproduktion unterdrücken. Das wars. Gesundheits-Problem erledigt.

Wenn ich aber in einer genauen Anamnese erfahre, dass der Patient Probleme bei der Arbeit hat, in der Familie etc. - dann sind das die tatsächlichen Ursachen. Die Behandlung richtet sich dann nicht allein auf die Übersäuerung des Magens.

Leider ist das ein Grundproblem in der Medizin: Die Verwechslung von Ursache und Wirkung. Es wird immer auf das lokale Ergebnis geschaut. Natürlich gibt es auch Mediziner, die das wissen und entsprechende Fachrichtungen.

Aber verbreite bitte nicht zu medizinischen Fragen deine gefühlte Meinung!

Kommentar von Grobbeldopp ,

Wenn ich aber in einer genauen Anamnese erfahre, dass der Patient Probleme bei der Arbeit hat, in der Familie etc. - dann sind das die tatsächlichen Ursachen.

Vielleicht, vielleicht auch nicht. 

Dazu braucht aber keine Pseudomedizin um darauf zu kommen

Und schließlich würde es mich persönlich von jedem Arzt fernhalten, wenn jedesmal meine Lebensgewohnheiten oder sogar meine Persönlichkeit zur Debatte stehen. 

Schließlich kann man auch nicht immer solche Einflüsse abstellen.

Kommentar von charmpagner ,

Grobbeldopp:

Und schließlich würde es mich persönlich von jedem Arzt fernhalten, wenn jedesmal meine Lebensgewohnheiten oder sogar meine Persönlichkeit zur Debatte stehen.

Jedesmal nicht. Aber bei chronischen Erkrankungen. Nun, wem sage ich das, dies meinte ich ja mit den fehlenden fachlichen Kenntnissen. Um darauf zu kommen, muss man Kenntnisse über die wahren Ursachen haben.

Wenn einem die Bekämpfung von Symptomen ausreicht, braucht es freilich keine gründliche Anamnese. Wer etwas von Gesundheit versteht, der weiß auch was von den Ursachen. In der Medizin werden aber grundsätzlich nur Krankheiten bekämpft. Ein Arzt weiß in der Regel gar nicht was Gesundheit überhaupt ist. Nie gelernt. Es reicht, die festgestellte Abweichung lokal zu beseitigen. Chronische Krankheiten lassen sich mit dieser Kurzsichtigkeit nicht in den Griff kriegen. Und gerade die sind es ja, die unsere Hauptkosten im Gesundheitssystem verursachen.


Schließlich kann man auch nicht immer solche Einflüsse abstellen.

Doch das kann man. Im Zweifel tut es die Erkrankung. Du würdest solchen Unsinn nicht schreiben, wenn du selbst eine chronische oder schwere Erkrankung hättest. Arbeitsmediziner  und Ärzte für psychosomatische Medizin schauen hauptsächlich auf diese Einflüsse. Aber die sind in deinen Augen wahrscheinlich auch Pseudomediziner.


Kommentar von MalNachgedacht ,

Genau um die Ursache geht es.

Aber eben nicht in der Homöopathie - deswegen findet man in homöopathischen Repertorieren weder Krankheitsursachen noch Diagnosen - sondern ausschließlich Symptombilder und die dazu angeblich "passenden" Mittel.

Verrate doch mal was aus homöopathischer Sicht die (verschiedenen) Ursache von Syphilis, Masern und AIDS und Fußpilz sind...

Auf die Antwort bin ich schon gespannt.

In der Universitätsmedizin geht es grundsätzlich immer nur um die Symptome.

Das wird durch Wiederholung nicht wahrer - man versucht sehr wohl herauszufinden was die Ursache von bestimmten Erkrankungen ist - auch wenn das längst nicht bei allen Erkrankungen bereits gelungen ist (die Homöopathie hat allerdings in über 200 Jahren für keine einzige Erkrankung je die Ursache herausgefunden).

So weiß man heute z.B. das eine Infektion mit bestimmten HP-Viren für Gebärmutterhalskrebs verantwortlich ist - oder das ein Teil der Magenerkrankungen auf das Bakterium Helicobacter pylori zurückzuführen ist.

Man weiß auch z.B. das bestimmte radioaktive Strahlung die DNA von Zellen schädigen kann was zu unterwünschten Mutationen führt.

Man kennt auch die ziemlich genau den Gendefekt, der bei manchen Menschen dazu führt dass sie kein Ínsulin produzieren können.

Und natürlich kennt man viele verschiedene Viren und Bakterien die bestimmte Krankheiten verursachen.

Was weiß hingegen die Homöopathie von Ursachen:

Nichts ausser hohle Worthülsen wie "Verstimmung der Lebenskraft" und "Miasma" mit denen man alles und nichts erklären kann....

Wenn ich aber in einer genauen Anamnese erfahre, dass der Patient Probleme bei der Arbeit hat, in der Familie etc. - dann sind das die tatsächlichen Ursachen. Die Behandlung richtet sich dann nicht allein auf die Übersäuerung des Magens.

Du verwechselt gerade Psychosomatik (ein Teil der wissenschaftlichen Medizin) mit der Irrlehre der Homöopathie.

Gemäß homöopathischer Irrlehre müßte die Behandlung deines übersäuerten Patienten durch ein Globuli erfolgen, dass bei einem vollkommen gesunden Menschen eben die geschilderten Magenprobleme auslöst.

Nennt sich homöopathische Ähnlichkeitsprinzip und ist natürlich vollkommen absurd...

Oder kennst Du ein Globuli das derartiges bei Gesunden verursacht?

Aber verbreite bitte nicht zu medizinischen Fragen deine gefühlte Meinung!

Aber das machst Du doch auch?

Kommentar von MalNachgedacht ,

@Charmpagner:

Ich warte immer noch gespannt auf eine Antwort auf meine Frage:

Verrate doch mal was aus homöopathischer Sicht die (verschiedenen) Ursache von Syphilis, Masern und AIDS und Fußpilz sind...

Kommentar von MalNachgedacht ,

@Charmpagner:

Wenn Homöopathie die Ursachen bekämpft während die "Schulmedizin" ja nur "die Symptome unterdrückt" dann müßte die Homöopathie doch auch die Ursachen diverser Erkrankungen kennen.

Ich warte immer noch gespannt auf eine Antwort auf meine Frage:

Verrate doch mal was aus homöopathischer Sicht die (verschiedenen) Ursache von Syphilis, Masern und AIDS und Fußpilz sind...

Antwort
von charmpagner, 30

Jede Arznei, gleich welchen Ursprungs, kann erwünschte, aber auch unerwünschte Wirkungen haben. Bei homöopathischen Arzneien würden unerwünschte Wirkungen allerdings keinen organischen Schaden anrichten.

Wichtiger ist die Frage, warum du gesundheitliche Unterstützung benötigst. Wenn also Beschwerden vorliegen, sollten sie zunächst von einem Arzt abgeklärt werden. Erst dann sollte über eine Anwendung deiner o.g. Arzneien entschieden werden.

Kommentar von MalNachgedacht ,

Jede Arznei, gleich welchen Ursprungs, kann erwünschte, aber auch unerwünschte Wirkungen haben

Bla bla - auch nach dem Verzehr von eines Gummibärchens kann man innerhalb einer Stunde sterben....das hat aber deswegen noch lange nichts mit dem Gummibärchen zu tun....

Homöopathische Hochpotenzglobuli sind keine "Arzneien"  - denn NIEMAND (auch kein "charmpagner") kann ein Arsen C30 Globuli anhand der Wirkung von einem Mercurius C1000 Globuli oder einer banalen Zuckerpille unterscheiden.

Wer als Homöopath anderes behauptet ohne es belegen zu können (und daran scheitern Homöopathen nun schon seit über 200 Jahren) belügt seine Patienten....

Kommentar von charmpagner ,

Ob homöopathische Mittel Arzneien sind, lege ich nicht fest - und du glücklicherweise auch nicht. Wir haben ja eine Europäische Union, in der das geregelt wird. Gummibärchen sind Nahrungsmittel, sie sind weder im europäischen Arzneibuch aufgeführt noch in einer sonstigen Pharmakopöe.

Du solltest mit deinen Äußerungen über dein gefühltes Halbwissen zurückhaltender sein.

Kommentar von MalNachgedacht ,

Und kannst Du nun die "Arzneimittel" Arsen C30 Globuli oder Mercurius C1000 Globuli anhand der Wirkung von einer banalen Zuckerpille unterscheiden?

Falls JA: 

könntest Du Millionen an Preisgeldern abkassieren die auf dieses Kunststück ausgesetzt sind:

https://www.psiram.com/ge/index.php/Preisgelder

Falls NEIN:

Mit welcher Begründung soll Arsen C30 Globuli ein Arzneimittel sein wenn es nicht besser oder auch nur erkennbar anders wirkt wie eine Zuckerpille?

Antwort
von maddie93, 61

Alles was Alkohol enthält ist tabu!!
Medikamente nie nehmen ohne das es mit dem Arzt abgeklärt ist. Diese können dem Kind schaden

Kommentar von maddie93 ,

hab mich verlesen sry

Kommentar von UltraSchoen ,

habe beide (Apis Mellifica C30 und Pulsatilla Q 18) schon genommen. Jetzt mach ich Sorge,wenn das Baby geschadet wird. Pulsatilla Q18 enhät 15 % Ethanol. Kann dem Baby etwas passieren. Bin in der 12. SSW.

Kommentar von maddie93 ,

Ich würde bei deinem frauenarzt anrufen und nachfragen wie es aussieht oder im beipackzettel nachlesen. So schnell schadet es dem Kind schon nicht. Ruf deshalb am besten so bald es geht an und frag nach :) ich frage auch lieber immer nach :)

Kommentar von carn112004 ,

Falls der Frauenarzt weiß, was Apis Mellifica C30 ist, und irgendwas anderes dazu sagt als "Machen sie sich überhaupt keine Sorgen, wegen der einmaligen Einnahme", sollte man sofort den Frauenarzt wechseln.

Kommentar von carn112004 ,

"Hocpotente" homöpathische Mittel ohne Alkohol KÖNNEN keinen Schaden verursachen.

Apis Mellifica C30 ist völlig unprolematisch.

Und solche mit Alkohol schaden eben soweit der Alkohol schadet; womit sie, sofern sie von dem Pulsatilla LM 18 nur ein paar ml genommen hat, sich wenig Sorgen machen braucht; sie sollte es halt nicht nochmal nehmen.

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