Frage von JudithI, 134

Homöopatisches Mittel bei Zahnwechsel?

Meine Tochter (6) verliert ihren ersten Milchzahn. Untypischerweise einen oberen Schneidezahn. Sie sagt daß es ihr weh tut.... Was kann man da geben an Globulis zum Beispiel??? Vielleicht auch die Osanit von den Babies???

Danke schön...

Antwort
von uteausmuenchen, 83

Hallo JudithI,

ab und zu kann es beim Zahnwechsel schon sein, dass es weh tut. Zum Beispiel, wenn der bleibende Zahn von unten schon drückt, der Milchzahn aber noch recht fest sitzt. Es kann auch sein, dass sich das Zahnfleisch entzündet hat oder Keime in die Zahnfleischtasche gekommen sind.

Sinnvoller als Placebos (um solche handelt es sich ja bei Homöopathika - ja, auch trotz "guter Erfahrungen") wäre es, bei Eurem Zahnarzt zeitnah einen Termin mit Deiner Tochter auszumachen. Der kann nämlich schnell die Ursache abklären und Euch Tipps zur Mundhygiene in den kommenden Jahren geben - zum Beispiel, wie man den möglichen Zahnfleischentzündungen am besten vorbeugt.

Placebos allein werden da nicht viel helfen; das entspräche einfach dem Hoffen, dass es schon von selber besser wird (das ist bei der "Behandlung" eines zahnenden Babys mit Homöopathika ja nicht anders - auch da werden die Beschwerden logischerweise mit der Zeit schnell besser, sobald der Zahn durchgebrochen ist. Und auch ein Zahnwechsel dauert ja nicht ewig). Da Deine Tochter aber am besten nicht gleich beim ersten Wackelzahn unnötig lange unangenehme Erfahrungen machen soll, wäre es besser, mal einen Zahnarzt drauf schauen zu lassen.

Grüße

Kommentar von uteausmuenchen ,

Ach ja: ZUm Nachlesen vielleicht die Webseite einer großen Verbraucherschutzorganisation zum Thema

http://www.konsumentenbund.de/themenseite-hom%C3%B6opathie.html

Antwort
von babygirl25777, 89

Hallo, wenn die Kleine Schmerzen hat beim Zahnwechsel geh doch mal zum Zahnarzt mit ihr! Ich weiß ja nun nicht WANN sie Schmerzen hat? Generell? Bei Berührung? Heiß/Kalt? Ich würde da mal zum Zahnarzt! Nicht das da eventuell eine Entzündung im Kiefer sitzt!

Antwort
von Giustolisi, 43

Zahnwechsel tut weh. Bei Kindern helfen Placebos wie homöopathische Mittel ziemlich gut, weil sie leicht davon zu überzeugen sind, ein echtes Medikament zu bekommen. Welches mittel du nimmst, ist egal, die sind fast alle so hoch verdünnt, dass sie eh keine Wirkung haben.

Antwort
von Corvo21, 50

Homöopathie hat keine nachweisbare Wirkung die über denn Placeboeffekt hinaus geht du kannst deiner Tochter auch Süsichkeiten geben und  sagen es ist Medizin hat in etwa die selbe Effekt

Kommentar von augsburgchris ,

Vor allem ist Schokolade billiger als diese Zuckerkügelchen. Hach wäre ich doch nur Homöopath geworden, wenn es so leicht ist die Leute übers Ohr zu hauen.

Antwort
von berndcleve, 77

Bei Osanit "Produkte"  steht: Kombination aus fünf homöopathischen Mitteln

Bei Osanit "Inhaltsstoffe" steht: Calcium ph. D12

Erst in der Produktinformation findet man die weiteren homöopatischen Substanzen, teils als D Potenzen, teils C Potenzen. Also kunterbunt irgendetwas zusammengemixt. Kann angeblich auch nicht schaden, höchstens nutzen. Das widerspricht allen praktischen Erkenntnissen wie der Erstverschlimmerungen oder der unfreiwilligen Arzneimittelversuche.

Kommentar von MalNachgedacht ,

Das widerspricht allen praktischen Erkenntnissen wie der Erstverschlimmerungen oder der unfreiwilligen Arzneimittelversuche.



"Erstverschlimmerungen" kann man auch ganz ohne homöopathische Mittel bekommen.

Viele Krankheiten verlaufen so, dass sie langsam mit leichten Symptomen anfangen die sich dann mehr oder weniger rasch steigern und sich dann wenn der Gipfel erreicht ist wieder bessern.

Bei leichten Symptomen geht noch kaum einer zum Homöopathen - werden diese aber schlimmer dann wird dort dann doch ein Zuckerkügelchen abgeholt.

Geschieht das vor Erreichen "des Krankheitsgipfels" dann geht es einem nach der Einnahme des Globuli logischerweise schlechter (ohne Einnahme des Globuli wäre das genauso passiert) und der Homöopath verkauft einem diesen ganz normalen Verlauf als "Erstverschlimmerung".

Hatte man den Krankheitsgipfel bereits erreicht oder knapp überschritten bleibt die "Erstverschlimmerung" eben aus aber das Globuli "wirkt" ja scheinbar trotzdem - schließlich geht es einem ja nach und nach immer besser.

 Bei homöopathischen Arzneimittelprüfungen bei denen die freiwilligen (oder auch unfreiwilligen) Versuchspersonen nicht wissen ob das Mittel dass sie bekommen tatsächlich ein Globuli oder doch nur eine Zuckerpille ist können nicht einmal Homöopathen anhand der Symptome bestimmen ob nun eine Zuckerpille oder ein homöopathisches Mittel geprüft wurde

Das haben Homöopathen 1835 in Nürnberg zum ersten Mal schmerzhaft erfahren

http://www.jameslindlibrary.org/articles/inventing-the-randomized-double-blind-t...

und daran hat sich auch bis heute nichts geändert,

http://www.carstens-stiftung.de/artikel/moderne-arzneimittelpruefung-mit-okoubak...


Die Ergebnisse homöopathischer Arzneimittelprüfungen sind (wenn sie verblindet durchgeführt werden) reine Zufallsprodukte und wenn die Prüflinge wissen welches Mittel sie gerade prüfen auch teilweise durch den Nocebo-Effekt verursacht.

Ob tatsächlich ein homöopathisches Mittel geprüft wird oder stattdessen ein Placebo macht keinen erkennbaren Unterschied bei den Symptomen....

Allein das zeigt bereits, dass die Homöopathie von vollkommen falschen Grundlagen ausgeht.



Ach ja BerndKleve - ich warte immer noch auf eine Antwort von Dir was es mit der von Dir genannten "energetischen Ebene" in der Homöopathie eigentlich auf sich hat.

Hier

https://www.gutefrage.net/frage/homoeopathie-grundsaetzliche-fragen?foundIn=tag\...


hast Du ja geschrieben:

Homöopathie wirkt auf der energetischen Ebene,

Meine Fragen:

WAS genau soll diese "energetische Ebene" sein?
WELCHE Form von Energie soll das wirken?
WER hat das WIE herausgefunden?

sind noch immer unbeantwortet....




Kommentar von Tigerkater ,

Was soll der arme Kerl darauf auch antworten ?? Der hat sicher nicht damit gerechnet, dass sich jemand dafür interessieren würde!

Kommentar von Giustolisi ,

Was soll der arme Kerl darauf auch antworten ??
Normalerweise entgegnen die Anhänger der Homöopathie, dass diese den wissenschaftlichen Methoden nicht zugänglich ist. Sie könnten auch sagen "Halt´s Maul, ich habe Recht.", die Aussage wäre die Gleiche. Da wir den Gesundheitszustand und dessen Entwicklung erfassen können, ist auch die Wirkung von homöopathischen Mitteln wissenschaftlich erforschbar. Auch wenn es sich auf einer energetischen, feinstofflichen, geistigen oder sonst einer Ebene abspielen soll, das Ergebnis soll ja eine Verbesserung des Gesundheitszustandes sein und der ist eben erfassbar.

Antwort
von MalNachgedacht, 55

Osanit wird zwar als homöopathisches Mittel verkauft - ist aber nicht wie praktisch alle homöopathischen Globuli aus Rohr- bzw. Milchzucker sondern aus dem Zuckeraustauschstoff Xylit (E967) welcher durchaus Auswirkungen auf die Zähne hat - Xylit wird z.B. auch in zuckerfreien Zahnpflegekaugummins verwendet.

Xylit ist ein Zuckeralkohol und könnte da eine gewisse desinfizierende  Wirkung haben -  Xylit-Kaugummi ist aber wohl die bessere Alternative

Ansonsten hilft gemäß homöopathischer Lehre ein homöopathisches Mittel das bei Gesunden ähnliche Symptome verursacht.

Gesucht sind also Globuli die bei gesunden Menschen ohne Zahnprobleme Zahnausfall verursachen....

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