Homöopathisches Mittel gegen Depressionen - Stillzeit?

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9 Antworten

Da hat sich bei Dir wahrscheinlich ein Vit B 12 Mangel bemerkbar gemacht.
Ein erhöhter Bedarf liegt bei schwangeren und stillenden Frauen immer vor: Hier steigt der Vitamin-B12-Bedarf auf rund das Doppelte, so dass die gewohnte Ernährung nicht immer genug Vitamin B12 liefert.

Verstehe ehrlich gesagt Deine Ärzte nicht, die müßten das eigentlich wissen. Im Blut kann man einen B 12 Mangel allerdings schlecht nachweisen, da es in der Leber gespeichert wird.  Ist im Blut ein Nachweis möglich, ist allerdings der Speicher schon leer, und es treten schwerwiegendere Symptome auf.

Den schnellsten Effekt hast Du wenn B 12 gespritzt wird. Wird aber wahrscheinlich von der Kasse nicht bezahlt. Leider wie so vieles, was zwar wirksam ist aber generell abgelehnt wird.( Ein Schelm der Böses dabei denkt)

Lass Dich bitte nicht abspeisen mit so Sätzen, das eine Frau da halt durch muß und das doch alles nicht so schlimm ist und bald vorüber geht.

Die Wissenschaft ist heute auf einem anderen Stand als vor 60 Jahren, und die Wirkung von z.b. Vitaminen und Spurenelementen auf die Psyche ist längst bewiesen.

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Kommentar von Kupferkanne
27.07.2016, 13:01

Deinem Beitrag von Anaschia, kann ich nur beipflichten. Bei meinem ersten Kind, ist lange her, hatte ich gleiche Symptome. Weder der Frauenarzt, noch der Hausarzt kamen auf die Lösung. Erst ein Arzt mit Naturheilverfahren ließ dann die Blutwerte untersuchen, nach 3 Monaten! ! ! Hier stellte man erheblichen Calcium, Magnesium und B 12 mangel fest. Ich bekam diese gespritzt und mir ging es immer besser. Das wünsche ich "Dir und dem Baby". Mir hat es geholfen, ich wurde ruhiger, das übertrug sich auf das Kind, es schlief besser und ich natürlich auch, das war ein Domino-Effekt, den man schon eher haben konnte, wenn einer der "Schulmedizin" drauf gekommen wäre. Liebe Grüße "Kupferkanne"

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p>Ich persönlich halte nicht so viel von Homöopathie, aber sicherlich gibt es vllt. etwas, was hilft… Frage doch am besten deinen Arzt oder vllt. kannst du sogar einen Psychologen aufsuchen? Redetherapie hilft ja auch schon viel. Warum ich persönlich nicht so viel von Homöopathie halte: viele Studien fanden auch für Menschen, die "mildly depressed" sind (nicht "severely depressed"), dass ein Placebo genauso wirksam war wie Antidepressiva, aber vllt. ist ja Homöopathie gerade hier hilfreich, das stimmt, kenne mich da halt nicht so aus. Viele Frauen sind nach der Schwangerschaft mildly depressed (nennt man auch "baby blues"), weil der Hormonspiegel nach der Schwangerschaft halt auf einmal drastisch sinkt. Dann gibt es noch postpartum depression, aber das ist halt mehr severe. Ich denke vllt. kannst du auch einfach versuchen deine Gefühle zu akzeptieren und vllt. findest du ja Trost oder Hoffnung bzw. auch einen gewissen Antrieb darin, dass wissenschaftlich gesehen, so etwas wie "baby blues" vorübergehend ist und es halt einen biologischen Grund hat (hormone drop). Ich finde immer Sport hilft Körper und Geist, auch wenn es nur eine halbe Stunde am Tag spazieren ist! Und social support ist in dieser Zeit auch ganz wichtig. Im Web kannst du ganz viel darüber lesen: http://www.helpguide.org/articles/depression/postpartum-depression-and-the-baby-blues.htm </p>

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Äh, Moment.

Bitte beachte, Kräutermedizin nicht mit Homöopathie zu verwechseln. Das eine hat mit dem anderen nämlich nichts zu tun. Homöopathie ist (bis auf den Placebo-Effekt) wirkungsloser Humbug, Kräutermedizin hingegen ist evidenzbasiert.

Dies bedeutet: Homöopathika bestehen aus Zucker und nichts, davon kannst du so viele Globuli einwerfen, wie du willst, das bewirkt gar nichts. Schadet damit auch nicht, nur dem Geldbeutel.

Antidepressiva, die eine Wirkung haben, sind in der Stillzeit grundsätzlich nicht anzuraten. Eventuell wäre eine Psychotherapie der sinnvollere Weg, um deine Depression zu behandeln.

https://fsmosophica.org/2016/02/01/die-marburger-erklaerung-zur-homoeopathie/

http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/homoeopathie-kritik-es-ist-pseudomedizin-1.2861787

http://www.netzwerk-homoeopathie.eu/


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Kommentar von Wonnepoppen
17.07.2016, 13:04

du bist der Meinung , Homöopathie ist Humbug?

Warum wird sie dann immer mehr von der "Schulmedizin" eingesetzt, sogar in Krankenhäusern?

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Hallo Hallorenkugeel,

in der Stillzeit spielen die Hormone verrückt. Aber das ist es nicht allein. Ist einfach eine schwierige Zeit. Das Baby schreit, rülpst, stinkt und macht Arbeit. Und gleichzeitig erwartet alle Welt von einem, dass man vor Glück und Stolz platzt. Mutti sehnt sich nach Erwachsenengesprächen - und wenn man zugibt, nicht glücklich zu sein, sagen einem alle, das wären ja "nur" die Hormone, jaja...

Insofern: Kopf hoch. Du schaffst das. =)

Lass' Dir keine behandlungswürdige Depression einreden. "Depression" - echte Depression - ist ein ernst zu nehmendes Krankheitsbild. Das gehört diagnostiziert. Wenn Du nicht sicher bist, gehörst Du in Euer beider Interesse zum Arzt. (Nicht Heilpraktiker)

Wenn Du eher das Gefühl der Überlastung hast, ist es wahrscheinlich keine
Depression. Einfach ein Mittel einzuwerfen - egal ob Placebo oder nicht -
ist aber die falsche Strategie.

Es gibt eigentlich nur 2 Möglichkeiten:

1) Du hast WIRKLICH eine Depression.

Dann gehört die gerade wegen des Kindes nicht mit Placebos auf die lange Bank geschoben. Homöopathika sind Placebos; geschäftstüchtig vermarktete Placebos. Homöopathika werden als "sanft", "nebenwirkungsfrei" und "natürlich" beworben. Gerade junge Mütter sind DIE Zielgruppe der Hersteller schlechthin. Was man versuchen wird, Dir in den nächsten Jahren an esoterisch basierten Verfahren anzudrehen, das wird ganze Mülleimer füllen.

Es ist keine "Meinung", ob Homöopathika Placebos sind, es ist
übereinstimmendes Ergebnis der Naturwissenschaften und der Studienlage.
Homöopathie darf auch nicht mit Naturheilkunde oder pflanzlichen
Präparaten verwechselt werden.

Informiere Dich im Interesse Deines kleinen Schatzes. Wenn Ihr wirklich was habt, was behandelt werden muss - dann lasst es behandeln, nicht mit Placebos verzögern.

Hier ist eine gute Seite, auf der Du verständliche und seriös fundierte Informationen rund um das Thema "Homöopathie" findest: http://www.netzwerk-homoeopathie.eu/

Ebenso gute Informationen findest Du auch auf der dort verlinkten Seite des "Deutschen Konsumentenbundes", einer großen Verbraucherschutzorganisation.

Hinter beiden Webseiten stehen Ärzte und Wissenschaftler  - und im Gegensatz zu homöopathischen Webseiten keine kommerziellen Interessen.

Oder 2) Du erlebst die weit verbreiteten und höchst verständlichen Stimmungsschwankungen der Stillzeit

Das ist erheblich wahrscheinlicher, falls Du vor der Schwangerschaft nicht depressiv warst. In diesem Fall hast Du ein Organisationsproblem, wie es alle frischgebackenen Mütter haben.... DOCH, die haben das alle. Auch wenn sie sich alle gegenseitig versichern, wie gut sie doch zurecht kommen. ;-)

Hier helfen Geduld, Familie und Freunde mehr als Pillen. Egal, ob Placebo oder nicht. (Du verstehst hier aber vielleicht, woher homöopathische Placebos ihre "Erfolgsgeschichten" kriegen: Die allermeisten Mütter haben gar keine Depression, wenn sie Homöopathika gegen Depressionen einnehmen. Ist man einige Monate später "aus dem Gröbsten raus", fühlt man sich natürlich besser. Den Erfolg greifen dann die Homöopathika ab. Es ist halt leicht, eine Depression zu heilen, wo nie eine war...)

Mir hat damals geholfen, zu akzeptieren, dass es nicht leicht ist. Dass es eine Umstellung ist. Ein bissi Humor hilft auch. Anstelle esoterischer Placebos empfehle ich das einzige Babybuch, das ehrlich mit der Sache umgeht:

https://www.amazon.de/Baby-Blues-0-Was-Nun/dp/3830380259/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1468788529&sr=8-1&keywords=babyblues

... samt der Nachfolgebände. Man erkennt sich sooo schön wieder.... Das ist der beste Stimmungsaufheller in dieser Zeit. Und ich meine diesen Rat absolut ernst.

Habe Geduld. Es wird besser. Es wird ein Kind draus.

Du hast sehr wahrscheinlich gar keine Depression und brauchst kein Medikament. Dein Leben hat sich gerade stark verändert. Was Du brauchst, ist Zeit, Geduld und Humor, um Dich darauf einzustellen. Erwarte nicht von Dir, diese schwierige Zeit zu genießen, wie es Deine Umwelt vielleicht von Dir erwartet. Man genießt einzelne Momente mit dem kleinen Spatz. Insgesamt ist es aber keine leichte Zeit. Und das sollte man sich selber auch eingestehen dürfen. Du musst auch nicht die "perfekte" Mutter sein. Es reicht völlig, wenn Du den kleinen Spatz lieb hast, nichts grob falsch machst und eine ganz normale Mutti wirst. Dann wachsen die von ganz alleine...

=)

Kopf hoch

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In der Stillzeit ein homöopathisches Mittel einzunehmen ist eine gute Idee. Leider tobt um die Homöopathie ein Glaubenskrieg. Auch der bedingungslose Glaube an Naturwissenschaft und Schulmedizin ist ein Glaube. Ich empfehle dir, zu einer Fachperson zu gehen und dir dort das individuell für dich passendste und darum hilfreichste homöopathische Mittel geben zu lassen. Gute Adressen findest du hier:

http://www.dzvhae.de/homoeopathie-fuer-patienten/wie-finde-ich-einen-homoeopathischen-arzt/

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Kommentar von uteausmuenchen
04.08.2016, 21:12
In der Stillzeit ein homöopathisches Mittel einzunehmen ist eine gute Idee.

Vor allem aus Sicht der Produzenten. Ein Patientennutzen über Placebo ist nicht nachgewiesen.

dir dort das individuell für dich passendste und darum hilfreichste homöopathische Mittel geben zu lassen...

Wobei auch ein Nachweis, dass homöopathische Hochpotenzen unterschiedlich sind, nicht gelungen ist - und ein solcher Nachweis aufgrund des unplausiblen Grundprinzips auch nicht zu erwarten ist.

Auch der bedingungslose Glaube an Naturwissenschaft und Schulmedizin ist ein Glaube.

Der Glaube, dass sich täglich bewährendes naturwissenschaftliches und medizinisches Wissen als komplett falsch herausstellt, ist erst recht ein Glaube.

Zumindest sollte man den Patient ehrlich daraufhin weisen, dass Globuli nur dann mehr als Scheinmedikamente (Placebos) sind, WENN sich unser gesamtes Wissen der Naturwissenschaften als falsch herausstellt...

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Schokolade macht glücklich :)

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Kommentar von Wonnepoppen
17.07.2016, 13:02

In dem Fall nützt sie wenig!

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Wenn die Depression in der Schwangerschaft nicht oder leichter da war hilft oft Sepia. Wenn es überwiegend eine Erschöpfung durch das Stillen ist : Acidum Phosphoricum (besser durch warme Bäder) oder China. 

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Homoöopathische Mittel sind unbedenklich soweit folgendes zutrifft:

- kein Alkohol (manche homöpathische Mittel haben Alkohol als Basisflüssigkiet)

- Verdünnung D25, C13 oder stärker verdünnt

Grund ist, dass es sich dann um Zuckertabletten bzw. Wasser handelt, was offensichtlich bedenkenlos in üblichen Mengen genommen werden kann.

Eine Wirkung außer Placebo ist dann auch nicht mehr zu erwarten, aber die Frage war ja nur, ob es genommen werden darf und das ist bei nichtalkoholisch D25+ bzw. C13+ auf jeden Fall zutreffend.

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