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homöopathische therapie seit vier monaten erfolglos - abbrechen?

gefragt von universe am 03.11.2009 um 20:12 Uhr

im juli habe ich wegen ständiger scheideninfektionen und scheidenpilz-infektionen (bekomme ich seit 3 Jahren mehrmals pro jahr) eine homöopathische therapie begonnen. aber bis auf einen haufen geld, den das bisher gekostet hat, ist keine verbesserung erkennbar, ganz im gegenteil, die beschwerden sind eher stärker geworden. so habe ich zur zeit wieder eine akute scheidenpilz-infektion. zuerst hat die homöopathin noch von erstverschlimmerung geredet, aber nach vier monaten kann das ja nun auch keine ausrede mehr sein? ich bin total verzweifelt, weil ich seit 3 jahren erfolglos von arzt zu arzt wandere und mir von der homöopathie sehr viel erhofft hatte. ich bin unheimlich enttäuscht und kurz davor, die therapie abzubrechen. was könnt ihr mir raten?


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yprada
beantwortet von yprada am 4. November 2009 12:02
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Hilfreichste Antwort

Das ist ein echtes Problem. Sogar mein Frauenarzt sagt, er kann zwar Antibiotika aufschreiben, aber es kommt trotzdem wieder, wenn der Körper so veranlagt ist. Problem ist, dass das Scheidenmilieu nicht sauer genug ist, um Keime abzutöten. Man will sich ja nicht andauernd die Chemie-Keule antun. Also 1. Der Partner mus untersucht werden, weil man sich nach der Heilung sofort sonst wieder ansteckt. 2. Vitamin C direkt in die Scheide in Form von Vagi-C Tabletten erhöhen die Säure der Scheide. 3. Tampons in Joghurt tränken und einführen. 4. Es ist normal, dass eine homöopathische Therapie länger dauert, weil verschiedene Mittel in Frage kommen. Sulphur, Medhorrinum kämen z.B. in Frage. 5. Meine Erfahrung war, es hängt auch mit der Verdauung zusammen. Wenn die Verdauung träge wird, neigt man eher zu Scheideninfektionen 6. Du musst den ph Wert Deines Körpers normalisieren. In der Apotheke gibt es billig Teststreifen für den Morgenurin. Wenn dieser zu sauer ist, solltest Du Deine Ernährung umstellen. Mehr Gemüse, weniger Zucker und Weißmehlprodukte. 7. Nystaderm ist ein Mittel gegen Pilze im Darm, das kaum etwas im Körper schädigt. Damit solltest Du sanieren, damit die Pilze nicht aus dem Darm kommen können. Alles andere hilft auf Dauer nicht.

Kommentar von B2d54fe0a637036a2093e7b079cc3260smallPhilohom am 5. November 2009 20:06

Du meinst Antimykotika, nicht Antibiotika(die helfen gegen Bakterien).

Kommentar von Simple_avatar5smallyprada am 7. November 2009 11:59

Sie hat ja beides, und die Ärzte verschreiben für Bakterien Breitspektrum-Antibiotika. Daher muss man hinterher eine Darmsanierung machen, weil sonst der Pilz wieder übergreift.


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MagnoliaNe
beantwortet von MagnoliaNe am 3. November 2009 20:18
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Den einzigen Rat, den ich Dir geben kann, ist dieser:

Falls Du in einer festen Partnerschaft bist, muss Dein Partner ebenfalls behandelt werden

und zwar mit Medikamenten gegen eben diesen Pilz. Schick ihn zum Urologen. Der wird ihn entsprechend behandeln.


Dir würde ich auch von homöopathischen Mitteln abraten, hier muss ein Medikament zum Einsatz kommen, was den Pilz radikal abtötet. Wechsle notfalls noch einmal den Arzt.

.

Wenn Ihr Euch nicht beide gleichzeitig behandeln lasst, steckt Ihr Euch immer wieder gegenseitig an. Dein Partner merkt es wahrscheinlich nicht so extrem, wie Du!


marijo2
beantwortet von marijo2 am 3. November 2009 20:19
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Mich hat die Homöopathie auch enttäuscht...

Gegen Scheidenpilze hilft aber:

  • Als erstes Chemiekur mit Clotrimazol (z.B. Kadefungin)

  • Partner auch untersuchen lassen u. ggfs. mitbehandeln

Des Weiteren und zur Vorbeugung:

  • Immunsystem stärken!

  • KEINE Süßigkeiten, die ernähren die Candida!

  • Intimreinigung immer OHNE Duftstoffe - falls verträglich, mit reinem, unverdünnten Teebaumöl (paar Tropfen auf den Waschlappen)

  • Viel Luft dran lassen -

  • Nur Naturfasern als U-Wäsche

  • Beim Sex auf peinliche Sauberkeit von Händen und Mund (!) achten!

Ganz herzlich gute Besserung (ich kenn auch was von dem Elend...!)!!!

Kommentar von A36a176411ce1448d2a5cd3259f9729fsmallmarijo2 am 3. November 2009 20:27

Mir ist da noch was eingefallen: Solche Sachen (Veränderung der Scheidenschleimhaut und daraus resultierende Abwehrschwäche) können von der Pille kommen... - vielleicht mal das Präparat wechseln?


anonym
beantwortet von webiada am 4. November 2009 12:55
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erstmal ein ganz praktischer Tipp: ganz normalen Joghurt (Natur, nicht gesüßt oder so) in die Scheide schmieren - klingt komisch, er reguliert aber den PH-Gehalt deiner Scheidenflora. Du kannst zum Schutz eine Slip-Einlage in den Slip tun.

Dann ist Homöopathie nicht gleich Homöopathie und es gibt kompetente und inkompetente Homöopathen. Was du schreibst, spricht nicht für deine Homöopathin, aber nicht gegen die Homöopathie im Allgemeinen. Achte darauf, dass Klassische Homöopathie praktiziert wird. Dein Scheidenpilz scheint eine chronische Ursache zu haben, dies muss also konstitutionell behandelt werden. Die seelischen Hintergründe müssen angeschaut werden.


anonym
beantwortet von Usch74 am 3. November 2009 20:14
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hast du schon mal die milchsäurespritzen vom frauenarzt bekommen?die helfen


Kommentar von universe am 3. November 2009 20:18

was ist das genau? hat mir noch nie ein gynäkologe angeboten. die kommen immer gleich mit zäpchen, gel, antipilzmedikamente zum schlucken... das hab ich alles leider in allen variationen durch - geholfen hat auf dauer bisher nichts.

Kommentar von Usch74 am 3. November 2009 20:42

das ist milchsäure,heißt glaub ich gynasten,spritzt der arzt.mußt du selber bezahlen ca 65 euro.nach einem jahr wird das wiederholt


Loui03410
beantwortet von Loui03410 am 3. November 2009 20:16
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Ich halte nichts von Homöopathie - es ist eben der Placeboeffekt. Wenn dir die Therapie nichts bringt, dann brich sie ab, bevor sie noch mehr Geld schluckt. - Es gibt einen einfachen Grund, warum Krankenkassen die Kosten dafür nicht übernehmen.

Kommentar von Simple_avatar5smallyprada am 4. November 2009 11:48

Klar, deswegen reagieren Tiere so super darauf, weil man ihnen vorher erklärt, was ein Placeboeffekt ist....

Kommentar von autsch31 am 4. November 2009 17:59

Wenn Krankenkassen nur die Therapien zahlen würden, die wirklich helfen, dann würden auch ganz viele "Schulmediziner" weniger Geld bekommen.


caramello
beantwortet von caramello am 4. November 2009 09:51
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Viele gute Hinweise hier, die geeignet sind, dir zu helfen. Meine guten Wünsche dazu!

Bei der homöopathischen Behandlung kommt es sehr auf den einzelnen Behandler (Arzt, Heilpraktiker) an. In deinem Fall ist es angebracht, abzubrechen, denn kein Argument wäre seriös, einen erfolgreichen Therapieverlauf zu begründen.


anonym
beantwortet von autsch31 am 4. November 2009 17:55
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Ich weis nicht, ob du wegen deines Problems zu grösseren Hygienemassnahmen greifst oder gar mit Seife oder ähnlichem Scheidenspülungen machst. Lass das auf jeden Fall sein. Keine Seife, nur ph5,5 Produkte äusserlich anwenden und eine Zeit lang keine Tampons.

Dafür Naturjoghurt sowie saure Milch ohne Zusätze einbringen oder Spülungen mit Apfelessigwasser (1 dl Essig + 10 dl Wasser)sind 2 - 3 x die Woche zu empfehlen. Du kannst auch ins Badewasser einen Schuss Essig geben, dann wird auch deine übrige Haut unterstützt. Schau mal:

http://www.gutefrage.net/tipp/haut-und-pilz-1


anonym
beantwortet von Paula1234 am 3. November 2009 20:14
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Such dir einen guten Frauenarzt!!!!


Jule80
beantwortet von Jule80 am 3. November 2009 20:15
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wenn das nur Geld kostet, dann lass es sein! Geh lieber nochmal zum Arzt und lass dich genau informieren, anscheinend steckst du dich ja irgendwo immer wieder an...sowas habe ich ja noch nie gehört, dass es regelmäßig wieder kommt. Gute Besserung


monja1995
beantwortet von monja1995 am 3. November 2009 20:15
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Geh mit diesem Problem mal zu Deinem Gynäkologen, es gibt mittlerweile eine Impfung gegen diese Pilzinfektionen und die wirkt. Die zahlt die Kasse

Kommentar von B2d54fe0a637036a2093e7b079cc3260smallPhilohom am 5. November 2009 20:08

Es gibt eine Impfung gegen Papilloma-Viren (Warzenerreger), aber nicht gegen Pilze!


Patron
beantwortet von Patron am 4. November 2009 00:27
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Philohom
beantwortet von Philohom am 5. November 2009 20:14
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Wenn du dir z.B. im Schwimmbad immer wieder einen Scheidenpilz einfängst, kannst du das verhindern, indem du dich und den Badeanzug mit Seife wäschst vor Verlassen des Schwimmbads. Hast du schon eine Infektion, hilft folgendes erprobte Mittel: 3 Knoblauchzehen geschält in ein Gazesäckchen einnähen, langen Faden dran und wie ein Tampon möglichst tief einführen. Meist reichen 24 Std. aus, sonst gleich nochmal 24Std. Ansonsten ist es besser, Tampons zu vermeiden, weil Wattefasern, die in der Schleimhaut stecken bleiben, zusätzlich reizen und die Abwehr mindern. Ansonsten: Partner mitbehandeln mit einer Antimykotischen Salbe. Und kümmere dich um dein Scheidenmilieu (s. sonstige Hinweise). Viel Erfolg!


anonym
beantwortet von fabs1 am 26. November 2009 16:53
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Leider gibt es immer wieder "selbsternannte Homöopathen", die mit ihrer "einnehmenden" Behandlungsweise der Homöopathie nur schaden. Es ist sicher nicht immer leicht, das passende homöopathische Mittel zu finden, aber dann sollte man so fair sein und dem Patienten reinen Wein einschenken. Mein Tipp: Schleunigst den Homöopathen wechseln. Ein guter, seriöser Homöopath wird in diesem Fall eine umfassende Anamnese (Dauer ca. 1-2 Stunden) machen und sich neben den aktuellen Beschwerden auch ein genaues Bild über den zu behandelnden Menschen machen. Er wird nur 1 Mittel verordnen und dann auf Reaktionen achten, die ihm die weitere Vorgangsweise aufzeigen. Eine Erstreaktion kann auftreten, sollte aber nach 1-2 Wochen abklingen und in eine Besserung übergehen, sonst wurde das Mittel falsch gewählt.
P.S. Die Pille verändert das Scheidenmilieu und ist oft Ursache für einen Scheidenpilz


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