Frage von AllAboutPC, 232

Homöopathie sinnvoll und wirksam?

Hey,

Wirkt Homöopathie wirklich? Gegen zum beispiel Krebs oder andere schlimme und etwas harmlosere Krankheiten?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von brido, 9

Wenn jemand bereits Krebs hat, und/oder sich dauernd impfen läßt, jede Chemie schluckt etc kann man Wunder nicht mehr erwarten. Homöopathie ist eine Geisteshaltung, man muss sich gut beobachten und nicht bei jedem Wewehchen zum Arzt rennen. Bei Kindern und Tieren wirkt sie am Besten.


Antwort
von uteausmuenchen, 68

Hallo AllAboutPC,

wie bei allem im Leben, so muss man auch bei der Homöopathie wissen, was man tut...

1) Was ist Homöopathie?

Oft wird in der Umgangssprache Homöopathie mit "was pflanzlichem" gleichgesetzt, was falsch ist.

Homöopathie ist ein vor 200 Jahren entwickeltes, auf damaligen Vorstellungen aufbauendes Verfahren. Die Homöopathie geht davon aus, dass Stoffe diejenigen Symptombilder heilen, die sie beim Gesunden hervorrufen. Da auch höchst giftige Stoffe verwendet werden (wie Arsen), kam Hahnemann (der Erfinder der Homöopathie) auf die Idee, die Wirkstoffe zu verdünnen.

Er verdünnte (ohne sein Wissen - Atome waren ihm unbekannt) aber über die Grenze hinaus, in der seine Arzneien überhaupt noch Wirkstoff hatten. Seine Vorstellung, dass man durch Schütteln und Verdünnen eine Art inneres Wesen eines Stoffes freisetzen kann und dies an die Zuckerkügelchen überträgt und bindet, entstammt eher den noch zu seiner Zeit herrschenden mittelalterlichen Naturvorstellungen - ist aber mit unserem heutigen deutlich vertieften Wissen aus den Naturwissenschaften nicht mehr vereinbar: Stoffe können in ihrer Abwesenheit nicht gezielt wirken.

In ihrem Selbstverständnis ist die Homöopathie also eine Arzneimittellehre, die langen Anamnesegespräche dienen nur der Arzneifindung. Diese soll dann "wirken". Dass dies so nicht zutrifft, dafür ist die Beleglage heute sehr viel eindeutiger, als es uns die Homöopathen erzählen.

2) Globuli sind Placebos

Ich fasse die wichtigsten Argumente, die uns zeigen, dass die Globuli selbst Placebos sind, kurz zusammen:

a) Dass Stoffe in kompletter Abwesenheit wirken, ist mit unseren naturwissenschaftlichen Erkenntnissen nicht mehr(!) vereinbar

Ja, auch wenn wir nicht alles wissen, so können wir doch zu Alltagsprozessen (Verdünnen und Schütteln) sehr zuverlässige Aussagen machen. Wir wissen dass und warum Wirkung verschwindet, wenn man Stoffe verdünnt und schließlich entfernt. Wir wenden das sogar als Nachweismethode im Labor an, dass Eigenschaften verschwinden, wenn man die vermutete Ursache entfernt.
Gezielte Wirksamkeit in Abwesenheit ist mit unserem Wissen aus Physik, Chemie, Biologie,… einfach nicht mehr verträglich.

b) Dies bestätigt die Studienlage. Die große Metaanalyse des NHMRC (http://www.theguardian.com/lifeandstyle/2015/mar/11/homeopathy-not-effective-for...) ergab:

“”These claims have been widely disproven by multiple studies, but the National Health and Medical Research Council (NHMRC) has for the first time
thoroughly reviewed 225 research papers on homeopathy to come up with
its position statement, released on Wednesday.
“Based on the assessment of the evidence of effectiveness of homeopathy, NHMRC concludes that there are no health conditions for which there is
reliable evidence that homeopathy is effective,” the report concluded.”

c) Natur ist widerspruchsfrei. Die Homöopathie ist es nicht: Innerhalb
ihres Gedankengebäudes existieren zahlreiche innere Widersprüche. Es
gibt zahlreiche einander widersprechende Varianten in der Praxis.
Das ist ein weiterer klarer Hinweis auf den Placebocharakter: Nur bei einem
Placeboverfahren, ist die genaue Inszenierung gleichgültig, so lange nur
der jeweilige Therapeut sie überzeugend inszeniert. Bei einem echten Naturphänomen könnten sich nicht einander widersprechende Varianten in der Praxis “bewähren”.

3) Placebos sind nicht nutzlos, wenn man sie seriös einsetzt.

Der Erkenntnis, dass die Globuli Placebos sind, stehen viele positiven Erfahrungsberichte gegenüber. Bei genauer Betrachtung ist das jedoch ein Scheinwiderspruch:

a) Dass ein Placebo in der Praxis nicht entlarvt werden kann, das zeigt
die Medizingeschichte deutlich. Nicht einmal schädliche Verfahren, wie
der Aderlass konnten als schädlich erkannt werden.
Weil jeder, der eine noch so schlechte Behandlung übersteht, verbreitet “mir hat es geholfen!” – der Post hoc ergo propter hoc- Irrtum.
Placebo = es wird gefallen: Positive Erfahrungen werden versprochen!

Die Homöopathie punktet bei Bagatellen im Alltag und bei chronischen  Kranken, die ihre Krankheit in Schüben erleben und die oft eine besonders intensive Zuwendung durch den Therapeuten benötigen; sie fühlen sich in ihrer chronischen Krankheitssituation in der das Zwischenmenschliche vernachlässigenden Medizin nicht verstanden und finden in der Homöopathie die vertrauensvolle Zuwendung, die ihnen hilft, neu zu fokussieren.

Über Gesprächseffekte, Kontexteffekte und Placeboeffekte sind die positiven Erfahrungen verstehbar.

b) Mehr: In Studien konnte gezielt nachgewiesen werden, dass es die Gespräche sind, die den Patienten helfen, die Globuli aber nicht über
Placeboeffekte bieten: http://heilpflanzen-info.ch/cms/blog/archive/2011/11/17/wirkt-homoopathie-und-we...

""Resultat: (…)

Bei den sekundären Endpunkten Schmerzempfinden, Zahl der geschwollenen
Gelenke, Patientenselbsteinschätzung auf Wochenbasis und Stimmung
zeigten sich dagegen jeweils signifikante Vorteile für jene Patienten, die homöopathisch beraten wurden im Vergleich zu jenen, die nur medizinisch beraten wurden.

Das interessante Ergebnis ist nun, dass es innerhalb der Beratungsgruppen jeweils keinerlei Unterschiede gab. Es war also egal, ob die Patienten Placebo, Komplexhomöopathie oder individuell zubereitete homöopathische Medikamente bekamen, solange sie nur vorher homöopathisch beraten wurden. Anders gesagt: Reden ist wirksam, Globuli sind es nicht."

c) Das bestätigt zum Beispiel mit Claudia Witt auch eine Professorin für
Komplementärmedizin, die sicher keine Gegnerin der Homöopathie ist – war
sie doch als Stiftungsprofessur 5 Jahre lang für die Carstens Stiftung tätig.

Dennoch sagt sie erst letztes Jahr in einem Interview: “...die wichtige versorgungsrelevante Information ist: Es konnte nicht gezeigt werden, dass homöopathische Arzneimittel besser wirken als Placebo. (…)  Wir haben in einer grossen Beobachtungsstudie die gesamte homöopathische Behandlung mit Arztgespräch und Diagnosestellung untersucht und bei chronisch kranken Patienten grosse ­Effekte gefunden. Bringe ich das zusammen mit der bereits geschilderten Evidenzlage, wird klar: Da muss was anderes wirken als die Arzneimittel. Die Homöopathie hat eine besondere Arzt-Patienten-Interaktion. Daraus könnte man interessante Anregungen für die Medizin insgesamt übernehmen. ”

Soweit die Faktenlage. Fazit:

Homöopathische Arzneien sind Placebos, also Scheinmedikamente. Von ihnen geht entgegen der Behauptungen der Homöopathen keine gezielte Wirksamkeit aus.

Für den Patienten bedeutungsvoll ist die mit den Globuli verbundene Überzeugung, das werde sanft und nebenwirkungsfrei helfen, bzw. unterstützen; was "wirkt" ist das Vertrauen in das Verfahren oder in die Person, die es uns empfohlen hat. Ausführliche Anamnesegespräche helfen besser mit chronischen Beschwerden umzugehen.

Jürgen Windeler, Arzt und Professor für Medizinische Biometrie und Klinische Epidemiologie, seit 2010 Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, hat einmal geschrieben:
"Die These, Außenseitermedizin sei nichts als Placebo-Therapie, ist eigentlich eher ein Lob als ein Vorwurf. Denn der Mensch heilt sich in einem hohem Maß selber, Hauptsache, er wird auf irgendeine Weise behandelt und glaubt daran. Also: Placebos einsetzen, sofern keine wissenschaftsmedizinisch bewährte Therapie bekannt ist: uneingeschränkt ja. Aber, damit verbunden, pseudowissenschaftlichen Unsinn verbreiten: nein."

Placebos einzusetzen ist in gewissen Situationen nicht verkehrt. Sie zu überschätzen oder zu verklären, für mehr halten zu wollen als sie sind - und vor allem sie einzusetzen bei Beschwerden, bei denen sinnvollere Behandlungen notwendig sind, das ist gefährlich.

Wo man um den Placebocharakter der Kügelchen weiß und entsprechend handelt, kann man die Placeboeffekte und Gesprächseffekte auch sinnvoll nutzen. Gefährlich wird für den Patienten nur das "nicht wahr haben wollen", dass reiner Zucker eben nicht mehr ist als ein Placebo.

Grüße

Kommentar von BurkeUndCo ,

Lehrbuchhafte Darstellung, besser kann man den Sinn und Unsinn der Homöopathie nicht erklären.

Toll.

Antwort
von dadita, 106

Nein. 

Man sollte hier vllt noch eine Unterscheidung treffen:

Auf pflanzlichen Wirkstoffen basierende Medikamente können durchaus wirken (Aspirin ist zum Beispiel nichts anderes). Dennoch ist auch hier zum zugelassenen Medikament zu raten, da es in der Regel zielgerichteter wirkt. 

Globuli, Schüssler-Salze und anderer grober Unfug sind jedoch absolut unwirksam. Sie sind auch äußerst gefährlich, eben weil Menschen sich von der agressiven Propaganda mancher "alternativen" Heilpraktiker dazu verleiten lassen, auf derartige Präparate zurückzugreifen...was für gewöhnlich mit dem Ableben dieser Patienten endet. 

Kommentar von BurkeUndCo ,

Eine fast gute Antwort.

Alle oben von der Antworterin "Dadita" gemachten Aussagen sind richtig und können sofort von mir unterschrieben werden.


Einzige Kritik: Die Frage ging nach "Homöopathie"

Homöopathie hat aber absolut nichts mit pflanzlichen Wirkstoffen zu tun, außer man zählt Quecksilber, Arsen, Hundekot und Ähnliches zu pflanzlichen Wirkstoffen. Homöopathie, zumindest die echte Hochpotenz-Homöopathie ist der Glaube an reine Magie bei der ein Wirkstoff so weit verdünnt wird, dass in einer Million (in Wahrheit sind es eher Millionen von Milliarden) Packungen des "Wirkmittels" kein einziges Atom des Wirkstoffes mehr enthalten ist.

Und dieser Glaube dass Nichts heilen würde, weil es vor über 200 Jahren als esoterischer Denkansatz postuliert wurde, das ist Homöopathie.

Und deshalb gehört Homöopathiev in die gleiche Gruppe wie Schüssler Salze, Globuli (= meist identisch mit Homöopathie) und anderen Scheinmedikamenten.

Kommentar von brido ,

Wenn Medikamente aus pflanzlichen Substanzen zugelassen sind ist die Substanz bereits verändert und gefährlich, siehe Opiate etc. 

Kommentar von dadita ,

Absoluter Unfug. In der Regel ist das Gegenteil der Fall: Die Substanzen sind aufgereinigter und konzentrierter womit sie effektiver und selektiver wirken als die Pflanze selbst. 

Antwort
von BurkeUndCo, 119

Nein.

Bisher gibt es für die rund 200 Jahre alte Behandlungs-Idee namens Homöopathie noch keinen einzigen abgesicherten Nachweis.

Es gibt also bisher keinen Nachweis für irgendeine Krankheit (völlig egal welche) bei der irgendein Hochpotenz-Homöopathikum (völlig egal welcher Wirkstoff darin nicht enthalten ist) dass ein echter Heilungserfolg (besser als
Placebo) erreicht werden konnte. Also ein erfolgreicher Nachweis in einer echten klinischen Doppelblindstudie wie er für die Zulassung aller anderen Arzmeimittel gefordert wird.

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Homöopathie war vor 200 Jahren eine durchaus fortschrittliche Idee. Heute nach dem Wissen, dasses Atome gibt, weiß man, dass Homöopathie einfach nicht wirken kann.

Trotzdem gibt es viele Anhänger an die Homöopathie, die diese mit wirklich sektiererischem Glauben verteidigen. Es muss einfach funktioneieren, auch wenn es gegen 200 Jahre Wissen der Chemie und der Physik spricht.

Kommentar von viomio82 ,

Beste Antwort

Kommentar von voayager ,

Dein Schlußakkord ist zwar markig, dennoch nicht einleuchtend, weil durch nichts als 2 Vokalbeln untermauert.

Kommentar von BurkeUndCo ,

Hochpotenz-Homöopathie hat - nur zur Klarstellung - nichts mit Natur- oder Pflanzenheilkunde zu tun. Sondern es war von Samuel Hahnemann der erste Versuch so etwas wie Wissenschaft in die Medizin zu bringen. Das natürlich zu einer Zeit vor 200 Jahren als es noch keine Chemie sondern nur Allchemie gab. Mit magischer Beschwörung magischer Substanzen. Damals war die Potenzierung durch ständige Verdünnung durchaus noch ernsthaft zu diskutieren.

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Heute, bzw. seit über 100 Jahren, gibt es keine irgendwie gearteten Zweifel an den Atomen als den Grundbausteinen der Chemie. Diese sind nicht weiter teilbar. Deshalb gibt es in einer bestimmten Stoffmenge eine begrenzte (zwar sehr hohe) Anzahl Atome. Wenn man nun aus dieser Urmenge der Grundsubstanz durch Verdünnung mehr Packungen herstellt als Atome drin waren, dann muss es einfach etliche Packungen ohne Inhalt geben. In der Homöopathie werden diese Packungen, die schon nichts mehr enthalten, dann noch Millionenfach weiter verdünnt.

Jeder der daran glaubt muss an die Magie als echter Wirkmechanismus glauben, so etwa wie bei Harry Potter, nur im realen Wirken. Jeder Nachweis dafür hätte den nächsten Nobelpreis in Chemie und Physik verdient, da das eine so revolutionäre Neuigkeit wäre.

Aber das ist nicht zu erwarten, denn dazu sind die Atome als chemische Elementarteilchen viel zu gut abgesichert.

Trotzdem gibt es viele Personen in Deutschland, die an die Homöopathie glauben. Haben die alle in Physik und in Chemie geschlafen? Oder wollen diese Personen einfach an ihre sanfte Medizin glauben, auch wenn es nur Beweise dagegen, aber keine Beweise dafür gibt?

Da jeder in Deutschland an das glauben darf, woran er glauben will, dürfen diese Leute natürlich gerne an Homöopathie glauben - wer will sie daran hindern?

Nur dabvon Hilfe zu erwarten, das ist leider - entsprechend den bekannten Naturgesetzen - unvernünftig.

Kommentar von voayager ,

du mchst einen entscheidenten Fehler, in dem du Nider, - und Hochpotenzen in einen Topf steckst, genau das ist aber ein Fehler.

Kommentar von BurkeUndCo ,

Das ist nicht mein Fehler, sondern der Fehler (wahrscheinlich eher die Absicht) der homöopathischen Vermarktungsstrategie.

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In den Hochpotenz-Homöopathika, streng nach Hahnemann, dem Erfinder der Homöopathie, ist definitiv NICHTS drin, und wie soll dieses NICHTS wirken?

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Bei den Niederpotenzen ist das anders. Da sind tatsächlich noch Atome des ursprünglichen Wirkstoffes enthalten. Diese können natürlich wirken, aber diese können auch Nebenwirkungen verursachen.

Hier verstecken sich dann die Hersteller dieeser Niederpotenzen hinter der Hochpotenz-Homöopathie und argumentieren, dass hier ja so wenig Wirkstoff enthalten ist, dass man ihnen bei der Zulassung als homöopatisches Medikament, ja keinen Wirkungsnachweis zumuten könnte, denn da so wenig Wirkstoff drinn ist, ist die Heilwirkung zwar gering aber (hoffentlich) auch die Befürchtung auf Nebenwirkungen unbegründet.

Zusammenfassung:

Es gibt nur eine echte Homöopathie, nämlich die mit Hochpotenzen und die wirkt und funktioniert ganz einfach nicht.

Alles andere sind Werbe-Methoden unter dem Namen der Homöopathie (an die eben doch von vielen geglaubt wird,  auch wennn sie nicht wirkt - aber jahrhundertelange Werbung lässt doch etwas im Gehirn zurück) etwas zu verkaufen, was wirken könnte oder auch nicht, aber dank dem schönen Oberbegriff der Homöopathie in Deutschland ohne Test verkauft werden darf.

Antwort
von viomio82, 138

Ich denke man muss überzeugt sein und dran glauben. Placebo Effekt...

Ich persönlich halte null davon. Da ist nur so eine minimale Menge an Wirkstoff drin...kein Plan wie das helfen soll.

Kommentar von AllAboutPC ,

Naja aber man hört ja manchmal das auch Tiere geheilt wurden und die glauben ja nicht unbedingt daran.

Kommentar von BurkeUndCo ,

Die Tiere glauben nicht dran, aber ihre Besitzer. Die Tiere beklagen sich nicht über die Gabe von Milchzucker und hoffen, dass ihr Besitzer weiß, was er macht.

Der Placebo-Effekt ist hier genauso nachgewiesen, wie bei den Menschen. Denn nicht diec Tiere nehmen diese Mittel und beurteilen die Wirkung, sondern das machen die Besitzer.

Kommentar von viomio82 ,

jeder darf seine Meinung haben aber wie gesagt ich halte null von dem Mist. da kann ich ja gleich zu nem Wunderheiler gehen

Kommentar von botanicus ,

Etwas, was man nicht versteht, sollte man nicht arrogant als Mist bezeichnen.

Kommentar von BurkeUndCo ,

Gutes Argument.

Aber dann gäbe es ja keine Anhänger der Homöopathie mehr, denn diese kann nicht verstanden werden, denn sie ist naturwissenschaftlich nachweislich falsch.

Kommentar von botanicus ,

Doch, weil nämlich nicht jeder versucht, alles naturwissenschaftlich zu hinterfragen, auch wenn es sich einer naturwissenschaftlichen Erklärung entzieht.

Kommentar von BurkeUndCo ,

Das ist jetzt leider eine sehr gefährliche Argumentation

auch wenn es sich einer naturwissenschaftlichen Erklärung entzieht.

Eigentlich jede Aussage lässt sich naturwissenschaftlich untersuchen und auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen. In der Medizin sind das statistische Untersuchungen auf eine Zunahme der Heilwirkung bei der Verabreichung eines Medikamentes.

Natürlich gibt es eine große Ausnahme: Seit etwa der Zeit von Galilei Galileo, also dem Beginn der Aufklärung, gibt es eine mehr oder weniger stillschweigende Übereinkunft zwischen der Wissenschaft undd den Kirchen, dass religiöse Glaubensaussagen nicht mit den Mitteln der Wissenschaft untersucht werden können. Es gibt bis heuite keinen naturwissenschaftlichen Beweis für oder gegen die Existenz von Gott oder der Seele oder dem "geistigen Himmel".

Nur, wenn Du diesen nicht-überprüfbaren Bereich für die Homöopathie anwenden willst, dann müsstest Du die Homöopathie zur Glaubenssache erklären. Da aber selbst die stärksten Anhänger der Homöopatghie diese nicht als Religion bezeichnen würden, wäre es dann kein religiöser Glaube.  Und der Glaube an Dinge, die naturwissenschaftlich widerlegt sind, und keine Religion sind, aber doch - zum Beispiel aus Gründen der Überlieferung und Tradition - geglaubt werden, wird nach den Definitionen im Wörterbuch der deutschen Sprache mit "Aberglaube" bezeichnet.

Wie gesagt, dieser Argumentation werden die wenigsten - auch die wenigsten der Homöopathie-Gläubigen - folgen wollen. Und deshalb bleibe ich bei meiner Keernausssage, dass die Homöopathie Behauptungen aufstellt, deren Wahrheit oder eben deren Mangel an Wahrheit durch naturwissenschaftliche Methoden überprüft werden kann.

Kommentar von voayager ,

Du arbeitest im schulmedizinischen Bereich und kennst eben nur diesen Teil der Medizin, daher deine Borniertheit! Und ja, wes Brot ich eß, des Lied ich sing, das käme wohl noch hinzu.

Kommentar von AllAboutPC ,

Ja klar. Ist natürlich jedem seine Meinung

Kommentar von botanicus ,

Eben. Du weißt nicht, wie es funktioniert. Und es geht eben nicht um die "Menge an Wirkstoff". Du solltest mit Deinem Urteil vorsichtiger sein. Sonst wird es peinlich.

Kommentar von BurkeUndCo ,

Bevor man darüber diskutiert "wie" etwas funktioniert, sollte es zumindest erst mal einen Nachweis dafür geben, "dass etwas funktioniert". Und den gibt es nach über 200 Jahren Homöopathie immer noch nicht.

Kommentar von voayager ,

Behaupte nicht gedankenbefreit einfach was. Glaubst du denn im ernst, dass unzählige Menschen ihr Geld für diese Medizin einfach so aus dem Fenster raus werfen? Geht`s um Geld sind recht viele Menschen nun mal ausgesprochen  pragmatisch.

Kommentar von BurkeUndCo ,

Ja, leider glaube ich genau das.

Glaubst du denn im ernst, dass unzählige Menschen ihr Geld für diese Medizin einfach so aus dem Fenster raus werfen? Geht`s um Geld sind recht viele Menschen nun mal ausgesprochen  pragmatisch.

Ich verdiene daran nichts, dass ich versuche den Ratsuchenden hier empfehle nachzudenken und sich daran zu erinnern, was sie im Physik- und Chemieunterricht gelernt haben.

Die Homöopathie hat in Deutschland eine recht große Lobby bestehend aus Heilpraktikern, Hebammen, der homöopathischen Industrie den Apotheken (die an Homöopathie deutlich mehr verdienen als an verschreibungspflichtigen Medikamenten). Da werden zig Millionen oder sogar Milliarden verdient. Und wo sind die Beweise für die Wirksamkeit ? Fehlanzeige, ich zumindest kenne keine. Und trotz mehrfacher Aufforderung konnte mir bisher auch noch kein Anhänger der Homöopathie Beweise vorlegen, die eine Heilwirkung besser als die von Placebo zeigte.

Und ja, die Deutschen denken gerne an ihr Geld. Nur wenn jemand krank ist, dann gibt er sein letztes Hemd für die Hoffnung auf Besserung. Und gerade deshalb finde ich (aber das ist meine wirklich persönliche Meinung) es wirklich gemein, dass die Homöopathie-Industrie den Kranken dieses Geld abnimmt ohne ihnen auch nur einen echten Beweis für ihre Werbeaussagen zu liefern.

Radionuclear- oder Chemotherapie oder auch Operationen mögen nicht sanft und nicht nett sein, aber sie bieten dem Kranken zumindest eine Chancce auf Heilung. Hochpotenz-Homöopathie ist exakt das Gleiche, wie Nichtstun, nur eben mit dem Nebeneffekt dafür noch etwas zu bezahlen.

Kommentar von voayager ,

Ein Art Glaubensbekenntnis hast du just "abregnen" lassen, doch wo sind denn nun die ganz konkreten Argumente?

Kommentar von BurkeUndCo ,

Welche Argumente und wofür?

Ich will hier nicht verkaufen. Ich stelle keine Werbebotschaften in den Raum.

Ich erinnere nur an das schöne Märchen von "Des Kaisers neue Kleider". Meines Wissens nach schadet Denken fast nie , mir ist hier kein Gegenbeispiel bekannt. Und die Frage nach Beweisen für Aussagen sollte eigentlich allgemein üblich sein.

Wer Behauptungen aufstellt, der solltte auch die entsprechenden Beweise dafür liefern. Und die Behauptungen kommen hier eindeutig von der Homöopathie.

Warum kämpft die Homöopathie-Lobby um die Beibehaltung der Zwei-Klassen-Medikamente in Deutschland???

Jedes neue pharmazeutische Medikament muss, damit es zugelassen wird, nachweisen, dass es die Heilungschancen der Patienten bei Anwendung dieses Medikamentes zunehmen. Und zwar besser als bei der vergleichbaren Gabe von Placebo.

Warum gibt es einen solchen Beweis des Heilungserfolges bei Homöopathika nicht? Diese dürfen nach deutschem Recht zugelassen werden, weil halt nichts drin ist und deshalb hoffentlich auch kein Schaden entstehen wird. Mit dieser Regel kann man auch alle auf dem Markt verfügbaren Lutschbonbons als Medikamente zulassen mit einem Heilungsversprechen, das der der homöopathischen Medikaamente gleichzusetzen ist.

Also nichts gegen gute Medikamente. Da ist mir völlig egal wie sie heißen und wie der Herstellungsprozess abläuft. Nur die Wirkung sollte halt schon nachgewiesen sein.

Kommentar von dadita ,

Genau das passiert. Menschen haben im Allgemeinen kein Problem damit ihr Geld für absoluten Schwachsinn rauszuwerfen, solange man ihnen seliben nur gut verkauft. Und gerade darin sind die Vertreter der Homöopathie-Branche ausgezeichnet.

Kommentar von fluffiknuffi ,

Glaubst du denn im ernst, dass unzählige Menschen ihr Geld für diese Medizin einfach so aus dem Fenster raus werfen?

Nein, nicht für die "Medizin", aber für einen Ausweg aus der Verzweiflung. Einen vermeintlichen Trick um der inakzeptablen Realität zu entkommen. Ja, dafür auf jeden Fall.

Kommentar von viomio82 ,

Ich bin Krankenschwester denke da nunmal anders....ich muss auch nicht vorsichtig sein, wozu denn? sagte doch das jeder seine eigene Meinung haben darf. Du hast Deine und ich meine. Denke aber das ich medizinisches nicht bei Dir erläutern muss!!

Kommentar von voayager ,

Nun liebe Krankenschwester, dann kann es allerdings auch sein, dass du wenig reflektiert etwas beurteilst, was du nicht kennst.

Kommentar von fluffiknuffi ,

Sagt der Homöopath. :'D

Deine Ansicht basiert darauf, dass du etwas nicht kennst = nicht erklären kannst.

Kommentar von voayager ,

behaupte nicht einfach was gedankenbefreit. Kritisiere von mir was an der Homöopathie oder stell mir eine dsbzgl. Frage, dann werde ich angemessen antworten

Kommentar von viomio82 ,

um gesund zu werden kommt es natürlich auch auf einen selbst an, wie stark der eigene Wille ist usw. aber nicht alle Erkrankungen können ohne Medikamente behandelt werden. wenn ich Krebspatienten hatte, die vorher an irgendwelche Kügelchen glaubten und dann erschrocken waren das die Erkrankung so gestreut hat....dann war ich fassungslos.

Kommentar von BurkeUndCo ,

Danke für Deine aufrichtige und ehrliche Information.

Leider gibt es halt die homöopathische Werbung der sanften Medizin. Und selbst Leute, die Geld genug haben sich gute Berater einkaufen zu können, fallen immer wieder auf diese Werbeversprechen herein.

Als Steve Jobbs die Auskunft erhielt dass er Krebs hätte, da war der Krebs noch mit guter Chance durch Opoeration heilbar. Nach einiger Zeiot des Abwartens und Diät zum Aushungern des Krebses - der aber eben weiter wuchs - gab es dann keine Heilung mehr.

Kommentar von viomio82 ,

Jetzt bin ich borniert, vorhin arrogant. Finde ich super das Du gleich von null auf 100 gehst! Wird mir langsam zu dumm. Habe jetzt 3000 mal gesagt das jeder seine eigene Meinung haben soll, Du aber versuchst mich zu " bekehren "!!! Nimm Deine Kügelchen und werde glücklich. Ich muss sie nicht nehmen.

Kommentar von BurkeUndCo ,

Völlige Zustimmung.

Könnte ich nicht anders schreiben.

Jeder darf glauben, was er will. Selbst an Homöopathie.

Wenn aber hier jemand um Rat nachfragt, dannn sollte er nicht nur Homöopathiewerbung lesen, sondern auch erfahren, dass es aus Sicht der medizinischen, physikalischen und chemischen Naturwissenschaft bisher keinen einzigen überzeugenden Beweis für das Funktionieren (= Heilwirkung) der Homöopathie gibt.

Wenn er dann trotzdem diese Kügelein schlucken oder lutschen will - bitte - keiner der Ratgeber hier kann und wird ihn davon abhalten.

Aber er macht das zumindest im Wissen über die Nichtwirkung aufgeklärt worden zu sein.

Antwort
von botanicus, 119

Homöopathie ist sinnvoll und wirksam, aber sie hat ihre Grenzen und sie kann und will nicht erklären, wie sie naturwissenschaftlich funktionieren soll. Oft wird vorschnell über ein solches Wirkprinzip geurteilt, nur weil nicht eine schöne Erklärung mitgeliefert wird.

Ein seriöser und guter Homöopath wird allerdings nie versuchen, Krebs mit Homöopathie zu heilen.

Kommentar von BurkeUndCo ,

Es gibt also bisher keinen Nachweis für irgendeine Krankheit (völlig
egal welche) bei der irgendein Hochpotenz-Homöopathikum (völlig egal
welcher Wirkstoff darin nicht enthalten ist) dass ein echter
Heilungserfolg (besser als
Placebo) erreicht werden konnte. Also ein
erfolgreicher Nachweis in einer echten klinischen Doppelblindstudie wie
er für die Zulassung aller anderen Arzmeimittel gefordert wird.

Ob die Homöopathie erklären will, wie sie naturwissenschaftlich funktioniert oder nicht, das ist keine Frage des Wollens. Alle anderen Medikamente müssen beinen Nachweis ihrer Wirksamkeit bringen, damit sie zum Verkauf zugelassen werden, nur bei der Homöopathie reicht der reine Gaube aus?

Also ich hätte schon gerne einen Beweis für solche abenteuerlichen Behauptungen, wie Wirkung von nichts. Denn kein Homöopath kann irghendeine Packung C200 von einer anderen Packung 200 unterscheiden. Wie sollte er auch? In beiden Packung ist kein Atom der Orginal-Wirkstoffes mehr enthalten.

Bei der Homöopathie wird dem Patienten im wahresten Sinne Geld für NICHTS abgenommen.

Aber "Der Glaube versetzt Berge"

Kommentar von botanicus ,

Wenn etwas Berge versetzt, funktioniert es offenbar ... auch wenn Du nicht erklären kannst, wie der Berg versetzt wurde ;-)

Kommentar von BurkeUndCo ,

Stimmt, nur in den letzten 2000 Jahren, seit diese Worte in der Bibel aufgeschrieben wurden, da hsaat keiner mehr erlebt wie ein echter physikalischer berg nur durch reine Glaubenskraft versetzt worden wäre.

Und genau darauf, nämlich einen echten Beweis für das Funktionieren der Homöopathie zu sehen, bzw. von den Anhängern der Homöopathie (denn die sind seit 200 Jahren den Beweis für ihre Behauptung schuldig) warte ich schon seit einigen Jahren.

Kommentar von BurkeUndCo ,

Warum Homöopathie mit der Verdünnung C200 oder höher wirklich nicht funktionieren KANN, das kann Dir jeder Chemielehrer (eigentlich schon jeder Chemiestudent im 1. September) erklären.

Dass es Ärzte und Apotheker gibt, die trotz bestandener Chemie im Vorstudium, Homöopathika verkaufen, kann nur durch das damit verdiente Geld erjklärt werden. Sie solltten es wirklich besser wissen.

Kommentar von botanicus ,

Ich bin Chemiker, aber ich maße mir nicht an, über etwas zu urteilen, was mt Chemie nichts zu tun hat.

Kommentar von BurkeUndCo ,

Gutes Argumet, aber ich bin Physiker und maße mir nicht an, sondern nachweislich weiß ich, was Atome sind und dass die Argumentation der Homöopthie im abslouten Widerspruch zu der Phaysik und der Chemie der letzten 100 Jahre steht.

Man kann über die Errungenschaften der Physik und der Chemie streiten: Atomkraft und Atombombe, Chemotherapie und Giftmüll, Radio und GPS, Auto mit Benzin, Diesel oder Elektromotor .... Aber all das funktioniert definitiv und nachweisbar.

Und es steht im absoluten Widerspruch zu den Aussagen der Homöopathie, die behauptet, dass NICHTS (kein einziges Atom der ursprünglichen Wirksubstanz in der Verkaufspackung Hochpotenz-Homöopathika enthalten) wirken würde.

Und selbst für diese Aussage gibt es keinen einzigen satichhaltigen klinischen Nachweis.

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Also außer Behauptungen gibt es nichts, was für die Homöopathie spricht.

Kommentar von Rudolf36 ,

Tja, wenn du Physiker bist, BurkeUndCo, solltest du wissen, dass es "Materie an sich" nicht gibt. Ein Atom ist nichts anderes als ein Energiefeld, sagt dei moderne Physik. (Ein Molekül ist demnach eine Ansammlung von Energiefeldern, die zusammen aber nicht die Summe der Atomeigenschaften sind.)

Und wenn dieses Energiefeld eine Wirkung erzielt, warum sollen nicht andere Energiefelder wie menschlicher Wille, Fantasie, Vorstellungsvermögen ebenfalls Wirkungen erzielen?

Auch dass Placebos Wirkungen erzielen, ist in der modernen Medizin ein bekanntes und anerkanntes Faktum, auch ohne Doppelblindstudien.

Übrigens wurde hier nach der Homöopathie (allgemein) gefragt. Die Kritik richtet sich aber ausschlißlich gegen die Hochpotenz-Homöopathika.


Kommentar von BurkeUndCo ,

Weil wir hier über Medikamente reden und nicht über Phantasien im Bereich der Science Fiction.

Das mit Atomen, Energiefeldern und der Größe dieser Energiefeldder wird von mindestens 10% der Physiker und mindestens 90% der Nicht-Physiker falsch verstanden.

Extrem kleine Elementarteilchen lassen sich mit großen Geräten, wie dem CERN, untersuchen. Für die normale Alltagswelt, also Chemie, Biologie und Medizin ist das Atombild der chemischen Elemente völlig aussreichend.

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Und ja, natürlich wirken Placebos. Das bestreitet keiner. Nur wenn jemand Homöopathika verwendet, die eben eine spezielle Wirkung haben sollen, dann darf doch eine etwas bessere Wirkung als die von Placebos erwartet werden.

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Und Niederpotenz-Homöopathika - ja die können wirken oder auch nicht. Das ist meiner Meinung nach nur ein geschickter Trick die sonst allgemein gültigen Regeln und Gesetze zur Zulassung von Medikamenten zu umgehen.

Aber warum soll man etwas kaufen und nehmen, von dem weder der Nutzen (Heilungsverbesserung) noch der Schaden (Nebenwirkungen) untersucht wurde. Dann kann man auch Lotto-Spielen und hat dort bessere Gewinnchancen.

Kommentar von BurkeUndCo ,

Wenn Du - Botanicus - wirklich Chemiker bist, dann solltest Du zumindest wissen, was Atome sind und dass eine Substanz, die keine Atome mehr enthält so ähnlich wirksam ist, wie ein Auto mit Verbrennungsmotor ohne Benzin oder Diesel.

Gerade weil Du Fachmann auf dem Gebiet der Chemie bist, gerade deshalb solltest Du mal ernsthaft hinterfragen, was Homöopathie - zumindest Hochpotenz-Homöopathie mit D200, C100 oder höheren Potenzen - wirklich bedeutet. Denn als Chemiker ist Dier die Lochschmidtsche Zahl doch sicher ein Begriff.

Und wenn Du dann erzählst, dass das nichts mit Chemie zu tun hat, dann komme ich zu meiner o.a. Frage zurück.

  • Wenn die Homöopathie definitiv nicht mit den Methoden der Naturgesetze funktioniert, die aus der Physik und der Chemie bekannt sind, nach welchen Regeln funktioniert sie dann? Nach den Regeln der Magie????

Aber bevor wir darüber diskutieren, nach welchen Regeln die Homöopathie funktioniert, sollte es erst abgeklärt werden, ob Homöopathie überhaupt funktioniert. Und nach den Regeln, die für die Zulassung eines chemischen Medikamentes angelegt werden, bevor ein solches zugelassen wird ---- Wirksamkeitsnachweis ---  gibt es bis heute keinen einzigen Nachweis dafür, dass es bei Hochpotenz-Homöopathika überhaupt eine Heilwirkung gibt, die besser ist als Placebo.

Kurz: Ich arguentiere hier in der Hoffnung, Dich in Deiner Eigenschaft als Chemiker, dazu zu bringen die Denkweise, die Du in Deinem Beruf täglich anwenden wirst auch an das Denkgebilde der Homöopathie anzulegen. Und dann wäre ich wirklich daran interessiert zu erfahren, was dann noch von den Prinzipien der Homöopathie übrig bleibt.

Kommentar von MalNachgedacht ,

Oft wird vorschnell über ein solches Wirkprinzip geurteilt

Oft wird auch vorschnell unterstellt es wäre überhaupt eine Wirkung vorhanden, deren Wirkprinzip man nur noch nicht entdeckt hätte.

Bevor ich über ein Wirkprinzip nachdenken kann - also darüber WIE etwas funktioniert sollte man erst einmal überprüfen OB es überhaupt funktioniert.

Bevor ich darüber nachdenke WIE Klaus der Wahrsager die Lottozahlen vorhersagen kann sollte ich erst einmal prüfen OB er das überhaupt kann.

Und um zu prüfen OB Klaus der Wahrsager die Lottozahlen vorhersagen kann brauche ich nicht einmal zu verstehen WIE seine Methode funktioniert.

Solange homöopathische Globuli nicht besser oder wenigstens anders wirken als Zuckerpillen und nicht einmal Homöopathen anhand der Wirkung den Unterschied erkennen können kann man sich die Mühe das Wirkprinzip homöopathische Globuli 
zu erforschen auch sparen.

, nur weil nicht eine schöne Erklärung mitgeliefert wird.

Aber die Homöpathie hat doch zu allen Zeiten schöne Erklärungen geliefert. 

Angefangen von "geistartigen Kräften" bei Hahnemann über "Wirkung im Feinstofflichen", "Schwingungen", "Frequenzen", "Wassergedächtnis" - z.Zt ist die Quantenphysik als vermeintliche Erklärung schwer in Mode.

Antwort
von voayager, 73

Homöopathie ist durchaus wirksam, wenn sie denn niederpotent ist und sich auf bestimmte Krankheitsbilder bezieht. Zu nennen wären da bestimmte Entzündungen sowie Schmerzzustände u.a.m.

Bei gestreutem Krebs hilft sie nicht, aber die Schulmedizin hilft da auch nicht, dann isses einfach aus.

Kommentar von BurkeUndCo ,

2 bis 3 Korrekturen.

1.) Niederpotente Homöopathie mag helfen - da widerspreche ich nicht. Da ist ja auch noch etwas von der Wirksubstanz enthalten.

Aber nach den Regeln der Homöopathie wirkt Hochpotenz-Homöopathie viel besser und dafür dass Medikamentre ohne Wirkstoff irgendwie wirken, dafür gibt es bis heute keinen einzigen Beweis.

2.) Homöopathie hilft nicht bei Krebs. Zustimmung

3.) Schulmedizin hilft nicht bei Krebs---- Widerspruch. Es gibt viele krebsarten, die bei rechtzeitiger Erkennung durch Schulmedizin geheit werden können. Sprich mal mit den Leuten in den Krebszentren und den ReHa-Kliniken. Die behandeln die Personen, die den Krebs dank OP, Strahlenmedizin und/oder Chemo überlebt haben. Und die für jedes Lebensjahre, das sie dann doch haben dürfen dankbar sind.

Kommentar von voayager ,

Ich habe mich mit dem Thema Krebs eingehend beschäftigt und negiere keinesfalls Stahl und Strahl, wenn denn der Krebs noch nicht gestreut hat. Von Chemotherapie halte ich hingegen nix, einfach auf Grund unzähliger Erfahrungen im persönlichen Umfeld, wo außer Zerrüttung nix dabei herauskam, wenn denn der Gesamtkörper vom Karzinom betroffen war. "Stahl und Strahl" halte ich hingegen für sehr wichtig, wenn es denn noch nicht so spät ist.

Kommentar von voayager ,

Nachtrag:Ich habe mich mit dem Thema Krebs eingehend beschäftigt und negiere
keinesfalls Stahl und Strahl, wenn denn der Krebs noch nicht gestreut
hat. Von Chemotherapie halte ich hingegen nix, einfach auf Grund
unzähliger Erfahrungen im persönlichen Umfeld, wo außer Zerrüttung nix
dabei herauskam, wenn denn der Gesamtkörper vom Karzinom betroffen war.
"Stahl und Strahl" halte ich hingegen für sehr wichtig, wenn es denn
noch nicht so spät ist.

Die ursprüngliche Homöopathie ist
mittlerweile innerhalb maßgeblicher H. obsolet. Die DHU verordnet meist
im niederpotenten Bereich. Kann man nachlesen in deren Kompendium.Auch die Firma Heel geht ähnlich vor.

Kommentar von JuxSinnlos ,

Dass du aufgrund persönlicher Erfahrungen nichts von Chemotherapie hältst, ist genau das Problem. Deine Erfahrung ist hier irrelevant, da die Studienlage (im krassen Gegensatz zur Homöopathie) eine klare Sprache spricht. 

Ich bin durchaus ein Freund von "Stahl und Strahl", aber eben auch von Chemotherapie, wenn die Indikation richtig gestellt ist. Willst du beispielsweise eine Leukämie bestrahlen oder operieren? Viel Spaß!

Kommentar von voayager ,

Ich glaub wir reden aneinander vorbei. Ich beziehe mich auf die Behandlung von Krebs im gestreuten Stadium. Du wirst begreifen, dass da deine abweichende Meinung dazu irrelevant ist.

Kommentar von beamer05 ,

Ein auch ausgedehntes Hodgkin-Lymphom läßt sich durch Chemotherapie heilen. (je nach Stadium wird man ggf. noch einen evtl. vorhandenen Bulk nachbestrahlen).

Seminome können ebenfalls - selbst im metastasierten Stadium durch eine Chemotherapie geheilt werden.

etc. pp.

Aber für DICH ist das wohl irrelevant?!

Kommentar von voayager ,

Beleg das mal, was du da so behauptest, also verlinke und zwar was Seriöses. Bis jetzt sterben die meisten Menschen, wenn sie Metastasen haben, auch mit chemotherapie nach ca. 3 max. 4 J. Deine Einstellung zur Chemotherapie bei metastasierenden Karzinomen hat einen ausgeprägten Beigeschmack eines Köhlerglaubens - schade!

Kommentar von beamer05 ,

Heute mal Service-orientiert:

(zum Thema Seminom):

http://www.urologielehrbuch.de/hodentumoren_05.html

oder:

www. journalonko.de/artikel/anzeigen/Stadiengerechte_Therapie_des_Keimzelltumors_des_Mannes

(hier das Leerzeichen zwischen www und link entfernen)

Weitere Quellen könnset du leicht selbst finden, so du das denn wolltest.

Ansonsten hast DU ja Behauptungen aufgestellt, die du nirgends belegt hast.

z.B. eben diese:

die Schulmedizin hilft da auch nicht,

...und DAS ist halt einfach Quatsch - wie viele meiner Patienten - Jahre nach einer Chemotherapie ihres metastasierten Tumorleidens bestätigen, wenn sie mal wieder in meine Nachsorge kommen.

Kommentar von voayager ,

ein Link und scdhon meinst du, alles sei nun geklärt, das finde i8ch Quatsch. Es ist mir zu dämlich noch weiterhin auf deine unsinnigen Kommentare einzugehen.

Kommentar von MalNachgedacht ,

ein Link und scdhon meinst du, alles sei nun geklärt, das finde i8ch Quatsch

Aber einfach mal zu behaupten "Bei gestreutem Krebs hilft sie nicht, aber die Schulmedizin hilft da auch nicht, " ist natürlich kein Quatsch - auch ohne irgendeinen Beleg, Link oder Quelle für diese Behauptung...

Kommentar von voayager ,

Schenk dir deinen Quatsch, ich werde zukünftig auf derlei Einwände nicht mehr eingehen.

Kommentar von Auskunft ,

Ist auch ja ziemlich peinlich, einem Onkologen "Köhlerglaube" vorzuwerfen und dann nicht mehr weiter zu wissen.

Kommentar von voayager ,

hier mal reinspaziert, da werden Möglichkeiten und Grenzen aufgezeigt. Möge keiner auf die Schnapsidee kommen, Krebs wäre nun besiegt, das ist dann ein bloßer Köhlerglaube, oder jemand arbeitet in der Onkologie oder aber Phamazie, bzw. ist krebskrank und klammert sich dann an jedem Strohhalm.

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd...

Antwort
von paranomaly, 97

Beispielswiese hat Cannabisöl schon gut gegen Krebs geholfen. In den USA ist dies schon weiter bekannt. In Deutschland ist Cannabisöl, obwohl die Wirkung gegen Krebs bestätigt wurde nicht erlaubt und wird in Deutschland, selbst wenn es gegen die Krankheit und Schmerzen helfen würde nicht von Ärzten verschrieben.  

Kommentar von voayager ,

Wenn der Krebs anfängt zu streuen, ist alles zu spät.

Kommentar von BurkeUndCo ,

Canabisöl mag helfen - entweder direkt gegen Krebs, oder zumindest gegen die damit verbundenen Schmerzen.

Aber hier ging es um Homöopathie und da gilt:

Homöopathie hat aber absolut nichts mit pflanzlichen Wirkstoffen (auch nichts mit Cannabis) zu tun,
außer man zählt Quecksilber, Arsen, Hundekot und Ähnliches zu
pflanzlichen Wirkstoffen. Homöopathie, zumindest die echte
Hochpotenz-Homöopathie ist der Glaube an reine Magie bei der ein
Wirkstoff so weit verdünnt wird, dass in einer Million (in Wahrheit sind
es eher Millionen von Milliarden) Packungen des "Wirkmittels" kein
einziges Atom des Wirkstoffes mehr enthalten ist.

Und dieser Glaube dass Nichts heilen würde, weil es vor über 200
Jahren als esoterischer Denkansatz postuliert wurde, das ist
Homöopathie.

Kommentar von voayager ,

Bei den Hochpotenzen liegst du richtig, doch das ist eben nicht die gesamte Homöopathie.

Kommentar von BurkeUndCo ,

Du unterscheidest also zwischen 2 Arten der Homöopathie, korrekt?

a) Hochpotenz-Homöopathie enthält keinen Wirkstoff, wirkt nicht und schadet nicht.

b) Niederpotenz-Homöopathie, die enthält geringe Mengen von Wirkstoffen und könnte deshalb wirken. Ist aber - da Wirkstoffe enthalten sind - auch nicht sanft und könnte auch Nebenwirkungen verursachren.

Allerdings wird auch die Niederpotenz-Homöopathie nach deutschem Arzneimittelrecht bei der Zulassung weder auf ihre Wirkung noch auf ihre Nebenwirkungen untersucht. Ob diese Pillen dann tatsächlich helfen oder doch nur neue Probleme verursachen, das weiß - mangels Untersuchung - einfach keiner.

.

Sehr gehrte(r) Voyager:

Dieser Zweiteilung der Homöopathie kann ich durchaus zustimmen, denn da entspricht der aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zu diesem Thema. Ob das aber das Wissen der Homöopathie-Gläubigen ist, wenn sie diese Wunder-Globuli kaufen und schlucken, das möchte ich bezweifeln.

Die meiste der Homöopathie-Käufer werden einfach das glauben, was ihnen die Werbebotschaft der Homöopathiehersteller (Großfirmen mit mehrern zig Millionen Umsatz pro Jahr) vermittelt: gut, billig, sanft und trotzdem wirksam. Aber das ist eine reine Behaauptung ohne jeden Beweis.

Und die einzige wirklich nachgewiesene (und von keinem bezweifelte) Wirkung ist der Transfer von Geld beim Kauf dieser Globuli.

Kommentar von voayager ,

Was willst du denn mir damit sagen? Dass die ganze Pharmazie eine große Geschäftemacherei ist, dass pfeifen selbst die Spatzen von den Dächern, das ist also nur ne Allerweltsweisheit, die sattsam bekannt ist.

Nun komm also zur eigentlichen Sache bitte sehr!

Kommentar von Auskunft ,

Mir wäre es von vornherein lieber gewesen, paranomaly wäre zur eigentlichen Sache, also zur Frage, gekommen.

Burke hat sich doch deutlich genug ausgedrückt zum Thema Niederpotenzen und Hochpotenzen.

Kommentar von BurkeUndCo ,

Es gibt Medikamente, die zumindest gegen bestimmte Krankheiten helfen. Und weil sie diesen Nachweis erbracht haben, wurden sie als Medikamente zugelassen. Da sie einen Wirkstoff enthalten und einen gewissen Herstellungsaufwand erfordern, bekommt man sie nicht für umsonst. Aber man bekommt eine gewisse Leistung für sein Geld.

Bei der Hochpotenz-Homöopathie ist es so, dass eine Packung mit etwas (der Name steht zumindest auf der Packung) verkauft wird, bei der in der ganzen Packung kein einziges Atom dieses Wirkstoffes mehr enthalten ist. Egal welchen Preis man dafür bezahlt hat, nach den Gesetzen der Mathematik ergibt sich immer ein astronomisch schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis, denn die Division durch Null ergibt eben Unendlich.  Oder um die Dire Straits zu zitieren "Money for Nothing".

Und dass so etwas, das keinen Wirkstoff enthält und für das es auch keinerlei Wirkungsnachweis gibt, überhaupt verkauft werden darf,  das ist nur dem Lobbyismus der Homöopathie-Industrie zu verdanken. Ein Schelm wer dabei an den Gewinn dieser Firmen denkt.

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