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Homöopathie für Haustiere – eine Glaubensfrage?

gefragt von Einhoernchen am 19.12.2007 um 18:55 Uhr

Es werden immer wieder homöopathische Produkte für Haustiere angeboten. Die Tiere können sich eine Wirkung ja schließlich nicht einbilden wie wir Menschen. Ist eine solche Therapie für Tiere sinnvoll?


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evistie
beantwortet von evistie am 19. Dezember 2007 18:59
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Aus meiner Sicht ja. Probieren kostet zwar was, aber nicht die Welt. Und entweder wirkt es - oder nicht! Selten ist es einfacher zu beurteilen als bei Tieren. Denn lesen können sie noch nicht... PS. Ich habe gute Erfahrungen mit Bachblüten gemacht bei meiner Katze, bin aber grundsätzlich (seither) auch für alles andere offen.


wandpilz
beantwortet von wandpilz am 19. Dezember 2007 18:58
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Indirekt. Wenn ein Mensch glaubt, dass es dem Tier etwas bringt, morgens um halb 5 ein totes Kamel abzulecken, wirkt der Mensch positiv auf das Tier. Wir reden ihm gut zu und das Tier denkt, alles sei in Ordnung und placeboeffektet (Wort 2007 in der Kategorie "Wandpilz Forever") sich selbst. Das erfordert aber ein höher entwicheltes Tier. Einer Fauchschabe mit Reizhusten wird das sicherlich nicht beeindrucken.

Kommentar von 6ad815166e1c08d5fc69e3c571203184smallpeterhal am 19. Dezember 2007 19:02

DH!

Kommentar von A7ee77a58b6a4f516be279d53e83a9aesmallevistie am 19. Dezember 2007 19:03

Sehr witzig formuliert, aber trotzdem von keinerlei eigener Erfahrung mit Tieren getrübt, oder?

Kommentar von 4c880fc43a45c11f15e08d0a44c7febfsmallwandpilz am 19. Dezember 2007 19:06

Kater meines Vaters hatte Darmprobleme: Homöopathie = Null Erfolg, Schulmedizin: tata, Erfolg. Hund meiner Mutter Magenprobleme, immer gutschi gutschi guuuu gemacht und es hat was gebracht. Beim Arzt stellte sich aber später heraus, dass die Magenprobleme (Krebs) immer noch da waren und das Tier starb dennoch. Daraus schließt Sherlock Wandpilz, dass der Hund dachte, alles werde gut. Wir hätten ihn auch mit Tic Tacs oder Pferdeaugen füttern können.

Kommentar von E20ef19dd6a93c86a4172eed9df022b7smallruthchen am 19. Dezember 2007 19:03

Sensationelle Studie der Universität Leipzig

Eigentlich hatte die Pharmakologie-Professorin Karen Nieber beweisen wollen, dass Homöopathie unwirksam ist. Denn da ab der Potenz D23 durch die homöopathische Verdünnung rein rechnerisch kein einziges Molekül der Urtinktur mehr vorhanden sein kann, darf da aus pharmakologischer Sicht auch nichts mehr wirken.

Warum ausgerechnet Atropin und Belladonna?

Auf der Suche nach einer Versuchsanordnung, bei der man jedweden Placebo-Effekt ausschliessen kann, kam sie auf folgende geniale Idee: Sie gab einen Rattendarm in eine Nährlösung und befestigte ihn über Organfäden so an einen Sensor, dass sie Verkürzungen des Darmes durch Krämpfe messen konnte. Dann gab Sie in die Nährlösung ein Reizmittel (Atropin), das starke Krämpfe des Rattendarmes verursachte. Der Darm zog sich zusammen und die Waage zeigte stärkeren Zug an.

Als Sie dann Belladonna D 90 in die Nährlösung gab, entspannte der Darm wieder und die Waage zeigte weniger Zug an. Damit hatte sie aber den Beweis erbracht, dass Homöopathie auch ohne stoffliche Substanzen wirksam ist - und dafür im Jahre 2003 den mit € 10.000 dotierten Hans-Heinrich-Reckeweg-Preis erhalten. Die Fernsehsender ARD und ORF haben hierüber ausführlich berichtet http://www.beepworld.de/members/mwehe/naturheilverfahren.htm

Kommentar von pjakobs am 19. Dezember 2007 19:16

So funktioniert halt Homöopathie: nur sehen, was man sehen will!

Wie jetzt die Deutsche Apothekerzeitung in ihrer Ausgabe vom 3.11.05 berichtet, haben die Leipziger Pharmakologen die Studie zurückgezogen und den Reckeweg-Preis zurückgeben. In der Tat verschwand der Hinweis auf die Auszeichnung zwischen dem 8. und 9. November 2005 kommentarlos von der Homepage von Prof. Nieber. Eine Anfrage des Zentrums für Wissenschaft und kritisches Denken der GWUP bezüglich dieser Vorgänge an die Pressestelle der Uni Leipzig vom 8.11.05 blieb bis dato unbeantwortet. Angesichts der großen Aufmerksamkeit, die der Untersuchung seinerzeit zuteil wurde, ist erstaunlich, wie gering bislang das Echo auf die Rücknahme der aufgestellten Behauptungen ist. Weder die Beteiligten selbst noch die verschiedenen homöopathischen Organisationen haben bislang eine Stellungnahme dazu abgegeben.

http://www.gwup.org/e-skeptiker/archiv/e-skeptiker-2005-17.html

pj

Kommentar von 879dce4d9824245f0e9f471a277734f4smallshagdalbran am 19. Dezember 2007 19:41

Hurra - noch ein Skeptiker-Leser.

Shag d'Albran

Kommentar von 879dce4d9824245f0e9f471a277734f4smallshagdalbran am 19. Dezember 2007 19:20

Wenn hier etwas - nur etwas - besser nachgeforscht worden wäre, hättest Du diesen Beitrag nicht gepostet.

Erstens: der oben genannte Preis wird von einem der größten Hersteller von Homöopathika verliehen - und zwar für Untersuchungen zum Beweis der Wirksamkeit. Das Ding ist keinen Pfifferling wert, weil "ein Preis von eigenen Gnaden".

Zweitens: die Arbeit der Diplomandin, Franziska Schmidt, die von Frau Professor Nieber betreut wurde - denn darum handelt es sich -, strotzte von systematischen Fehlern. Eine unabhängige Kommission wies sieben elementare Verstösse gegen die Prinzipien der wissenschaftlichen Arbeit nach. Zu guter letzt musste Frau Nieber einlenken: "Dass die drei kritischen Professoren Recht haben, hat auch Prof. Karen Nieber mittlerweile eingestanden. Sie gibt „Fehler bei der Gestaltung der Versuchsdurchführung und der Auswertung“ zu, auch „das Fehlen von notwendigen Kontrollversuchen und das Nichteinbeziehen aller erhobenen Daten in die statistische Auswertung bei einigen Messreihen.“ Ihren Anteil am Hans-Heinrich-Reckeweg-Preis habe die Professorin zurückgegeben, teilt die Universität Leipzig mit."

http://www.lizzy-online.de/modules.php?op=modload&name=News&file=article&sid=2869

Kinners, Kinners, weiter lesen, weiter suchen und nicht beim ersten, was irgendwie einleuchtend erscheint die Glaub-Maschine anwerfen. Sonst werdet Ihr zum Melkvieh der Scharlatane.

Shag d'Albran

Kommentar von pjakobs am 19. Dezember 2007 19:36

aber kritisches Denken ist doch so unbequem... menno!

sehr gut!

pj

Kommentar von pjakobs am 19. Dezember 2007 19:17

dafür gibt's ein DH für den Pilz :D

Kommentar von 3fbf5ae46c56cf6a0189124c48debdfcsmallWolfRichter am 19. Dezember 2007 19:22

Sehr gut dargestellt. DH

Kommentar von E20ef19dd6a93c86a4172eed9df022b7smallruthchen am 19. Dezember 2007 19:45

interessant, danke für den Hinweis! das Zitat werd ich mir in Zukunft verkneifen...

Kommentar von 879dce4d9824245f0e9f471a277734f4smallshagdalbran am 19. Dezember 2007 20:31

Wichtiger ist, dass Du skeptischer denkst. Die Welt ist viel zu kompliziert, als dass wir sie mit ein paar simplen alchimistischen Regeln beschreiben könnten - insbesondere gilt das für den Menschen.

Sei bescheiden - manches wissen wir eben noch nicht - aber wir bleiben dran. Jeder, der eine einfache Lösung für "das Leben, das Universum und alles" anbietet, ist verdächtig.

Shag d'Albran

Kommentar von Boldtbregu am 20. Dezember 2007 14:18

Und selbst wenn es ein Placeboeffekt wäre, übertragen vom Tierhalter auf das Tier: wer heilt hat recht!

Kommentar von 4c880fc43a45c11f15e08d0a44c7febfsmallwandpilz am 20. Dezember 2007 23:10

@Boldtbregu: das ist ein toller Kommentar, sagt aber genau das über homöopathische Mittel aus, was ich meine: man kann sie durch Smarties ersetzen und bekommt den gleichen Effekt, wenn man die Leute über die Wirkung von Placeboeffekten aufklärt. Übrigens mag ich keine Phrasen. ;-)


Raimund1
beantwortet von Raimund1 am 19. Dezember 2007 19:04
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Tiere sind nicht so "verkopft" wie wir Menschen. Meine Erfahrungen mit Homöopathie bei Tieren sind hervorragend. Und unsere Tierärztin ist zum Glück offen für alles, was den Tieren helfen kann. Wir haben sogar mit Erfolg kinesiologisch ausgetestet, welches Mittel dem todkranken Hasen meiner Tochter helfen kann. Der Hase lebt immer noch und erfreut sich bester Gesundheit.


manu1979
beantwortet von manu1979 am 19. Dezember 2007 18:58
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Meine Katze hat auch mal Globoli´s bekommen und ich war da ziemlich skeptisch, aber sie haben tatsächlich geholfen. Dadurch, dass sie ja auch sehr klein sind, hat sie die Dinger im Futter auch gar nicht bemerkt


ruthchen
beantwortet von ruthchen am 19. Dezember 2007 19:01
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die Frage wurde schonmal heiß diskutiert ;-)
http://www.gutefrage.net/frage/placebo-effekt-bei-tieren



anonym
beantwortet von LiloMaus am 19. Dezember 2007 19:06
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da ich selbst von homöopathischen Methoden überzeugt bin, bevor man bei wirklich ernsten Krankheiten leider zu anderen Mitteln greifen muss, finde ich das für Tiere nur konsequent. Und Tiere leiden auch nicht unter dem Placebo Effekt.

Kommentar von 879dce4d9824245f0e9f471a277734f4smallshagdalbran am 19. Dezember 2007 20:20

Niemand "leidet" unter dem Placebo-Effekt. Aber auch höhere Tiere und Klein(st)kinder sind ihm unterworfen.

Die Herausforderung besteht darin, die wirksame Medizin (Schulmedizin) mit der ebenfalls wirksamen Psychosomatik zusammen zu führen.

Es ist aber einfach falsch, wenn den alternativen Heilmethoden eine substanzielle Wirkung zugeschrieben wird.

Der Placebo-Effekt ist weder schlecht noch neu noch von der Schulmedizin verkannt oder geächtet.

Es gibt aber auch den "Nocebo-Effekt", der darauf beruht, dass die Wirksamkeit von Medikamenten durch Glauben herabgesetzt wird. Die wirkliche Gefahr besteht darin, das wirksame Mittel wegen des Glaubens an Hokuspokus verweigert werden. Wenn dies für Hilfsbedürftige - zum beispiel Kinder - geschieht, wird es kriminell - im wahrsten Sinne des Wortes.

Shag d'Albran

Kommentar von 2dc56293bded079f1517504c274b3034smallengelhaar am 19. Dezember 2007 21:03

Unser Hund bekommt bei Durchfall Arsenicum Album ohne Sonderbehandlung wie Gutschigutschi oder Streicheleinheiten, der merkt noch nicht einmal das er überhaupt etwas bekommt und macht sich auch keine Gedanken darüber. Also Placebo kann nicht sein, aber die Wirkung gibt mir Recht.

Es muß nicht alles wissenschaftlich Erklärbar sein um zu wirken.

Kommentar von A521e3ba76c4794eea46a88ce74fd517smallCrazyDaisy am 20. Dezember 2007 13:02

Bei einem gesunden Hund geht Durchfall von alleine wieder weg.

Kommentar von 2dc56293bded079f1517504c274b3034smallengelhaar am 22. Dezember 2007 21:06

Ja richtig, aber nicht so schnell.


anonym
beantwortet von Melody am 20. Dezember 2007 09:32
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Unsere gesamte Familie plus Haustiere werden seit Jahren allein homöopathisch behandelt und alle profitieren ausnahmslos davon. Selbst schlimme Krankheiten konnten wir damit (durch sehr kompetente Homöopathen) dauerhaft heilen. Wer sich einmal mit klassischer Homöopathie beschäftigt hat, den interessieren "wissenschaftliche Beweise" nicht mehr im mindesten. Wir leben vorzüglich und überaus gesund mit der Einstellung "Lieber unwissenschaftlich gesund als wissenschaftlich krank".


anonym
beantwortet von Rudiblue am 20. Dezember 2007 11:43
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ich finde muss nicht sein mache ich bei mir auch nicht, guter Tierarzt. Wird viel übertrieben bei den Tieren.


MathiasMuench
beantwortet von MathiasMuench am 19. Dezember 2007 19:03
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Die Frage ist hier schon soooo oft diskutiert worden. Einfach mal "Homöopathie" ins Suchfeld eingeben oder hier klicken: http://www.gutefrage.net/frage/hilft-homoeopathie-bei-tieren


anonym
beantwortet von truckerbraut am 20. Dezember 2007 10:39
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Homöopathie kann bei Tieren sehr erfolgreich eingesetzt werden.Ich bin ausgebildete Tierhomöopathin und habe in einigen Fällen wo die Schulmedizin versagt hat mit Homöopathischen Mitteln erfolge erzielt.


anonym
beantwortet von Rattenfan am 21. Dezember 2007 21:36
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Wer heilt, hat recht; ich selbst nutze die Homöopathie mit sehr guten Erfolgen bei mir und meinen Tieren. Insbesondere ist die Wirkung von z.B. Myristica Sebifera, das "homöopathische Messer" bei meinen Tieren zur Abszessreifung eingesetzt worden, stets mit Erfolg inerhalb max. 2 Tagen. Auch andere Mittel haben Erfolge gebracht, wo die Schulmedizin leider nicht wirksam war. Ebenso sind Bachblüten, die zu über 95% positives Feedback brachten, bei meinen Tieren und denen meiner Bekannten genutzt worden. Auch Schüßler-Salze setze ich gern ein. Und wer sich auskennt, wird die Wirksamkeit von Homöopathika nicht anzweifeln, nur ist bei Homöopathie eine Krankheit, die 2 verschiedene Menschen haben, nicht immer mit den gleichen Mitteln zu behandeln, da es um die Konstitution sowie ganzheitliches Heilen geht.


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