Frage von Sommerkind1970, 80

Hohe Abfindungszahlung im Februar 2017, lohnt es sich das ALG ein Jahr zu verschieben?

Ich werde im Februar 2017 eine Abfindung in Höhe von 220.000 Brutto erhalten. Meine Arbeitsvertrag endet auch zum Februar 2017 (betriebsbedingte Kündigung).

  1. Wie hoch ist etwa die Nettoabfindung, wenn ich Steuerklasse 3 habe, 2 Kinder sowie im Januar und Februar zusammen ein Gehalt von 8.000 brutto habe? Ich bekomme unterschiedliche Zahlen raus, wenn ich die Online-Rechner nutze, da die meisten das Jahresgehalt für 2017 verlangen, ich aber halt im Jahr 2017 "nur" im Monat Januar und Februar Gehalt beziehen werde.

  2. Damit ich von der Abfindung nicht so viel an das Finanzamt bei der Einkommenssteuererklärung zahlen muß, habe ich von der MÖglichkeit gelesen, das Arbeitslosengeld zu verschieben auf das Jahr 2018. Kann jemand ausrechnen, ob es sich lohnt, das Arbeitslosengeld in das Jahr 2018 zu verschieben?

Weitere Eckdaten: Meine Frau hat Steuerklasse 5, wird weiterhin arbeiten, ich werde nach Februar 2017 keinen neuen Job haben und damit auch bis Jahresende 2017 keine weiteren Einkünfte haben.

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Sommerkind1970,

Schau mal bitte hier:
Steuern Arbeitslosengeld

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Steuern, 25

1. DEine Ehefrau arbeitet

2. Das Gehalt kennen wir nicht.

3. Wie soll man dann zuverlässig Deine Steuerbelatung ausrechnen?

4. Bei Der Abfindung wird die "Fünftelregelung greifen, also die Besteuerung als würden Du pro Jahr nur die 44.000,- abrechnen. Demnach in 2017 44.000,- + 16.000,- zwei Gehälter = 60.000,- von Dir + Gehalt der Ehefrau.

5. Dein Normales Gehalt war 8.000,- mtl. = 96.000,- also mehr

6. ALG würde sein 2.340,- * 10 = 23400,- Progressionsvorbehalt, noch immer unter normal.

Also, wo ist Dein Problem?

Ihr liegt so, oder so im Bereich des Grenzsteuersatzes von 40 % und Du weißt nicht, was Dir in den nächsten Jahren an Angeboten auf den Tisch flattert.

Antwort
von musso, 40

Mein Gott, wo bekommt man denn eine so hohe Abfindung?

Erkundige dich mal, ob es die Fünftel-Regel noch gibt, d.h. dass die Abfindung so versteuert wird, als ob sie über fünf Jahre verteilt würde. Dann bezahlt man nicht so viele Steuern auf einmal

Kommentar von Mojoi ,

Gibt es noch. Dennoch erzeugt das Arbeitslosengeld einen gewissen Progressionseffekt.

Kommentar von Sommerkind1970 ,

na ja in der Bankenbranche werden gute Abfindungen gezahlt - Sozialplan etc. :) auch bin ich ja schon ewig in dem Unternehmen tätig...ja die Fünftelregelung wird definitiv angewandt werden

Kommentar von musso ,

Ich kann mir denken, um welche Bank es sich handelt...

Kommentar von wfwbinder ,

sind gerade mal 2 Jahresgehälter und vermutlich ca. 20, oder mehr. Bei Großunternehmen absolut üblich.

Antwort
von glaubeesnicht, 33

Hier kannst du dir das ausrechnen:

https://www.steuern.de/abfindung.html

Warum läßt du dich nicht von einem Steuerberater genau beraten, was zu tun ist?


Kommentar von Sommerkind1970 ,

ja ist wohl am besten damit zum Steuerberater zu gehen. ich dachte, hier sind auch Steuerexperten...

Kommentar von Helmuthk ,

Die geben aber mit Sicherheit keinen Rat, auf den Du sie festnageln kannst.

Steuerberater helfen sicher, und deshalb müssen sie auch zwingend eine Berufshaftpflicht- Versicherung haben.  

Antwort
von Eulenhasser, 43

Du willst ernsthaft, dass dir jemand das ausrechnet? Bei einem solchen Einkommen verweise ich gerne an einen Steuerberater.

Kommentar von Sommerkind1970 ,

ja ernsthaft, sonst hätte ich ja die Frage nicht hier gestellt :) ich habe verschiedene Rechner ausprobiert, jedesmal bekomme ich andere Zahlen raus, daher auch die Frage hier

Kommentar von glaubeesnicht ,

Gehe am besten zu einem Steuerberater!

Kommentar von Mojoi ,

Japp, sehe ich genauso. Klar kann man das spitz ausrechnen, und die Chancen stehen gut, dass man das selber ordentlich hinbekommt. Aber bei der Höhe und dem Sonderfall, mit dem Arbeitslosengeld zu jonglieren, ist der Gang zum Steuerberater das einzig vernünftige. Und ich meine wirklich Steuerberater, nicht Lohnsteuerhilfeverein, und nicht die Bekannte, die jemanden kennt, der mal ein Praktikum beim Steuerberater gemacht hat.

Kommentar von glaubeesnicht ,

So sehe ich das auch! Schließlich geht es um eine nicht unerhebliche Summe!

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