Frage von LilliD98, 41

Hoffnungsloser Fall- Suizid?

Hey

Also erstmal ein paar Infos: Ich heiße Lilli und bin 17Jahre alt. Wie man auch an meinen anderen Fragen sehen kann, habe ich eine soziale Phobie, eine Esssrörung und Deoressionen, Selbstverletztendes Verhalten und auch Suizidgedanken. Seit einem Jahr mache ich nun eine ambulante Therapie und in einer Klinik war ich auch schon. Teilweise klappt eine Sache besser, wie zb. Das Essen. Aber insgesamt komme ich irgendwie trotzdem nicht weiter. Ich verstehe einfach nicht, warum ich trotz Hilfe nichts hinbekomme. Ich bin auch nereit etwas zu ändern und möchte Hilfe annehmen.... Aber momentan habe ich selbst Angst zu reden und mit meiner Therapeutin zu sprechen... Ich weiß nicht mehr was ich noch machen soll und denke oft, dass alles auch mit Hilfe nicht wieder besser wird und Leben sinnlos ist ...

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Andracus, 33

Ich glaube genau das ist es, in dem Wortlaut, was du deiner Therapeutin erzählen solltest. Das einzige Mittel bei sowas ist, konsequent darüber zu sprechen. Die Leute, die dich behandeln, müssen so detailliert wie möglich wissen, was du empfindest, wo deine Probleme liegen. 

Wenn es dir schwerfällt, von Angesicht zu Angesicht zu reden, dann hilft dir vielleicht ein Videotelefonat, da hast du mehr Abstand? Oder du schreibst einfach Mails, obwohl ihr euch seht. Wenn dir der Gedanke hilfreich vorkommt, dann schlag das doch mal vor. Hab keine Angst, dass die das komisch finden oder so. In der Regel sind solche Therapeuten auch gerne für etwas unorthodoxe Lösungen offen. Wichtig ist jedenfalls, dass du dich zu keinem Zeitpunkt so weit in dich selbst und deine Sorgen zurückziehst, dass du dich nach außen gar nicht mehr mitteilst. Wie auch immer die Kommunikation stattfindet - sie ist der Schlüssel zur Besserung.

So wie du schreibst, merke ich, dass du eigentlich für jede Hilfe von außen offen bist, und das ist schonmal ein großer Schritt. Sieh die Phase, in der du dich jetzt befindest, als vorübergehend an! Es mag ein weiter Weg zur Besserung sein, und er ist voller Hindernisse. Aber es ist nicht unmöglich, ihn bis zum Ende zu gehen. Damit, dass du dich auf Behandlung eingelassen hast, bist du schon ein gutes Stück in die richtige Richtung gegangen. Hab Vertrauen, dass du das Ziel mithilfe der Menschen, die sich jetzt um dich kümmern, erreichst. Bleib einfach offen und teile dich in irgendeiner Form mit - dann wissen sie wo du stehst und können dich da abholen.

Kommentar von LilliD98 ,

Dankeschön!!

Antwort
von Jenna2699, 22

Sehr viel mehr, als hier alle schon geschrieben haben, kann ich hier spontan auch nicht dazu sagen...

Ich bin 16 und kämpfe seit Jahren mit ähnlichen Problemen. Ich bin essgestört, habe Depressionen, SVV und suizidale Tendenzen. Genau wie du hab ich Therapie nach Therapie gemacht, aber "geheilt" hat mich das nie.

Zwei Dinge kann ich dir auf jeden Fall empfehlen: Erstens: Ok, das hört sich riiiichtig dämlich an, ich weiß, aber guck dir mal auf Youtube den Kanal von Andre Teilzeit an. Es klingt sicher blöd, aber mir haben seine Videos unglaublich geholfen, weil ich da einfach das Gefühl habe, dass mich jemand versteht, egal, worüber er redet! Zweitens: Tausch dich mit anderen Betroffenen aus! Ich habe durch diesen ganzen Kram alle meine "alten" Freunde verloren. Aber in einer Klinik habe ich dafür die beste Freundin kennengelernt, die ich je hatte. Selbst, wenn man sich nicht gegenseitig aufheitern kann sondern sich nur gegenseitig "volljammert", hilft das schon! Weil der andere einfach deine Gedanken versteht. Und wenn du jemanden brauchst, dann kannst du mir auf jeden Fall jederzeit schreiben!!! Fühl dich nicht schlecht, wegen dem, was du bist... <3

Kommentar von LilliD98 ,

Vielen Dank!

Antwort
von littlelilli, 36

Ich weiß nicht, wie es bei dir aussieht, aber vielen Menschen mit ähnlichen Problemen haben Haustiere geholfen. Du schaffst das. Und wenn nicht? Egal. Dann ruhst du dich eben aus und versuchst es, wenn du dich bereit fühlst, noch einmal. Viel Glück dabei.

Kommentar von LilliD98 ,

danke... ich habe vier Haustiere, sie helfen schon, sind eig momentan das einzige, was ich habe....

Antwort
von Tokij, 39

Dann braucht es eben noch ein bischen, sowas geschieht nicht von heute auf morgen. Du bist erst 17 Jahre alt, solange KANNST du daran ja gar nicht arbeiten. Wenn du nach 10 Jahren erfolglos wärst, würde ich zweifelnde Gedanken vielleicht verstehen.

Aber denk mal drüber nach, auch etwas Mitgefühl für dich selbst zu entwickeln. Du musst doch nicht sofort gleich alles können. Konzentriere dich lieber darauf was du bisher alles geschafft hast und sei stolz darauf, so klein die Erfolge auch sind. Es klappt doch schon mit dem Essen besser.

Wenn du dir deswegen nämlich Druck aufbaust, verhinderst du selbst die Genesung. Du erwartest quasi psychisch zu gesunden, während du dich gleichzeitig psychisch krank machst.

Kommentar von LilliD98 ,

Danke, es ist ja auch eig nicht der Gedanke, dass ich denke, es bringt alles nichts....sonder dass ich nicht mehr kann...

Kommentar von Tokij ,

Dann versuch einfach, etwas Abstand zu gewinnen. Der Gedanke ist da, ist auch nicht schlimm, aber es stimmt einfach nicht. Du musst dir nicht immer selbst einreden wie schwach du bist. Wenn es viel wird, mach eine Pause, sodass du entspannt weiter machen kannst. Einfach nur machen - weniger denken (oder auf die Gedanken hören ;) Dass man Gedanken hat, wird man schwieriger verhindern können :D ).

Kommentar von LilliD98 ,

dankeschön!

Kommentar von Tokij ,

Bittegern!

Antwort
von vodkapoesie, 28

wenn du willst können wir mal schreiben ich habe genau die selben Probleme nur keine soziale Phobie sondern borderline

Antwort
von Azad617e, 27

Und wenn du dir dein leben genommen hast ? Was dann ? Fühlst du dich besser? Du hast doch sicher Eltern, du würdest nur ihr Leben zerstören, wenn du es tust, du würdest viele damit rein ziehen, und außerdem alles hat ein Ende irgendwann. Du bist noch zu Jung um dein Leben weg zuwerfen,
„Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“ Ein Zitat von Bertolt Brecht. Also ich finde du denkst zu negativ, viele haben ihren Krebs besiegt, dann schaffst du auch dein leben wieder hinzu bekommen.

Kommentar von LilliD98 ,

danke, genau der Gedanke, dass ich andere nicht verletzten möchte, hat mich die letzten Wochrn abgehalten.... aber momentan kapsel ich mich sowieso von Freunden ab und ich verstehe mich gar nicht mehr mit meinen Eltern... dann wird mir dieser Gedanke immer unwichtiger. .

Kommentar von Azad617e ,

Trotzdem werden sie dich lieben und deine Freunde werden auch um dich trauern Die kann man nicht einfach abstellen sie sind so lange da Wie sie können und wollen stell dir mal vor in einem Jahr bist du wieder wie jeder andere keine Probleme mehr und dann wirst du geschockt sein das du dir das leben nehmen wolltest also denk immer positiv das leben ist kein kinder schlecken aber es ist eine Chance.

Kommentar von LilliD98 ,

Danke

Antwort
von Ichthys1009, 4

Vielleicht hilft dir dieser
Text ein wenig in deiner Situation:

Du fragst nach dem Sinn des
Lebens?

Nach dem Sinn dieser Welt,

nach dem Sinn von Menschen,

nach dem Sinn deines
persönlichen Lebens?

Jedem von uns drängt sich
die Frage nach dem Sinn auf.

Manche verdrängen diese
Frage,

andere verzweifeln an dieser
Frage.

Vor allem dann, wenn es
einem äußerlich gut geht,

wenn man alles haben kann,

wenn man alles machen darf,

wenn man alles erreichen
kann

und keine Ziele oder Wünsche
mehr hat,

wird die Frage nach dem Sinn
um so quälender.

Ich habe mir nicht
ausgesucht zu leben.

Ich habe mich nicht selber
gemacht.

Auch meine Eltern haben mich
nicht erschaffen.

Meine Eltern wünschten sich
"ein Kind",

wenn ich überhaupt ein
Wunschkind war,

aber sie konnten sich nicht
"mich" wünschen.

Ich bin einfach gekommen,

ohne dass sie mich gekannt
haben.

Der, Der mich gemacht hat,

Der mir das Leben gegeben
hat,

Der mir mit jedem Atemzug

neu das Leben gibt,

Der hat mich gewollt.

Der hat mich gerade so
gewollt,

wie ich bin.

Der wollte "mich",

sonst hätte Er einen
anderen erschaffen.

Und Der hat etwas mit mir
vor.

Aus dem Nichts wurde ich
gemacht,

aber nicht für das Nichts.

Der mich gemacht hat,

hat einen Plan mit mir.

Für diesen Plan braucht er
mich,

gerade so wie ich bin.

Mit meinen Talenten und mit
meinen Schwächen,

mit dem, was ich gelernt
habe,

und mit dem, was ich an
leidvoller Lebenserfahrung gemacht habe.

Wenn ich einen Sinn suche,

werde ich den Sinn nur
finden,

wenn ich mich an Den wende,

Der mich erschaffen hat.

Es ist ein Weg,

ein langer Weg,

manchmal ein Kampf,

mit Dem in Kontakt zu
kommen,

Der mir eigentlich am
allernähesten ist.

Antwort
von emiliolopez, 29

Mit Hilfe bekommst du tatsächlich nicht viel hin, denn es muss von Innen kommen. Ich empfehle dir zum Fitness zu gehen, nach Anstrengung wirst du durstig, versuch soviel Wasser zu trinken wie du kannst. Außerdem kann ich dir Hörbücher von Robert Betz empfehlen. Höre sie mit dem Kopfhörer, wenn du alltägliche Arbeit machst.

Hoffe, du gehst mit einem JA den Weg deines Lebens weiter.

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