Frage von Spider1988, 49

Hof Übertragung, Mutter lebt noch, wann müssen die Geschwister ausgezahlt werden?

Hallo,

mein Freund soll den Hof überschrieben bekommen, er steckt mit seiner Mutter zu je 50% Anteil in der GBR mit drinnen. - 70 Hektar Acker sind vorhanden - 2 Geschwister die ihren Pflichtanteil wollen

Jeder der Geschwister will 10 Hektar als Erbe ausgezahlt bekommen, weil sie schon vorher so viel Geld von der Mutter bekommen haben für Haus investitionen.

Ok soweit, damit kann man ja noch leben.

Die Mutter lebt ja noch.

Muss mein Freund das Erbe jetzt schon auszahlen? Er dachte an monatlichen Raten und einen Kredit bekommt er eh nicht zur Zeit wegen den schlechten Milchpreisen.

Wann steht den Geschwistern die Auszahlung zu? Und uns wurde noch was gesagt von der Berieb muss noch 10 Jahre bestehen und wenn man vorher verkauft trifft irgend ein anderer Fall ein?? Verstehe das nicht so ganz?

Die Mutter hält sich aus allem raus und kümmert sich überhaupt nicht um die Angelegenheiten, sie kümmert sich auch nicht um den Hof und wohnt auch woanders.

Was mir generell am Erbrecht nicht in den Sinn kommt, wie / warum kann und muss man jemanden einen Erbteil auszahlen, wenn das Geld doch noch im Betrieb steckt und damit gearbeitet wird, vielleicht verkauft mein Freund ja auch ein Teil der Flächen in 1-2 Jahren also es könnten sich doch immer wieder Situationen ändern.

Es leuchtet mir ein wenn beide Elternteil Tot sind und alles verkauft wird das es auf alle Geschwister aufgeteilt wird.

Man sollte das Erbrecht mal überarbeiten finde ich.

Antwort
von wfwbinder, 19

Wenn man sich über die Werte einig ist (was bei Euch der Fall zu sein scheint), kann man auch die Zahlungen gemeinsam festlegen. Die Ratenzahlung ist eine gute Möglichkeit.

Übrigens muss der mögliche Pflichtteil bei so einer Schenkung nicht ausgezahlt werden. Wer er den Hof geschenkt bekäme und die Mutter noch 10 Jahre leben würde, bestände auch keinerlei Verpflichtung zu einer Auszahlung.

Alle diese Bedingungen kann die Mutter in der Schenkungsurkunde festlegen. z. B. "Ich schenke meinem Sohn ... meinen Anteil an dem landwirtschaftlichen Betrieb ..genaue Bezeichnung..  Wenn ich sterbe soll er an seine Geschwister jeweils ..... Euro in Raten von .... jährlich auszahlen. Die Geschwister haben bereits ..... erhalten und daher keinen weiteren Pflichtteilsanspruch."

Das ist ein schönes Thema für Eure landwirtschaftliche Buchstelle, oder einen Berater vom Landvolk/Landwirtschaftskammer.

Das der Betrieb noch 10 Jahre bestehen muss ist nur eine Frage der Erbschaftsteuer. 

Antwort
von sassenach4u, 11

Den Pflichtteil kann man nur fordern, wenn jemand verstorben ist, also z.B. hier der Vater- und das auch nur bis zum Ablauf von 3 Jahren nach Kenntnis über den Tod.

Ist der Vater schon länger als 3 Jahre tot, können die Geschwister nichts fordern, denn die Mutter lebt ja noch.

wenn Ihr Freund den Hof überschrieben bekommen soll, dann kann hier eine Regelung wegen eines Ausgleiches an die Geschwister vereinbart werden, aber das ist Sache eines Fachanwaltes bzw. Notars, denn dort muss die Übertragung eh stattfinden. Das ist zu schwierig, als dass wir hier den richtigen Rat geben können.

Hängt ja auch davon ab, ob die Geschwister evtl. schon Leistungen bekommen haben, die mal aufs Erbe angerechnet werden sollen.

Antwort
von teutonix1, 22

Da würde ich doch lieber mal einen Fachanwalt für Erbrecht fragen, um evtl. Fälle durchzusprechen

Antwort
von schelm1, 9

Der Erbfall ist noch nich eignetreten; folglich gibt es keine Erbansprüche.

Überlebt die Übertragende die Übertragung um 10 Jahre und trifft keine anderweitigen testamentarischen Verfügungen, gehen die Gechwister hinsichtlich des Hofes und der Ländereien leer aus!

Einfach schnell die Übertragung, ohne viel Aufhebens nach außen hin gegenüber Dritten  durchziehen, und die Mutter die nächsten 10 Jahre sehr gut versorgen!

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