Frage von ab12359, 12

Hört ein Politiker immer auf seine Berater?

Antwort
von TUrabbIT, 8

Nein, ziemlich sicher nicht. Ein guter Politiker weiß wann er auf die Berater hören muss und wann nicht. Einigen Politikern der AfD würde ein PR-Berater ganz gut tun...

Expertenantwort
von Unsinkable2, Community-Experte für Politik, 3

Hört ein Politiker immer auf seine Berater?

Ja. Allerdings nicht immer auf dieselben.

Berufs-Politiker sind in der Regel vom "normalen Leben" völlig abgeschottet. Sie haben keine Ahnung, welche Sorgen die Mittelschicht umtreiben. Sie kennen das Leben der Unterschicht nur aus Bilderbüchern und Erzählungen. 

Und als ob das nicht genug wäre, müssen sie im Regelfall so viele Fakten in ihre Entscheidungen einbeziehen, dass es ein völlig aussichtsloses Unterfangen wäre, diese selbst zusammenzutragen.

Oft sind für eine einzige Entscheidung mehrere Zehntausend Seiten Papier produziert worden. Allein das Durchlesen dieser Papiere würde viele Wochen verschlingen. Und dann sind sie oft auch noch in echtem "Fach-Chinesisch" gehalten. Der Politiker müsste sich also auch noch Hintergrund-Wissen zum entsprechenden Fach aneignen. Das würde Monate und Jahre verschlingen. ... FÜR JEDE EINZELNE ENTSCHEIDUNG.

Sowas geht natürlich nicht. Und deshalb geben IMMER irgendwelche Berater, Experten und Spezialisten ihre Meinung ab und helfen dem Politiker so, eine eigene Meinung zu finden.

Also BRAUCHEN Politiker ihre "Berater". Das sind Leute, die die Informationen sammeln, zusammenstellen, Wichtiges von Unwichtigem trennen, zusammenfassen und ganz am Ende dann im einfachsten Fall ein "Ja, mach das!" oder eben "Nein, lass die Finger davon!" empfehlen. (Meist sind die Empfehlungen sehr viel komplexer.)

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Allerdings hat ein Politiker im Regelfall nicht nur einen, zwei oder drei Berater, sondern einen ganzen Haufen Leute, die ihn "beraten" (s. Lobbyismus). Das können bei jedem Thema andere Leute sein. 

So funktioniert es in der Theorie: Aus diesen "Beratungen" macht sich der Politiker dann ein eigenes Bild und eine eigene Meinung, die er anschließend vertritt.

So funktioniert es in der Praxis: Die "Beratungen" werden in aller Regel missbraucht, um eigene Vorteile durchzusetzen (Lobbyismus) oder die Partei-Disziplin zu erzwingen.

Selbst wenn der Politiker also zu einer eigenen Meinung kommt, heißt das noch lange nicht, dass er sie auch vertritt. Denn er wägt auch seine politische Karriere und die Zeit nach der politischen Karriere dagegen ab. Und im Regelfall bedeutet das: "Stelle dich nicht gegen die Partei und gegen die mächtigen Lobbyisten!" Der Partei verdanken die Politiker ihre Karriere; und den mächtigen Lobbyisten verdanken sie oft genug das Geld und die warmen Aufsichtsrats- und Vorstands-Posten in den Konzernen. 

Denn nur für die wenigsten Berufs-Politiker ist Macht das eigentliche Ziel. Vielmehr wollen sie Macht bekommen, um sie sich später in klingender Münze auszahlen zu lassen. (Das betrifft - in absteigender Reihenfolge - folgende Parteien: CSU, FDP, CDU, SPD ... (dann eine Weile nix) ... GRÜNE ... (dann ganz lange nix) ... LINKE.)

Antwort
von Velbert2, 1

Das ist eine sehr allgemeine Frage, auf die es keine klare Antwort gibt.

Antwort
von DJFlashD, 7

Nein, schließlich sind es nur seine berater. Die entscheidungen trifft immernoch er

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