Frage von bayern91tag, 113

Hört das nie auf,dieser Terror...?

...schon wieder ein Terrorangriff in Frankreich.Ist es nicht möglich in einer Welt ohne Terror,Mord und Totschlag zu leben...?

Expertenantwort
von Unsinkable2, Community-Experte für Politik, 7

Ist es nicht möglich in einer Welt ohne Terror,Mord und Totschlag zu leben...?

Grundsätzlich durchaus. Doch dafür müsste das Wertebild der Menschen verändert werden.

Solange der Wert eines Menschen daran gemessen wird, ob er (a) viel Geld und/oder (b) viel Macht besitzt, und solange beide Ressourcen begrenzt sind, also nicht für jeden in gleichem Maße zur Verfügung stehen, ist ein Streit um Geld und Macht unabdingbar.

Solange jedoch Leute, die "den Staat" um 20 Euro bescheißen, als "Sozialschmarotzer" gelten; aber Leute, die "den Staat" um 2.000.000 Euro bescheißen, "Leistungsträger" genannt werden, politische Ämter bekleiden und gesellschaftliches Ansehen genießen, wird das nicht geschehen.  

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Machen wir mal ein Gedankenexperiment:

Voraussetzung: Du bist Außerirdischer und siehst den Planeten Erde zum ersten Mal. Um die Menschen zu verstehen, schaust du ihre Fernseh-Sendungen, hörst ihre Radio-Sendungen und liest ihre Zeitungen. 

... und dabei erfährst du folgendes:

  1. Die Planer des Völkermordes von Ruanda standen vor Gericht und wurden als Kriegsverbrecher bestraft. 
  2. Die Planer des Krieges in Jugoslawien standen vor Gericht und wurden als Kriegsverbrecher bestraft.
  3. Die Plane des Kriegs im Irak wurden, obwohl nach gleichem Recht ebenfalls Kriegsverbrecher, wie aktuell erneut eine Untersuchungskommission feststellte, weder angeklagt noch bestraft. ( guckst du hier: http://www.iraqinquiry.org.uk/the-report/ )

Frage: Was unterscheidet die Planer aus den Punkten (1 + 2) von den Planern aus dem Punkt (3)? Wie kann es also zu so unterschiedlicher Handhabung von Recht kommen?

Tipp: Die ersten beiden gehören nicht dem "westlichen Wertebild" an. Die aus dem Punkt (3) hingegen schon.

Schlussfolgerung: Zu welchem Schluss kommst du, als Außerirdischer, wenn du das wahrnimmst?

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  • Zu welchem Schluss können also Leute, die entsprechendes immer und immer und immer und immer wieder - im Großen wie im Kleinen - erfahren, kommen? 
  • Und wie mögen sie sich wohl verhalten, wenn nun jemand aus dieser Gruppe (3) zu ihnen kommt und ihnen erklärt, wie man "richtig frei" ist; und wie man "richtig Demokratie" macht; und wie man einen "richtigen Rechtsstaat" aufbaut? 
  • Und wie mögen sie wohl reagieren, wenn ihnen diese Leute aus Gruppe (3), nachdem sie mit Reden nichts erreicht haben, die geladenen Gewehre an die Stirn halten und sagen: "Entweder du übernimmst mein Wertebild, oder ich drücke ab. Und nach dir töte ich deine Frau, deine Kinder, deine Verwandten und jeden, der sich so wie du verhält!"?

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Es ist dem Terrorismus eigen, dass er sich nicht "mit Waffen" bekämpfen lässt. Denn der Terrorismus - also das Verbreiten von Angst - funktioniert immer und überall. Mit einem einfachen Teppichmesser. Mit einem Auto. Ja, selbst mit Worten.

Es braucht auch keine "organisierte Kriminalität". Es reicht völlig, wenn ein Einzeltäter "Lust auf (letzte) Schlagzeilen" hat.

Um also Terrorismus zu bekämpfen, muss man ihn dort packen, wo er entsteht: Bei der Unzufriedenheit von Menschen. Doch dazu muss man - ich sagtes es eingangs bereits - das gesamte Wertebild der Menschheit umkrempeln. Man muss sich fragen was wirklich wichtig ist, in welcher Reihenfolge man also bewerten will:

  • Geld & Macht
  • oder Menschen

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Und wenn selbst der Papst der Katholischen Kirche zu dem Schluss gelangt, "Kapitalismus braucht den Krieg", dann sollte man zumindest einmal über die Bedeutung dieser Worte und die möglichen Lösungswege nachdenken, wenn man "Krieg und Terror" nicht möchte...

Damit das System fortbestehen kann, müssen Kriege geführt werden, wie es die großen Imperien immer getan haben. Einen Dritten Weltkrieg kann man jedoch nicht führen, und so greift man eben zu regionalen Kriegen. (Papst Franziskus, Interview)

Quelle: http://goo.gl/QJ0Wdn

Antwort
von Nemesis900, 54

Ging noch nie ohne in der gesamten Menschheitsgeschichte, wieso sollte sich das jetzt ändern?

Antwort
von Drehmomentan, 27

Weil es immer irgendjemanden gibt, der nicht mit dem zufrieden ist, womit aber der Rest der Welt zufrieden ist. Das ist Konfliktpotential und kann dann z.B. in Terrorismus ausarten.

Antwort
von wfwbinder, 20

Man muss es als das nehmen, was es ist.

Es gibt nun mal Gruppen auf der Welt, die unseren offenen, westlichem Lebensstil verachten udn als Quelle allen Übels ansehen.

Das so viele Angst vor Terror haben, obwohl die persönliche Gefahr daraus viel geringer ist, als die üblichen Alltagsrisiken, zeigt ja auch, dass die Leute Erfolg haben.

Was bei der Terrorangst vergessen wird, die meisten Opfer des IS sind ganz normale muslimische Bürger im Irak und in Syrien, so wie die meisten Opfer des Boko  Haram friedliche Nigerianer sind.

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte ich mich wegen BokoHaram übrigens kugeln vor lachen. Die lehnen jede Art westliche Bildung und Lebensart ab, verständigen sich aber per Blackberry und bewegen sich mit Toyota.

Kommentar von Ontario ,

Man kann diesen Gruppen entgegentreten, was allerdings schon am Anfang geschehen müsste. Leider wird nur beobachtet, anstatt zu handeln. So entwickeln sich diese Gruppen ungehindert. Es entstehen Untergruppierungen. Am Ende hat man diese Situation nicht mehr im Griff, was wir derzeit erleben. Wenn man in Syrien die IS bekämpft, haben die recht schnell ihre Standorte gewechselt und führen ihren Terror in anderen Ländern weiter. Ob man das jemals in den Griff bekommt, darf man bezweifeln. Man muss sich die Frage stellen, wer denn diese Mörderbanden unterstützt ? Denen Waffen liefert ? Darin liegt das Hauptproblem. Könnte mir vorstellen, dass es Länder gibt die bei uns die Gewehre und Waffen bestellen und diese auf Umwegen den Terroristen zugänglich gemacht werden. Solange dieser Handel nicht unterbunden wird, bleibt dieses Problem ungelöst. Es nutzt nichts, wenn US Bomber die Nester der Terroristen bombardieren. Das kann nicht die Lösung des Problems sein.

Antwort
von graystorm, 43

wäre schön wenn die welt friedlich wäre

Antwort
von Chicaa1992, 45

Eine welt komplett ohne Terror gab es nur als Menschen noch keine Waffen besaßen und es nicht um Geld und Macht ging. Ich denke das es immer schlimmer wird anstatt besser

Kommentar von Artus01 ,

Eine der ersten Tätigkeiten des Menschen war sich zu bewaffnen. Leider hat man sich bereits in der Steinzeit gegenseitig den Schädel eingeschlagen. Das wird sich auch nicht ändern solange es Menschen gibt.

Antwort
von priesterlein, 37

In einer Welt, in der nicht alle zum selben Denken verurteilt und in der nicht alle sediert werden, ist das eben schwierig.

Antwort
von Artus01, 11

Ist es nicht möglich in einer Welt ohne Terror,Mord und Totschlag zu leben...?

Definitv: Nein! Zumindest solange es Menschen gibt.

Antwort
von Znorp, 39

Solange die Grossmächte und Terrorzellen daraus Profit schlagen, wird es immer Terror geben.

Kommentar von Drehmomentan ,

Ich hole meinen aluhut

Antwort
von thefow, 7

Nein, es wird nicht aufhören bis die Terrorgruppen nicht mehr finanziert werden. Denke mal daran wer den überhaupt am Anfang finanziert hat und Waffen verkauft haben ? 

Antwort
von Frikadello, 36

Ich denke eher es wird noch schlimmer. Frankreich bezahlt jetzt den Preis für Jahrzehnte unkontrollierter Zuwanderung. Einen Preis den wir zukünftig leider auch bezahlen werden. Wie heißt es so schön: Die Geister die ich rief?

Kommentar von Kefflon ,

Unwahrscheinlich. Deutschland ist ein Rückzugsort für Terroristen in ganz Europa. Arbeite niemals da wo du wohnst... oder so ähnlich. Und die kriminellen Islamisten-Szenen werden in Deutschland von Kartellen geführt, nicht von Terroristen. Denn wenn in Deutschland Chaos ausbricht und die Regierung dann hart durchgreift, laufen die Geschäfte schlecht. Deshalb wird es in Deutschland kaum/keine Anschläge geben

Kommentar von Ontario ,

Ich sehe das auch so. Diese Kartelle planen bei uns unbehelligt ihre Anschläge. Da dem so ist, brauchen wir auch keine Angst um Terroranschläge bei uns zu haben. Offene Grenzen. Jeder kann zu uns kommen, untertauchen und seine Pläne vorbereiten, die dann von den Terroristen in anderen Ländern umgesetzt werden. Man heuert junge Menschen an, die man dann zum Morden in andere Länder verschickt. Das alles funktioniert reibungslos. Hassprediger ziehen vor Gericht und dürfen bleiben.

Kommentar von unddannkamessah ,

Abgesehen davon ist Frankreich kein Terrorziel wegen seiner hohen Zuwanderungszahl. Deutschland war ebenfalls schon immer ein Multikulti Land, das ist doch nicht die Terrorursache?

Kommentar von Frikadello ,

Irgendwann wird es auch mehr krachen. Bisher hatten wir nur Glück das die geplanten Anschläge vorher nerhindert werden konnten. So etwas wie in Nizza kann man leider nicht verhindern.

Antwort
von MickyFinn, 5

Wir haben die Wahl...

A) Entweder Flüchtlinge aufnehmen, wohlwissend das Terroristen mitgereist sind, die hier möglichst viele Menschen töten wollen.

oder:

B) Keine Flüchtlinge aufnehmen und zurückführen, dafür aber damit leben, das man viele unschuldige hätte helfen/retten können.

Kommentar von Pr1nzAlbert ,

Wie entscheidet sich denn ein rational denkender Mensch wenn das Problem die eigene Wohnung beträfe? Diese Wahl dürfte eindeutig ausfallen. Warum also nicht genauso wenn es ums eigene Land geht?

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