Frage von Philastan, 86

Habe ich Schadensersatzansprüche wenn ich einen Hörsturz erlitten habe und der Arzt einen wieder nach Hause schickt?

Ich habe vor ca. einem halben Jahr einen Hörsturz erlitten und bin direkt am folgenden Tag zu meinem Hausarzt gegangen. Ich habe über Druck auf dem Ohr geklagt, sowie über einen Tinnitus. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt ebenfalls eine Erkältung, woraufhin mich der entsprechende Arzt mit dem Hinweis darauf, dass ich erstmal gesund werden soll, nach Hause geschickt hat.

[...] Bei Hörsturz gilt der Grundsatz: Je früher die Therapie beginnt, desto besser ist die Prognose. Startet die Behandlung innerhalb der ersten Tage nach Auftreten der Symptome, kann die Hörfähigkeit in den meisten Fällen sogar vollständig wiederhergestellt werden. [...]

Das es sich um einen Hörsturz handelt, habe ich dann erst erfahren, nachdem die Symptomatik anhaltend blieb und ich nach ca. 1 1/2 Wochen einen HNO konsultiert habe.

Heute, nach nun einem halben Jahr, sowie einem Krankenhausaufenthalt mit Kortisontherapie, bin ich ab 5000 Herz aufwärts auf dem linken Ohr TAUB und leide massiv unter meinem Tinnitus. Tendenz wird schlechter - im Januar habe ich noch bis 8000 Herz was gehört...

Nun meine Frage: Habe ich Schadensersatzansprüche gegen den erstbehandelnden Arzt? Was würdet ihr tun? Ich laufe die Wände hoch und die Situation belastet mich massiv. Zumal ich Musiker bin und mein Gehör verliere...

Beste Grüße

Phil

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Philastan,

Schau mal bitte hier:
Recht Krankheit

Antwort
von user8787, 52

Es wird schwierig werden deinem Arzt Fahrlässigkeit oder Vorsatz vorzuwerfen, zumal weder bildgebene Verfahren noch meßbare Daten vorliegen, das es sich zu dem Zeitpunkt tatsächlich um einen Hörsturz handelte. 

Dein Arzt wird angeben nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt zu haben und du alleine stehst in der Pflicht ihm das Gegenteil nachzuweisen. 

Diese Art Prozesse dauern ziehen sich wenn mmer über viele Jahren und verschlingen und kosten viel Geld. 

Für Gutachten & Co. musst du erstmal in Vorkasse treten. Der Arzt ist gut versichert ( Berufshaftpflicht, eine sehr teure und aufwendige Versicherung ) werden Gegengutachten in Auftrag gegeben.

Die Spirale endet nicht selten im finanziellen Ruin des Klägers. 

Antwort
von JohnnyAppleseed, 53

Ja, ja. Die Halbgötter in weiß. Wird schwierig nach so langer Zeit. Denke eher nicht. Du hättest damals nicht locker lassen dürfen. Wärst du lieber gleich noch zu einem anderen Arzt gegangen. Aber man ja auch ein gewisses Vertrauen in diesen gesetzt.

Antwort
von frodobeutlin100, 31

Woher sollte der Hausarzt denn wissen, ob die Probleme von einem Hörsturz oder der Erkältung herrühren? .... Du wirst es letzten endes beweisen müssen, bzw. einen gutachter finden müssen, der dem Hausarzt einen Fehler nachweist .. ich sags mal so ... das ist so gut wie aussichtslos ..

Antwort
von xcindyjohnsonx, 26

Omg das tut mir so leid für dich habe selber Tinnitus doch dass ist nicht das schlimmste für mich

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