
Viele Insekten haben einen Hörsinn, am längsten dafür bekannt sind die Heuschreckenarten. Sie erzeugen ihre zirpenden Geräusche mit Teilen ihres Chitinpanzers, mit sägenartig geformten Kanten ihrer Flügel oder mit den Beinen und übermitteln damit ihren Artgenossen oder den Insekten anderer Arten verschiedene Signale betreffend Futter oder Partner für die Paarung und wohl auch die Markierung ihres Reviers.
Sie hören aber auf ganz andere Art als Warmblüter. Im Internet gibt es den "Innovationsreport". Dort findet man eine Meldung vom 31. März 2006: Forscher der Universität Bristol haben die schallempfindliche Membran von Heuschrecken untersucht und wollen nach diesem Modell der Natur ein neuartiges Mikrofon entwickeln. Diese Membran schwingt nur um wenige Nanometer, wenn sie von Schallwellen getroffen wird.
Aus der gleichen Quelle: Die Stechmücken hören mit ihren Fühlern (Antennen), deren Härchen ebenfalls um Nanometerbeträge ausgelenkt werden, wodurch Nervenimpulse erzeugt werden. Wenn der Schall sehr schwach ist, können sie die Signale verstärken, indem sie ihre Antennen im Rhythmus der ankommenden Schallwellen aktiv bewegen. Bei hinreichend starkem Schall können sie diese Verstärkung auch ausschalten. Für den 8. April 2006 war eine Ausstellung zu diesem Thema auf dem internationalen Science Festival in Edinburgh angekündigt.
Seit langem weiß man übrigens, daß Mückenweibchen auf die Summsignale der Männchen reagieren. Direkt nach der Paarung meiden sie die Männchen und suchen Warmblüter, um ihr Blut anzuzapfen, damit die Eier sich entwickeln können. Seit Jahrzehnten sind elektronische Mückenscheuchen im Handel, die diese Töne künstlich erzeugen, um dadurch die schon befruchteten Weibchen zu vertreiben. Wie wirksam diese Geräte sind, ist mir nicht bekannt. Menschen mit sehr empfindlichem Gehör werden durch die Summtöne der Geräte im Schlaf gestört.

Selbstverständlich können auch Insekten Töne im Niederfrequenzbereich hören: Die Stechmücken erzeugen mit ihren Flügeln Summtöne, durch die sie paarungsbereite Weibchen anlocken. Schon befruchtete Weibchen meiden diesen Ton und suchen nach Warmblütern zum Stechen, weil sie das Blut für die Entwicklung ihrer Eier brauchen.
Seit mindestens 20 bis 25 Jahren sind elektronische Mückenscheuchen im Handel, die diesen Ton erzeugen, der stechlustige Mückenweibchen fernhalten soll. Menschen mit sehr empfindlichem Gehör werden davon aber am Einschlafen gehindert.
Die Heuschreckenarten erzeugen Töne mit Teilen ihres Chitinpanzers, mit den Beinen oder mit sägezahnförmigen Kanten ihrer Flügel. Dieses Zirpen dient zur Verständigung innerhalb der Art und zur Abwehr von Rivalen.
Forscher der Universität Bristol haben Anfang 2005 das Hörorgan der Heuschrecken untersucht. Eine Mikrometer kleine Membran schwingt um Nanometerbeträge. Nach diesem Vorbild der Natur wollen sie neuartige Mikrofone besonders hoher Empfindlichkeit entwickeln.
Die Mücken hören mit ihren Antennen (Fühlern), deren Härchen im Rhythmus der eintreffenden Schallwellen schwingen und damit Nervenimpulse auslösen. Sehr schwache Signale können sie durch aktives Mitschwingen verstärken. Diese Verstärkung können sie bei hinreichend starkem Schall auch abschalten.
Quelle: Innovationsreport vom 31.03.2006 im Internet.