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Hören ist ein komplizierter Prozess, der damit beginnt, dass akustischer Schall ins Ohr eindringt. Die Luftbewegung bringt das Trommelfell zum Schwingen und mit ihm drei kleine Knochen. Je nach Lautstärke und Tonhöhe stoßen diese wiederum eine Flüssigkeit im Innenohr an und stimulieren so viele tausend feine Haarzellen, die die mechanische Schwingung in elektrische Impulse umwandeln und die entstehenden Signale ans Gehirn weitergeben. Erst dort werden die Informationen verarbeitet, erst jetzt wird ein Geräusch wahrgenommen: Eigentlich hört man also genauso sehr mit dem Hirn wie mit dem Ohr.
Schlecht zu hören, ist für ältere Menschen ein großes Problem. Dennoch tragen viele kein Hörgerät, weil sie nicht möchten, dass ihre Umwelt von ihrem Handicap erfährt. Ihnen kann jetzt geholfen werden. Gleich zwei amerikanische Firmen bieten auf dem europäischen Markt ein vollimplantierbares Hörgerät an, das von außen nicht sichtbar ist. Die US-Firma Envoy Medical aus Saint Paul, Minnesota, besitzt seit einem Jahr die europäische Zulassung für ihr vollimplantierbares Hörgerät „Esteem“. Im Oktober 2006 folgte Otologics aus Boulder, Colorado, mit dem Gerät „Carina“.










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