Frage von raloo, 156

Höherer Geldbetrag, wie anlegen?

Guten Tag!

Meine Frage richtet sich an Geldanleger und alle die sich damit auskennen.

Durch eine Erbschaft bin ich in die glückliche Lage gekommen, einen hohen 5stelligen (fast 6stellig) Eurobetrag in Kürze zu erhalten.

Nun ist mein bisheriges Einkommen überschaubar, ich musste bisher nicht in Ermangelung von irgendetwas leben.

Nun bin ich nicht gewohnt solche hohen Geldbeträge auf meinem Konto zu haben. Ich möchte gewissenhaft mit dem Geld umgehen und nicht in Versuchung geraten es für unnötige Dinge auszugeben.

Daher meine Frage: wie geht man am besten mit einer solchen Erbschaft um? Der Berater bei der Bank meinte natürlich dass ich einen großen Teil anlegen solle. Nun will ich mich nicht nur auf die Beratung bei der Bank verlassen, denn letztlich wollen die ja auch was verdienen.

Habt ihr Tipps, wieviel Geld sollte man fest anlegen, ist es sinnvoll auch Geld bei anderen Banken anzulegen, und gibt es vielleicht eine Anlagemethode, bei der ich einen gewissen Betrag festlege und mir davon monatlich einen gewissen Betrag auf mein Girokonto, quasi als "Zusatzgehalt" auszahlen lasse?

Über Tipps freue ich mich. Danke.

Antwort
von jsch1964, 26

Da hier außer Kevin1905 anscheinend nur Hobby-Investoren und Immobilien-Missonare unterwegs sind, würde ich an Deiner Stelle die Ratschläge, die Du von dem Rest als Antworten bekommen hast, mal schön gemütlich in die Tonne kloppen.

Welche Ziele hast Du mit dem Geld, wie verfügbar soll es sein, was sind für Dich tragbare Risiken, stehen größeren Anschaffungen an, gibt es Verbindlichkeiten usw. usw. - das sind Fragen, die zuerst einmal geklärt werden müssen, bevor der erste Anlagevorschlag kommt.

Such Dir einen unabhängigen Profi, der sich auf Finanzberatung und -Vermittlung spezialisiert hat, und lass Dich von dem beraten. Wir können hier bestensfall raten, aber ohne be- davor. ;-)

Grundsätzlich gibt es aber für alle Deine Anforderungen, auch für die monatliche Auszahlung, geegnete Produkte und Anbieter.

Antwort
von kevin1905, 104

Ist die genannte Summe bereits besteuert worden und steht wirklich netto zur Verfügung?

Daher meine Frage: wie geht man am besten mit einer solchen Erbschaft um?

Ein bisschen gestreut anlegen.

Bei den Summen würde ich sagen eine Immobilie (fremdgenutzt) und den Rest ist Aktien oder ETFs und eine kleine Barreserve lassen (maximal 5.000,- €).

Wie ist denn allgemein dein Finanzwissen? Wie viel Zugriff willst du darauf haben und welche Risikotoleranz hast du?

Kommentar von raloo ,

Ja, die Summe steht netto zur Verfügung.

Gestreut anlegen würde ich gerne. Dabei einen Teil solide und mit Zugriffsmöglichkeiten wenn mal eine größere Ausgabe ansteht (neue Möbel, Reise etc), einen gewissen Teil aber auch gerne renditestärker mit einer gewissen Risikotoleranz.

Eine Immobilie klingt gut und solide, aber welche Immobilien bekommt man in dieser Größenordnung, welche dann auch Sinn als Anlageobjekt macht?

Mein Finanzwissen würde ich als basishaft bezeichnen

Kommentar von kevin1905 ,

Fremdgenutzte Immobilien können mehrheitlich fremdfinanziert werden. Bei entsprechender Lage trägt die Kaltmieter die Tilgung von vornherein über die Werbungskosten entsteht ein Steuervorteil, wenn unterm Strich die Einkünfte aus V+V negativ sind.

Ob das In Frage kommt hängt aber auch vom Einkommen ab und den aktuellen Verbindlichkeiten.

Kommentar von Ontario ,

Ich würde dir empfehlen, dass du dich einem neutralen Finanzberater anvertraust und nicht dem Berater der Bank. Der Banker steht unter Druck und muss den Kunden Anlagemöglichkeiten anbieten, bei denen die Bank den grössten Raibach machen kann. Das kann, wie ich aus eigener Erfahrung weiss, auch zu einem Teil an Geldverlust führen. Ein neutraler Finanzberater wäre in deinem Falle mein Tipp.

Antwort
von DinoSauriA1984, 89

Gehen wir mal von rd. 100.000 EUR aus, die Du zur Zeit nicht brauchst, weil Du eigentlich auch so gut ausgekommen bist. Eine sehr angenehme Situation.

Bei der Anlageentscheidung musst Du Dein bisheriges Vermögen mitberücksichtigen. Hast Du Rücklagen? Wenn ja -in ausreichender Höhe? Was könnte maximal auf Dich zukommen (z. B. Autokauf, 35.000 EUR). Diese Rücklage sollte nicht festgelegt werden - also Tagesgeld wäre ein Vorschlag. Die Rendite sollte bei der Liquiditätsreserve egal sein. Sicher und frei verfügbar sind hier die Prioritäten. Wenn eine solche ausreichende Rücklage bereits vorhanden ist, kannst Du die ganze Erbschaft anlegen oder zunächst eben für das Polster sorgen.

Für den Rest solltest Du Dir Gedanken über Deine Risikobereitschaft machen. Risiken eingehen heißt noch lange nicht zocken, aber ohne die Bereitschaft, bei der Geldanlage Schwankungen zu akzeptieren , ist auch kein nennenswerter Ertrag möglich.

Wenn Du z. B. sagst, für 25.000 EUR kann ich mir vorstellen, ein höheres Risiko einzugehen (oder 30.000 EUR oder 15.000 EUR), dann bist Du auf dem richtigen Weg. Was genau Du dann machen solltest, lässt sich hier nicht gut aufführen. Dazu müsste man mehr von Dir und Deinen finanziellen Verhältnissen/Erfahrungen wissen. Aber mit solchen Vorüberlegungen kann man gut in Beratungsgespäche gehen und sehen, ob das Angebot zu einem passt.


Kommentar von jsch1964 ,

Deine Antwort hatte ich wohl übersehen. Volle Zustimmung!

Antwort
von Petz1900, 47

Der Bankberater rät natülich zum Anlegen, dafür bekommt er Provision.

Ich würde in ein Mietobjekt investieren, aber das muss jeder für sich selber entscheiden.

Ggfs. noch in einen Aktienfonds.

Kommentar von Ontario ,

Ab 2018 sollten gewisse Fonds steuerlich belastet werden. Wenn du in Fonds anlegen willst, dann lasse dich von einem neutralen Finanzmakler beraten, damit du nicht in die falschen Fonds investierst.

Antwort
von christl10, 45

Es kommt doch ganz darauf an wie alt Du bist. Wenn Du über 50 Jahre alt bist, daß lege das Geld in Tagesgeld an und Du kannst ruhig schlafen. Auch bei uns im Seniorensport werden die Rentner andauernd von den Banken angesprochen weil sie unmengen an Kapital im Tagesgeld horten. Ich bin noch jünger daher lege ich in Aktien und Fonds an, aber wer sich der Rente nährt, der soll von Fonds und Aktien die Finger lassen. Zu sehr schwanken diese und schnell ist 20% und mehr verloren. Daher lassen unsere Rentner das Geld lieber für 0,5% im Tagesgeld und lassen sich von der Bank nicht beschwatzen. Zurecht finde ich. 

Kommentar von raloo ,

Danke für die Antwort.

Ich bin 34 Jahre jung, also wären Aktien und Fonds eine Möglichkeit.

Kommentar von christl10 ,

Gut, dann kanst Du ja schon einen Teil investieren und dann warten bis wie wieder unter 10.000 Daxpunkte sind, dann ein weiteren Teil. Heiko Thieme sagte in 10 Jahren steht der Dax bei 20.000 Punkten. Daher hast Du ja noch Zeit. 

Antwort
von Asturias, 38

Lass Dich fachmännisch auf Deine Situation und deine Planung unabhängig beraten.

Hier sind Honorarberater wie Friedrich und Weik sehr hilfreich.

Antwort
von AnnaStark, 35

Auf jeden Fall, die Anlagen gestreut anlegen,

einen Großteil in vermietete oder zu vermietende Immobilien. Auf KEINEN Falls irgendwelchen Optionsscheine.

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