Frage von Callibola85, 63

Höhe Unterhalt an Ex-Frau bei Immobilienbesitz?

Mein Szenario:

Meine Lebenspartnerin und ich wohnen im Wohneigentum ihrer Eltern. Hier sollen/dürfen wir bei Familiengründung/Heirat drin wohnen bleiben, die Immobilie wird an die Tochter/Lebenspartnerin vererbt.

Darüber hinaus besitzt meine Partnerin 2 weitere mittlere Kapitalanlegerimmobilien.

Bei Heirat/Familiengründung werde ich Alleinverdiener sein und wahrscheinlich auch bleiben. Wir werden die Immobilie meiner Lebenspartnerin bewohnen, ich werde also auch die Instandhaltungskosten oder ggf. "Erweiterungskosten" tragen müssen. Sei es eine neue Heizung, die Erneueung des Daches, der Anbau eines Wintergartens usw.

Ich habe folgende Frage/Sorge: Bei einer Trennung kann es sein, dass ich tausende von Euro in die Immobilie gesteckt habe, habe jedoch kein Anrecht auf diese (Da entweder vor der Ehe überschrieben oder Gütertrennungsklausel). Zusätzlich muss ich nun Unterhalt an mein (dann) Ex-Partnerin zahlen, obwohl sie mehrere Immobilien besitzt und ich diese sogar in der Instandhaltung mitfinanziert habe?

Wie kann ich mich absichern, bzw. wird so etwas zB. im Ehevertrag geregelt?

Ich würde mich über Ratschläge und Tips freuen!

Antwort
von schelm1, 32

Sie können sich auch ohne Ehevertrag über die Eintragung einer Gesamtgrundschuld auf dem bereits vorhandenen Grundbesitz der Ehefrau und dem Nochgrundbesitz der Schwiegereltrern absichern; schließlich steht  nicht fest ob und was die vermeintlich Künftige letztlich mal erbt, während vorhandenes im Zweifel verwertbar wäre.

Bei all´ Ihren vortrefflichen Gedanken sollten Sie vielleicht noch einmal über die Eheschließung als solche sehr gründlich nachdenken!

Ihrer Künftigen jedenfalls könnte man solche Gedanken nicht verdenken!?!

Antwort
von rasperling1, 14

Das Geld, welches Du in die Immobilie Deiner Frau steckst, bekommst Du auf keinen Fall 1:1 zurück. Wenn aber das Vermögen Deiner Frau dadurch wächst (weil die Immobilie wertvoller wird), so hast Du im Falle einer Scheidung durch den Zugewinnausgleich einen Anspruch auf Ausgleich von 50% der Wertsteigerung.

Beispiel: Die Immobilie Deiner Frau war bei Heirat 100.000,- Euro wert. Dann steckst Du 20.000,- Euro in de Immobilie, wodurch die 110.000,- Euro wert ist (die Wertsteigerung ist ja meistens niedriger als die reingesteckten Kosten). Der Vermögenszuwachs Deiner Frau liegt also bei 10.000,- Euro, davon muss sie Dir 5.000,- Euro ausgleichen. Mehr Ansprüche hast Du nicht.

Wichtig: Du darfst die wertsteigernden Investitionen erst NACH der Heirat machen - denn den Zugewinnausgleich gibt es nur für die Ehezeit -, und Ihr dürft den Zugewinnausgleich nicht per Notarvertrag ausschließen! 

Was den Unterhalt angeht: Einen Unterhaltsanspruch Deiner Frau für die Zeit nach einer Scheidung kann an ausschließen. Aber nicht den Unterhaltsanpruch bis zur Scheidung, also den so genannten Trennungsunterhalt.

Bei der Unterhaltsberechnung wird aber nicht nur das Erwerbs-Einkommen Deiner Frau berücksichtigt, sondern auch der so genannte Wohnvorteil. Dabei wird der Mietwert des Hauses abzüglich etwa bestehender monatlicher Belastungen wie Einkommen behandelt. Und falls sie aus der zweiten Immobilie Mieteinnahmen hat, werden diese natürlich auch zu ihrem Einkommen hinzugerechnet. 

Antwort
von Menuett, 15

Das kommt doch auf euer Einkommen an.

Wenn sie ausreichend verdient, dann mußt Du auch keinen Unterhalt zahlen.

Lass Dich von einem Anwalt/Notar beraten.

Kommentar von Menuett ,

Lies Dir doch am besten mal das Bürgerliche Gesetzbuch Buch 4 Bürgerliche Ehe durch.

https://dejure.org/gesetze/BGB#kopf4-1-6

Antwort
von DerHans, 32

Genau aus diesem Grund macht man einen Ehevertrag nicht freihändig, sondern lässt sich von einem Anwalt beraten.

Und zwar BEVOR es zu Streitigkeiten kommt.

Kommentar von Callibola85 ,

Danke für den wertvollen Rat. Anwältlichen Rat werde ich mir schon noch einholen - es ging mir hierbei um das Einholen von ersten unverbindlichen Basis-Informationen.

Antwort
von Taimanka, 29

ggf. ist hier was dabei:

Antwort
von ersterFcKathas, 24

die immobilien sind doch sicher vermietet ??  also fällt auch ein überschuß an... du fragst aber nicht was mit dem überschuß passiert?? 

du fragst nur die negativen sachen ab... freu dich doch auf dein eheleben.... und geh nicht jetzt schon davon aus das es scheitert.. Viel glück  :o)

Kommentar von Callibola85 ,

Ich weis wie negativ sich mein Anliegen liest. Ich stelle auch aktuell nicht schon die zukünftige Ehe in Frage. Nur eines ist eben auch klar: Heute mehr denn je ist selbst eine Ehe nicht unbedingt für die Ewigkeit bestimmt. Und für das Worst-Case-Szenario möchte ich mich eben abgesichert wissen, alles andere fände ich blauäugig.

Dass die vermieteten Objekte einen Überschuss darstellen ist mir bewusst. Nur wie wirkt sich Fall A) aus: dass ich zB 30.000€ in ihr Eigentum investiert habe und Fall B) wie wirkt es sich auf den Unterhalt aus wenn sie in einer sehr großen Immobilie wohnt

Kommentar von ersterFcKathas ,

Bleibe ledig !!

Kommentar von Menuett ,

Vermietete Objekte stellen keinen Überschuss dar. Den Begriff gibt es im Scheidungsrecht überhaupt nicht.

Die Miete zählt zum Einkommen Deiner Frau. D.h. sie mindert evtl. Unterhaltsansprüche an dich.

Der Zugewinn ist noch mal was ganz anderes.

Da werden eure Anfangs- und Endvermögen zusammengerechnet.

Und der Mehrwert daraus, der wird durch 2 geteilt.

D. h. Haus am Anfang der Ehe 100 000€ am Ende der Ehe 150 000€.

Damit liegt der Zugewinn bei 50 000€. Deine Ex müßte Dir also 25 000 € auszahlen.

Vergiss mal nicht, dass Du, wenn Du in ihrem Haus lebst, auch ordentlich Miete sparst.

Kommentar von ersterFcKathas ,

hatte gemeint das bei einer vermietung  ein überschuss erwirtschaftet wird """  also .. einnahmen .. ausgaben !!

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