Frage von shogunx, 191

Wis ist die Höhe der Grundsteuer in den Nebenkosten?

hallo,

nach meinem termin beim mieterbund wurde ich entsetzt darauf hingewiesen, dass 750€ grundsteuer für eine 80m² wohnung doch "etwas" zu hoch sind (mehr als das doppelte der €/m² obergrenze) und ich da unbedingt mal nachhaken soll. anscheinend werde ich schon jahrelang so über den tisch gezogen.

ich wollte mal fragen, ob es es wohl vielen so ergeht und wie viel es bei andern ist.

gruß

Antwort
von bwhoch2, 92

Die Grundsteuer erscheint schon hoch, könnte aber bei einer Stadt wie Berlin, die praktisch pleite ist und absolut nicht mit Geld umgehen kann, durchaus möglich sein.

Lass Dir von der Vermietung oder Hausverwaltung den Originalgrundsteuerbescheid zeigen und die Aufteilung erklären. Vermutlich stellt sich dann heraus, dass alles seine Ordnung hat.

Sollte wirklich viel zu viel von Dir verlangt worden sein, kannst Du nicht für mehrere Jahre zurück fordern, denn Du hast vermutlich regelmäßig versäumt, innerhalb der Frist zu reklamieren. Man sollte nicht immer einfach alles so hin nehmen, wie es einem präsentiert wird.

Kommentar von shogunx ,

ich zahle das dreifache von dem, was der berliner betriebskostenspiegel als mittelwert angibt. also bezweifle ich, dass da "alles seine ordnung hat".

laut mieterbund hat der vermieter einen "verdächtigen" umgang mit der trennung von wohnen und gewerbe im haus.

das wohngebäude ist 50% gewerbe und 50% wohnen.

Kommentar von bwhoch2 ,

Dann bist Du ja auf der richtigen Spur. Der Mieterbund wird dir dann schon helfen.

Antwort
von anitari, 118

Laß Dir vom Vermieter den Originalgrundsteuerbescheid vorlegen.

Dann weißt ob das korrekt ist oder nicht.

Die Höhe der Grundsteuer ist u. a. vom Hebesatz der Gemeinde bzw. Stadt abhängig.

In einem kleinen Dorf tief im Thüringer Wald können das nur 280 sein, in München dagegen über 700.

Es gibt übrigens keine Obergrenze/m². Da hat man Dir schlicht Mist erzählt.

Kommentar von shogunx ,

die wohnung liegt in berlin. "obergrenze" sollte auch eher nicht als limit verstanden werden.

jedenfalls ist das was ich /m² zahle wohl 3x so viel wie der mittelwert des spiegels.

Kommentar von anitari ,

... wegen Irrtum gelöscht;-)

Hebesatz Berlin 810 % für Wohnflächen - enorm

Antwort
von Joergi666, 119

wir bezahlen pro qm2 in etwa ein Drittel dessen- bekommen als Nachweis mit der Abrechnung aber auch immer eine Kopie des Steuerbescheids von unserer Vermieterin- diesen solltest du als Nachweis auch verlangen.


Kommentar von shogunx ,

ja genau dies wird auch mein nächster schritt sein. 

ich bin wirklich gerade vollkommen sprachlos über dieses ausmaß.

gehe ich recht in der annahme, dass ich rückwirkend diesbezüglich nichts mehr geltend machen kann? also die grundsteuer ist seit jahren unverändert und bisher habe ich aus unwissenheit auch immer gezahlt.

Kommentar von Joergi666 ,

Bei mehrjähriger falscher Abrechnung käme sogar eine Anzeige wegen Betrugs in betracht - da könnte sich der Vermieter nicht mit einmaligem Versehen rausreden.

Kommentar von shogunx ,

also für 2011 lag der jahresbetrag bei ~740€. für 2014 nun bei ~750€.

man muss allerdings trotzdem sagen, dass die miete ingesamt "normal" ist für berliner verhältnisse. deswegen werde ich aus dem ganzen überhaupt nicht schlau. 

von einem versehen kann aber absolut nicht gesprochen werden. dieser betrag ist seit meinem einzug vor knapp 6 jahren nahezu unverändert hoch.

der mieterverein meinte, dass der verdacht nahe liegt, dass es mit dem hohen gewerbeanteil (angegeben 50%) zu tun hat.

das finanzamt macht sich wohl erst bei einem bestimmten wohn/gewerbe verhältnis die mühe "ins detail" zu gehen. kann gut sein, dass der vermieter da einiges verkehrt macht.

Kommentar von lesterb42 ,

Jorgi666

Warum so aggressiv? Die Staatsanwaltschaft wird keine Ermittlungen aufnehmen, weil es sich um eine zivilrechtliche Sache handelt. Nebenkostenabrechnungen sind für den Vermieter nur lästig, weil es sich um durchlaufende Posten handelt und damit nur Arbeit und Ärger verbunden ist.

Kommentar von Joergi666 ,

Aggressiv? Wenn mehrfach (absichtlich) tatsächlich zuviel Steuern abgerechnet worden wären ist das durchaus strafrechtlich relevant und keineswegs nur zivilrechtlich.

Kommentar von anitari ,

Nachweise der Abrechnung beizulegen ist keine Pflicht. Wenn Dein VM das macht ist das rein freiwillig.

Kommentar von Joergi666 ,

nicht ganz richtig- bei expliziter Anforderung des Mieters muss der Vermieter Nachweise vorlegen.

Kommentar von anitari ,

Auch nicht ganz richtig - bei expliziter Anforderung des Mieters muss der Vermieter in seinen Räumen Nachweise dem Mieter vorlegen. Kopien sind, gegen Kostenerstattung, dem Mieter nur zuzusenden wenn ihm wegen der Entfernung die Einsichtnahme in den Räumen des VM nicht zuzumuten ist.

Kommentar von Joergi666 ,

ich hab geschrieben, dass der Vermieter Nachweise vorlegen muss- dass er diese zuschicken muss hab ich nicht geschrieben- dein zweiter Kommentar widerspricht allerdings deinem ersten- da du zunächst behauptet hast, dass er überhaupt nichts vorlegen muss. Also lieber direkt richtig antworten und sich solche Haarspalterein sparen, wenn man auf Fehler hingewiesen wird.

Antwort
von Joschi2591, 127

Du wohnst in einer Mietwohnung mit wievielen anderen Parteien im Haus? Und wie groß ist das Grundstück?

Und im übrigen kannst Du vom Vermieter die Belege einfordern, aus denen die Höhe Deiner Nebenkosten und Grundsteuer hervorgehen.


Kommentar von shogunx ,

der wohnblock hat 3 aufgänge mit 5 stockwerken. 

pro aufgang sind es 6 wohnpartein, der rest ist gewerbe.

die gesamt m² sind ungefähr bei 3200m²

Kommentar von Joschi2591 ,

Schwierig, wenn auch noch Gewerbe im Haus ist. Und nur 18 Mietparteien. Da ist definitiv etwas nicht in Ordnung. Frage zunächst Deine Nachbarn, wieviel die bezahlen und lasst Euch alle gemeinsam den Grundsteuerbescheid vom Vermieter geben. Dann guckt Ihr, wieviele Anteile jeder von Euch bezahlt und wieviel die Gewerbetreibenden. Hier theoretisch läßt sich leider nicht mehr sagen.

Rückwirkend etwas zurückzufordern dürfte schwierig werden.

Antwort
von DerBube01, 106

Grundsteuer im Jahr knapp 500,- für 1156qm Grundstück

Wohnfläche 210qm

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