Frage von Einzelgaengerin, 190

Hochzeitsnach zu dritt?

Unsere Hochzeitsnacht wurde zu dritt verbracht: ich, mein Mann und dazwischen seine 12-jährige Tochter. Einerseits tat sie mir leid, da sie ihren Vater nur an langen Feiertagen sieht, da wollte ich mich nicht einmischen. Anderseits war ich sehr sauer auf meinen Mann, denn er konnte sich nicht gegen seine Tochter und seine Eltern, die auch da waren, durchsetzen. Ich weiss nicht ob ich überreagiert habe oder war die Reaktion richtig? Ich verstehe mich mit seiner Tochter sehr gut, wir sind wie Freundinnen. Aber manchmal geht diese Freundschaft zu weit, sie rennt mir ständig hinterher, sogar auf die Toilette, wühlt in allen Schränken und Kommoden rum und will alles, was sie sieht, haben. Sie ist sehr verwöhnt, sie ist ein Scheidungskind  Der Meinung ist mein Mann aber nicht. Doch weiss ich was ein Gutleben und ein Schlechtleben heißt. Wie würdet ihr reagieren in eurer Hochzeitsnacht? Ich will mich nicht als Opfer darstellen, bin offen für jeden Tipp.

Danke sehr.

Antwort
von Tasha, 63

Zunächst mal: Das ist für dich blöd gelaufen und du hast ein Recht, enttäuscht zu sein! Versuche, mit deinem Mann zu verabreden, dass ihr die Hochzeitsnacht an einem Tag nachholt, an dem seine Tochter bei ihrer Mutter ist, so richtig romantisch mit Tanzen oder Essengehen am Abend und dann zu Hause eben alles so gestalten, wie ihr euch das vorgestellt habt. 


Zur Tochter:

Vermutlich zeigt sie mit ihrem Verhalten, dass sie zu wenig bekommt. Vermutlich zu wenig Aufmerksamkeit. Sie will "ALLES" haben = sie kann sich gar nicht entscheiden! Sage ihr immer, wenn sie alles haben will, dass sie genau ein oder zwei Sachen bekommt und sage auch genau, warum sie bestimmte Sachen nicht haben kann ("Das ist ein Erinnerungsstück an meine Oma, die nicht mehr lebt."). So lernt sie nach und nach, auch an andere zu denken. 

Setze Grenzen, aber freundlich. 

Vieles weiß sie vielleicht nicht oder hat es noch nicht verinnerlicht:

"Okay, auf Toilette möchte ich bitte alleine gehen! Du wartest im Wohnzimmer auf mich!" Sage das bestimmt, aber freundlich. Sage auch, "Die meisten Menschen möchten im Badezimmer ihre Ruhe haben!"

Schränke öffnen: "Hey, warte mal! Du kannst dir gerne meinen Bücherschrank ansehen, aber nicht meinen Wäscheschrank! Der ist nur für mich; frage mal deine Mama, ob sie anderen ihren Wäscheschrank zeigt. Das macht man normalerweise nicht."

Gib ihr eine Aufgabe, lass sie helfen, erzähle ihr ein bisschen aus deiner Vergangenheit - z.B. beim Bücherschrank, was als Teenager deine Lieblingsbücher waren oder als Kind etc. - mache Sachen mit ihr gemeinsam. Oft ist z.B. viel besser Kuchen gemeinsam zu backen statt Kuchen einfach im Café zu essen.

Wenn sie etwas haben will, verwickele sie erst mal in ein Gespräch darüber: "Du willst also meine Halskette haben. Die habe ich dann und dann von dem und dem bekommen oder sie  mit beim ersten Besuch in der Stadt --- selbst gekauft. Deshalb erinnert sie mich immer daran. Hast du auch Sachen, die dich an jemanden oder bestimmte Orte erinnern?" Frage sie, ob sie Schmuck hat und was sie gerne tragen würde. Oft will man etwas nur haben, weil man es gerade so schön findet, zu Hause hätte man kein Interesse mehr daran. Kaufe ihr vielleicht ein besonderes Stück - nicht besonders teures Stück! - und lass ihren Vater ihr ein besonderes Stück kaufen. Das kann sie immer bei sich tragen und es erinnert sie an ihren Vater. Das kann eine Halskette, ein Ring (nicht beim Juwelier!) oder ein leichter Schal sein oder ein Armband (aus Läden wie Brigitte Bijou, nicht aus teuren Läden). Oft hilft das Scheidungskindern sehr, wenn sie etwas vom abwesenden Elternteil mit sich herumtragen können. Vielleicht kann der Papa ihr auch eines seiner T-Shirs als Nachthemd schenken. Einfach, dass sie sich in etwas einkuscheln kann, wenn sie an ihn denkt.


Meine Eltern lebten getrennt, ich habe von meinem Vater immer einen Roman in den Ferien gelesen und einige davon auch mitgenommen. Ihn störte das nicht, er wollte die nach dem ersten Lesen nicht mehr Lesen. Vielleicht kann sie auch so etwas "Persönliches" von ihrem Vater bekommen, das er schon benutzt hat. In so einem Buch - Papas Lieblingsbuch, aber bitte nicht unbedingt eine Horrorstory oder etwas anderes Unangemessenes - kann man als Kind immer lesen, wenn man Papa mal vermisst. 

Bzgl. Hochzeitsnacht: Überlegt, ob ihr dafür nicht mal ein Wochenende wegfahrt, geplant, so dass ihr eben zweieinhalb Tage nicht erreichbar seid. Schickt der Tochter vom Urlaubsort trotzdem eine Postkarte, dann hat sie eine physische Erinnerung an euch (besser als nur SMS), aber dann schaltet das Handy ab. Als "Entschädigung" könnte der Papa mit ihr einen Tag ganz alleine wegfahren. Sie ist vermutlich jetzt sehr verletzlich durch die Trennung und neue Situation und braucht auch etwas Extraaufmerksamkeit, besonders von den Elternteilen, besonders von dem, den die seltener sieht.

Kommentar von Gargoyle74 ,

SCHWACHSINN !!!!!

Kommentar von Endspurt ,

Eine Hochzeitsnacht kann man nicht nachholen!

Kommentar von Tasha ,

Öhm, es gibt Leute, die ihre Flitterwochen vorverlegen oder nachholen. Eine Hochzeitsnacht ist willkürlich definiert und meist schon zu Ende, wenn man ins Bett kommt (Buffet, Tanz etc. endet oft um oder nach Mitternacht). Man kann willkürlich entscheiden, dass man diese Gelegenheit so nachholt, wie man sich das vorgestellt hat. Es gibt leider auch Menschen, die in ihrer Hochzeitsnacht verletzt (Sturz, Umknicken beim Fototermin oder Stolplern aus der Hochzeitskutsche kam in meinem Bekanntenkreis leider schon vor) oder krank werden und dann später die Hochzeitsnacht so nachholten, wie sie sich das vorgestellt hatten. Hochzeitsabend im Krankenhaus ist nicht so toll und drückt die Stimmung...

Kommentar von Einzelgaengerin ,

Vielen Dank für so eine ausführliche Rückmeldung/Antwort. Das, was Sie geschrieben haben mache ich auch. Genau das macht die Beziehung zwischen mir und ihr viel leichter. Mich beschäftigt der Gedanke: "war ich zurecht sauer oder könnte ich darauf verzichten?". Ich kann den Gedanken, leider, nicht unterdrücken bzw. loslassen. 

Kommentar von H3E3N ,

Einen Geburtstag auch nicht oder wie? :D Wenn es so wie ich es gelesen hab nur die Nacht war... man kann auch an einem anderen Tag knattern

Antwort
von MonikaDodo, 46

Da hast du dir eine Menge Probleme geheiratet! Hochzeitsnacht zu dritt? Das geht gar nicht aber ok, war halt so! Das Mädel braucht einen starken Vater, keinen der aus seinem schlechten Gewissen heraus alles durchgehen lässt!!!

Kommentar von Einzelgaengerin ,

Ja sie tut allen irgendwie leid. Denn ihre Mutter kriegt Kinder um vom Staat zu leben. Und auf das Rauchen verzichtet sie nicht einmal während der Schwangerschaft. Deshalb wird sie von allen Seiten verwöhnt. 

Antwort
von Endspurt, 30

Wenn das mal keine Fake-Frage ist!

„ Doch weiss ich was Glas Gutlebe und Schlechtleben heißt. “ und ich weiß nicht, was das heißen soll :-D

Davon mal ganz abgesehen: eine 12-Jährige gehört nicht mehr ins Ehebett. Also hör mal, wo gibt es denn so was? Wenn sie 5 oder 6 Jahre wäre, hätte ich dafür ja noch Verständnis, aber nicht in der Hochzeitsnacht. Das geht ja gar nicht!

Und wie soll das in Zukunft funktionieren? Alle 14 Tage ein Wochenende zu Dritt im Ehebett? Bist du noch zu retten? 

Liegt diese besagte Hochzeitsnacht noch vor dir? Überlege dir sehr, sehr gut, ob du diesen Mann + Tochter heiraten willst! 

Dein Username ist " Einzelgaengerin " .... guuuter Nickname, bleib auch eine!

Kommentar von Einzelgaengerin ,

Ist schon geschehen. Ja ich hatte da ein Paar Tippfehler gehabt. Wir haben schon geheiratet. Aber auch darüber gesprochen. 

Danke für die Rückmeldung 

Antwort
von Charlieee001, 72

Willst du jetzt sagen alle Scheidungskinder sind verwöhnt?

Tja das wäre mir neu. Ich bin selber ein Scheidungskind und bin keines Wegs verwöhnt.

Aber ja ich kann dich verstehen in meiner Hochzeitsnacht würde ich auch nur meinen Mann dabei haben wollen.

Kommentar von Einzelgaengerin ,

Nein, sorry. Das wollte ich so nicht sagen. Habe mich falsch ausgedrückt. Habe halt oft davon gehört, stecke jedoch nicht alle Scheidungskind in eine Schublade.

Danke für die Antwort

Kommentar von Charlieee001 ,

Ich kenne es von einzelkindern das sie oftmals verwöhnt sind ... Mein Cousin haha aber auch nicht alle. Alles gut .

Antwort
von Gargoyle74, 23

Dem Blag würde ich mal ordendlich die Leviten lesen. Sowas geht garnicht.schon recht nicht in deren Alter !! Sie muss mal langsam spüren,was es heisst,sich zu benehmen und Erwachsene zu respektieren. Erkennt Dein Freund das nicht auch bald,ist eine Trennung die beste Alkternative !

Antwort
von Goodnight, 95

Na da ist aber eine Ansage dringend nötig.

Das Kind hat längst nichts mehr in eurem Bett zu suchen auch in den Schränken und deinen Sachen nicht.

Dein Partner ist ein Erziehungsverweigerer. Ach du musst dich an die eigene Nase fassen, du bist nicht die Freundin der kleinen Tyrannin.

Schlepp deinen Mann zu einem Eheberater oder Therapeuten, was er sich da für seine Tochter raus nimmt, geht gar nicht. 

Kommentar von Einzelgaengerin ,

Das stimmt. Ich spreche mit ihm immer wieder, das hält aber, leider, nur für kurze Zeit an. Ich werde das weiter machen. Da ist meine Geduld angesagt. :) Den Mann habe ich geheiratet und ich gebe Alles, was unserer Beziehung gut tut. Danke für die Rückmeldung)) 

Kommentar von Goodnight ,

Er muss das eben auch tun wollen. In einer Beziehung kann nicht nur einer geben wollen. Vor allem kann er die Probleme nicht an dich delegieren.

Ich wünsche dir von Herzen, dass ihr einen Weg findet! 

Grenzen schaffen auch Nähe, auch wenn man das am Anfang nicht unbedingt sieht.

Kommentar von Einzelgaengerin ,

Danke schön 

Antwort
von Jamazu, 61

Also ich bin ein Mann (leider noch nicht verheiratet habe auch keine Tochter) aber ich muss ehrlich sagen, das meine Hochzeitsnacht ich nur allein mit meiner Frau verbringen möchte.
Zur deine Frage ob du überreagiert hast:
Ich würde sagen Ja aber auch nein, wie du selbst schon gesagt hast ist es eure Hochzeitsnacht, die solltet ihr auch nur zu zweit verbringen (Jeden Tag heiratet man ja schließlich nicht) und das du dich mir ihr so gut verstehst ist auch Super aber wenn meine Tocher so wäre (überall im Schränke wühlen und alles haben etc.) da würde ich paar Worte mit meiner Tochter reden wollen. Du musst einerseits bedenken, dass es seine Tochter ist. Also musst du es akzeptieren das sie dabei ist. An deiner Stelle würde ich mit ihm reden. Letzendlich findet man zu zweit immer eine Lösung.
Hoffe ich konnte weiterhelfen.


Antwort
von siggiiii, 41

Tja so ist das nun mal wenn man Kinder hat. In dem Alter musst du noch mit sowas leben ab Erzieherisch einwirken kann man natürlich trotzdem aber Erziehung ist ein Prozess.

Antwort
von patze86, 54

so wie ich das sehe, liegt das problem doch ehr beim mann oder? entweder kann oder will er seine tochter nicht erziehen oder kann sich gegen sie nicht durchsetzen. sich selbst und der frau nichtmal die hochzeitsnacht zu gönnen ist schon eine ziemliche hausnummer. und wenn sich da dann auch noch die schwiegereltern einmischen....omg.

ich glaube ihr habt da eine menge gesprächsbedarf und das würde ich so schnell wie möglich machen, bevor das problem immer größer und größer wird.

Antwort
von Sonnenstern811, 50

Zitat: "Drum prüfe, wer sich ewig bindet.."

Da dir die Umstände bekannt waren, hättets du das früher klären sollen oder die Konsequenz ziehen. Tut mir leid.

Antwort
von mariannelund, 8

würde mal sagen wenn die Hochzeitsnacht zu dritt mit der Tochter stattgefunden hat dann hat es vermutlich auch keinen Sex gegeben.

man sagt es kommt drauf an wer beim Hochzeitskuchen anschneiden die Hand oben hat der hat auch das Sagen in der Ehe.

nun zwischen Euch wird immer seine Tochter stehen, das war auch schon vorher so, wenn Du ehrlich bist.

er liebt seine Tochter über alles auch über Dich

und die Tochter spielt ihre Rolle gut und sie möchte auf keinen Fall vergessen werden

wie gewöhnt man einer Tochter das durchsuchen von Klamotten ab ? vieleicht hilft die Peinlichkeit etwas dabei

wenn etwas peinlich ist dann wird das schnell bewußt

auf jeden Fall würd ich zu einem Psyschologen raten der Dir hilft damit umzugehen

man kann im Leben nur sich selber ändern.

da er seine Tochter zwischen Euch stellt würd ich dies in bestimmten Situationen ausnutzen, zum Beispiel wenn er Sex möchte und Du keine Lust hast solltest Du darauf bestehen das die Tochter bei Euch schläft.

es wird der Tochter auch peinlich sein wenn ihre Freundinnen davon erfahren das sie im Elternbett schläft.

vieleicht schläft die Tochter ja mal bei einer Freundin und Du unterstützt sie dabei und das hilft der Tochter beim Abnabeln

Antwort
von elisabetha0000, 14

Das geht so gar nicht. Einem 12 jährigen Kind kann man sehr wohl liebevoll aber konsequent  Grenzen setzten, sonst wird sie weiterhin die Grenzen überschreiten.  Scheidungskind hin oder her, so wird den Kind nichts Gutes getan! Kinder nützen das schlechte Gewissen der Eltern aus.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community