Frage von dunnilein, 42

Hochzeitsfotografie, Tipps und Ratschläge?

Hallo :) bei meinem letzten Fotografie-Thema wurde mir wirklich wahnsinnig gut geholfen, jetzt geht es eine Stufe weiter...

Ich fotografiere Hobbymässig für meinen Blog & Instagram Account mit meiner günstigen aber guten Nikon D3300 und meinem lichtstarken 50mm 1.8G Festbrennweiten-Lieblingsobjektiv.

Einer Freundin gefallen meine Fotos sehr gut und jetzt hat sie mich gefragt ob ich mich in der Fotografie weiterentwickeln möchte und bei ihrer Hochzeit fotografieren könnte. Sie weiß dass ich mich nicht professionell damit auskenne und würde mir auch keine Vorwürfe machen wenn ich nicht jeden Moment perfekt einfange, aber ich möchte mich in der Hinsicht wirklich weiterentwickeln weil ich so wunderschöne Aufnahmen gesehen habe:

https://www.odernichtoderdoch.de/2016/11/15-tipps-die-eure-beziehung-retten-koen...

Jetzt meine Fragen: 1. Was ist das beste objektiv / die beste Kamera dafür ohne ein Vermögen auszugeben?

  1. Worauf muss ich besonders achten? Welche Einstellungen?

  2. Welche Tipps & Erfahrungdb haben die hochzeitsfotografen unter euch? :)

Danke für jeden Kommentar!

Antwort
von MaHi84, 20

Ich habe in der Vergangenheit einige Hochzeiten als Gast begleitet. Als offizieller zu fotografieren, habe ich stets abgelehnt. Hab' schon Freundschaften dran zerbrechen sehen.

Mit der Kombi 35mm und 85mm (KB) bin ich dabei stets gut gefahren. Alternativ ein lichtstarkes Zoom-Objektiv, dass den Bereich in etwa abdeckt. Welches genau, kann ich bei Nikon nicht sagen.

Wichtig ist, dass du eine Ersatzkamera parat hast, falls deine zufällig den Geist aufgibt. Ausleihen für den Notfall ist ausreichend.

Wenn du auch in der Kirche fotografieren sollst, solltest dich vorab mit dem Pfarrer kurz absprechen. Die haben da teilweise einige Regeln. Blitzen in der Kirche ist z.B. häufig unerwünscht, was aber auch sehr verständlich ist.

Apropos Blitz, für die spätere Feier solltest über einen Systemblitz (Aufsteckblitz) verfügen. Gewisse Situationen lassen sich ohne nicht einfangen. Der eingebaute der Kamera taugt nicht wirklich was, zumal direktes Blitzen eh seltenst schön wirkt.

DIE Einstellungen, mit denen du durch den ganzen Tag kommst, gibt es nicht. Ich passe meine mit wechselnder Lichtsituation stets aufs neue an. Kleine Fehler in der Belichtung korrigiere ich später in der Nachbearbeitung. Daher ist auch das RAW-Format eigentlich schon Pflicht.

Von Video2Brain (und auch anderen Anbietern) gibt es gute Einsteiger-Tutorials speziell zur Hochzeitsfotografie. Die kosten natürlich ein paar Euro.

PS: Dein IG-Profil habe ich erst nach Schreiben des Beitrags gelesen. Was deinen Look betrifft, sieht das ganze schon recht vielversprechend aus.

Antwort
von nextreme, 9

Ich denke mit dem 50F1.8 hast Du bereits alles. Die Hintergrundunschärfe kriegst Du mit einem Zoom so nicht hin, weniger Brennweite würde es auch nicht unbedingt bringen, da die Gefahr doch sehr groß ist, dass Du zu nah rankommst und zB die Gesichter lange Nasen bekommen. Mehr Brennweite hätte vielleicht noch etwas mehr Unschärfe nur läuffst dann Gefahr gar nicht so weit weggehen zu können damit noch was ins Bild passt. Und ständig Objektive zu wechseln ist auch nicht das Wahre. Da konzentrier dich lieber auf dein 50mm und geh vor und zurück für den Bildausschnitt.

Antwort
von munichprint, 5

Wie immer in der Fotografie, gibt es nicht den Tipp!

Allerdings kann es ja keine gute Freundin sein, wenn Sie dich auf Ihrer Hochzeit fotografieren lässt.

Wenn du dir eine Kamera leihen willst, nimm doch eine D750. Leihen liegt generell preislich im Rahmen. Mit deiner Kamera kannst du die Hochzeit schon fotografieren, musst halt Abstriche bei Dunkelheit machen.

Bei den Objektiven gibt es eigentlich keine Empfehlung, hier wird mit allem fotografiert was es auf dem Markt gibt. Das ist eher ein persönliches Empfinden.

Wichtig bei einer Hochzeitsreportage ist, die besonderen Momente einzufangen, die Freudentränen, den First Look, die vielen kleinen Dinge die passieren können, etc. Must have sind u.a. First Look, Ringtausch, der Kuß, Torte anschneiden, Brauttanz, jeden Gast bzw. Pärchen einmal fotografieren uvm.

Eine Hochzeitsreportage ist wirklich sehr umfangreich, deshalb könnte man mit den Tipps ein Buch schreiben. Ich persönlich arbeite mit zwei Kameras, einer Vollformat und einer MFT. Als Objektive verwende ich 15m, 20m, 35, 50mm, 85mm und 70-200. Ich verwende gerne mehrere Objektive, da jedes seinen eigenen Charakter und Bildwirkung hat. Außerdem verwende ich den Blitz meist nur abends bei der Party, da benutze ich allerdings bis zu 4 Blitze im Raum verteilt.

Bilder von mir kannst du bei Instgram unter fotograf.muenchen.c.diehle oder FB oder auf meiner Homepage sehen.

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