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Hochgefühl durch Todesnähe - Wie soll ich mich verhalten?

gefragt von eisbonbon am 18.01.2009 um 14:18 Uhr

Es gibt jemanden in meinem Freundeskreis der gerne mit sehr sehr hoher Geschwindigkeit und getunten Fahrzeugen fährt und von sich sagt sein Leben ist dann endgeil, wenn er dem Tod sehr nahe ist. Kann mir jemand was dazu erklären und mir einen Ratschlag geben kann wie man sich hier am besten verhält? Ich möchte ja nicht eines Tages an seinem Grab stehen müssen :(


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wernilein
beantwortet von wernilein am 18. Januar 2009 14:22
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erkläre ihm doch bitte mal ,das auch Unschuldige unterwegs sind...


weltbummler
beantwortet von weltbummler am 18. Januar 2009 14:22
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In solchen Situationen wird vom Körper Adrenalin ausgeschüttet, und das kann eine Sucht erzeugen.

Das selbe passiert beim Joggen. Wenn Du ihn dazu bringst, regelmäßig zu joggen, kann er seine Sucht vielleicht mit weniger Gefahr für ihn und Dritte ausleben. Bugee-Jumpen kann auch funktionieren, aber das ist auf einer regelmäßigen Basis zu teuer.

Ansonsten, ein Fall für den Psychologen, und im schlimmsten Fall leider Führerschein sicherstellen lassen, weil Ihr Freund mit seinem Verhalten andere gefährdet.

Kommentar von eisbonbon am 18. Januar 2009 14:23

vielen dank für die antwort! hat mir schon sehr weitergeholfen! dh!

Kommentar von Simple_avatar2smallweltbummler am 18. Januar 2009 14:25

Ergänzung, ist eben beim Schreiben untergegangen: Neben Adrenalin werden insbesondere auch Endorphine (körpereigene Morphine)ausgeschüttet, die wir Opiate wirken. Bitte die oben gemachte Aussage auf diese Substanzen erweitern

Kommentar von meeresfee am 18. Januar 2009 14:29

danke, das erklärt es sehr gut wozu es zu dieser sucht kommt. leider möchte er auf gar keinen fall eine therapie machen, da er bereits schlechte erfahrungen hat. den führerschein entziehen zu lassen geht für mich persönlich entschieden zu weit, das würde ich nie tun. gibt es denn keine andere lösung?

Kommentar von Simple_avatar2smallweltbummler am 18. Januar 2009 22:57

JOGGEN!


anonym
beantwortet von merle1611 am 18. Januar 2009 14:21
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es könnte ja auch unschuldige treffen.mal zu einer beratungsstelle gehen.auf jeden fall mal auf ihn aufmerksam machen


Agnes10
beantwortet von Agnes10 am 18. Januar 2009 14:24
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Solche Menschen leiden oft an Komplexen, an Minderwertigkeitsgefühlen. Vielleicht versuchst du deinen Freund mal zu einer Therapie zu überreden. Sein Verhalten bringt ja außerdem nicht nur ihn in Gefahr sondern u. U. unschuldige Verkehrsteilnehmer.


donnerunddoria
beantwortet von donnerunddoria am 18. Januar 2009 14:30
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Umgangssprachlich wird oft vom Geschwindigkeitsrausch bzw. vom „Kick“ oder „Thrill“ gesprochen, bei dem es zu einer erhöhten Hormonausschüttung kommen soll. Dieses Phänomen ist zwar von subjektiven Gefühlen der erhöhten Aktiviertheit begleitet, jedoch wurde noch nie mit empirisch wissenschaftlichen Methoden im Rahmen einer standardisierten Versuchsreihe untersucht, ob es tatsächlich zu hormonellen Veränderungen kommt, während man in einem Auto „dahinrast“, der Körper aber selbst relativ unbewegt verharrt. Insbesondere das Hormon Adrenalin, aber auch Endorphine werden in diesem Zusammenhang genannt.

Überhöhte Geschwindigkeit wird auf den ersten Blick der Unfallstatistik für die Mehrzahl der Verkehrsunfälle verantwortlich gemacht. Bei diesem allgemeinen Zugang bleibt aber offen, ob es sich um situationsspezifisch überhöhte Geschwindigkeit gehandelt hat, oder um Überschreitung der ziffernmäßig erlaubten Höchstgeschwindigkeit.

Rasen mit einem Kraftfahrzeug bedeutet, dass bewusst jene Geschwindigkeiten hergestellt werden, die im Grenzbereich der Fahrphysik liegen, wobei bewusst ein Risiko in Kauf genommen wird, welches über dem allgemein akzeptierten Risiko für den Straßenverkehr liegt. Der Zweck des Rasens ist vorwiegend bewusst, aber auch unbewusst primär emotionaler Natur.

Quelle: http://www.gutefahrt.at/institut/uploads/pdfs/23.pdf

Kommentar von eisbonbon am 18. Januar 2009 18:05

danke


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