Frage von Ari1805 22.01.2012

Hirnblutung im Stammhirn und künstliches Koma

  • Antwort von IlkaRuSti 22.01.2012
    7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Hey, Ari1805,

    Erst einmal möchte ich Dir schreiben, dass ich nachvollziehen kann, wie sehr Du bangst, um das Leben und auch den Gesundheitszustand Deines Vaters. Und so sehr Du auch hoffst, so weißt Du sicherlich, eine verläßliche, gute Antwort, die Dir Sicherheit geben könnte, das alles doch gut werden möge...... kann eigentlich keiner geben, so sehr ich mir das für Dich auch wünschen möge. Selbst Mediziner könnten hier keine vorhersagen wagen, weil sie nicht wirklich wissen können, wie groß die Überlebenschancen sind, und ob Dein Vater wieder gesund wird. Die Vorraussage, das jemand zum Pflegefall wird, kann sich gewiss auch mal ändern, aber, eher ist davon auszugehen, dass die Ärzte, die das sagen, wissen, was sie Dir mitteilen. Das ist schwer auszuhalten, besonders dann, wenn man "hilflos" vor dem Bett des nahestehenden Menschen steht, den man sooo sehr liebt und von dem man weiß, er hätte diese Situation ganz bestimmt nicht so gewollt.

    Ob Dein Papa Schäden zurück behält oder, wie groß sie sein werden, wichtig ist doch, dass er dann so wenig, wie möglich leiden muß, vielleicht auch noch einmal ein Lächeln auf seinem Gesicht zu sehen sein wird und Du und Deine Mutter dazu beitragen könnt, dass er trotzdem lebt, das er ohne gorßes Leid noch Momente hat, die er ertragen kann, wo ihr sehen könnt, sein Leben ist für ihn noch lebenswert,.... auch ohne, dass er es in Worte fassen kann. Das können seine Augen ausdrücken, oder eine Geste, ein Händedruck, kann vermitteln, danke, das ihr da seid, danke, dass ich diesen Moment erleben darf. Aber.... zurzeit seid ihr noch in einer anderen Situation.... keiner kann vorher sehen, wie es weiter geht, Euch bleibt das Bangen um den geliebten Menschen. Ihr müßt jetzt stark sein, ihr müßt versuchen, die Situation so zu nehmen, wie sie ist, voller Ungewissheit und so, wie Du es beschreibst auch nicht gerade hoffnungsvoll. Aufgeben solltet ihr die Hoffnung nie, weil schon ein Lächeln, ein Blick oder ein Händedruck Euch zeigen könnte,...... ich freue mich, dass ihr bei mir seid. Jetzt kann Dein Vater das nicht signalisieren. Durch das künstliche Koma, dürft ihr aber hoffen, dass er nicht sehr leidet und das ist es doch, was ihr Euch für ihn wünscht. Haltet an diesem Wunsch fest und solange muss er noch nicht auf einer Pflegestation sein. Die Intensivstation bietet die Versorgung, die jetzt gegeben werden kann und jeder Tag wird zeigen, ob aus dem Bangen auch mal wieder Zuversicht und Gewissheit erwächst. Genau so gut kann es sein, dass er es leider, leider nicht schafft. und dann solltet ihr so stark sein und Euch für ihn freuen, dass er nie ein Pflegefall wird. Ich habe auch schon zweimal eine ähnliche Situation mit nahen Angehörigen erlebt und einmal ging es auch um eine solche Hirnblutung. Einmal habe ich erlebt, das eine nahe Angehörige es nicht geschafft hat, .... ging aber um eine andere plätzliche Erkrankung. Dennoch mischte sich zu der dann sich einstellenden Trauer, die Gewissheit, sie hat nicht erleben müssen, ein Pflegefall zu werden, Für meine Mutter wäre das sehr schlimm gewesen. Dennoch gibt es auch Menschen, die immer betonen, sie wollen und können sich nicht vorstellen, so auf fremde HIlfe angewiesen zu sein, ein Pflegefall zu werden.... und so mancher hat dann, aus der Krankheit heraus erkannt, dass er sich nach dieser Versorgung sehnt, weil er Gewissheit hat, nicht mehr ohne die Versorgung einer Pflegeeinrichtun klar zu kommen. Da dürft ihr auch drauf hoffen........

    Ändern könnt ihr nicht, was eintreten wird, ihr könnt nur tapfer den Weg annehmen, der sich Euch aufzeigen wird.

    LG

  • Antwort von Rheinflip 22.01.2012
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ihr könnt zur Zeit nicht mehr machen als abwarten und ihm die Hand halten. Er wird auch im Tiefschlaf merken, das da jemand ist, der ihn hält.

    Wie es weitergeht kann euch niemand sagen. Es ist alles möglich, auch ziemlich vollständige Wiederherstellung.

  • Antwort von Paula1234 22.01.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Eine ehrliche - vernünftige Antwort - können dir wirklich nur die behandelnden Ärzte geben .. die den Fall ganz genau kennen. Ich weiß, du greifst zu jedem Strohhalm ... ich möchte jetzt nicht mit dir tauschen ...

    Kann dir leider kein positives Beispiel nennen .. hab mal ein negatives erlebt, davon will ich jetzt aber nicht schreiben.

    Drücke dir und deiner Ma ganz fest die Daumen, dass alles gut wird .. und sprecht mit dne Ärzten ... toi, toi, toi ...

  • Antwort von Ossibraut23 22.01.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Oh du Arme:( Ich kenne das... So ähnlich war es bei uns letztes Jahr im Juni... Am Pfingstsonntag... Dieselben Symptome... Nur war es bei meinem Papa ein bösartiger Hirntumor, der aber ähnlich war und unter anderem dasselbe Steuerungszentrum wie bei deinem Papa betroffen hat... Sachen am Gehirn sind nie gut, aber eine Diagnose wird dir hier keiner geben können, da musst du die Ärzte fragen. Ich weiß, dass das jetzt eine verflucht schwere Zeit ist, aber such dir Halt bei deiner Familie, besonders deine Mutter und falls du hast jüngere Geschwister brauchen dich! Nehmt alle Hilfe an und habt Hoffnung! Sucht wenn ihr habt alle Sachen zusammen, kümmert euch um Vorsorgevollmachten, usw...

    Vllt hilft dir das hier weiter:

    http://www.das-schlaganfall-forum.de/Forum/Das-Schlaganfall-Forum-Allgemein/Schl...

  • Antwort von Gwalda 22.01.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Wünsche Dir ganz viel Kraft und eine positivie Wendung. Ich kann leider Deine Fragen nicht beantworten, weil ich nicht die medizinischen Kenntnisse habe und auch nicht ähnliche Erfahrungen. Hoffe, dass Dein Beitrag nicht gelöscht wird (manchmal passiert sowas, weil Du eher Erfahrungen berichtest als Fragen stellst. Wobei Du ja Fragen stellst.) Jedenfalls alles Gute! Deiner Familie, Dir und Deinem Vater.

  • Antwort von sigsauer 08.10.2012

    kann ich nicht ganz verstehen, bei hirnblutung verplempert man keine zeit mit irgendwelchen tbeatmungsgeräten.da wird umgehend der schädel geöffnet und die blutung gestoppt mehr kann ich nicht sagen.

  • Antwort von Daddysgirl1505 15.08.2012

    Hallo mein Papa liegt seid 3 Monaten im Koma nachdem er böse die Treppen gestürzt ist. Erst sah alle gut aus bis er im Kh in die Reha gekommen ist und nach 1Tag wieder in ein Kh vor Ort..es sieht wirklich nicht gut aus..die rechte Gehirnhälfte existiert nicht mehr...der Arzt meinte wenn er aus dem tiefe Koma ja erwacht dann ist da nicht mehr viel..trotzdem möchten wir ihn im Zusammenhang mit 24Stunden Pflege nach Hause holen. was ist eure Meinung evtl. Erfahrungen mit Kompetenten zu Hause zu pflege? Wäre über jede Antwort dankbar gif. auch an Kontakt interessiert um sich auszutauschen.

  • Antwort von Ciindyx3 14.07.2012

    Ohu :( Ich erlebe grade leider genau das Gleiche mit meinem Vater ._. Er wurde seid gestern in ein künstliches Koma gelegt :c Aber die Werte verbessern sich nicht & die Ärzte sagten, dass es eine 50;50 Chance ist :( Da kann man nichts anderes machen, als abwarten & hoffen ;( ....

  • Antwort von Cengiz46 01.07.2012

    Hallo ich stecke genau in der selben situvation wie du

    Wie geht es deinem vater?

  • Antwort von Shogun1000 22.01.2012

    Hmm, das tut mir sehr leid für dich.

    Eine Blutung im Stammhirn ist sehr, sehr schlecht. Dort sitzen die Bereiche im Gehirn die für alles wichtige Zuständig sind. Körpertemperatur, Atmung, Herzschlag, etc.

    Ich frage mich allerdings auch, warum er Blutverdünner bekommt, bei einer Einblutung. Wenn es ein Schlaganfall wäre, wäre das vollkommen verständlich, aber wenn er eine Einblutung, z.b. durch eine geplatzte Aterie hat... das fänd ich merkwürdig. Aber gut, die Ärzte werden hoffentlich wissen, was sie tun.

    Die zusätzliche Lungenentzündung ist leider kein gutes Zeichen... ich hoffe natürlich für euch alle, dass es sich zum Guten wendet, aber ehrlich gesagt muss ich gestehen, dass bei einer solch ausgeprägten Symptomatik eine Heilung eher unwahrscheinlich erscheint.

    Liebe Grüße,

    Shógun

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