Hirnblutung erst Tage oder Wochen nach SHT?

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4 Antworten

In der Regel handelt es sich bei den Blutungen, die erst verzögert Beschwerden verursachen, um Subduralblutungen. Dabei reißen durch eine Scherverletzung so genannte Brückenvenen ein, die Blut durch die harte Hirnhaut (Dura mater) transportieren.

Da es sich um eine Blutung aus Venen handelt, kan diese relativ langsam vorranschreiten und über Tage und Wochen zu einem großen Bluterguss im Schädel führen.

Alte Menschen sind besonders häufig betroffen, da sie häufiger stürzen, häufig Gerinnungshemmer einnehmen oder Lebererkrankungen haben und mentale Veränderungen oft nicht gleich bemerkt werden.

Andere Blutungen, die nach einem Sturz aus Arterien entstehen (Epidural- und Subarachnoidalblutungen) haben dagegen meist einen schnelleren und schwereren Verlauf.

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Kommentar von andreablablubb
10.10.2016, 00:12

super, vielen vielen Dank 😊

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Da gibts ne Menge Möglichkeiten. Z.B. kann sich mit der Zeit ein Gefäss-Aneurysma ausbilden, welches wächst und irgendwann zur Ruptur kommt. Je nach Beanspruchung, intraktranialer Druckverhältnisse etc. kann dies unterschiedlich lange dauern. Wird bei einem SHT der intrakranielle Raum verändert, betrifft dies auch die Raumverhältnisse, den CSF-Fluss etc.

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Kommentar von andreablablubb
08.10.2016, 10:07

super Erklärung, vielen Dank 😊

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Eine kleine Blutung wird erst Stunden oder Tage später bemerkt, also dann, wenn die Blutung das Hirn "eindrückt". Ebenfalls können kleine An-Risse in einem Gehirngefäß durch spätere Blutdruckspitzen aufbrechen und eine Blutung verursachen.

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