Frage von viersechs, 74

Vergleiche die Lehre vom ewigen Kreislauf der Welt mit den Vorstellungen der drei Schriftreligionen Judentum Christentum und Islam. Kann mir jemand helfen?

Es geht um Hinduismus. Kann mir jemand helfen? Bitte, ich finde nirgendwo die Antwort...

Antwort
von RobinsonCruesoe, 28

Mein klischeehafte Kenntnis vom Hinduismus vorausgesetzt, setzt dieser den ewigen Kreislauf der Welt voraus. Das Zeitverständnis, das in ihm zum Ausdruck kommt, ist also zyklisch. Zyklische Zeitvorstellungen finden sich in der Bibel z.B. im Buch Kohelet. Insgesamt aber beruht das biblische Denken auf einer linearen Zeitvorstellung: es kann dem einzelnen Menschen so vorkommen, dass immer dasselbe passiert ("nicht Neues unter der Sonne"), aber die Schöpfung selbst läuft auf ein Ende hinaus. Wie wir uns dieses Ende vorzustellen haben, ist Gegenstand religiöser Spekulationen.

Im Hinblick auf unsere Kultur ist der Gedanke einer linear verlaufenden Zeit ungeheuer wichtig und prägend, vor allem im Hinblick auf persönliche Erwartungen und Hoffnungen, die man an die (eigene) Zukunft hat. Streng genommen gibt es in einer zyklischen Chronologie keine echte, neue Zukunft. Genau das ist aber das Postulat der christlichen Offenbarung: es wird alles besser, neuer, schöner...Eine neue Erde!

Antwort
von AbuAziz, 18

Was soll denn die Lehre vom ewigen Kreislauf der Welt sein. Es gibt keinen ewigen Kreislauf. Allah erschafft immer wieder alles neu. Das sieht man doch. Jeden Frühling kommen neue Pflanzen, Tiere werden geboren und sterben.

Menschen werden geboren und sterben und warten nach dem Tod im Grabe(eigentlich Barsach) auf den Tag der Auferstehung und damit zum Ende dieser Welt. Dann richtet Allah über jeden einzelnen Menschen. Entweder er geht ins Paradies oder in die Hölle.

Antwort
von suziesext06, 26

orthodoxes Judentum (stützt sich auf Torah und Talmud) und Sunnitentum (stützt sich Koran und Sunna) sind die klassischen Strafrechtsreligionen: es werden eine Unzahl Einzelvorschriften präsentiert, die der Gläubige minutiös zu befolgen hat, wo nicht, wird er durch Gottes Gericht zur Hölle verdammt.

Christentum kennt ein Gottes Gericht an der Schwelle des Absterbens, bei dem die Haltung und innere Einstellung im gesamten Lebensrückblick des Sterbenden gesichtet und geprüft wird: danach entscheidet es sich, ob der Sterbende zur beglückenden Schau Gottes gelangen kann. Im Christentum entscheidet also immer die innere Einstellung, und nicht die Einhaltung irgendwelcher äusserlicher Regeln darüber, ob du ein guter oder nicht guter Mensch bist oder warst.

Hindus glauben in der Mehrzahl nicht an göttliche Totengerichte, sondern an eine endlose Seelenwanderung, bei der das, was du getan und nicht getan hast (dein Karma), darüber entscheidet über den Ort und die Art deiner künftigen Wiedergeburt.

Antwort
von 65matrix58, 25

Jede Figur hat einen, der die Figur erstellt hat . Wenn wir das jz vergleichen...Gott kann somit unmöglich von jemanden geformt bzw. erstellt sein. weil er somit von jemand anderem abhängig wäre. Zweitens wäre Gott somit von der Zeit gefangen also Zeitabhängig. Gott ist ja der eine, was von ihm alles anhängig ist. Und er muss auch Zeitunabhängig sein, damit er die Allmacht hat. also würde er sich nicht zu nem Blauen Wesen wandeln... oder zu nem Menschen und drittens hätte das keinn sinn.
wenn du was nicht verstanden hast kannste fragen

Antwort
von waldfrosch64, 13

Christliche Glaube

Geht von Schöpfung aus .Schöpfung bedingt einen Schöpfer,daher steht die Schöpfung dem Schöpfer gegenüber .

Ist also  nicht von gleicher Substanz wie das im östlichen Konzept der Fall ist .Daher ist Beziehung möglich .

Der Mensch als Individuum ist jeder einzelne von Gott ins Leben gerufen also gewollt mit all seinen Schwächen und stärken .So wie er seine Natur vorfindet .Welch er aber veredeln soll .Da er eine innere Gebrochenheit in sich trägt (Erbsünde )

Die Bibel das  AT und das NT (Testament = Zeugnis ) ist das Buch welchem wir eine konkrete Sache entnehmen können, welche sich in der Konkreten Zeitlinie abgespielt hat ,es ist der Verlauf der Selbstoffenbarung Gottes der sich in dieser Welt in einer konkreten Zeit an einem Konkreten Ort gezeigt hat .

Angefangen (nach dem Bruch zwischen Mensch und Gott ),in einem ersten Schritt bei Noach als Verheissung für alle Völker ,danach bei Abraham ,Isaak ,Jakob ,dann bei Mose mit  dem er bereits ein ganzes Volk aus der Sklaverei führt .Danach über die Richter ,die Propheten und und am Ende sprach er sein Letzten Wort in Jesus Christus .
In dem er sich so zeigte wie er wirklich ist und in dem er uns ein Abbild seiner selbst gab .Ein roter Faden zieht sich also von Genesis bis zum Ende der Bibel und daher wissen wir was konkret Gott von uns will .
(Hier hat Abraham und Mose laut Bibelwissenschaft ein konkrets Datum : ca 18 /19 hundert vor Christus und Mose ca 12/13 hundert vor Christus .)

Jesus Stirbt in letzter Konsequenz  als makelloses Opfer für uns am Kreuz und ist am dritten Tag auferstanden .Er fügt sich ein in den alten Opferkult der Juden( welcher ab dem Zeitpunkt auch sein Ende findet ) ein .

So wird Christus jedem einzelnen von uns zur Brücke zum letzen Ziel und unsrer eigentlichen Bestimmung seit Anbeginn . der Auferstehung  welche nicht im Paradis sein wird ,sondern in der Gegenwart Gottes .der sich konkret in dieser Welt in drei Existenzweisen gezeigt hat : 

  • Als Schöpfer = Vater 
  • Erlöser =Sohn 
  • Wirker Vollender = Heiliger Geist.
  • Der Christ bekommt also die Erlösung also geschenkt ,aus Liebe ,er muss sie aber wollen und aktiv durch Glaube und Taufe annehmen .
Kommentar von waldfrosch64 ,

Der Islam 

beruft sich darauf die Ur Religion zu sein und schon vor dem Judentum  und Christentum Bestand  gehabt zu haben  .Dies Ist jedoch faktisch und historisch  unmöglich da er erst nach 630 entstanden ist ,durch die Visionen des Mohammeds .

Der Koran  übernimmt die Schriften der Juden zum Teil ,schreibt aber den Protagonisten andere Handlungen  ,Worte und auch andere Stammbäume zu .Daher sind der Koran und das Alte Testament der Juden etwas völlig anderes .

  • Der Islam setzt die Heilsgeschichte der Juden welche sich laut christlichem Verständnis in Jesus erfüllt gänzlich ausser kraft .Der Islam geht daher auch von Schöpfung aus.
  • Aber anerkennt im Gegensatz zum Christentum Jesus von Nazaret nur als gewöhnlichen Propheten an .der gute Werk angemahnt hat .
  • Der Islam lehrt eine Prädestination lehre .Das bedeutete dass ein Mensch entweder für den Himmel oder für die Hölle bestimmt ist ,Laut Islamischer Lehre  bist dualso  für einen gewissen weg vorbestimmt.Selbst ,wenn du allesrichtig machen würdest ab  hier :konvertieren ...und die 5 Säulen desIslam befolgen würdest....hättest du keine Gewissheit gerettet zu sein andererseits betont der Koran die Verantwortung jedes Menschen. Jeder Mensch wird sich im Jüngsten Gericht vor Allah verantworten müssen, wenn er nicht auf die Mahnungen der Propheten gehört hat. Der Koran benennt als Gründe für die Abwendung mancher Menschen vom Islam deren „Widerspenstigkeit“ (Sure 4,13-14). Alles, was ein Mensch während seines Lebens getan hat, wird in einem Buch niedergeschrieben,um dann hervorgeholt zu werden (17,4). 

Sure2,286:Zitat:______________Allah

erlegt keiner Seele mehr auf, als sie zu leisten vermag. Ihr kommt (nur) zu,
was sie verdient hat, und angelastet wird ihr (nur), was sie verdient hat.
„Unser Herr, belange uns nicht, wenn wir (etwas) vergessen oder einen Fehler
begehen. Unser Herr, lege uns keine Bürde auf, wie Du sie denjenigen vor uns
auferlegt hast. Unser Herr, bürde uns nichts auf, wozu wir keine Kraft haben.
Verzeihe uns, vergib uns und erbarme Dich unser! Du bist unser Schutzherr. So
verhilf uns zum Sieg über das ungläubige Volk!“ ____

Der Koran löst diese offensichtliche Spannung zwischen der Verantwortung des Menschen und der Allmacht Allahs nicht auf, sondern lässt beides nebeneinander stehen. Einige Koranverseverbinden sogar beide Seiten miteinander: Weil manche Menschen gesündigt haben,ndem sie ihre eigenen Vorstellungen zu ihrem Gott erklärten, hat „Allah siemit Bedacht irregeführt“ (45,23). Genauso bei  Sure 18,57 wo beide Seiten als Verantwortliche gelten : der Mensch entscheidet sich für dasBöse und wendet sich von der Botschaft des Islam ab. Zugleich   machtAllah ihn unfähig, das Richtige zu hören, selbst wenn ihm weiter der Islam verkündigt wird (vgl. auch 42,13).

 – Wenn in der Bibel in ähnlicherWeise davon die Rede ist, dass Gott „kräftige Irrtümer“ sendet (2. Thess 2,11f), ist das in der Regel deutlich dargestellt als Gericht dafür, dass Menschen „der Wahrheit nicht geglaubt haben, sondern Lust hatten an der Ungerechtigkeit“ (2. Thess 2,12).

  • Sofern der Mensch also für den Himmel vorbestimmt ist, erlöst er sich dann durch die genaue Einhaltung der  5 Säulen des Islams Der Hadit und der Scharia welche die Grundlagen des Islams sind eigentlich selbst .
  • Das Ziel ist das Paradies wo alle irdischen Genüsse ( auch die hier verbotenen ) Wie Alkohol etc...erlaubt sein werden .
Antwort
von chrisbyrd, 18

Überhaupt nicht...

Ich glaube an die Worte der Bibel. In Hebräer 9,27-28 steht: "Und so gewiss es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht."

Das ist auch ein großer Trost, nicht immer wieder ein Erdenleben durchlaufen zu müssen. Wenn man sich mit dem Hinduismus und Buddhismus beschäftigt, die an Reinkarnation glauben, stellt man fest, dass dieses Konzept dort auch recht negativ gesehen wird, da das Ziel ist, dem Kreislauf der Wiedergeburten zu entfliehen und ins Nirwana einzugehen.

Als Christ freue ich mich sehr darauf, nach dem Tod ein Leben in Herrlichkeit bei Gott haben zu dürfen und kann nur jeden in aller Freiheit dazu einladen, auch dabei sein zu wollen. Dazu muss man nur an Gott glauben und ihm vertrauen...

Antwort
von waldfrosch64, 13

kann leider nur hier weitermachen :

Der Buddhismus

Welcher eine Abwandlung der Hindulehre ist ,ist
im Aufbau vom Weltbild  ähnlich und geht
auch von Emanation aus ,hat aber keine Götter im Urbuddhismus .Verwendet aber zum Teil andere Begriffe .

Der Buddhismus ist mit vielen alten östlichen Religonen und Philosophien vermischt ..und keines Wegs einheitlich .

Hier muss nichts zurückgeführt werden, da diese Lehre dem
Mensch keinen Wesenskern zuschreibt (Anatmanlehre ),und auch nicht in dem Sinne an Wiedergeburt glaubt wie der Hindu ,denn hier ist nicht unbedingt der Mensch selber  für sein Dasein verantwortlich sondern irgendein Mensch vorher kann einen Impuls ausgesendet haben …und dein Dasein angestossenhaben ,daher ist der Sinn eher ,hier einen Weg zu haben mit dem Leiden das jeden trifft im Leben gut umzugehen zu können .Nichtsmuss zurückgeführt und nichts erlöst werden .Also eher ein AtheistischesSystem  ein Philosophie .

Nirwana ist hier für jeden individuelles Glück und kann alles mögliche sein .Das sitzen auf einem Berg etwa wo du alles hinter dir lassen kannst .Das Ziel ist auch ,selbst keine Impulse anzustossen ,also kein Karma zu generieren im Guten wie im Schlechten ..

Antwort
von waldfrosch64, 17

Der Hinduismus

Geht von einem Urgrund Allens seins der einen natürlichen Drank sich zu entfalten hat aus .Dieser  Vorgang heisst: Emanation

Stell dir einen  Milchtopf vor der überkocht ,alles was jetzt  aus dem Topf überfliesst ,also der Ausfluss, ist dann die Materielle Welt  die so entsteht : Mensch ,Universum ,Flora ,Fauna .In diesem Urgrund wohnen die drei Hauptgötter : Brahma ,Shiva,Vishnu .Welche sich auch in der Materiellen Welt inkarnieren können um die Lehre und Moral etwa wieder neu herzustellen .( Beispiel Krisna )

Und oder dem  Menschen beizustehen in seinem Erleuchtungsprozess,diese  Erleuchtung ist nötig   in dem er sich klar darüber wird, dass er ein Teil dieses Urgrundes  in sich trägt (ATMAN) Erleuchtung ist also Voraussetzung um sein Ziel anpeilen zu können und zu erreichen . 

Der Mensch findet also sich wieder in dieser  Materiellen Welt und sieht:es wird geboren und gestorben alles ist vergehen und neu werden ... immer neu ,also ist er im grossen ewigen Kreislauf des Werden und Vergehens .Im Rad der Wiedergeburt (Samsara ) Welcher durch das Gesetz von Ursache und Wirkung in Gang gehalten wird .(Karma Gesetz )

Ziel ist es auszusteigen aus dem Kreislauf des Lebens und das Rad der Wiedergeburt  anzuhalten welches einem, wie ein Räderwerk zur neuen Reinkarnation wirft ..... Sich also kein Karma mehr zu schaffen weder im positiven noch im negativen Sinne .Denn alle Gefühle ,Anhaftungen leidenschaften  im positiven und negativen sind hier hinderlich .

Und somit einzugehen in den Urgrund Allens seins (Nirwana = verwehen ,verlöschen ).Davon wird der Mensch kein Bewusstsein haben .Wie ein Tropfen im Meer ..wird er verschmelzen mit den Grossen Ganzen .

 Also ein reine Selbsterlösung .



Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community