Frage von bockwurst2015, 188

Was muss ich hier tun um eine MPU zu absolvieren bei einer Sperrfrist?

Hallo zusammen, mir wurde per Gericht der FS entzogen und eine Sperrfrist von 1Jahr auferlegt. Eine MPU muss ich auch wahrscheinlich absolvieren. Kann mir jemand helfen um mir zu sagen, wo und wie ich mich nun verhalten soll? Kann ab den 01.03.16 eine Neuerteilung beantragen. Vielen Dank im voraus

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von nancycotten, Community-Experte für MPU, 54

Hallo bockwurst,

ich möchte dir hier mal eine konkrete Antwort auf deine Frage geben, denn diese hast du bisher leider nicht bekommen, sondern nur Moralpredigten die dir nicht weiterhelfen und mit einer MPU-Vorbereitung nicht viel zu tun haben :-(

Zunächst: 1 Jahr FE-Entzug ist für einen Ersttäter in deinem Promillebereich eine vollkommen normale Sperrfrist. Dein Anwalt hat da sicher nicht allzuviel gemacht....aber okay. Übrigens: Anwälte kennen sich mit den Voraussetzungen die für eine MPU erfüllt sein sollen in den meisten Fällen nicht aus... ;-)

Nachdem du deinen Neuantrag bei der FSSt. im März 2016 gestellt hast dauert es einige Wochen und dann wirst du von deiner Behörde eine Aufforderung zur MPU bekommen (ab 1,6‰ zwingend). Diese kannst du dann auch im Zeitraum deiner Sperrfrist machen.

Wichtig ist jetzt wie du künftig mit dem Alkohol umgehen möchtest. Willst du künftig kontrolliert trinken oder abstinent leben? Bei letzterem wäre es besser wenn du entsprechende Nachweise bei der MPU hättest. Diese sind zwar lt.  Begutachtungsleitlinien nicht ausdrücklich vorgeschrieben....in der Praxis funktioniert es aber besser wenn man welche hat...

D.h. du solltest (im Falle einer Abstinenz) diese mit Haaranalysen oder Urinscreenings untermauern. Die Vorbereitung auf das psych. Gespräch kannst du mit einem VP machen; du kannst dich aber auch erstmal an eines der MPU-Foren im Netz wenden. Hier kann vorab schon einmal geschaut werden wie tief deine Alk.problematik war und welche weiteren Schritte du machen kannst. Gf-net ist dafür definitiv nicht die richtige Plattform.

Gruß Nancy

Kommentar von bockwurst2015 ,

Hallo Nancy,

Vielen Dank für deine Hilfe. Wenigstens eine die meine Frage beantwortet hat. Super. Dann werde ich mich mal bei einem VP über ein Gespräch erkundigen. 

Vielen Dank 

Kommentar von bockwurst2015 ,

Es ist wirklich traurig, dass man hier ein leben vorgezeigt bekommt was man gar nicht führt. Bzw. das seine Worte umgedreht werden. Ich habe einen Riesen Fehler gemacht, dass weiß ich! Aber das andere Leute meine erzählte Geschichte als nicht wahr werten ist unterste Schublade. Meine Frau hat sich gestern die ganzen Post durch gelesen und War fassungslos. (Wie zum Beispiel die Aussage,das ich noch Lust hatte zu feiern und meine Frau wollte wohl angeblich nicht mehr! So ein quatsch! !!! Wir sind zusammen nach hause gefahren, weil ich eigentlich den nächsten Tag wieder los fahren musste. Und nicht weil meine Frau keine Lust mehr hatte) aber anscheinend wissen andere Leute über mein Leben mehr Bescheid als ich selber.

Also nochmal vielen Dank für deine einzige klare Aussage. 

Kommentar von Abuterfas ,

Guten Morgen allerseits!

Runtergebrochen auf

wo und wie ich mich nun verhalten soll?

Zitat von mir :

Hallo!

Vorab ein Gespräch bei einem Verkehrspsychologen führen und Dich beraten lassen. Dort erhältst Du Informationen über das weitere Vorgehen.

Leider erschließt sich mir jetzt nicht, wo ich mich da missverständlich ausgedrückt habe.

Alles weitere, von mir Geschriebene, bezieht sich auf folgende Kernaussage:

Würde man auch eine MPU ohne Vorbereitung schaffen?

Habe mich gründlich über mein Fehlverhalten auseinander gesetzt. 

Ich gebe zu dass ich mich hätte kürzer fassen können, nur wollte ich folgendes aufzeigen (nur meine Meinung):

Ohne eine richtige Vorbereitung wirst Du die MPU zu fast 100% nicht schaffen. Richtig ist aber, da gehe ich komplett konform mit Nancy, dass diese Seite nicht die Beste dafür ist.

http://www.verkehrsportal.de Vielleicht schaust Du da auch mal vorbei.

Grüße

Antwort
von experience56, 105

Die eigentlichen Tests, die da gemacht werden, sind einfach und sollten kein Problem sein. Aber das eigentlich Schwierige ist das Gespräch mit dem Psychologen und da scheitern auch viele. Der will nämlich nicht hören "Ich will das auch nie wieder tun!" sondern dass man sich intensiv mit seinem Fehlverhalten beschäftigt hat. Sollte es wegen Alkohol sein, bedeutet das regelmäßiges Feststellen der Leberwerte beim Arzt und Aufarbeitung des Themas "Warum habe ich getrunken, trinke ich regelmäßig ?" Eventuell muss man sogar den Besuch einer Selbsthilfegruppe oder Therapiestunden beim Verkehrspsychologen nachweisen. Geh aber nicht zu solchen MPU-Beratern, die dir versichern, sie bringen dich da sicher durch. Die zocken dich ab!

Antwort
von Abuterfas, 112

Hallo!

Vorab ein Gespräch bei einem Verkehrspsychologen führen und Dich beraten lassen. Dort erhältst Du Informationen über das weitere Vorgehen.

Gegenfrage: Warum wurde Dir die Fahrerlaubnis entzogen? Zu schnell? Zu viele Punkte? Alkohol/Drogen?

Gruß

Kommentar von bockwurst2015 ,

Habe leider einmal daneben gegriffen und gleich angehalten worden. Wollte am Männertag Geld holen und wurde mit 1.83 Promille angehalten. Hatte mir auch einen Anwalt genommen, der mir eine höre Geldstrafe und geringere Sperrfrist ausgehandelt hat.

Nun 

Kommentar von Abuterfas ,

Dann empfehle ich, s.o., erstmal ein Einzelgespräch mit einem Verkehrspsychologen. Der wird Dir sehr wahrscheinlich zu einem Kurs raten. Einzelgespräche sind besser als Gruppenkurse, aber beides ist förderlich.

Wie hier experience56 schon schrieb, scheitern die meisten beim psychologischen Teil. Du musst Dich mit dem Thema Alkohol, Deinem Missbrauch und Deiner Einstellung auseinandersetzen.

Innere Motive, warum getrunken etc.pp

Kommentar von heurekaforyou ,

Dann ist es sehr traurig, dass dir dein Anwalt nicht erklärt hat was auf dich zukommt. So hättest du bereits die Sperrfrist nutzen können um dich auf die Wiedererteilung vorzubereiten, bzw. die MPU zu absolvieren.Da der Anwalt den Fall kennt solltest du dich vielleicht nochmal von ihm beraten lassen.

Die Beratung kosten dich eventuell 50,- bis 70,- EUR. Doch dann weißt du genau was zu tun ist. Und eine negative MPU kostet ein Vielfaches.

Antwort
von heurekaforyou, 92

Aus welchem Grund wurde der Führerschein entzogen?

Ein Sperrfrist von 1 Jahr ist schon sehr lange. War der Lappen schon mal weg oder waren BTM im Spiel?

Unter welchen Voraussetzungen die Neuersteilung erfolgen kann erfährst du am Besten bei der Füherscheinstelle.

Hier solltest du dich rechtzeitig informieren. Insbesondere auch was die MPU angeht. So kannst du dir u.U. viel Zeit und Geld sparen. Eine MPU ist nicht billig und ohne entsprechende Vorbereitung auch kaum beim ersten mal zu bestehen.

Die Führerscheinstelle entscheidet ob du den Füherschein zurück bekommst oder eben nicht. Unabhängig von der vom Gericht verhängte Sperrfrist.

Am Besten du gehst persönlich zur Führerscheinstelle und lässt dich beraten. Per Telefon wirst du wahrscheinlich nur eine Pauschalauskunft erhalten die dir aber nicht wirklich weiterhelfen kann.

Google-Tipp: " MPU-Vorbereitung "

Viel Erfog!

Kommentar von Abuterfas ,

Die Führerscheinstelle wird da nicht viel zu sagen.

Kommentar von heurekaforyou ,

Warum sollte die Führerscheinstelle keine Auskunft erteilen? Aus zuständige Behörde, die Voraussetzung für die Neuerteilung verlangt, ist sie auch verpflichtet dem Probanden zu sagen wie er diese Voraussetzungen efüllen kann. Sehr wahrscheinlich hält sie auch Informationsmaterial bereit, das sie auf Anfrage zur Verfügung stellt.

Kommentar von bockwurst2015 ,

Hallo.Nein der FS War noch nicht weg,BTM auch nicht im Spiel. Nur eine kurze Fahrt mit 1.83 Promille 

Kommentar von Abuterfas ,

Eine kurze Fahrt, bei der Du aufgefallen bist. Die Spitze des Eisberges. Alleine diese kurzen Aussagen von Dir hier reichen aus, mit Pauken und Trompeten durch die MPU zu rasseln, ohne richtige Vorbereitung.

Kommentar von heurekaforyou ,

Laut Straßenverkehrsordnung sind auch kurze Fahrten im Suff verboten.

Bei 1,8 Promille setzt der Gesetzgeber Gewohnheitstrinken voraus. Wahrscheinlich wird daher für eine positive MPU auch der Nachweis über deine Trinkgewohnheiten übe einen längeren Zeitraum verlangt.

Auf jeden Fall solltest du dir Aussagen wie " Es war nur eine kurze Fahrt" oder "Sonst trinke ich nie" ersparen. Genau solche Sichtweisen führen dazu das die MPU nicht bestanden wird.

Ob die Fahrt kurz oder lang war spielt überhaupt keine Rolle. Und bei 1,8 Promille hat man auch nicht nur einmal daneben gegriffen, sondern ordentlich zugegriffen. Nämlich immer wieder neu um das nächsten Glas zu trinken.

Leider ist es ein sehr fataler Fehler, dass die Leute ihre Tat immer versucher herunterzuspielen oder Gründe vorlegen weshalb sie besoffen angehalten wurden.

Und genau darum geht es bei der MPU. Du allein bist für das was passiert verantwortlich. Und du allein musst den Gutachter und die Führerstelle davon  überzeugen, dass du in Zukunft nicht mehr "Blau" mit dem Auto unterwegs bist.

Tipp: Auch Versprechen wie: "Ich trinke nie wieder etwas" erscheinen eher unglaubwürdig.

"Ich habe einen Fehler gemacht und werde dafür Sorgen in Zukunft kein Auto zu fahren wenn ich gerunken habe"

Das alleine ist die einzige Aussage, die überhaupt eine Chabnce hat.

Und wenn du dann auch noch etwas anführen kannst, das diese Aussage unterstützt, wie die Teilnahme an einer Verkehrstherapie, Nachweise über Abstinenz usw., dann bist du auf dem richtigen Weg den Lappen auch zurüch zu bekommen.

Das ist nicht ganz einfach. Aber der Gesetgeber will es den Leuten auch nicht nicht einfach machen.

Fazit:

Die Führerscheinstelle hat dir bereits einmal vertraut als sie dir den Führerschein ausgestellt hat. Dieses Vertrauen hast du missbraucht.

Dieses Mal verlässt sich die Führerscheinstelle nicht mehr nur auf dein Versprechen, sondern erwartet Nachweise darüber, dass in Zukunft nicht mehr von Trunkenheitsfahrten ausgegangen werden muss.

Und genau das ist nun deine Aufgabe. Überzeuge die Führerscheinstelle davon, das du aus deinem Fehler gelehrnt hast und es steht der Neuerteilung nichts mehr im Weg.

Kommentar von bockwurst2015 ,

Hallo heurekaforyou,

Sicherlich hört sich alles nach gewohnheitstrinken an,wenn es so wäre würde mich es ja auch nicht so fertig machen! Sicherlich bin ich auch schon Auto gefahren als ich ein Bier zum Mittagessen hatte. Ein Feierabend Bier gönne ich mir auch! Mein ganzer Fehler War das Glas Whisky Cola von meinem Kollegen. Der hat mich auch richtig aus der Bahn geworfen. (Kommt daher das ich kein Hochprozentigen vertrage und auch sonst so etwas nicht trinke ) Deshalb auch das Fehlverhalten von mir. Was ich auch zu tiefst bereue,da ich dadurch meinen Beruf zur Zeit leider nicht ausüben kann. Vorbeugen bzw. Ausschließen kann ich mein Fehlverhalten! Habe eine schwere Augen OP hinter mir und darf kein Alkohol mehr trinken. Möchte ich auch nicht. Mein Augenlicht ist mir heilig

Kommentar von Abuterfas ,

Sicherlich hört sich alles nach gewohnheitstrinken an

Genau das ist es ja auch, denn:

Sicherlich bin ich auch schon Auto gefahren als ich ein Bier zum Mittagessen hatte. Ein Feierabend Bier gönne ich mir auch!

Du gibst den Beweis damit selbst! Gewohnheit hat primär nichts mit der Menge zu tun, sondern mit den Anlässen. Warum trinkst Du ein Feierabendbier? Auch so eine Frage kann kommen. Wenn Du jetzt sagst: "Weil es mir schmeckt." ist das auch eine schlechte Antwort.

Sich mit dem Thema Alkohol zu beschäftigen bedeutet, "tief in sich zu gehen" und zu erörtern, warum man ihn braucht/brauchte und wie man in Zukunft vermeidet sich mit Alkohol ans Steuer zu setzen. Nur das und nichts anderes möchte der Gutachter (runtergebrochen) wissen.

Mein ganzer Fehler War das Glas Whisky Cola von meinem Kollegen. Der hat mich auch richtig aus der Bahn geworfen

+

(Kommt daher das ich kein Hochprozentigen vertrage und auch sonst so etwas nicht trinke)

Bedeutet: Du weißt also ganz klar im Vorfeld, dass diese "Art" Alkohol Dir nicht gut tut, trinkst ihn und fährst dann trotzdem Auto.

Ebenfalls ganz schlechte Argumentation!

Alles nicht böse gemeint, aber ich hoffe Du verstehst worauf ich hinaus möchte. Meine Meinung: Du hast Dich nicht ausreichend damit befasst, damit ein Gutachter Dich positiv "testet".

Kommentar von heurekaforyou ,

Ich denke du hast noch nicht so richtig verstanden, was man dir in vielen Kommentaren versucht verständlich zu machen.

Nicht nur ich, sonder insbesondere der nette User "Abutefas" hast sich intensiv mit deiner Sache beschäftigt.

Das Paradoxe dabei ist, dass manche Sache auch tatsächlich wahr sind, aber sie einfach nicht für wahrscheinlich gehalten werden.

Wer eine MPU macht sollte sich ein komplett anderes Denken anschaffen. Das kann man auch ein wenig trainieren.

Nämlich indem man sich angewöhnt, dass was man sagen oder antworten will zuvor zu hinterfragen. Macht es Sinn oder kann man sich das sparen.

Hier mal ein Beispiel:

Ich wurde gleich beim ersten Mal erwischt.

Welche Erwartung auf eine Reaktion kann man da haben?

Soll man den Probanden bedauern, weil er das Pech hatte gleich beim ersten Mal geschnappt worden zu sein?

Es würde also vollkommen genügen wenn man sagt.

Ich wurde erwischt.

Zu Betonen, dass es das erste mal war ist auch eine Schutzbehauptung. Denn eigentlich will man darauf hinweisen, dass andere viel schlimmer sind als man selbst.

Als LKW-Fahrer kennst du das auch. Einer wird geblitzt obwohl der auch überholt wurde.

Häufiger Kommentar. Die anderen waren doch noch viel schneller als ich.

Das mag sein, aber die Polizei kann eben nur einen aus dem Verkehr ziehen. Nur weil andere auch gegen Regeln verstoßen macht das eigene Vergehen ja nicht weniger schlimm.

Kommentar von Abuterfas ,

Die Führerscheinstelle fordert ein positives Gutachten. Wie es erreicht wird, bleibt jedem selbst überlassen. Mit Glück mögen da Flyer liegen, das mag sein

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