Habe immer wieder diese Nächte, in denen einfach gar nichts geht. Entweder schlafe ich nicht ein oder wache nach drei Stunden auf und liege dann ewig wach. Habe schon alles mögliche probiert, ohne Erfolg. Jetzt sagte mir eine Kollegin, ich solle meine Schlafzeit drastisch verkürzen, also statt um zwölf erst um drei ins Bett, wenn ich um sieben raus muss. Hat jemand diese Taktik versucht und hilft sie?

Ich hatte das Problem auch vor langer Zeit. Wie auch geschrieben, lag es bei mir wirklich an einem relativ schwierig zu lösendem Problem. Ich habe manchmal 2 Nächte nicht geschlafen. Aber da das auf Dauer nicht gesund ist, solltest du wirklich nachschauen, warum du nicht schlafen kannst.
Du solltest versuchen herauszufinden, warum du nicht schlafen kannst. Hast du Kummer, Probleme? Musst du eine Entscheidung treffen, vor der du dich drückst? Schlaflosigkeit hängt oft mit Belastungen zusammen, die man tagsüber gerne verdrängt. Ich stimme deiner Kollegin aber zu, dass es keinen Sinn hat, ins Bett zu gehen, wenn du nicht müde bist. Dann lieber noch am Abend Sport machen, lesen, mit Freunden treffen, um erschöpft ins Bett zu fallen.

Mein Mann hat auch manchmal Einschlafprobleme, aber auch die falsche "Selbstprogrammierung" inzwischen: er geht schon ins Bett wenn er nicht müde ist und sagt dann noch "bestimmt kann ich wieder nicht schlafen". Ich mach es ganz anders, ich gehe ins Bett wenn ich müde bin und kuschel mich total gemütlich ein, denke mir manchmal, der Erfinder eines gemütlichen Bettes mit Matratze, Federkissen und Bettdecke muss sofort in den Himmel gekommen sein :-)) und schlafe in 10 Sekunden ein. Ich freue mich dann auf das Schlafen, weil ich müde bin und mich richtig entspannen kann. Mein Mann hat seine Einstellung auch überdacht und schläft jetzt richtig gut (seit ca. 2 Monaten). Schläfst Du überall schlecht? Oder nur im eigenen Bett? Kannst du auf der Couch schlafen? Dann Schlafplatz untersuchen lassen auf Wasseradern und Elektrosmog.

"schlafstörungen bei psychischem streß" klingt schon nach der häufigen verknüpfung von schlechtem schlaf und depression. bei jeder depression ist der schlaf-wach-rhythmus gestört. in den 24 stunden des tages sollte eine klare gliederung von schlafpol und wachpol erkennbar sein, beim depressiven ist nachts nicht durchgehender ruhiger schlaf angesagt, sondern schlechtes einschlafen und immer mal wieder unregelmäßig wach werden, dem steht am tage gegenüber, dass der depressive nicht richtig vollbewußt wach ist, sondern immer mal schläfrig ist, "nicht so voll da". naturheilkundliche mittel wie das schon erwähnte kytta-sedativum können das einschlafen unterstützen, wenn aber eindeutig die depressive tendenz dahinter steht, genügt das allein nicht. dann sollte - auch naturheilkundlich - etwas verordnet werden, zb johanniskraut-präparate oder ähnliches, und statt sich allein auf phythotherapie - pflanzenheilkunde - zu stützen, wäre ein versuch mit der methode klassische homöopathie sehr sinnvoll. ein weiterer tipp kann sehr hilfreich sein, wird teils auch in entsprechenden kliniken angewandt: der depressive sollte eine nacht total wach bleiben, zb mit hilfe von freunden, die sich alle zwei stunden ablösen und ihn wach halten mit gesprächen und spaziergängen usw. nicht den fehler machen und morgens gegen vier oder fünf dann doch hinlegen, sondern stur durchhalten und erst am abend des folgenden tages wieder hinlegen. häufig ist die überraschende wirkung die, dass am darauf folgenden morgen der depressive wie umgewandelt ist, so, als wäre er plötzlich wieder in seinen richtigen rhythmus reingekommen, mit besserung der stimmungslage und des schlafverhaltens. Versuch es, es kann auf gar keinen fall schaden und hat recht große chancen, die wende herbeizuführen!