Frage von winni382, 56

Hilft eine Totaloperation im Unterleib gegen extreme prämenstruelle Probleme wie verstärkte Depressionen und vermehrte Endometrioseschmerzen?

Expertenantwort
von Sternenmami, Community-Experte für Gesundheit, 32

Es kommt darauf an, was diese Depressionen auslöst. Sind es die extremen Schmerzen, die aufgrund der Endometriose auftreten, können natürlich auch die Depressionen durch eine Op besser werden. Leider kann es aber auch sein, dass sich die Depressionen dann verändern und sich in Richtung "Bin ich noch eine vollwertige Frau?" drehen. Hierzu kann ich nur sagen ... "Ja, man ist noch eine vollwertige Frau, denn zum Frau sein gehört weit mehr, als nur eine funktionsfähige Gebärmutter mit Eierstöcken!"

So hat mein Onkel z.B. seit vielen Jahren aufgrund einer Krebserkrankung keine Hoden mehr. Trotzdem würde ich nie auf die Idee kommen und sagen, er wäre kein vollwertiger Mann.

Ich selber leide seit ca. 30 Jahren an Endometriose, allerdings nicht so extrem, als dass eine solche Operation notwendig wäre. Bei meiner Freundin allerdings sah das anders aus. Sie hatte auch immer stärkste Schmerzen und kam damit einfach nicht mehr zurecht. Sie hat die Operation durchführen lassen und führt seitdem ein schmerzfreies und wunderbares Leben. Sie hat diesen Entschluss keine einzige Sekunde bereut.

Ich wünsche Dir alles Gute

Antwort
von user8787, 30

Eine Total OP hieße das auch die Eierstöcke entfernt werden würden. Die Eierstöcke sind für die Hormonproduktion von entscheidender Bedeutung, du würdest also ohne zusätzliche Medis in die Wechseljahre kommen. 

Bei der Endometriose wäre nur die Entfernung der Gebärmutter nötig. Die Hormone blieben so auf normalem Level.

Die Ursachen der Depression müssen geklärt werden. Ob es hier einen Zusammenhang gibt (hormonell) lässt sich so nicht sagen. 




Kommentar von winni382 ,

Lieben Dank an euch alle für das schnelle Antworten!!!! 

Ja, ich bin ein Vollblutweib und ziemlich hormongesteuert :))) 

Nehme schon seit Jahren Antidepressiva und bin ein sehr vernünftiger und laut anderer auch starker Mensch. Aber die Woche vor der Periode-und da sind die Endometrioseschmerzen gar nichts gegen-bin ich wie ausgewechselt und hab mich nicht mehr unter Kontrolle. Sobald Blutung einsetzt bin ich wieder normal!!! Das ist erst seit ca einem Jahr so. Die Schmerzen hab ich prima mit Schüsslersalz Aurum chloratum im Griff. Aber meine Nerven.....Bachblüten probiert.

Vorgeschichte sind mehrmals entfernte Myome, eine Bauchspiegelung mit großflächiger Endometrioseherdeentfernung, mehrere Ausschabungen wg Dauerblutungen u 2011 dann vorerst letzte Konsequenz-> komplette Ausschabung der Geb.mutterschleimhaut.....nur setzte nach einem Jahr die Blutung wieder ein, samt zunehmender Stimmungsschwankungen....Es wurde wohl etwas übersehen......nicht stark und regelmäßig, so hätte es immer sein sollen.

Kinderwunsch hat noch nie bestanden, bin erleichtert, dass dieses Thema abgeschlossen ist!!!!!! Ich bin mit 42 Jahren stolze Mama von 2 Kaninchen :-)))

Ja, die Angst da könnte was fehlen, wie auch in einer der Antworten erwähnt wird, das war bisher Hemmschwelle!!!!! Nicht mehr komplett zu sein macht mir Angst. Das Thema Sex steht kaum zur Debatte, mein Partner u ich sind gerade in beginnender Trennungsphase...also mit ein Grund zur Trübseeligkeit, aber nicht zum Zusammenbruch, den ich ohne PMS nicht hätte. Ich fühle mich in der PMS Phase mit mir selber überfordert!!!! Muss ab uns an über mich selber den Kopf schütteln....Bin ein Fisch, das spricht ja schon für sich, aber ich mag meine eigene dann vorherrschende Hysterie nicht!!! 

In die Wechseljahre wurde ich schonmal medikamentös versetzt. Mit einem Tumormittel, welches das Wachstum der Myome damals hemmen sollte. War nicht schön!!! Und zig Pillen getestet gegen Dauerblutung halfen auch nix. Aber es war alles besser als das am Rad drehen in der einen Woche!!!!!!!!

Jetzt hab ich in dieser einen Antwort alle angesprochen, kommt das überhaupt auch bei allen an?

Nochmal lieben Dank für die fixen Antworten!!!!!

Manu

Kommentar von Sternenmami ,

Jetzt hab ich in dieser einen Antwort alle angesprochen, kommt das überhaupt auch bei allen an?

Nein, das kommt nur bei demjenigen an, unter dessen Antwort Du Deinen Kommentar gesetzt hast. Hätte ich diese Frage nicht nochmal direkt aufgerufen, hätte ich diese Antwort nicht gesehen.

Du solltest mit Deinem Arzt besprechen, ob wirklich eine Totaloperation notwendig ist oder ob die Entfernung der Gebärmutter ausreichend ist. Das hängt zum größten Teil auch davon ab, wie ausgeprägt Deine Endometriose ist und wo genau sich die Endometrioseherde befinden. Betrifft die Endometriose ausschließlich die Gebärmutter selber, ist es absolut ausreichend, nur diese zu entfernen und Du kämest nicht in die Wechseljahre.

Ist es allerdings eine ausgeprägte Endometriose mit Absprengungen außerhalb der Gebärmutter, dann wäre es wirklich sinnvoll, auch die Eierstöcke mit zu entfernen. Man kann aber mit Medikamenten verhindern, dass man hormonell sofort total in ein tiefes Loch fällt. Das ist dann ein schleichender Prozess, wie bei den natürlichen Wechseljahren auch. Die Medikamente werden langsam und über mehrere Jahre reduziert.

Wenn ein Kinderwunsch bei Dir sowieso ausgeschlossen ist, macht eine solche OP durchaus Sinn und wie gesagt ... über die Frage, ob man hinterher noch eine vollwertige Frau ist, habe ich ja klar und deutlich meine Meinung geäußert.

Es gibt Menschen, denen beispielsweise ein Stück vom Darm entfernt wird oder bei denen die Milz entfernt wird. Sind sie aber deshalb nur halbwertige Menschen? NEIN!!! Ich denke, man sollte sich über diese Frage keine wirklichen Gedanken machen, denn wie gesagt ... eine Frau ist weit mehr als nur eine funktionierende Gebärmutter!!!

Ich wünsche Dir alles Gute

Antwort
von Otilie1, 37

wenn die depris damit 100%ig zusammenhänegn kann das schon helfen - aber bedenke auch einen event. kinderwunsch der in zukunft kommen könnte - damit wäre es dann vorbei, was auch wieder depris auslösen könnte

Kommentar von Sternenmami ,

Das Problem bei einer Endometriose ist, dass sie sehr häufig auch bedeutet, dass ein Kinderwunsch unerfüllt bleibt.

Antwort
von TreudoofeTomate, 30

Definitiv nicht gegen die Depressionen und was die Schmerzen betrifft habe ich auch so meine Zweifel.

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