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Hilft die Hirnforschung beim Kalkulieren des Kundenverhaltens?

gefragt von VorneLinksVorneLinks am 27.11.2007 um 11:43 Uhr

Angeblich soll das Kundenverhalten ja ziemlich gut einzuschätzen sein mit Hilfe der Hirnforschung. Ein Freund, der auch im Handel ist, besorgt sich immer die neuesten Erkenntnisse und versucht die praktisch umzusetzen. Ist das eigentlich Blödsinn oder kann man damit wirklich Erfolge erzielen?


Reply


anonym
beantwortet von pjakobs am 27. November 2007 11:48
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ja und nein.

Die Hirnforschung ist stark reduktionistisch, betrachtet vereinfachte Vorgänge auf Basis einzelner Zellen oder Areale.

Ich vermute mal eher, Dein Freund spricht von Psychologie (wobei die Übergänge da heute fließender werden, siehe Eric Kandel oder Elkhonon Goldberg). Psychologie betrachtet allerdings im Normalfall die Ergebnisse der neuronalen Abläufe und die sind in vielen Fällen zwingend.

Verkaufen ist Psychologie und je mehr ich über die allgemeinen Mechanismen und Abläufe im Entscheidungsverhalten eines Menschen weiß, desto besser kann ich ihn beeinflussen.

Kommentar von 1c020611e3b753925ffc8af8745c0556smallvampire am 27. November 2007 11:51

wobei das mittlerweile so übertrieben wird, dass man als kunde genervt ist

Kommentar von pjakobs am 27. November 2007 11:53

das hat dann nichts mit Übertreibung zu tun, sondern mit amateurhafter Anwendung.

Verkaufspsychologie sagt Dir im wesentlichen, welche Phasen der Entscheidungsprozess durchläuft und welche Information / Ansprache der Kunde braucht, um in die nächste Phase einzutreten.


Indy72
beantwortet von Indy72 am 27. November 2007 11:47
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Das kommt immer drauf an, welche Thesen man nimmt und ob sich diese Erkentnisse in der Praxis anwenden lassen.


Kirsten Berg
beantwortet von Kirsten Berg am 27. November 2007 11:50
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Blödsinn sind die Ergebnisse der Neurobiologie ganz sicher nicht. Kunden verhalten kann meines Erachtens nur über die eigene Empathie "verstanden" werden. Die läßt sich schulen.


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Durch neuroökonomische Methoden lassen sich Marketingentscheidungen unterstützen und die bestehenden Theorien des Konsumentenverhaltens verbessern. Aus heutiger Sicht ist die Entdeckung des "Kaufknopfes" im Kopf des Konsumenten aber (noch) Utopie.

Zu diesem Schluss kommen Prof. Dr. Hans Bauer und Stefanie Exler von der Universität Mannheim sowie Andreas Höhner von Procter & Gamble in ihrem Beitrag über "Marketing-Forschung mit dem Hirnscanner" in der neuen Ausgabe von "bdvb-aktuell", dem Mitglieder-Magazin des Bundesverbandes Deutscher Volks- und Betriebswirte (bdvb).




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