Jemand trinkt mit Methanol vergifteten Alkohol bzw. einfach zu viel davon. Kann man denjenigen retten, indem man dessen Blut durch ein paar Blutkonserven austauscht? Oder verteilt sich der Alkohol nicht nur im Blut, sondern überall, so dass die Aktion nichts bewirkt? Die Frage daher, weil man jemandem, der mit Methanol vergifteten Schnapps trinkt, ganz viel normalen Alkohol zu trinken gibt, damit die Leber vor allem den normalen Alk abbaut und sich nicht mit dem Methanol selbst vergiftet. Eine Bluttransfusion wäre doch in einem solchen Falle viel einfacher.
Die Vergiftungssymptome sind nicht auf das Methanol selbst zurückzuführen, sondern auf seine Abbauprodukte im Körper: es entsteht Formaldehyd und Ameisensäure, beides starke Zellgifte.
Methanol =AD=> Formaldehyd =AD=> Ameisensäure
=AD=> : Reaktion, durch das Enzym Alkoholdehydrogenase katalysiert.
Genau wie beim Ethanol ("Trinkalkohol") geschieht der Abbau des Methanols durch das Enzym "Alkohol-Dehydrogenase" hierbei ist jedoch die Reaktion deutlich langsamer als bei Ethanol, deshalb entwickeln sich die Vergiftungssymptome meist mit einer Latenz von 18-24 Stunden. Weil Methanol und Ethanol als Substrat um das selbe Enzym konkurrieren (Ethanol wird dem Methanol im Verhältnis 9:1 bevorzugt) läßt sich durch ständige Gabe von Ethanol der Abbau von Methanol wirksam verlangsamen (Es wird stänig ein Blut-Alkoholspiegel (Ethanol) von 1,5 Promille angestrebt, um den Methanolabbau zu verlangsamen). Man gewinnt so Zeit, um das Mehtanol aus dem Kreislauf entfernen zu können. Dies wird mit einer Hämodialyse erreicht, bei der das Blut durch bestimmt Filter-Geräte außerhalb des Körpers gereinigt wird.
Symptome der Methanolintoxikation: teilweise oder komplette, eventuell irreverisble Schädigung des periphären Sehapparates, heftige Bauchschmerzen, Bewußtseinsstörungen bis hin zur Bewußtlosigkeit, schwere ph-Wert-Entgleisungen im Körper
bin nicht selbst so clever, aber gut kopiert von http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20061121034123AALYHgp

wenn es so einfach wäre, würden die Aufrufe zum Blutspenden jeden Tag auf Hochtouren laufen.
Es wird auch das Gehirn angegriffen - und spätestens hier weiß jeder nüchterne Mensch, dass das nicht ausgetauscht werden kann
JoeWied am 27. Juni 2009 03:05 Nun ja, nicht jeder Schnaps ist mit Methanol verpanscht.

für soetwas eine Blutkonserve verschwenden,gehts noch???
JoeWied am 27. Juni 2009 03:04 Hallo bei einer Methanol/Ethanolvergiftung rechtfertigt sich jede Medikamentation.

Wo willst Du denn auf die Schnelle die passenden Konserven herbekommen? Ausserdem müsste ja das "verseuchte" Blut vorher abgelassen werden, damit es die Organe nicht schädigen kann...
Jedes Krankenhaus hat eine eigene Blutbank. Soviele Typen Blut gibt gar nicht, sodass die immer was da haben... ;o)
MikeFFM am 19. Juni 2009 14:10 Du verblüffst mich! Dann möchte ich mal wissen, was wir ständig mit Blaulicht von der DRK-Blutspendezentrale in diverse Krankenhäuser karren müssen... Etwa die Pausenbrote für den Chefarzt? Vielleicht solltest Du etwas kritischer damit umgehen, wen Du über Dinge belehren willst, von denen Du offensichtlich keine Ahnung hast!
Hmm,... hast ja Recht. Is ja bloß eine hypothetische Frage. Bei normalen Alkis würde ich auch kein kostbares Blut verschwenden. Aber vielleicht für sehr schwere Fälle vielleicht schon. Naja, bin kein Mediziner, deshalb frage ich ja. ;o)
MikeFFM am 19. Juni 2009 14:23 Die Idee an sich war ja auch nicht dumm, aber sie ist praktisch nicht umsetzbar und zudem auch nicht effektiv genug bei einer solchen Vergiftung. Wichtige Organe wären trotzdem akut gefährdet.

Eine Nierenwäsche ist wirkungsvoller... - öhm, ich meinte Blutwäsche über Dialyse.

Bei Vergiftung wird doch der Magen ausgepumpt - dachte ich zumindest.