Frage von girlsasa, 56

Hilflos Freundschaft?

Hay eine Freundin von mir ist 19 und hat seit längerem was mit ihren dozent m38. Sie hat mich gerade angerufen und in voller panik gesagt das sie schwanger ist. Sie steckt mitten in der Ausbildung und weiss nicht was sie tun soll

Expertenantwort
von isebise50, Community-Experte für schwanger, 11

Ist die Schwangerschaft durch einen Frauenarzt bestätigt oder zunächst eine panische Vermutung?

In einer Schwangerschaftkonfliktsituation ist in jedem Alter keine Option leicht und jede Entscheidung schwer zu treffen.

Am besten vereinbart sie einen Termin z.B. bei der

http://www.profamilia.de/fachpersonal/beraterinnen/schwangerschaftsberatung.html

für eine Schwangerschaftskonfliktberatung. Dieses Gespräch kann und sollte sie selbstverständlich auch ohne den erklärten Wunsch um einen Schwangerschaftsabbruch nutzen. Zudem benötigt deine Freundin den Beratungsschein für einen etwaigen Schwangerschaftsabbruch. Dort erhält sie nützlichen, individuellen und unparteiischen Rat und Hilfe bei ihrer Entscheidung, wie es denn nun weiter gehen soll.

Eine Schwangerschaftskonfliktberatung umfasst die Konfliktklärung hinsichtlich der emotionalen, seelischen, partnerschaftlichen und lebensplanerischen Aspekten von Elternschaft bzw. eines Schwangerschaftsabbruchs. Sie gibt Informationen über staatliche und andere Sozialleistungen und Unterstützungen – Elterngeld, Kindergeld, Unterhalt, Wohngeld, existenzielle Leistungen. Sie erhält dort eine medizinische Aufklärung hinsichtlich eines operativen oder medikamentösen Eingriffs, eine Erläuterung der Rechtsgrundlage und bekommt die Kosten und Finanzierung eines Schwangerschaftsabbruchs erklärt.

In der Beratung kann auch der Vater des erwarteten Kindes anwesend sein, wenn sie das möchte. Wenn sie sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheidet, hat sie das Recht auf umfassende Beratung, angemessene ärztliche Versorgung und respektvolle Behandlung.

In Deutschland ist der Schwangerschaftsabbruch nach der Fristenregelung in den ersten drei Monaten (bis zur 14. Schwangerschaftswoche gerechnet nach dem ersten Tag der letzten Regel) straffrei.

Es gibt aber auch noch eine dritte Möglichkeit. Wenn sie das Kind zur Adoption freigibt, erlöschen alle Rechte und Pflichten unwiderruflich. Bevor sie eine solch wichtige Entscheidung trifft, sollte sie dies sehr sorgfältig überdenken und sich ausführlich über Perspektiven für ein Leben mit Kind und über verschiedene unterstützende Angebote beraten lassen (z.B. bei Arzt, Sozialarbeiter, Jugendamt oder Beratungsstellen in freier und kommunaler Trägerschaft).

Hat sich aus solchen Gesprächen die Adoption als für sie richtige Alternative herausgestellt, sollte sie sich anschließend an eine Adoptionsvermittlungsstelle wenden. Sie kann das Verfahren aktiv mitgestalten und zwischen einer offenen, halb offenen oder Inkognitoadoption wählen.

Das Kind kann direkt nach der Geburt zu den Adoptiveltern in Adoptionspflegschaft, frühestens aber erst acht Wochen nach der Geburt, wenn sie sich endgültig zur Freigabe entscheidet, unterschreibt sie eine entsprechende Einwilligungserklärung bei einem Notar.

Ich wünsche deiner Freundin die Kraft, ihre Entscheidung zu treffen, die für ihre jetzige Lebenslage und Lebensplanung richtig ist und ihr und dir von Herzen alles Gute!


Antwort
von BellaBoo, 32

Ruhe bewahren.

Sie hat zwei Möglichkeiten: sie kann das Kind bekommen, in Mutterschutz gehen und danach ihre Ausbildung weiter fortsetzen. Haben viele Frauen schon gemacht und man bekommt auch Unterstützung durch das Jugendamt und anderen Ämtern dazu. Da kann man sich informieren, welche Möglichkeiten sie hat. Das JA kann  ihr bspw. eine Tagesmutter zur Verfügung stellen, welche im Fall einer Ausbildung auch vom Amt übernommen wird. Ausserdem ist der Vater zur Zahlung von Unterhalt verpflichtet...auch für sie, solange sie nicht arbeiten kann.

Die zweite ist ein Abbruch...da sollte sie sich aber darüber klar sein, das viele Frauen damit nicht klarkommen und später psychische Probleme entwickeln. Dazu muss sie vorher aber eine Beratungsstelle aufsuchen.

Expertenantwort
von HelpfulMasked, Community-Experte für schwanger, 14

Sie sollte sich dringend an eine Beratungsstelle wie z.B. ProFamilia wenden. Und die beraten übrigens auch wenn sie das Kind bekommen möchte.

Lg

HelpfulMasked

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