Frage von Mclove123, 117

Hilfe!!!fast obdachlos was jetzt?

Hallo, ich w/21 wohne alleine mit zwei katzen( eine angenommen da die vorbesitzerin sie nicht mehr abgeholt hatte) habe meinen Job verloren und versuche mich (und die katzen) über wasser zu halten, aber ich habe jetzt eine Kündigung meiner Wohnung bekommen und nach mehreren versuchen die Verwaltung zu kontaktieren(gescheitert weil die zuständige Person nie da war) habe ich schlussendlich eine räumungsklage bekommen und bin bis auf 10k € verschuldet nun. Was soll ich jetzt machen? Meine Katzen sind mir wichtig die möchte ich eigentlich nicht abgeben und ich versuche mein leben zu verbessern aber dann scheiterts immer wieder weil was dazwischen zB mahnungen usw. Desweiteren habe ich denn Fehler gemacht und habe mich nicht umgemeldet und nun komme ich nicht mehr an meine Vermieterin ran die mir denn Zettel unterschreiben soll. Strom hab ich auch seit Dezember nicht mehr und ich weiss nicht was ich machen soll. Das Amt hilft mir auch nicht...

Antwort
von RobertMcGee, 54

Melde dich bei der nächstgelegenen Caritas oder Diakonie, dort wird man dir helfen können, kurzfristig (d.h. innerhalb von 1 bis 2 Wochen) eine Unterbringung in einem Übergangswohnheim zu bekommen.

Auch wenn dir soviel Zeit nicht mehr bleibt, wird man dir dort helfen können.

Wenn du noch zwei oder drei Monate Zeit hast, bis du die Wohnung verlassen musst, kannst du mit den Sozialarbeitern dort auch nach einer Wohnung im betreuten Einzelwohnen suchen. Die Betreuung ist in deinem Fall dann nur dafür da, gemeinsam einen Überblick über deine Lage zu bekommen, dir Hilfe im Umgang mit Behörden zukommen zu lassen und dir gangbare Wege aufzuzeigen. Einschränkungen hast du bei dieser Art der Betreuung nicht zu erwarten.

Eine freiwillige Betreuung unterscheidet sich grundlegend von einer richterlich angeordneten Betreuung - hauptsächlich dadurch, daß nichts ohne dein Wissen und deine Zustimmung unternommen werden darf. Du wirst dort nicht "Bevormundet".

Auch wenn du dich gegen so eine Unterbringung entscheidest, werden dir Diakonie bzw. Caritas helfen können, zB bei der Einleitung eines Insolvenzverfahrens (das hängt nicht von deinem Alter ab, es geht da rein um die finanzielle Situation), bei der Wohnungssuche (zB damit, daß dir beim Antrag auf einen Wohnberechtigungsschein geholfen werden kann) und vieles mehr.

Um eine geeignete Anlaufstelle zu finden, empfehle ich dir, den Begriff "zentrale Beratungsstelle für Personen in besonderen sozialen Schwierigkeiten" + dein Wohnort zu googeln - wenn das erfolglos bleiben sollte, versuch es mit "Hilfe für von Obdachlosigkeit bedrohte Personen" + dein Wohnort (ggf. die nächstgrößere Stadt).

Wenn das alles nichts bringt, kannst du dich immernoch an einen Pfarrer/Priester direkt wenden - der wird dir die richtige Adresse geben können. Auch Polizeidienststellen und Krankenhäuser haben die Adressen von Hilfsangeboten für Obdachlose bzw. von Obdachlosigkeit bedrohte Personen.

In ein richtiges Obdachlosenwohnheim wirst du wahrscheinlich deine Katzen sehr wahrscheinlich nicht mitnehmen können. Tierhaltung ist in den meistens Wohnheimen nicht erlaubt - aber im Zweifelsfall wäre es ja auch nur Übergangsweise für wenige Tage/Wochen, bis die Finanzierung für ein Übergangshaus/eine Wohnung im betreuten Einzelwohnen/eine Wohnung steht.

Bei Caritas & Diakonie besteht auch oft die Möglichkeit, eine Postadresse einzurichten, so daß man - wenn man keine eigene Wohnung mehr hat - wenigstens noch ALG2 beziehen kann. Vorraussetzung dafür ist nicht (wie oft behauptet) eine Meldeadresse, lediglich die postalische Erreichbarkeit muss für den ALG2-Bezug sichergestellt sein. Bei Kontopfändung o.ä. kannst du dir die Leistungen als Verrechnungsscheck zuschicken lassen und bei der Postbank Bar auszahlen lassen.

Sobald es daran geht, eine neue Wohnung zu suchen, kannst du dir die nötige Mietkaution vom JobCenter als Darlehen zur Verfügung stellen lassen. Ein Teil des ALG2 wird dann monatlich einbehalten, um das Darlehen abzuzahlen.

Schlußendlich noch ein kleiner Hinweis: Behörden und Ämter reagieren i.d.R. sehr viel umgänglicher, wenn sie erfahren, daß man im betreuten Wohnen untergebracht ist bzw. daß man mit Sozialarbeitern im Kontakt steht.

Alles Gute erstmal und ich drück dir die Daumen, daß du schnell aus dieser Situation wieder herauskommst. Wenn du Fragen zu irgendeinem Punkt hast, einfach kommentieren oder 'ne PN schicken, wenn's nicht "öffentlich" diskutiert werden soll.

Antwort
von Customix, 58

Bei 10.000 Euro schulden musst du ja schon länger Probleme haben... Das Problem ist immer wenn man das nicht schnell genug angeht.

An deiner Stelle würde ich mich bei der Familie/Freunden melden und versuchen dort unterzukommen.

Privatinsolvenz und ein Platz in einem Wohnheim sind Alternativen, aber eine sofortige Lösung ist bei sowas nicht wirklich einfach.. :/

Antwort
von Gurki190, 59

Harztzvier anmelden ? Im tierheim die katzen unter antrag annehmen das bedeutet deine katzen dort anzumelden aber du kriegst bis auf futter undd streu alles bezahlt , wenn das nicht hilft Kredit oder privat Insolvenz .. oder familie fragen ob die helfen 

Antwort
von kelzinc0, 51

Beziehst du überhapt Geld vom Amt?

Antwort
von ihatert, 65

Kein Job ? Auch keiner in Aussicht ? Bei 10K würde ich fast sagen Privatinsolvenz, aber das kanns ja eigentlich nicht sein mit 21. Kann keiner aus der Familie helfen ?

Antwort
von StEmanuel33, 54
es gibt doch Beratung stellen für obdachlose.. im Obdachlosenheim als Überbrückung bis man wieder eine Wohnung hat. man kann da auch zeitweise auch Tiere mitnehmen..
alles gute

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