Frage von JenPi 29.09.2011

hilfe! welpe wird nicht stubenrein!

  • Hilfreichste Antwort von inu40 29.09.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Mir fallen dazu zwei Dinge ein, die zu überlegen wären:

    1. Dein Hund könnte einfach eine Blasenentzündung o.ä. haben. Kommt häufig vor, wenn Hunde auf kälterem Boden liegen, z.B. auf Fliesen ohne Decke. Das kann man einfach beim TA klären - nein - sollte man klären.

    2. Hunde beschmutzen nur in absoluten Notfällen ihr Revier. Hast du es mal mit einer Box versucht? Den Hund in deiner Abwesenheit für 2-3 Stunden in einer Hundebox unterzubringen, ist eine gute Lösung. So stellst du auch sicher, dass der jüngere Hund vom älteren nicht gemobbt wird. Und Boxen sind keine Tierquälerei. Natürlich musst du das mit der Box erst üben und es darf auf keinen Fall eine Strafe sein. Die Box ist der sichere Ort für deinen Hund, hier kann sie schlafen, in Ruhe an einem Knochen knabbern oder alleine mit einem Spielzeug spielen. Ein Haus oder eine Wohnung wird von deinem Hund womöglich einfach nicht komplett als Revier betrachtet, dass nicht beschmutzt wird.

    Ist der Hund auch erst kurz bevor du ihn bekommen hast, von der Mutter getrennt worden oder vielleicht schon viel früher? Meistens sorgt eine Hunde-Mama nämlich recht gut dafür, dass die Welpen das "Revier" nicht beschmutzen.

    Vielleicht ist es dir außerdem möglich, dass dein Hund die Nacht bei dir verbringt? Nicht im Bett aber vielleicht in einer Box neben dem Bett? Dann bekommst du bestimmt mit, wenn sie muss und der Hund ist nicht im Rest der Wohnung sich selbst überlassen.

  • Antwort von Veichan 29.09.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Das mit dem Tierheim war ein schlechter Scherz, nimm das bloß nicht ernst.

    Wenn das Tier nicht stubenrein wird, machst du etwas falsch. Wie genau versuchst du, das Tier stubenrein zu kriegen? Schimpfen, wenn in der Wohnung gemacht wird und überschwänglich loben, wenn das Tier draußen macht. Das ist eigentlich das ganze Geheimnis.

    Machst du Übungen mit dem Hund (Gehorsam etc.)? Es kann möglich sein, dass das Tier dein Wort nicht für voll nimmt, weil es dicht nicht als übergeordnet ansieht. In diesem Fall empfehle ich dir eine gute Hundeschule.

    Wenn der Hund tatsächlich alle zwei Stunden rausgelassen wird und trotzdem nachts noch in die Wohnung macht, würde ich das auch mal beim Tierarzt abklären lassen, denn das ist nicht normal.

  • Antwort von Jesska2009 04.10.2011

    Ich möchte Dir ein wirklich gutes Buch empfehlen: "Gemeinsam durchs erste Jahr" von Diana Weissgerber. Darin werden Hintergründe und Zusammenhänge erklärt. Und es wird auch erklärt, wie man es umsetzen sollte, dem Welpen zu vermitteln, daß der Mensch für die Sicherheit zuständig ist. Und daß der Mensch aktiv handelt, um den Welpen/Junghund/erwachsenen Hund zu beschützen. Mein Westie, inzwischen 7 Jahre jung, hat fast 5 Monate gebracuht, um stubenrein zu werden. Obwohl er es bei seiner Züchterin schon "fast" war. Der Hund hat immer in der hintersten Ecke hinterm Fernseher gekotet. Ich habe inzwischen begriffen, daß er damit gezeigt hat "Ich möchte nicht zuständig sein", deshalb kote ich dort hin, wo es niemand bemerkt. Natürlich kann es auch sein, daß genau das Gegenteil der Fall ist und der Hund da kotet, wo es alle -nicht nur Mensch, sondern auch andere Hunde!- mit Sicherheit bemerken werden. Also zuhause wäre das -kann ich natürlich aus der Ferne jetzt nicht 100% sagen - unterm Esstisch und draussen ist es sicher kein Zufall, daß der Hund immer z.B. (weiss nicht, ob das bei Deinem so ist) dort kotet oder pinkelt, wo z.B. ein erhöhter Fleck ist (Grashügel oder so) oder eben an einem Baum. Was glaubst Du, weswegen manche Hunde im Handstand pinkeln? Nein, die machen das nicht, weil der Mensch das so niedlich findet. Das ist schlicht kein Zufall. Die Hunde wollen so hoch wie möglich pinkeln oder koten, um grösser und wichtiger zu wirken. Denk` mal drüber nach..... Das Buch ist dabei sehr hilfreich.

  • Antwort von Jesska2009 04.10.2011

    Dein Welpe verhält sich völlig normal. Mach Dir keine Sorgen.

    In der Natur ist es so: die Hundemutter macht die Hinterlassenschaft der Welpen sofort weg (leckt sie auf bzw. frisst den Kot), weil durch den geruch Feinde angelockt werden können.

    Aus Sicht des Welpen besteht seine Welt aus folgendem:

    1. Umfeld: Sicherheitszone = im Haus

    2. Umfeld = um das Haus herum, in der Regel ein Garten oder wie bei Dir eine Rasenfläche gegenüber

    3. Umfeld = die große weite Welt außerhalb des Hauses und des Gartens (bzw. wie bei euch der Fläche gegenüber)

    Diese zu wissen, halte ich für wichtig. Denn somit erklärt sich auch das Verhalten Deines Welpen.

    Wenn die Welpen noch Welpen sind - und das ist bis zum 5./ 6.. Monat der Fall-

    (ab dann sind sie Junghunde, dazu später noch etwas)

    halten sich alle Rudelmitglieder in der Regel rund um die Sicherheitszone 1 auf. In der Natur wäre das die Wurfhöhle und ein paar Meter rundherum.

    Die Mutter wäre ständig in der Nähe und wenn sie auf Jagd unterwegs wäre, wäre eine "Tante" oder sonstiger Hilfshund da und würde auf die Welpen aufpassen im Sinne von, daß keiner der Kleinen die unsichtbare Grenze rund um die Wurfhöhle verlässt.

    Verstehst Du?

    Aus dieser Sichtweise eines Welpen verhält der Mensch sich vollommen unlogisch und bringt ihn damit (unabsichtlich) in Gefahr: die Menschen meinen immer, die Hunde würden ab der 8. Woche oder ab dem Tag wo sie zu ihnen kommen, das Bedürfnis haben, "spazieren zu gehen". Das ist aus meiner Sicht nicht korekt. Keine Hunde/Wolfsmutter würde ihre Kleinen spazieren führen. Das wäre viel zu gefährlich. Und bedenke mal, wieviele Hunde in ein und demselben Revier wohnen.

    Das passiert erst viel später. Bis zum 5. bzw. 6. Lebensmonat würde in der Natur (und so machen es auch unsere Haushunde)

    die Verständigung (Kommunikation) eingeübt werden.

    Das heisst, die Hunde-Mutter setzt Grenzen und die Kleinen lernen, die zu akzeptieren. Ist ja bei Kinden auch so ähnlich.

    Was bedeutet das nun für euch?

  • Antwort von Jesska2009 04.10.2011

    Hallo JenPi, wenn eine gesundheitliche Ursache ausgeschlossen ist, würde ich an Folgendes denken: 1. Dein Hund hat ein extremes Sicherheitsbedürfnis. Das urinieren und koten ist ein Teil des Markierverehaltens. Wer draussen in der grossen weiten Welt markiert, ist a) für die Grenzen und die Sicherheit des Rudels und des Territoriums zuständig b) ist aufgrund dieser Aufgaben "ranghoch", also "wichtig" 2, Hast Du mal überlegt, ob Dein Hund unsicher ist in Gegenwart Deines anderen Hundes?

    Nur so einige Gedanken dazu.

  • Antwort von chynah 30.09.2011

    Hallo, wir hatten mit unserer Kleinen ein ähnliches Problem. Sie wurde und wurde nicht stubenrein. Bin auch alle 2 Stunden, und nach jedem Fressen, Spielen, Schlafen etc. mit ihr auf den Löseplatz. Dort hat sie dann gemacht und zusätzlich ein paar Minuten später noch in die Wohnung... Da wir sie im dicksten Winter bekommen haben, war anfangs an spazierengehen nicht zu denken. Dalmis haben aber auch so gar kein Fell ;-)) Sie ist wie deine Kleine als Zweithund zu unserer alten Hündin dazugekommen, als mein Labby gestorben ist letztes Jahr... Sie hatte ihre Stelle in der Wohnung. Ganz toll unterm Esstisch ;-)) Da war sie unbeobachtet und es ist uns anfangs auch nicht immer sofort aufgefallen. Da wir eine alte Katze haben, die unsauber ist und auch diese Ecke gerne nutzt, wir das aber immer mitbekommen und dann reinigen, habe ich gedacht, dass meine Hündin "denkt", dass diese Ecke ok ist dafür... Wir haben Monate um Monate probiert und nichts hat geholfen. Erst die Absperrung der Ecke mit einem Gitter hat Abhilfe geschaffen. Es war zwar etwas unbequem, zum Essen über das Gitter zu klettern (Welpenauslauf), aber es hat meinen Hund bekehrt ;-)) Es gab nur noch einen kurzen Ausreißer, als sie mit 9 Monaten läufig war, aber seitdem funzt es. Wir haben keine festen Zeiten, weil das meine Hunde nur schon 30 Minuten vorher unruhig macht und die Kurze ist 1A stubenrein. Geschimpft habe ich nur einmal, als sie dann auch schon 7 Monate alt und ich am Verzweifeln war. Aber ich glaube, dass hat zumindest ein wenig mit dazu beigetragen, dass es geklappt hat. Für Sie war das Esszimmer nur ein zusätzliches Klo... Schön bequem und trocken... Bin sonst auch eher fürs Ignorieren, aber man ist auch nur Mensch und irgendwann platz einem auch schon mal der Kragen. Sie ist in meinen mehr als 30 Jahren Hundehaltung der erste Hund, der so "schwierig" war bei der Stubenreinheit. Alle anderen waren mit 16 Wochen spätestens sauber... aber man geht sogar davon aus, dass ein Hund erst mit 12 Monaten zuverlässig stubenrein sein kann... Meine ist es jetzt zum Glück. Aber ich würde vorher auf jeden Fall das gesundheitliche klären lassen. Sonst haben erzieherische Maßnahmen keinen Sinn!!! Viel Erfolg! Ach ja, welche Rasse ist dein Hundi???

  • Antwort von Dackelmann888 29.09.2011

    Nur in den Garten lassen bringt nichts.Mit dem Hund rausgehen und wenn sie dann macht,übertrieben Loben,das ist das Wichtigste.Sie muß einen Unterschied Spüren.Wenn Sie nur in den Garten kommt merkt Sie keinen Unterschied.Wenn sie gemacht hat ein Leckerliengeben.

  • Antwort von kuechentiger 29.09.2011

    Warst du mal beim Arzt? Vielleicht hat sie ein gesundheitliches Problem, Blase oder Nieren? Oder sie hat ein Problem mit dem anderen Hund? Oder beides?

  • Antwort von SebastianLaug 29.09.2011

    Du musst dich 1 Monat intensiv um ihn kümmern. D.H. du musst es provozieren, dass er mal muss. Spiele mit ihm extrem doll und lange, lass ihn danach vielleicht noch ein Knochen kauen und etwas trinken. Danach wird jeder Welpe müssen. Und gleich nach dem Spielen und dem Kauen und dem Trinken, packst du Ihn und gehst mit ihm auf den Rasen. Da wartest du, bis er gemacht hast, lobst Ihn und gehst gleich wieder rein. Wenn du das 1 Monat so machst, dann wirds schon werden.

    Ps: wenn er am Boden schnuffelt, will er auch raus :)

  • Antwort von yannik6565 29.09.2011

    Hi JenPi,

    Wir selber haben einen Hund, und auch wenn dieser Tipp jetzt etwas fies klingen mag und es auch ein wenig ist es Hilft!.

    Immer wenn er irgendwo hin macht Dann halte ihn mit seiner Schnautze rein und dann mach es weg, das ist sowas von ekelhaft auch für den Hund das er es sich das nächste mal 2 mal überlegt.

    Noch ein Tipp wenn er immernoch nicht da hin macht wo er soll dann Sperr ihn immer wenn er wieder wo hinmacht danach 1-2 Stunden in einen engen Raum.

    Das Klingt jetzt vielleicht wie Tierquälerei, ist aber nichts weiter als Radikale Erziehung wenn alles nichts nützt diese 2 Tipps klappen meistens.

    Sorry falls ich jemanden jetzt Schockieren sollte, aber wenn das nicht hilft dann hilft nurnoch ein Hundetrainer

    Sooo ich hoffe ich konnte dir Helfen

    lg.yannik6565

  • Antwort von GSG9Freak 29.09.2011

    Der ältere Hund lässt sich nichts mehr vermiesen, denn sein Leben ist bald vorbei!

    Lass ihn in Ruhe!

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