Hilfe, warum belüge ich mich selbst?

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13 Antworten

Du fragst dich, warum du dich selbst belogen hast, obwohl "dass ich das unbewusst gemacht habe und mir selbst geglaubt habe", schreibst.
Aus meiner Sicht waren das keine Lügen.
"Eine Lüge ist eine Aussage, von der der Sender (Lügner) weiß oder vermutet, dass sie unwahr ist, und die mit der Absicht geäußert wird, dass der oder die Empfänger sie trotzdem glauben[1]
oder auch „die (auch nonverbale) Kommunikation einer subjektiven
Unwahrheit mit dem Ziel, im Gegenüber einen falschen Eindruck
hervorzurufen oder aufrecht zu erhalten." Wikipedia
Du hast es nicht mit Absicht gemacht, sondern zu dem Zeitpunkt selbst deinen Aussagen geglaubt.
Daher würde ich dir empfehlen, dieses Thema in der Therapie ansprechen.
Du bist sicher nicht die Einzige und es lohnt sich für dich selbst genauer hinzuschauen.

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Hallo Jules394, ich grüße dich.

Du musst es deinem Psychologen sagen. Wenn er ein vernunftbegabter Mensch ist, dann wird er daraus seine Schlüsse ziehen und seine Vorgehensweise umstellen können. "Schlechte fühlen" ist keine Lösung. Nimm es statt dessen als ein freudiges Ereignis oder Erkenntnis über dich selbst, welche dir einen Hinweis auf deine Verhaltensweise gibt.

Verwende statt "belogen" den Begriff "Ausrede". "Du" hast für deine Handlungen, für dein Denken eine Dir verständliche Erklärung benötigt. Möglicherweise, weil du deine eigene Wahrheit nur schwer ertragen konntest. Jetzt ist die Zeit, Dich mit Dir selbst auseinander zu setzen. Das mag schwer sein, das mag "schmerzhaft" werden können, dennoch ist es ein Reinigungsprozess, der begonnen hat und endlich gemacht werden will. Ehrlichkeit zu sich selbst, gerade über die eigenen Mängel ist keine leichte Kost. Sie befreit und führt am Ende in eine Befreiung.

Ich grüße Dich und bleib gesund.


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Gratuliere. Das ist ein echter Fortschritt.

Du hast gemerkt, daß Du etwas tust, was Dich nicht weiterbringt. Genau dafür ist eine Therapie da - daß Dir Verhaltensmuster bewusst werden, die für Dich nicht gut sind. Dass Du es vielleicht so rechtzeitig bemerkst, daß Du eingreifen und diesmal anders handeln kannst.

Ich würde Dein Verhalten nicht "lügen" nennen, sondern eine "Rationalisierung". Du tust etwas, was eigentlich keinen Sinn hat, und Du denkst Dir hinterher eine vernünftig klingende Erklärung aus. Viele Leute machen das unbewusst jeden Tag, wenn sie nach dem Grund für ihr Verhalten oder für eine Meinung gefragt werden.

Rede auf jeden Fall mit dem Therapeuten darüber. Das Dir das jetzt klar ist, ist überhaupt nicht negativ. Es ist gut, daß Du es merkst.

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Wenn ich du wäre würde ich es dem Therapeuten erzählen, er wird dich dafür auch bestimmt nicht verurteile oder so.
Du bis immerhin bei ihm da du ein Problem hast und vielleicht ist dieses lügen ja ein Teil deines Problems und wenn du es ihm sagst kann er dir bestimmt besser helfe.
Trau dich einfach bei nächsten mal und sag ihm genau das was du hier auch geschrieben hast.
Liebe Grüße 😊

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Hey. Bin selbst in Therapie und mit dieser Situatuation bist du definitiv nicht alleine. Also, es bringt dir nichts, dich und deine Therapeuten anzulügen. Wenn du das unterbewusst machst, versuch mal dir das klar zu machen und genau zu überlegen, was jetzt stimmt und was nicht. Du kannst deinem Therapeuten ruhig alles anvertrauen (die haben ja Schweigepflicht) Und auch wenn es mal eine etwas kompliziertere Antwort/Grund ist, kannst du dir bestimmt die Zeit nehmen. Versuch es einfach so gut wie möglich zu erklären und auch, wenn es für dich persönlich ein blöder Grund war, sags einfach frei raus. 

Liebe Grüße ;)

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Klasse, das ist ein sehr wichtiger Schritt zur Besserung! Sehr, sehr wichtig für Dich. Deine Erkenntnis darüber ist nur ein kleiner Teil. Jetzt geht es darum, sie auch zu leben. Sage Deinen Therapeuten alles über Dich und die Wahrheit. Gute Therapeuten gehen darauf ein und begleiten Dich auf Deinem ehrlichen Lebensweg. Die Zeit, wo Du gelogen hast ist Vergangenheit und weg! Da gibt es nichts mehr zu ändern. Achte auf das JETZT und Deine Zukunft. 

Ich bin ein sehr ehrlicher Mensch. In meinen Depressionen habe ich viel gelogen! Warum? Weil es für mich der einfachste Weg war und ich es den anderen recht machen wollte! 

Ist es bei Dir anders? 

Fang an, Dein Leben zu leben. Wenn Du ehrtlich bist, kannst Du Dir vertrauen, kannst Dich auf Dich verlassen und wirst beginnen, Dich zu lieben! 

Hier nun meine Frage, die Du mit Sicherheit mit NEIN beantworten wirst! Da bin ich mir 100% sicher! : Liebst Du Dich? - NEIN -

Fang an, zu Dir zu stehen. ohne Ehrlichkeit geht es nicht. 

Alles Liebe Olli 

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Doch, genau das solltest du deinem Psycvhologen sagen, selbst auf die Gefahr hin, dass du aus der Therapie rausfliegst. Aufrichtigkeit sollte allemal Vorfahrt haben.

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Schau lieber Jules, wenn ich diese GuteFrage lese, dann frage ich mich immer wieder, wieso so viele Menschen zum Psychiater und in Therapie gehen, wo es den besten Helfer gibt: GOTT. Er kennt dich genau. Vormachen kannst du ihm gar nichts! Er sagt dir gleich auf den Kopf zu: "He Jules, erzähle doch keine Märchen. Die helfen dich nicht weiter." Und er wird dir auch sagen, was Sache ist. Du kannst ihm voll vertrauen. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen. Bis du soweit bist, ist es harte Knochenarbeit. Aber es lohnt sich, Gott zu suchen!

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Sag es deinem Therapeuten. Es gibt nichts was es nicht gibt. Es wird seine Gründe haben und wenn du ihm das Ganze erzählst, wird er auch die Zusammenhänge verstehen. Die Psyche ist kompliziert und sie täuscht uns oft. 

Ich wünsche dir alles erdenklich gute! :)

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Folgendes wird für Dich jetzt wahrscheinlich harte Kost. Also schwer, aber nicht unverdaulich.

Ich schreibe jetzt erstmal nur in Form von Angriffspunkten. Und wenn Dich das anspricht, mach ich u.U. ne neue Antwort auf. OK?

Also:

Fragen von meiner Seite: Wie alt bist Du? Wie lang geht das insgesamt? Was ist passiert, daß diese Form von Selbstzerstörung beginnen konnte?

Weiterhin:

 - Selbstmitleid

 - dauerhafte Rechtfertigungen

 - Unzufriedenheit

 - Verdrängung

 - Abweisung

Das Wort oder den Begriff "LÜGEN" lassen wir bestenfalls völlig außen vor!!!!

Womöglich hat sich damit aber schon alles geklärt.

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Kommentar von Jules394
24.07.2016, 19:57

Ich bin 20 und die Selbstverletzung reicht zurück bis ins Grundschulalter. Ich kann nicht genau sagen, wie das alles angefangen hat. Jedenfalls war ich in stationärer Behandlung, wo sich das alles sehr verschlimmert hat.

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Hallo,

was heisst belogen? Schau,wir Menschen haben Abwehrmechanismen,wie z.B. Verdrängung einer Sache etc.pp. Dies ist ein im Unterbewusstsein verankertes Abwehrsystem,ähnlich wie Dein körperliches Immunsystem.

Manchmal eher im Weg aber  auch unverzichtbar,um unser Bewusstsein vor Dingen zu schützen,die wir eben nicht gerade wahr haben wollen oder nicht verarbeiten können.

Sprich mit Deinem Therapeuten/Therapeutin darüber,du hast nichts Unrechtes getan,da diese Reaktionen nicht wirklich deinem bewussten Willen unterliegen. Und vielleicht hat Dein Psychologe das ja längst bemerkt....

Die allerbesten Schauspieler sind immer noch wir selbst.......-))

Sieh es als tolle Chance,die es auch wirklich ist, jetzt wieder ein Stückchen mehr dir selbst auf die Spur gekommen zu sein!

Alles Gute!

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Für nichts ist es zu spät. Vielleicht hast du über die Lügerei erst begriffen, was mit dir wirklich los ist. Das ist doch schon mal was. Warum machst du das nicht zum Thema bei den nächsten Terminen? Dann kann man dir wirklich helfen. Das wäre schön, es geht ja ausschließlich um dich und deine Zukunft.

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ist mir am anfang auch so gegangen. also ich würde sagen  entweder du sagst es ihm weil hey der man ist psychologe der weis schon warum du das gemacht hast und kan dir dann vieleicht noch besser helfen.

oder du suchst dir einenen anderen psychologen und fägst noch mal von vorne an.

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Kommentar von Barney123
02.08.2016, 02:07

Hallo otoo,

Das ist keine so gute Idee, den Therapeuten zu wechseln. Der weiß das wahrscheinlich eh schon. Jedenfalls wenn er ein guter Therapeut ist. Die Psychologen nennen das übrigens Rationalisieren und das ist ein Krankheitssymptom

LG

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