Frage von Lerdine 28.08.2011

Hilfe! vor kurzem ist der Bruder von meinem Mann gestorben, schulden hinterlassen!

  • Hilfreichste Antwort von Reiterfee 28.08.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    ****Automatisch werden die Schulden nicht auf die Verwandten übertragen, sondern nur dann, wenn sie das Erbe annehmen. Es kommt darauf an, ob er ein Testament gemacht oder nicht. Im Moment braucht Ihr gar nichts zu machen nur dann, wenn Ihr vom Nachlaßgericht einen Bescheid bekommt, wonach er Euch als Erben mit eingesetzt hat. Dann geht Ihr zum Nachlaßgericht und erklärt schriftlich, daß Ihr das Erbe nicht antreten wollt und fertig ist die Sache, so einfach.**

  • Antwort von giselherr 28.08.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    http://de.wikipedia.org/wiki/Erbausschlagung

    In diesem Link müßte alles erklärt sein. Meine Schwägerin ist damals zum Amt gegangen und hat dort ihren Verzicht erklärt.

    Also vom Zeitpunkt wo Euch ein Notar/bzw. der Nachlaßverwalter gesagt hat, dass Ihr erbt oder Ihr das Testament gelesen habt in dem Ihr ausdrücklich als Erben benannt seit, habt Ihr sechs Wochen Zeit das Erbe auszuschlagen. Das geht zum Beispiel bei Eurem Amtsgericht.

    Also alles Gute und keine Panik.

  • Antwort von Walter1967 28.08.2011
    4 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Man kann zum Notar gehen und das Erbe ausschlagen!

  • Antwort von imager761 28.08.2011
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Ruhig Blut, Lerdine!

    Hatte der Verstorbene Ehefrau und/oder leibliche Kinder? Falls kinderlos oder verwitwet verstorben, leben seine beiden Eltern noch? In einem dieser Fälle erbt dein Mann nichts, auch keine Schulden.

    Wurde er vom Bruder jedoch mit Testament als Erbe eingesetzt, erfahrt ihr das schriftlich vom Nachlassgericht und müsst danach innerhalb von 6 Wochen das Erbe ausschlagen. Dies entweder persönlich zur Niederschrift bei Gericht erklären oder notfalls bei einem Notar, der das weiterleitet.

    HTH

    G imager761

  • Antwort von Leon1310 30.08.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Hallo erstmal und mein aufrichtiges Beileid. Aus eigener Erfahrung; JEDER, der als Erbe in Frage kommt, egal ob ein Testament vorliegt, oder nicht, MUSS das Erbe AUSSCHLAGEN. Wenn kein Testament vorliegt, gilt die gesetzliche Erbfolge. Sollte eins vorliegen und alle im Testament genannten schlagen das Erbe aus, greift weiterhin die gesetzliche Reihenfolge. Selbst die Kinder mussten in unserem Fall alle das Erbe ausschlagen. Da leider von meiner Partnerin eine Cousine das grosse Pech hatte, das auch noch ihr Kind starb, hatte sie im ganzem Trubel die 6 Wochenfrist zum ausschlagen der Erbschaft versäumt und hat nun auch noch die ganzen Schulden am Hals. Wir haben ihr zu einer Nachlassinsolvenz geraten. Und was die Beerdigungskosten angeht, selbst da MUSS man nicht zahlen, solange man nichts beim Beerdigungsinstitut unterschreibt. Mag sich komisch anhören, aber so hat es uns die Nachlassverwalterin gesagt. Wir haben natürlich auch ersteinmal unterschrieben, aber bei Nachgesprächen sind die Kosten um 1000€ weniger geworden und wir haben letztlich 90€ für seine Urne bezahlen müssen.

  • Antwort von Meery 28.08.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Nimm bitte nicht das Erbe an. Dann ist alles gut. Man muss dein Mann seinen Bruder geliebt haben. mehr ist nicht zu sagen.

  • Antwort von ichweisnix 28.08.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Beim Gericht sagte Mann das diese Schulden können auf verwandte übergehen

    Wenn ihr Mann Erbe wird, dann erbt er nicht nur Guthaben, sondern auch Schulden. Dem kann auf zwei Weisen begengen:

    Das Erbe kann man aber innerhalb von 6 Wochen ab Kentniss beim Nachlassgericht ausschlagen.

    nur wie schreibt Mann diese Verweigerung?

    Er erklärt dem Nachlassgericht gegenüber, das er die Erbschaft ausschlägt. Er wird dann nicht Erbe. Der Vorteil ist, das es kein Risiko für ihn bezüglich der Schulden gibt. Nachteil ist, das falls der Bruder doch mehr Vermögen als Schulden, dann geht im das Verloren.

    Eine Alternative ist die Nachlassverwaltung oder die Nachlassinsolvenz. In beiden Fällen wird die Haftung auf die Erbschaft begrenzt. Dies ist aber mit einen gewissen Risiko verbunden. Daher ist hier ein Anwalt zu empfehlen. Ferner muß er als Erbe dann dennoch für die Beerdigung aufkommen.

  • Antwort von balduin01 28.08.2011
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    du musst zum notar und dort das erbe ausschlagen/ablehnen weil der haushalt des erblassers vermutlich überschuldet ist. diese erbausschlagun ist allerdings an fristen gebunden. sage niemals, dass du weißt, dass der erblasser verschuldet ist, sondern nur, dass du es vermutest. danach braucst du dich um nichts kümmern, keine wohnungsauflösung, keine schulden zahlen und keine kosten der beerdigung. also schnellstens zum notar. vorher unbedingt prüfen, ob es versicherungen gibt (lebensversicherung, oder kreditversicherungen für den todesfall)!

  • Antwort von tbmaac 05.09.2011

    Hier noch eine Ergänzung:

    http://www.geldsparen.de/sparen/Steuer/recht-elegant-erben.php

    Sie haben Schulden geerbt

    Erben - das klingt doch erst einmal erfreulich! Allerdings könnte die ehemals angenehm vermögende Tante aus den USA ihr Geld auch auf den Kopf gehauen haben. In diesem Fall werden Schulden möglicherweise vererbt. Kommt die Nachricht über ein Erbe, sollte man deswegen genau prüfen, was hinter dem Nachlass steckt. Denn nimmt man erst einmal an, haftet man mit dem eigenen Vermögen für eventuell ererbte Schulden. Ist der Nachlass überschuldet, kann es also sehr sinnvoll sein, das Erbe auszuschlagen. Und das muss innerhalb von sechs Wochen passieren, nachdem man von der Erbschaft erfahren hat – danach gilt sie automatisch als angenommen. Annehmen oder ablehnen kann man immer nur das gesamte Erbe, nicht Teile daraus.

    Um es auszuschlagen, muss man persönlich zum zuständigen Nachlassgericht oder die Erklärung vor einem Notar ablegen. In Abwesenheit (zum Beispiel mit einem Brief, Fax, per Mail o.ä.) funktioniert das leider nicht. Übrigens ist es mit dem Ausschlagen der Erbschaft noch nicht unbedingt getan: Denn rechtlich läuft die Erbschaft dann so weiter, als wären auch Sie bereits verstorben. Das heißt, sie geht automatisch auf eventuell vorhandene Kinder über. Für den minderjährigen Nachwuchs sollten Sie deswegen gleich mitausschlagen, erwachsene Sprösslinge müssen dies selbst erledigen. Für jedes Ausschlagen werden Gebühren im zwei- bis vierstelligen Bereich fällig.

  • Antwort von pentagoras 29.08.2011

    kann mich da dem Kommentar von Reiterfee nur anschließen. Schulden können vom Gesetz her nicht automatisch an Verwandte übergehen. Erbe schriftlich ausschlagen, dass ist alles.

  • Antwort von GePeterF 29.08.2011

    Nun, im spätesten Fall kannst Du bei der Testamentseröffnung sagen, dass Du das Erbe nicht annimst und somit gehen dich auch die Schulden nix an... ganz einfach... Und schriftlich schreibt da auch nix anderes außer, dass Du das Erbe eben nicht annimmst, drückst das dem Nachlassgericht auf's Auge (per Einschreiben mit Rückschein schicken, dann weißt WER den Brief entgegen genommen hat und hast hinterher keinen Ärger, falls da was "verloren" geht...) und schon bist draußen...

    Es ist eigentlich recht unerheblich, ob ein Testament vorliegt oder nicht. Ohne Testament tritt einfach die gesetzliche Erbfolge in kraft und somit trägt jeder Erbe, der das Erbe annimmt anteilig einen Anteil an den Schulden. Sinnvoll kann das annehmen eines solchen Erbes z:B. dann sein, wenn ein Haus vererbt wird, das noch nicht abbezahlt ist, dann hast auch Schulden geerbt und dafür ist auch die Regelung gedacht. Wenn der aber einfach nur auf großem Fuß gelebt hat und Du das Erbe nicht annimmst, bekommst auch nix und nix heißt hier eben auch keine Schulden ;-)

  • Antwort von tbmaac 29.08.2011

    Erstmal mein Beileid zum Tod Ihres Schwagers.

    Die Schulden des Erblassers gehen nicht auf Verwandte über, sonden nur auf die Erben. Die Erben sollten aus einem Testament hervorgehen bzw. bestimmen sich nach der gesetzlichen Erbfolge. Die Erben werden vom Nachlaßgericht über ihr Erbe informiert und sollten sich dann an das Nachlaßgericht wenden und dort Einsicht nehmen in das Nachlaßverzeichnis. Sollten die Verbindlichkeiten höher als die Vermögenswerte sein, so können die Erben das Erbe ausschlagen. Hierzu sind gesetzliche Fristen zu beachten. Der Rechtspfleger beim Nachlaßgericht kann hierzu Auskunft geben.

  • Antwort von terrortippse 29.08.2011

    er muss einfach das Erbe ausschlagen! Er schreibt das Gericht an und sagt er schlägt das Erbe aus. Ende

  • Antwort von Ontario 29.08.2011

    Falls du als Erbe testamentarisch eingesetzt bist, kannst du das Erbe ausschlagen. Dies erklärst du vor dem Nachlassgericht. Wenn du es nicht selber schreiben kannst, dann gib das vor dem Nachlassgericht zu Protokoll und die Sache hat sich. Schulden können nicht automatsich auf die Verwandten übergehen. Allerdings muss der Erbe, die Erben für die Bestattungskosten aufkommen, egal wie hoch die Schulden sind welche hinterlassen werden und ob man das Erbe ausschlägt.

  • Antwort von abeena 29.08.2011

    Das Erbe ausschlagen. Allerdings bleiben so Dinge, wie Beerdigungspflichten.

  • Antwort von waltghaupt 29.08.2011

    jedes Erbe kann angenommen oder ausgeschlagen werden und wenn die Schulden die Vermögenswerte übersteigen, könnt Ihr das Erbe selbstverständlich ausschlagen und dann haben die Gläubiger Pech gehabt..

  • Antwort von Stadtreinigung 28.08.2011

    Einfach: Ausschlagen der Erbschaft,mehr nicht

  • Antwort von kaesefuss 28.08.2011

    Ganz einfach, er tritt das Erbe nicht an. Ein Gang zum Nachlassgericht, wenn Post kommt und da unterschreiben, dass das Erbe nicht angetreten wird.

  • Antwort von Amoebe 28.08.2011

    Dein Mann kann das Erbe auschlagen.

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