Frage von mrsstrawberry01, 157

Hilfe, vom Vater ständig runter gemacht werden.. Was kann ich tun?

Also ich (w, 16) habe kein sonderlich gutes Verhältnis zu meinem Vater. Er ist oft auf Geschäftsreisen, deshalb sehe ich ihn seit meiner Geburt nur selten und lebe meist mit meiner Mutter alleine. Wenn er aber Zu Hause ist, wünsche ich mir immer, dass die Zeit so schnell wie möglich vorbei ist. Er schreit mich wegen jeder klitzekleinen Lapalie an und macht mich ständig schlecht. Und das nicht nur 24 Stunden am Tag, sondern auch vor anderen (fremden) Leuten, zb im Supermarkt oder bei Verwandten. Und wenn ich was dagegen sage, weine oder ich mich rechtfertige, wird es nur noch schlimmer und er gibt mir die Schuld. Es sind dann auch schon Bezeichnungen wie "du undankbares Weib", "faules Stück" und schlimmer, gefallen. Auch wenn er mich noch nie geschlagen hat, würde ich ihm das mittlerweile zutrauen. Meine Mutter weiß davon, aber auch sie kann nichts bewirken, denn er sieht immer nur mich als Schuldige und lässt einen nicht mit sich reden. Aber in ihrer Anwesenheit ist er auch nicht so schlimm zu mir, sondern meist wenn wir alleine sind. Mir macht die Situation so unfassbar traurig, da ich mir oft einen liebenden Vater wünsche, der für mich da ist. Aber was soll ich tun und die Situation zu ändern? Ich bin wirklich am verzweifeln und vielleicht kann mir ja jemand einen Rat geben und mir weiterhelfen.... Danke

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von italomaus, 42

Ciao :-)

Ich denke dein Vater ist zum Eigenbrötler geworden. Er war viel ohne Euch und hat das gemacht was er wollte. Wenn er bei Euch ist wird ihm das alles zu viel und er sucht einen Schuldigen und der bist du in seinen Augen. Er lässt dich für seine Laune büssen.

Mir scheint es so als würdert ihr Sternjahre weit von einander entfernt sein. Da du einen guten Draht zu deiner Mutter hast solltest du ihr erklären, dass es dich traurig macht und du ein Gespräch zu dritt willst.

Dabei solltest du sehr vorsichtig sein, keine Anschuldigungen sondern deine Wünsche äußern. Ich beführte, dass du in dem Gespräch die Erwachsene bist und er das trotzige Kind ;-)

Oder du schaust hier einmal

https://www.nummergegenkummer.de/cms/website.php?id=/de/index/kinder_und_jugendt...

Ich wünsch dir ganz viel Glück und wenn du noch Fragen hast, dann melde dich einfach.

LG

Antwort
von Lifeisgoldd, 50

Vielleicht solltest du mal mit ihm ein ernstes und intensives Gespräch führen, bei dem du offen und ehrlich mit ihm darüber sprichst.:)

Kommentar von mrsstrawberry01 ,

Das habe ich schon öfter versucht, aber wie gesagt, er lässt nicht mit sich reden:( .

Denn ich glaube das letzte was er tun würde, wären einen eigenen Fehler einzusehen. 

trotzdem danke für deine Hilfe:)

Antwort
von adianthum, 25

Dieser Mann ist nicht dein Vater, sondern bestenfalls dein Erzeuger.

Er hat keine väterlichen Gefühle, sonst würde er nicht so beknackte Aussagen dir gegenüber machen.

Vater sein bedeutet, seinen Kindern zuzuhören wenn sie Probleme haben und ihnen Ratschläge zu erteilen ohne Anspruch, dass diese dann auch befolgt werden.

Und wenn dann ein Fehler passiert nicht zu sagen: Hab ich es dir doch gesagt- sondern zu trösten. Denn Kinder haben das Anrecht auf eigene Fehler, denn das gehört zum erwachsen werden mit dazu.

Vater sein bedeutet, seine Tochter nachts um 3.00 von der Disco abzuholen, wenn sie den Nachtbus verpasst hat- auch wenn sie schon 20 ist- weil er sich um sie sorgt!

Vater sein bedeutet, sein Kind schützen zu wollen und es darauf vorzubereiten sich selbst schützen zu können, wenn er nicht da ist.

Vater sein bedeutet, sein Kind GERNE zum Arzt zu bringen und sich nach dessen Gesundheit zu erkundigen, weil er sich dafür interessiert.

Vater sein bedeutet mehr, als einmal sein Ejakulat im Leib der Mutter zu hinterlassen, und der Rest erledigt sich von alleine!

Vater sein bedeutet mehr, als nur das Geld für den Lebensunterhalt zu erwirtschaften und dann absoluten Gehorsam, Dankbarkeit und Unterwerfung zu erwarten.

Ist jetzt zwar nicht nett was ich sage, aber wirf ihm nächstes mal an den Kopf, dass wenn er dich schon nicht wollte, er kein Recht hat auf dir herumzutrampeln, denn du hast nicht darum gebeten auf die Welt zu kommen!

Oder: Ja, warum hast du mich eigentlich nicht ins Gebüsch gespritzt? Dann wäre vielleicht ein anständiger Krückstock aus mir geworden!

Warum lässt sich deine Mutter sein Verhalten eigentlich gefallen?

Und es geht bei Erziehung niemals um Schuld- sondern immer nur um Verantwortung!

Sorry, aber dein Erzeuger ist vom menschlichen Standpunkt her gesehen ein "armseliges Würstchen"!

Rechtfertige dich in Zukunft nicht mehr, das hast du nicht nötig, denn er hat ja nicht wirklich etwas dazu beigetragen, dass du diejenige bist, die du bist.

Kommentar von mrsstrawberry01 ,

ja harte Worte, aber du hast leider Recht 

Das Problem ist, dass meine Mutter das meistens nicht so mitbekommt und immer nur die kleineren Auseinandersetzungen und die sind ja auch "normal". 

Aber sie hat es ihm auch schon gesagt und auch von ihr lässt er sich null sagen in der Hinsicht.

Ich habe auch selbst das Gefühl, dass meistens es zwischen den beiden auch nicht mehr so läuft, wie es sollte aber sie uns mit ihrem kleinen Verdienst nicht versorgen kann. 

Eigentlich kann ich ihr keine Vorwürfe machen

Kommentar von adianthum ,

Ich habe meine Töchter letztlich mit Hartz4 groß gezogen, weil ich nicht wollte, dass es bei uns zuhause zu solchen Szenen kommt.

Geld ist nicht alles.

Wir mussten uns stark einschränken- materiell! Na und? Beide stehen gut im Leben und sind selbstbewusst und unabhängig.

Meine "Kleine" ist derzeit bei einer gut betuchten Familie als Au Pair und ihre Aussage ist; Jetzt weiß ich, wie unwichtig Geld eigentlich ist. Die können sich alles leisten, aber menschlich ist da vieles im Argen!

Lieber bin ich arm und zufrieden, als reich und emotional verdörrt!

Dein Vater wird bei einer Trennung Unterhalt für dich leisten müssen, bis du deine Erstausbildung fertig hast- heißt: Solltest du dich entschließen studieren zu wollen, dann zahlt er bis du deinen Master in der Tasche hast!

Ihr habt Beide was besseres verdient, als so einen Kerl!

Kommentar von mrsstrawberry01 ,

Stimmt, aber letztendlich muss sie es ja entscheiden, da kann ich ihr ja schlecht reinreden 

Kommentar von adianthum ,

Reinreden nicht, aber zureden und deine Meinung kund tun- und letztlich unterstützen, falls sie den Mut aufbringt sich zu trennen.

Und ihr vor allem sagen, dass sie auf keinen Fall um dir den "Vater zu erhalten" mit ihm zusammen bleiben muss.

Antwort
von SPR3X, 70

Du solltest ihn mal einladen irgendetwas als Vater Tochter dings mit ihm zu machen (natürlich etwas seiner interessen(Bsp:angel...))Ich denke damit könntest du langsam gemeinsame interessen mit ihm finden. :)

Kommentar von mrsstrawberry01 ,

Da gibt's nur ein Problem: Er hat keine solchen Interessen oder Hobbys :( 

und ich weiß auch nicht ob er sich zu einem Ausflug oder so bewegen lässt.

Denn wenn ich mit einer Idee komme würde es ein paar Tage später heißen: 

"Du bist so undankbar und ich fahre DICH extra noch in den Zoo" 

Er fährt auch zum Beispiel nie mit uns im Urlaub

Aber vielleicht findet sich ja trotzdem mal eine Gelege

Antwort
von mirolPirol, 60

An deiner Stelle würde ich ihm einen Brief langen schreiben, in dem ich ihm schildere, wie ich ihn erlebe und was das mit mir macht. Sag ihm doch, dass du ihn liebst und nicht verstehst, warum er dich ständig herabsetzt und demütigt, woher kommt diese Wut und die Ablehnung?

Kann es sein, dass er nicht dein leiblicher Vater ist oder dass er das vielleicht glaubt? Rede auch mit deiner Mutter - sie ist dazu da, dich zu beschützen - notfalls auch vor dem eigenen Vater.

Kommentar von mrsstrawberry01 ,

Doch er ist mein leiblicher Vater und das weiß er auch. 

Wir sehen und auch so sehr ähnlich dass es kaum zu übersehen ist. 

Kommentar von mirolPirol ,

Ich versteh's nicht. Meine Älteste ist meine Stieftochter und die hat inzwischen selbst 3 kleine Mädchen. Ich wollte immer Töchter - hab aber "nur" 2 Jungs zustande gebracht, auf die ich allerdings sehr stolz bin. 

Entweder du stellst dich selbst viel positiver dar, als du bist oder dein Vater hat ein echtes Problem mit sich und der Welt. Warum hast du keinen Rückhalt bei deiner Mom? Behandelt er sie auch so? 

Kommentar von mrsstrawberry01 ,

Ich bin natürlich auch nicht perfekt und auch dass Streit ab und an normal ist, ist mir klar. Aber es sind wirklich schon Kleinigkeiten, die ihn überreagieren lassen, 

Mir muss nur ausversehen, etwas runter fallen und schon hab ich den Salat. 

Heute musste er mich zum Arzt fahren, weil meine Mama arbeiten war und da sagt er noch, dass ich froh sein solle dass er das für mich macht. Ich meine ein Arztbesuch ist jetzt auch nicht auf meinem Mist gewachsen und das mache ich wohl nicht zum Spaß, aber trotzdem habe ich es nachher vorgehalten bekommen. 

Meine Mama steht wirklich hinter mir und hat es ihm auch schon oft genug versucht klarzumachen, dass da was schief läuft, aber er kann oder will seine eigenen Fehler einfach nicht einsehen, egal was ich/wir tun.... 

Ich bin zudem noch sein einziges Kind 

Ich weiß ja auch nicht:(

Kommentar von mirolPirol ,

Dann hat er wohl seine eigenen Probleme und großen Frust, den er an dir abreagiert - das tut mir leid für dich. Zwar bist du in ein paar Jahren erwachsen und musst dir das nicht mehr täglich antun lassen, aber liebende, besorgte und zugewandte Eltern hat man auch als erwachsener Mensch lieber, als einen Hausdrachen oder einen Despoten. Halte durch!

Kommentar von mrsstrawberry01 ,

Danke für deine Hilfe und deine Worte :) 

Antwort
von frdlchrZuschaur, 49

das klingt sehr traurig =(

aber in einer auswegslosen situation hilf meist nur unterwerfung 

er denkt er würde über dir stehen und das nutzt er aus. probiere ihm einfach recht zu geben wenn er dir ihrgendwas vorwirft und wenn er sich ihrgwendwann zu mächtig fühlt wird er immer gemeiner und dann kannst du ihn anzeigen. 

das urteil wird vllt sein das er sich dir nciht mehr auf 50meter nähren darf oder ähnliches und wenn er es doch tut flogen weitere sanktionen

ich würde dir raten mit 18 ausszuziehen

Kommentar von akifsta ,

Das ist keine schöne Lösung. :(

Kommentar von frdlchrZuschaur ,

das hab ich mir auch gedacht aber das ist natürlich wenn alle stricke reißen und es keine andere möglichkeit mehr gibt also von den anderen antworten

Antwort
von Regulus123, 35

Vermutlich wirst du deinen Vater nicht ändern können. Was ich dir raten würde, wenn er dich das nächste Mal wieder hinunter putzt: lass es an dir abprallen, versuche dich nicht zu rechtfertigen, distanziere dich von seiner Haltung und sage dir selbst, dass er nicht Recht hat und schon gar kein Recht hat dich so schlecht zu behandeln. Du musst dir eine dicke Haut wachsen lassen, nicht generell, aber ihm gegenüber. Du könntest demnächst max. sagen zu ihm: Papa, du hast Recht, ich bin faul, ich kann dieses nicht, ich jenes nicht. Warte seine Reaktion ab. Wenn er still wird, dann war dies die richtige Reaktion. Wen er weiter macht, dann würde ich nichts mehr sagen. Er glaubt vermutlich, nur weil er nichts anderes tut als zu arbeiten, dass dies jeder so handhaben müsste. dabei ist das, was er tut, also sein Lebensstil, nicht gerade gesundheitsförderlich. Suche dir nette Menschen außerhalb der Familie, die dich gut behandeln, suche dir keinen Partner, der so tickt, wie dein Vater, sondern einen, der dich gut brhandelt.

Antwort
von Gaviiin, 18

Dies scheint eine sehr schwierige Situation für dich zu sein, die dich auch in Traurigkeit stürzt.

Doch was tun?..

Der erste Schritt wäre natürlich, das Gespräch suchen. Ich weiß nicht ob du es schon getan hast, oder nicht, aber ein Versuch ist es immer wert. Übrigens sollte deine Mutter ebenfalls dabei sein, denn so kommt ihr schneller zu einer gemeinsamen Lösung.

Die harte Lösung wäre das Jugendamt, diesem schilderst du deine Situation, und dir wird sofort geholfen. Das ist zwar ziemlich hart, aber wenn es einfach nicht mehr weiter geht, dann MUSST du es einfach machen. Denn das alles kann ich dich sehr fertig machen.

Kommentar von mrsstrawberry01 ,

Aber was würde das Jugendamt denn da tun...? 

Kommentar von Gaviiin ,

Das können wir alle ja nicht so wirklich beurteilen, immerhin kennen wir die Situation nicht so gut wie du...

Als erstes wird ein(e) Mitarbeiter(in) bei euch zuhause vorbeischauen und auch ein Gespräch mit euch allen führen.

Aber wegnehmen werden sie dich so schnell auf keinen Fall, also keine Angst!

Antwort
von Liesche, 33

Ihn fragen, wieso er Dich so wenig mag, was die Gründe wirklich sind, auch sagen, daß Du wert auf ein gutes Vater-Tochter-Verhältnis legst.

Antwort
von HappyHund, 28

Erstmal solltest du herausfinden, was die Beweggründe deines Vater sind. Niemand behandelt sein eigenes Kind ohne Grund so. Vielleicht hast du mit deiner Mutter ein zu enges Verhältnis und er empfindet sich als Konkurrenz? Vielleicht behandelst du ihn genauso respektlos? Forsche erstmal nach den Ursachen.

Kommentar von mrsstrawberry01 ,

Ich behandle ihn alles andere als respektlos, aber der Punkt mit dem Konkurrenzverhalten könnte ich mir durchaus vorstellen.

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