Frage von leeoniie2001, 77

Hilfe suchende Tiere aufnehemen?

hallo, meine Familie hat bereits einen hund und eine Katze... jedoch versuche ich meine Eltern mitlerweile vergeblich dazu zu überreden dass wir uns noch ein Tier anschaffen... und zwar finde ich dass es so viele Tiee auf der Welt gibt die ein ZUhause suchen und täglich auf der Straße ums überleben kämpfen müssen... da wir nicht gerade arm sind verstehe ich nicht was meine Eltern dagegen haben...ich meine wir hätten die Mittel einem hilfe suchenden Tier zu helfen...dennoch sagen meine Eltern dass es ihnene ein zu großer aufwand wäre...was meint ihr dazu?? ich weiss dass ich nciht jedem Tier auf der Welt helfen kann aber ich finde man kann mindestens einem helfen

Expertenantwort
von VanyVeggie, Community-Experte für Tiere, 30

Hallo, 

ich kann deine Eltern verstehen. Jedes Tier braucht Platz, Zeit und Geld. Und es bedeutet große Verantwortung und Verpflichtungen. Wenn deine Eltern das nicht wollen, dann akzeptiere es. Wenn du ihnen ein weiteres Tier nur aufzwingst, dann ist dem Tier auch nicht geholfen. Das spürt die Ablehnung schließlich. Spätestens wenn es nachts zum Tierarzt muss wirst auch du das merken. 

Wenn du dich im Tierschutz betätigen möchtest, was schon mal sehr ehrenhaft ist, dann frag doch mal im Tierheim vor Ort nach ob du ehrenamtlich aushelfen kannst. Die freuen sich immer. Ansonsten beschäftige dich viel mit deiner Katze und vor allem mit Hund - lange Spaziergänge, viel geistige Auslastung usw. Dann gehts deinen Fellnasen umso besser. 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

Kommentar von Sylviajakob ,

Besser kann man es nicht erklären. Da gibts nichts hinzuzufügen.

Expertenantwort
von Berni74, Community-Experte für Hund, 25

Wenn Deine Eltern das nicht möchten, werden sie sicher ihre Gründe haben, und das solltest Du akzeptieren.

Schließlich haben Deine Eltern die Verantwortung für die Tiere, müssen Futter und Tierarztkosten aufbringen und dafür arbeiten gehen.

Wenn Du dennoch den Tieren helfen möchtest, dann geh in ein Tierheim, die brauchen auch immer freiwillige Helfer.

Antwort
von Goldsuppenhuhn, 9

Hallo Leeoniie2001,

ich halte seit vielen Jahren Meerschweinchen, alle stammten aus Nothilfen oder dem Tierheim. Aktuell habe ich vier Meerschweinchen. Grundsätzlich könnte ich es finanziell verkraften, weitere Meerscheinchen aufzunehmen und "irgendwie" platzmäßig noch unterzubringen.

Ich entscheide mich ganz bewusst dagegen, weitere Tiere aufzunehmen. Das fällt mir sehr schwer, wenn ich gelegentlich auf der Homepage der Nothilfe unterwegs bin und mich über das Schicksal der Tiere informiere.

Ein Tier, das krank ist, kann manchmal fast zum Rundum-Job werden, ständig zum Tierarzt fahren, Pflege zuhause. Das alles neben einer Vollzeit-Berufstätigkeit. Von den Kosten natürlich ganz zu schweigen.

Zur Zeit sind meine Tiere weitgehend gesund und ich bin sehr froh, dass ich mal "durchatmen" kann. Dennoch geht ca. 1 Tag pro Woche für Pflege drauf. Es ist im Moment schon sehr schwierig und mit viel organisatorischem Aufwand und Kosten verbunden, mal in Urlaub zu fahren. Häufig ist der Urlaub komplett ausgefallen, weil ein Tier gerade besonderer Pflege bedurfte.

Ich habe immer bewusst "Problemtiere" aufgenommen. Ich denke, dass ich den Seelchen, die bei mir gelebt haben, ein schönes Zuhause geschenkt habe. Damit habe ich nicht alle Meerschweinchen gerettet, aber einigen wenigen geholfen.

Es ist sehr wichtig, dass man realistisch einschätzen kann, welche Verantwortung man übernimmt. Auch muss man sich über seine eigenen Bedürfnisse im Klaren sein, man muss wissen, welche Einschränkungen man auf sich nimmt und hierzu auch bereit sein.

Das mag sich jetzt egoistisch anhören, ist es auch. Man muss aber tatsächlich auch an sich selbst denken. Es ist den Tieren nicht geholfen, wenn man irgendwann vollständig ausgelaugt ist und ihren Ansprüchen nicht mehr gerecht werden kann. Für die Tiere, die man hat, trägt man die absolute Verantwortung. Sie müssen artgerecht gehalten werden.

Sicherlich hast Du schon von Animal Hoarding (auf Deutsch: Tierhortung) gehört. Viele dieser Menschen wollten auch ursprünglich helfen, haben sich dann aber total übernommen, die Situation ist entgleist. Das Ende sind tote oder verwahrloste, verhungerte Tiere, die krank in ihrem Dreck vor sich hinvegetieren.

Es ist unbedingt richtig, Tieren zu helfen. Die Hilfe kann darin bestehen, dass man dem Tier ein artgerechtes, liebevolles Zuhause bietet. Hier sind aber Grenzen gesetzt. Helfen kann man auch, indem man Zeit oder Geld einbringt. Informiere Dich mal beim Tierheim, ob Du irgendwie helfen kannst. Evtl. kannst Du z. B. eine Spendensammlung in der Schule organisieren o. Ä.

LG Goldsuppenhuhn.

Antwort
von Turbomann, 28

@ leeoniie2001

Du bist jetzt 15 und irgendwann wirst du Azubi und dann den ganzen Tag ausser Haus sein.

Dann hast du einen Traum, vielleicht mal ins Ausland zu gehen, willst du das Tier dann mitnehmen?

Deine Eltern haben recht, denn wer kümmert sich dann um alle Tiere? Du ganz sicher nicht  und vollkommen eigenständig kannst du das jetzt auch noch nicht.

Du verwechselt hier etwas:

Tierliebe hat nichts nur mit Geld zu tun, sondern mit Verantwortung. Selbstverständlich braucht man für Tierhaltung auch eine Menge Geld, aber man muss sich auch um die Tiere kümmern, damit sie auch richtig gehalten werden.

Du hast recht, es gibt viel Tierelend auf der Welt und auch bei uns uns.

Aber, wenn ihr schon Tiere habt, dann bitte kümmere ich um die richtig, dann tust du erstens genau das richtige und zweitens, kann man sich nicht um alle Tiere kümmern und auch NICHT mal mehr EINES zusätzlich aufnehmen. 

Also lasse es sein, deine Eltern überrreden zu wollen. Oder sind beide nicht berufstätig?

Dann mache doch mal einen kleinen Wechsel?

Du übernimmst die ganze Arbeit deiner Mama, wenn du von der Schule kommst:

Erst mit dem Hund gassigehen, dann putzen, kochen alles was deine Mama auch macht. Mittags mit dem Hund laufen 1-2 Stunden.

Nachhause und Wäsche waschen, dann kochen für Abends, noch schnell einkaufen und du darfst dann noch deine Hausaufgaben machen. Was sonst deine Mama noch für Arbeiten hat, weist du selber.

Dann willst du noch ein zusätzliches Tier haben, von was träumst du Nachts

Antwort
von Sylviajakob, 4

Du schreibst nicht, wie alt Du bist. Denn falls Du erwachsen sein solltest, also über 18 Jahre alt, kannst Du für Dich selbst entscheiden. Dann mußt Du aber auch die gesamte Verantwortung komplett für das Tier übernehmen und keine Hilfe von den Eltern erwarten. Dann ginge es gut. Aber oft ist es die größere Tierliebe auf ein Tier zu verzichten wenn man ihm nicht 100%ig gerecht werden kann. Alles Gute und viel Erfolg und Freude bei Deiner Tierhilfe!

Antwort
von Lapushish, 34

Geld ist dem Tier völlig egal und ein eher nebensächliches Kriterium. Natürlich muss man die Kosten von Tierarzt und Verpflegung tragen können. Aber Geld allein reicht doch bei weitem nicht. Wenn deine Eltern keine weitere Zeit und Verantwortung übernehmen wollen, ist es sinnvoller kein Tier aufzunehmen. Denn wenn man es vernachlässigt, hilft man ihm nicht.

Kommentar von leeoniie2001 ,

vernachlässigen würde ich es bestimmt nicht... ich würde mich ja auch darum kümmern deshalb verstehe ich ja meine Eltern nich

Kommentar von Turbomann ,

@ leoniie2001

Du bist 15 und du verstehst deine Eltern nicht?

Sorry dann muss ich dir knallhart sagen, dass du aus egoistischen Gründen handelst, sonst würdest du deine Eltern wenigstens etwas verstehen.

Nur weil deine Eltern viel Geld haben, bedeutet das nicht, dass man sich alles kaufen kann und darf.

Du könntest ja auch einen Teil deines Taschengeldes dem Tierheim spenden, dann würdest du vielen Tieren helfen.

Tiere aufzunehmen, bedeutet viel Zeit und die hast du nicht, denn demnächst machst du eine Ausbildung und dann bist du den ganzen Tag weg und deine Mutter wird sich freuen, wenn sie deine Verantwortung auch noch übernehmen muss.

Ihr habt bereits Tiere, dann soltlest du dich darum ausreichend kümmern und Tierliebe ist richtig, aber dann auch aus den richtigen Gründen. Nur Tiere aufzunehmen, weil  sie dir leid tun und du gerne helfen möchtest, ist der falsche Ansatz.

Warte noch eine Weile (vom Alter her) und dann gehe ins Tierheim und helfe dort aus. Da kannst du dich um viele Tiere kümmern, die werde sich freuen und die Tierheimmitarbeiter freuen sich aus, denn die werden etwas entlastet.

Kommentar von Lapushish ,

Du wirst aber irgendwann ausziehen.

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