Frage von SR0602975, 171

Hilfe, Pflegehündin aus Rumänien ist absolut nicht Stubenrein, was kann ich tun?

Wir haben jetzt seit ungefähr 2 Wochen eine 2 Jahre alte Hündin. Da sie sehr schreckhaft und ängstlich ist und wir nicht wissen woher sie genau kommt und was sie erlebt hat können wir das Verhalten nur uns daher erklären. Wir gehen momentan 4 - 5 mal mit ihr raus, doch auch das nützt nichts. Sie macht ihr Geschäft NIE draußen sondern immer nur wenn wir heim kommen in der Wohnung. Hat jemand vlt einen guten Rat wie man dieses Problem in den Griff bekommen kann?

Beste Grüße

Expertenantwort
von Einafets2808, Community-Experte für Hund, 62

Mit einem nicht stubenreinen Hund geht man um wie mit einem Welpen. 

***Trotzdem, finde ich nicht das man dem Hund dieses Verhalten als "in Ordnung" Wiederspiegeln darf.***

Und in Ordnung ist euer Verhalten nicht. Weil ihr nicht die Geduld aufbringt. Wenn der Hund in die Wohnung macht. Dann ist das eure schuld. Sie hat es ja in 2 Jahren auf der Straße nie gelernt. 

Eure Hündin muss erstmal vertrauen aufbauen und auch in aller Seelenruhe an die neue Umgebung gewöhnen. Wichtig das du Orte auf suchst wo sich der Hund sicher und wohl fühlt. 

Hier man Ratschlag zur Stubenreinheit,die ich gerne bei Welpen gebe. 


Also,Alle 2 Stunden raus ungefähr. Das ist so genau nicht zusagen, wichtig ist nach jedem spielen, fressen, schlafen und nach Bedarf. Das kann in 1,5 Stunden 2x sein oder aber erst wieder nach 4 Stunden.

Wichtig ist das du als neuer Halter die Anzeichen dafür erkennst, wann der Welpe sich lösen will. Anzeichen dafür sind Im Kreis drehen, vermehrt schnüffeln, hecheln. Unruhiges umher tapsen, piepsen, jaulen, wimmern.

Sollte der Knirps sich melden, nimmst du ihn hoch und gehst auf eine ungestörte Wiese zu einem ruhigen Löseplatz. Trage ihn dort hin. Dort bleibst du stehen und wartest so lange bis er sich lösen tun.
Warum stehen bleiben?
Oft werden Welpen abgelenkt von anderen Gerüchen und vergessen es tatsächlich sich zu lösen, wenn man dabei noch spazieren geht,obwohl das Bedürfnis eben noch so groß war :-) meist wenn sie ihr Umfeld erkundet haben, pullern sie dann.
Wenn das draußen verrichtet wird, feierst du ne Party mit deinem Welpen, der wird dermaßen überschwänglich gelobt, geknuddelt, Spiel ein bisschen mit ihm oder gebe ihn ab und zu ein Leckerchen als Belohnung! Mach als das was einem Welpen Spaß macht.

Sollte es drinnen passieren, schimpfe nicht mit deinem Welpen, kein rein stupsen ins Pipi! Keine Kommunikation.das wird KOMMENTARLOS entfernt.
Wenn du eine Pfütze vorfindest geht es trotzdem nach draußen, auch wenn der Hund sich draußen nicht mehr lösen tut.

Warum?
Weil der Hund damit verknüpft wenn ich Pipi mache geht es raus! Und da du ja so schön gelobt hast, und der Welpe damit was positives verbunden hat. Wird er es lernen das es besser ist sich draußen zu lösen! erst raus danach wird das Geschäft in Abwesenheit von Hund Weg gemacht.

Warum?
Meist beim Weg machen ist man angespannt! Unbewusst natürlich, Brummt vor sich hin, oder aber es kommt ein "Hmm" oder Seufzer. Eine genervte Körperhaltung hat man sicher. Das sollte dein Welpe keines falls wahr nehmen, das er damit nicht schlimmes verbindet. Säubere die Stelle gut am besten mit einem scharfen Reinungsmitzel (bei mir hat Spülmittel geholfen), sollte die Stelle noch nach Pipi riechen ist die Chance sehr groß, das der Welpe den gleichen Ort nochmals aufsuchen wird. Teppiche ebenso ausrubbeln und gut reinigen. Gegenfalls austauschen oder vorerst entfernen!
Wichtig ist, den Welpe auf garkeinen fall zu schimpfen. Denn da lernt er nur das Geschäft verrichten was schlimmes ist und es negativ ist, sich in deiner Gegenwart sich zu lösen. Dann wird er es vermutlich heimlich machen!
Ein Tipp für die Nacht geh, kurz vorm schlafen gehen, nochmals raus mit dem Welpen. Nimm ihn über Nacht mit ins Schlafzimmer, schließe die Tür und richte ihm Napf und Schlafplatz ein. Tür schließen deshalb, das du besser merkst wann der Welpe unruhig wird und er nicht in der ganzen Wohnung /Haus umher tapst oder außer Sicht läuft. Stell dir auch gegebenenfalls  einen Wecker. 
Mit jeder Lebenswoche wird der Welpe, seine Blase länger kontrollieren können.Auch wenn mal 2-3 Wochen Ruhe war, und es geht mal wieder was in die Wohnung. Nicht verzagen, Geduld und Kopf hoch.
Viel Erfolg :-)

Antwort
von BrightSunrise, 70

Ihr müsst es ihr beibringen wie einem Welpen.

Das heißt, alle zwei bis drei Stunden raus (auch nachts) sowieso nach dem schlafen/fressen/spielen und wenn sie so aussieht, als würde sie nach einer Pinkelstelle suchen.

Wenn sie draußen gemacht hat, dann müsst ihr sie loben wie verrückt und wenn sie drinnen gemacht hat, nicht bestrafen.

Grüße

Antwort
von Weisefrau, 15

Hallo, ich Arbeit Ehrenamtlich im Tierschutz mit Pflegehunden und dem ganzen drumherrum und das schon sehr, sehr lange. 

Nun hör mal gut zu was die Mutti sagt bzw schreibt!

Der Hund hat die Stubenreinheit als Welpe nicht erlernt und er ist sicher nicht als Familienhund gehalten worden.

Es wird ca 1 ganzes Jahr dauern bis du die Probleme im Griff hast. Genau so lange dauert es einen Welpen zu erziehen. Es ist derselbe Zeit und Arbeitsaufwand.  

Bist du dazu bereit?

Wenn ja ...es ist ein erwachsener Hund und kein Welpe. Der Hund kann seine Ausscheidungen bereits kontrollert absetzen. Das macht er ja auch und zwar in der Wohnung.

Der Hund braucht vor allem Sicherheit. Die muss er beim Halter finden. 

Beim Laufen eine kurze Leine. Immer dieselben Wege. Immer derselbe Platz zu lösen. Ruhig da wo andere Hunde auch hinmachen. Es ist gut wenn ein anderer Hund mitgeht. Hunde lernen voneinander.

Wenn er an diesem Platz angekommen ist, dann an die Schlepleine machen, so das der Hund etwas von dir weg kann.

Wichtig ist es generell nicht viel mit dem Hund zu sprechen. Wenn er das erste mal dort sein Geschäft verrichtet hat bekommt er Wortlos eine Belohnung-Futter.

Antwort
von SusanneV, 59

Der arme Hund musste in seinem Leben bestimmt schon viel mitmachen. Menschen wie ihr, die einen solchen Hund aufnehmen haben meinen tiefsten Respekt.

Deine Hündin ist zu Hause nicht ganz so gestreßt wie draußen und traut sich deshalb auch in Ruhe ihr Geschäft zu machen.

Ihr müßt eine Bindung zu ihr aufbauen, ihr Sicherheit geben und ganz ruhig mit in umgehen. Hab ihr einen Garten? Wenn ja, dann geht ganz oft mit ihr raus,damit sie sich auch dort sicher fühlt. Vielleicht macht sie dann in den Garten.

Viel Glück und l.G. Susanne

Antwort
von Lapushish, 72

Meine Vermutung: wenn sie so ängstlich ist, hat sie einfach Angst. Sich zu lösen bedeutet ja etwas Entspannung, sonst wird das nichts. Und draußen an der Leine mit euch in unmittelbarer Nähe hat sie wohl einfach Probleme, sich zu lösen. In der Wohnung, die sie mittlerweile am besten kennt & ohne Leine fällt es ihr leichter.

Antwort
von SR0602975, 8

Danke an die vielen verschiedenen Menschen die mir einen guten Rat gegeben haben. 

Und auch ein Kommentar zu denen die meinen sie wären ein Hundepsychologe: 

Ja es stimmt ich bin keine Expertin, muss ich aber auch nicht. Unsere Pflegehündin hat deutliche Fortschritte gemacht. Sie kann ihr komplettes Geschäft draußen machen und hat mittlerweile eine nette ''End'' Familie gefunden die sich liebevoll und mit viel Zeit um sie kümmert. Ein Hund der aus so eine Erfahrung erleben musste, braucht Zeit und vor allem Geduld. Und vor allem denke ich das so ein Hund wenn er nicht direkt vermittelt werden kann nicht nochmal in ein Zwinger gehört sondern in ein normales Leben. Und zu den Kommentaren warum man den Hund denn nicht behalten würde. Ich bin in einem Alter wo mein ganzes Leben noch vor mir steht. Ich weiß nicht ob ich in 2 Jahren in Hamburg studiere oder in Berlin oder in New York oder sonst wo, ob ich immer ein festes Einkommen habe solange ich studiere oder nicht. Und ich will nicht am Ende des Monats da stehen und meinem Hund irgendwann nicht mehr gerecht werden können. 

Mit der Pflegestelle kann ich nicht das perfekte bieten aber zu mindestens liebe schenken und eine sichere Umgebung. Von daher an allen Pseudopsychologen: Meiner Fellnase geht es sehr gut und sie hat sich hervorragend gemacht auch wenn ich sie nicht für immer behalten kann.

liebe Grüße.

Antwort
von HamAsket, 50

Sie hat draußen wahrscheinlich zu viel Angst und fühlt sich nicht geschützt. Ein Hundetrainer muss dich unterstützen ihr die Angst zu nehmen. 

Wie ich einen Welpen stubenrein bekomme: Geht draußen ruhig um mit ihr um (sie braucht eine feste Instanz, die sie beschützt) und nicht da gassi gehen wo viel Lärm ist. Nach dem Essen Hund in Schlafbox und wenn es Zeit wird. Bei Welpen so 15 min. Raus pipi machen. Draußen bleiben bis der Hund pipi gemacht hat, sonst macht er es 2 min. Nachdem ihr wieder zu Hause seid. 

Vll.  Wäre die Gewöhnung an ein Katzenklo auch eine Lösung wenn der Hund noch zu viel Angst draußen hat? Bei manchen Angst Hunden kann die Therapie ja Monate dauern. Da wäre ein Katzenklo ja vll. Nicht schlecht 

Kommentar von xttenere ,

Katzenklo ist keine Lösung...einmal angefangen, bringt man dies nie mehr weg....ausserdem könnte es je nach Grösse des Hundes gar nicht funktionieren.

Schlafbox nur, wenn der Hund freiwillig rein geht....niemals zwingen oder zusperren.

Beim Resten stimme ich Dir zu

Kommentar von HamAsket ,

Die schlafbox sollte natürlich immer freiwillig sein. Der Sinn von ihr ist ja das der Hund einen Ort hat an dem er sich völlig sicher zurück ziehen kann. Ich fasse auch NIEMALS in die schlafbox meines Hundes während er drin liegt. Die Tür Ist eher Decko.

Ich hatte das mal bei jemanden gesehen der hat ein Katzenklo für seinen inkontinenten Hund gehabt. 

Ich würde auf jeden Fall einen Experten zu Rate ziehen wenn ihnen das Problem über den Kopf wächst. 

Kommentar von Berni74 ,

Ich hatte das mal bei jemanden gesehen der hat ein Katzenklo für seinen inkontinenten Hund gehabt.

Das ist in sich unlogisch. Der inkontinente Hund kann seinen Harn nicht kontrollieren. Das heißt, er merkt gar nicht, wenn er welchen verliert. Also kann er auch nicht rechtzeitig ein Katzenklo aufsuchen.

Kommentar von HamAsket ,

Der Hund musste aufgrund einer Krankheit sehr oft pinckeln und konnte es keine ganze Stunde zurück halten. Er hat schon gemerkt wenn es kommt aber Herrchen konnte nicht so schnell raus also hat er in Flur/Wohnung gemacht. Inkontinent ist halt wenn man es nicht bis zum Klo halten kann und es dann unfreiwillig einfach läuft und er ist dann zum Hundeklo gelaufen. Ihm ging es damit besser weil er sich immer geschämt hat wenn er in die Wohnung gemacht hat.  

Kommentar von xttenere ,

mein 15 Jahre alter Papillon ist inkontinent geworden....d.h. wenn er nach dem schlafen aufsteht, kann er seinen Urin nicht mehr halten.

also wecke ich ihn alle paar Stunden und trage ihn runter...und das Problem ist gelöst....ein Katzenklo würde da gar nichts bringen...er kann den Urin ja nicht zurück halten.

Da er sonst noch putzmunter und gesund ist, bleibt er so lange es geht bei uns.

Antwort
von xttenere, 54

de Arme hat viel negatives erlebt in ihrem kurzen Leben...ich würde mit ihr jetzt am Anfang wie mit einem Welpen alle 3 Stunden immer an den gleichen Ort gehen, wo möglichst wenig Ablenkung ist ( andere Menschen...Hunde etc )

Wenn sie das 1. Mal ihr Geschäft draussen verrichtet hat, dann lobe sie überschwänglich mit Leckerli...Stimme und Streicheleinheiten....und dann kannst Du die Zeit auch auf 4 Stunden erhöhen.

auf keinen Fall bestrafen, wenn sie rein macht. Einfach ignorieren und wegwischen !

Lass sie zu Hause einfach Hund sein....nicht die ganze Zeit betuddeln...aber sei präsent...setzt Dich viel hin...keine Hektik...möglichst wenig Staub saugen...gib ihr die Möglichkeit, innerlich zur Ruhe zukommen und Deine Nähe zu suchen. Wenn sie diese Nähe sucht...dann ganz zart streicheln...am Hals...auf der Seite...an der Brust. ( Nicht am Kopf....dies macht sie wieder unsicher.) und rede mit ihr, damit sie Deine Stimme als beruhigend empfindet. Ich hab meinem Sorgenkind...welches ich aus 2. Hand übernahm... dazumal aus einem Buch vorgelesen, bis er sich entspannt hinlegte.

Ganz wichtig: Lass sie bis auf Weiteres nicht von der Leine....sie könnte in Panik abhauen.

Dies darfst Du erst, wenn Eure Bindung gefestigt ist....und dies kann Wochen dauern.  Nimm in der Zwischenzeit eine Schlepp- oder Flexileine, damit sie trotzdem ihre *Freiheit* hat.....vor allem um das Geschäft zu erledigen...viele Hunde tun dies nämlich nicht an der kurzen Leine.

Wird alles gut werden....aber Du brauchst sehr viel Geduld.

Kommentar von Berni74 ,

de Arme hat viel negatives erlebt in ihrem kurzen Leben..

Vielleicht aber auch nicht. Auf jeden Fall hat sie ein völlig anderes Leben geführt, als man ihr jetzt auferlegt (auch wenn die Motive dafür löblich sind).

Kommentar von xttenere ,


doch, hat sie !

ich hab diese Strassenhund an Ort und Stelle erlebt. Sie müssen tagtäglich um ihr Überleben kämpfen...leben von Abfällen auf Müllhalden....werden auch von den Menschen getreten beim Vorübergehen...manchmal sogar mit Stöcken geschlagen und vertrieben...aus Angst, die Hunde könnten eine Krankheit übertragen.

bis so ein Tier Vertrauen fasst, kann es Wochen...gar Monate dauern....dessen sollte man sich bewusst sein, wenn man sich so einen Hund zulegt. Leider stellen es sich die Meisten viel zu einfach vor, und machen daher vieles (unbewusst) falsch.

Kommentar von Berni74 ,

Die Fragestellerin hat den Hund ja als Pflegehund aufgenommen... er soll dann irgendwann weitervermittelt werden - das macht es nicht besser :-/

Kommentar von xttenere ,

nein...im Gegenteil....ich finde diese Hin und Her-Schupserei schrecklich.

Wenn ich einen Hund hole...dann bleibt er bei mir...egal wie viele Probleme er mit sich bringt.

Ich hänge ja auch mein Herz an das Tier, und möchte es nicht mehr missen 

Kommentar von HamAsket ,

Ein Hund mit starken Problemen kann aber nicht von jemanden der keine Ahnung hat gehalten oder behandelt werden. Ich würde es mir auch nicht zutrauen einen Hund mit Angst Zuständen aufzunehmen und ihm die zu nehmen. Also muss ein Experte den Hund aufpäppeln und dann kann er bei einer liebevollen Familie leben. Sonst wären die Experten ja irgendwann voll und das hilft den Hunden dann auch nicht mehr.

Kommentar von Berni74 ,

Also muss ein Experte den Hund aufpäppeln und dann kann er bei einer
liebevollen Familie leben. Sonst wären die Experten ja irgendwann voll
und das hilft den Hunden dann auch nicht mehr.

In dem Fall ist aber die Fragestellerin der "Experte"... Da wäre der Hund dann schon in einer hundeerfahrenen "End-Familie" gut aufgehoben, denn es hätte ihm einen weiteren Wechsel erspart.

Kommentar von HamAsket ,

Das ist keine Expertin das ist eine die denkt sie schützt das Tier und gibt es dann nur noch mehr verhunzt an den nächsten weiter. Das ist das Problem an pflegestellen meißtens sind Experten einfach Leute die 10 Jahre Hunde gehalten haben und Ahnung haben. Es werden keine Weiterbildungen gemacht oder vorausgesetzt und irgendwann hat man einen Hund da der einem über den Kopf wächst. Trotzdem ist es toll das es Leute gibt die sich dieser Herausforderung annehmen auch wenn das System aus Hundesicht gesehen Beschisse. Ist. 

Die pflegestellen müssten bewertet werden mit welchen Hunden sie klar kommen und dann würden sie den Hund auch ohne mal zu tauschen hinbekommen. Die völlige Überlastung und der Wille zu helfen hilft den Hunden leider nicht weiter. 

In einer Familie die sich aber einen "normalen" Hund wünscht und gar keine Zeit haben sich mit Angst des Tieres auseinander zu setzen wäre das Tier sicherlich noch schlechter aufgehoben. Normale Sachen in Alltag können bei Hunden schon starke Panik auslösen und deswegen braucht man jemanden der erfahren ist und viel Zeit hat den Hund an normale Sachen zu gewöhnen. 

Kommentar von xttenere ,


darum werde ich auch nie verstehen, warum Hunde an Pflegestellen vermittelt werden, an denen die Leute null Ahnung haben, wie man mit solchen Tieren umgehen sollte.

Ich habe vor Jahren selber einen 7 Monate alten weissen Schäferrüden aus einer desolaten Haltung übernommen....dank meinem damaligen souveränen Retriever Mischling...und auch meiner Erfahrung mit schwierigen Hunden... bekam er wieder Vertrauen zu der grossen weiten Welt....aber es waren mehrere Monate Arbeit...man durfte nicht laut sprechen...keine hastigen Bewegungen...etc....sonst wurde de riesige Hund klein wie ein Dackel.

Ich durfte dieses prachtvolle Tier 11 Jahre an meiner Seite haben, du habe es keinen Tag bereut....trotz dem intensiven, monatelangen Aufwand.

Kommentar von HamAsket ,

was einige Tiere erleiden müssen ist eckelhaft. Da gab es mal so ein Video wo ein paar Männer einen Hund so lange mit einem SUV überfahren haben bis er verkrüppelt war und starb. Ich poste das hier damit alle wissen wie grausam mit Hunden/Tieren umgegangen wird. Bitte nur schauen wenn ihr es aushaltet es sind Nahaufnahmen. https://m.youtube.com/watch?v=zODYevtFhCM

Man erinnere sich auch letztens als liebe Kinder einen Hund mit Kleber voll machten und dann durch den dreck zogen. Ausgesetzt verhungerte er fast. http://m.heute.at/news/welt/Kinder-beschmierten-Hund-Pascal-mit-Klebstoff;art236...

Also das Straßenhunde nichts schlimmes erlebt haben und wir nur ihr Leben nicht nachvollziehen können ist eine Lüge. Die meißten werden zumindest getreten! Wir setzen sogar unsere geliebten Hunde vor dem Urlaub am Straßenrand aus. Wie wird dann wohl mit Hunden umgegangen die kein zu Hause haben und dann noch in einem Land leben wo Hunde als dreckig und fast satan gleich gelten? Das Leben als Straßenhund ist für den heutigen domestizierten haushund sicherlich nicht angenehm.  

Antwort
von Mirachandra, 53

Ihr solltet erstmal herausfinden an welchen Orten sie draußen sich wohlfühlt.

Wohnt ihr in der Stadt oder auf dem Land?

Sucht Wege, wo kein Verkehr ist und nehmt eine lange Schleppleine, damit sie genug Spielraum zum schnüffeln/ suchen hat und sich entspannt. Feldwege am besten. Immer schön Leckerli mitnehmen und wenn es klappt belohnen.

Wenn ihr in der Stadt wohnt oder Gassi geht wird es ewig dauern, da sie Angst hat und sich beim Geschäft machen verletzlich fühlt. Also verkneift sie es sich, bis sie sich wieder in Sicherheit fühlt.

Mag sie denn andere Hunde? Nehmt sonst einen "Führhund" mit, der es ihr vormacht. Hunde markieren ja gerne über die Spur des Kumpels^^

Viel Erfolg.

Antwort
von Dalush, 45

Meine Hündin war draußen auch ängstlich und hat deshalb auch immer gemacht, wenn wir wieder rein gegangen sind.

Ich bin dann in Bereiche gegangen wo niemand sonst ist und hab sie an eine 10m Leine gemacht. Wichtig ist, das du nicht durch die Gegend läufst. Wenn man lange genug auf einer Stelle wartet, dann wird sie schon in dem 10m Umkreis eine Stelle finden, wo sie ihr Geschäft machen kann. Schau das du einen Ort findest an dem sie sich wohl und sicher fühlt. Einfach lange genug warten und wenn sie dann ihr Geschäft macht, loben loben loben. Aber nicht total ausflippen, ängstliche Hunde erschrecken sich sonst. Also wirklich im ruhigen Ton loben.

Antwort
von kuechentiger, 30

Da sie sehr schreckhaft und ängstlich ist

Genau das ist der Grund. Der Hund hat kein Problem mit der Stubenreinheit, sondern er kann draußen nicht, weil er viel zu unsicher und ängstlich ist.

Wenns da überall nach den Markierungen von andern Hunden riecht, kann das auch dazu führen, dass er sich nicht traut. In der Wohnung fühlt er sich schonmal besser und sicherer, und da klappts dann eben.

Ihr müsst also dafür sorgen, dass sich der Hund in eurer Nähe sicher fühlt, egal wo es ist. Und draußen einen Platz finden, der dem Hund ungefährlich erscheint.

Antwort
von JackBl, 43

Woher stammt sie denn, ist es eine Straßenhündin oder hatte sie vorher einen Halter?

Es sieht mir ganz danach aus, als wäre sie hier schon irgendwie negativ vorgeprägt. In diesem Fall hilft es wohl auch nicht sehr, wenn man hier so vorgeht, wie bei einem Welpen.

In diesem Fall würde ich Dir zu einem guten Hundetrainer, wenn nicht sogar Verhaltensberater raten.

Antwort
von LunaNightingale, 77

Öfter rausgehen, länger rausgehen und für jedes Geschäft (groß und klein) sofort belohnen. Für jedes Geschäft, das sie drinnen macht, einfach wegmachen und nichts weiter tun.

Kommentar von SR0602975 ,

Sobald sie ihr Geschäft macht, setzen wir sie raus. Und gehen mit ihr noch eine Runde. Ich würde ihr halt gerne einfach nur versuchen zu helfen das das besser klappt. Wir sollen sie ja auch weiter vermitteln an eine andere Familie und damit das auch für sie  schneller und besser klappt wäre ihr das eben einfach zu wünschen.

Kommentar von Berni74 ,

Habt Ihr schonmal einen Pflegehund gehabt?

Kommentar von LunaNightingale ,

Ja wie gesagt, versuch einfach mal etwas länger zu laufen als sonst. Mach einfach die normale Runde und sobald du an der Haustür bist, gehst du noch mal ein paar Meter. Sie wird sich dann evtl. schon auf "Haufen machen" eingestellt haben, weil sie denkt, dass es jetzt rein geht ;)

Antwort
von ErsterSchnee, 70

Viel Geduld haben! 

Aber sowas ist doch bekannt bei ausländischen Sttaßenhunden. 

Kommentar von SR0602975 ,

Das es nicht einfach wird ist mir vollkommen klar gewesen.

Trotzdem, finde ich nicht das man dem Hund dieses Verhalten als "in Ordnung" Wiederspiegeln darf. Deswegen auch meine Frage: Was man tun kann, dass das nicht direkt von heut auf morgen alles tutti ist weiß ich.

Kommentar von ErsterSchnee ,

Das Tier ist gerade mal zwei Wochen (!) bei Euch! 

Was ich aber nicht verstehe - warum geht ihr nicht mit ihr raus, wenn sie Anstalten macht, dass sie muss? Das merkt man doch.

Kommentar von SR0602975 ,

Der Hund macht absolut garkein Anstalten, das einzige was sie macht ist sich direkt hinzuhocken und zu Pinkeln oder das andere...

Und wenn sie es macht, setzen wir Sie direkt raus und gehen wieder eine Runde mit ihr.

Kommentar von Einafets2808 ,

Jeder Hund macht Anstalten. Nur du hast in 2 Wochen noch nicht gelernt sie zu lesen. Und Hunde machen ihr Geschäft dort wo sich sicher und wohl fühlen. Das ist eben draußen noch nicht der Fall. 

 Ihr habt eine ängstliche und unsichere Hündin. Die in einer völlig fremden Umgebung ist. Mehr Geduld und Vorallem gute Beobachtungsgabe sind da gefragt. 

Antwort
von bohemianflowers, 72

Unter Umständen nie. Aber das weiß man auch vorher. Solche Hunde haben oft massive psychische Probleme.

Man kann natürlich probieren professionelle Hilfe zu holen.

Antwort
von Cocokiki3, 54

falls die es aus gesundheitlichen gründen nciht hinkriegt kannst du ihr beim tierarzt ephedrine verschreiben lassen.

Kommentar von SusanneV ,

Das Medikament heisst Carniphetrin und hilft nur bei einer Harninkontinenz.

Kommentar von HamAsket ,

Der Weg zum Arzt ist denke ich nicht nötig, draußen kann sie es scheinbar ja sehr wohl einhalten ^^ ephedrine??  Warum den Hund ruhiger und drogenabhängig machen?

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