Frage von Cr3st1, 121

Hilfe, meine Schwester macht Kreditkartenbetrug, inwiefern ist das illegal?

Meine Schwester meldet sich immer in einem anderen Netzwerk an und kauft Sachen über eine gefälschte Kreditkarte, ist es zurückverfolgbar? Sie behauptet immer das wir niemals einen Brief nach Hause bekommen würden will sie sich in einem anderen Netzwerk angemeldet hat und somit eine andere IP-Adresse hat, ist das richtig? Oder hat sie in ihrer Logik einen Fehler?  

Antwort
von Interesierter, 80

Wenn "deine Schwester" etwas kauft, dann wird diese Ware ja an eine Adresse geliefert. Damit die Ware bei ihr ankommt, müsste es ihre Adresse sein. 

Einfacher dürfte die Ermittlung eines Betrügers kaum sein. 

Fakt ist, das ist Betrug und die Sache wird auch auffliegen. Die entsprechenden Strafen, die auf diese Betrugsmasche stehen, kannst du selbst googeln. 

Natürlich muss sie die Waren dann auch noch bezahlen. Das kommt zur eigentlichen Strafe noch dazu. 

Antwort
von LeonardM, 79

Natürlich kann man proxyserver verwenden.. aber ich bin der meinung das unter anderem auch via stun die tatsächliche und womöglich sogar die interne (ist ja kein problem) mitgespeichert wird. selbst wenn nicht stun haben im regelfall diebbetreiber des proxyserversddie logdateien noch..

Antwort
von user8787, 88

Sie bestellt Sachen die wohl an ihre Adresse geliefert werden. Einfacher kann man es der Polizei nicht machen.*seufz

Eine Kredit- Card wird bei Verlust gesperrt, werden mit dieser weitere Abbuchungen getätigt wird das dokumentiert und kann zurückverfolgt werden. 

Deine Story hinkt.....🙄

Antwort
von KAAd721D, 40

Rufe doch mal bei der Polizei an & frage dort nach :-)

Spaß, also ne "andere IP" bringt nicht viel, um einen Online-Betrug zu machen, dieser sehr sehr schwer aufzuklären ist, muss man viel viel Ahnung haben.

Zu den Antworten --> Die Pakete werden ja nach Hause geliefert dann kan man sie ja leicht verfolgen ( *Es gibt 10000000 Möglichkeiten ein Paket zu erhalen, wo nicht einmal mein Name, meine Adresse auf dem Paket angegeben ist bzw. vorkommt ;-) )

*Sie behauptet immer das wir niemals einen Brief nach Hause bekommen würden
- Glaube eher das bei Internetbetrug, statt ein Brief wohl eher ein Paket mit SEK Beamten ins Haus kommt :-D ( Kommt natürlich auf den "Betrug" an bzw. wie Du im "Visier " der Polizei stehst )

Eine IP zu verschleieren ist das einfachste was es in dem Thema "Cyber-Kriminalität" gibt, auch hat die Polizei Experten für die Aufklärung solcher Taten, da musst Du immer einen Schritt schlauer sein & dafür muss "Deine Schwester" ein Genie sein, würde sie mehr können als sich in andere Netzwerke einzuloggen, müsstest Du die Frage hier nicht stellen :-)

Also lass es lieber bleiben :-) ....

Alles Gute

Liebe Grüße

Kommentar von Bitterkraut ,

Es gibt 10000000 Möglichkeiten ein Paket zu erhalen, wo nicht einmal mein Name, meine Adresse auf dem Paket angegeben ist bzw. vorkommt

Nenn mal 10 davon. Ich wette, das kriegst du nicht hin. Irgendeine Lieferanschrift muß immer dabei sein. Und von der aus kann man den Weg verfolgen. Selbst wenn du fremde Adressen nutzt und dann vor den Häusern rumlungerst, bis der Paketbote kommt, wirst du irgendwann erwischt werden.

Kommentar von KAAd721D ,

Tut mir leid ich werde hier natürlich keine solcher Tipps preisgeben :-) ... Aber glaube mir es ist möglich ;-)

Antwort
von davidhoff, 109

naja.. Strafbar ist es sowieso..

wenn sie gut mit Informatik und Netzwerken auskennt, und weiß wie sie ihre Spuren verwischt. ist der Chance geschnappt zu werden natürlich geringer.

Wenn der Betrug zu groß zu krass wird, heuert Online händler oder Polizei natürlich IT Experten an und versuchen die urprünliche IP zu bekommen.

Die Frage ist wie sie die Netzwerke ändert. Ob sie VPN oder Proxyserver benutzt, und welche.. manche VPN Server speichern die IP Adressen und geben eventuell an Polizei weiter usw.

Ach ja. und woher sie die Karten bekommen hat, spielt auch ne Rolle. 

Kommentar von Menuett ,

Wenn man etwas bestellt - dann gibt man einen Namen und eine Adresse an.

Antwort
von kevin1905, 82

Wenn schon das Wort Betrug in der Frage steht, ist die Antwort doch klar.

Antwort
von KaterKarlo2016, 45

Strafgesetzbuch (StGB)
§ 263 Betrug

(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter

1.
gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung von Urkundenfälschung oder Betrug verbunden hat,
2.
einen Vermögensverlust großen Ausmaßes herbeiführt oder in der Absicht handelt, durch die fortgesetzte Begehung von Betrug eine große Zahl von Menschen in die Gefahr des Verlustes von Vermögenswerten zu bringen,
3.
eine andere Person in wirtschaftliche Not bringt,
4.
seine Befugnisse oder seine Stellung als Amtsträger oder Europäischer Amtsträger mißbraucht oder
5.
einen Versicherungsfall vortäuscht, nachdem er oder ein anderer zu diesem Zweck eine Sache von bedeutendem Wert in Brand gesetzt oder durch eine Brandlegung ganz oder teilweise zerstört oder ein Schiff zum Sinken oder Stranden gebracht hat.

(4) § 243 Abs. 2 sowie die §§ 247 und 248a gelten entsprechend.

(5) Mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren, in minder schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren wird bestraft, wer den Betrug als Mitglied einer Bande, die sich zur fortgesetzten Begehung von Straftaten nach den §§ 263 bis 264 oder 267 bis 269 verbunden hat, gewerbsmäßig begeht.

(6) Das Gericht kann Führungsaufsicht anordnen (§ 68 Abs. 1).

(7) Die §§ 43a und 73d sind anzuwenden, wenn der Täter als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung von Straftaten nach den §§ 263 bis 264 oder 267 bis 269 verbunden hat. § 73d ist auch dann anzuwenden, wenn der Täter gewerbsmäßig handelt.

https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__263.html

KaterKarlo2016

Antwort
von Menuett, 10

Sie hat einen dicken Fehler in der Logik.

Die waren werden ja an jemanden ausgeliefert - da hat man dann Namen und Adresse.

Die IP braucht es da gar nicht.

Antwort
von jimpo, 9

Wenn Du es genau wissen willst, erkundige Dich bei der Polizei. So wie Du es beschrieben hast, ist Deine Schwester kriminell und begeht Straftaten noch und nöcher.

Antwort
von Heidrun1962a, 21

und welche Adresse nimmt sie?

Antwort
von Kirschkerze, 85

Lol das ist SOOO einfach zurückzuverfolgen, Polizei muss sich nur nur die Lieferadressen der Shops holen

Und "jaja deine Schwester"

Kommentar von davidhoff ,

Stimmt. Die Lieferadresse xD

Das ist einfach

Kommentar von Kirschkerze ,

und selbst bei digitaler Ware ist es sooooo easy bei Ermittlungen. Angenommen es handelt sich um PStore Guthaben oder Gutscheinkarten usw. usw.  es lässt sich alles bis zum Endnutzer verfolgen, da braucht man mit der IP nicht mal anfangen. Geht alles viel einfacher. Irgendwo am Ende der Kette ist ein auffälliges Indiz um wen es sich wirklich handelt 

Kommentar von Blubberchen ,

Naja.. wenn die Schwester wirklich so blöd ist.. verdient. Normalerweise nimmt man dann 'n Middleman, oder sowas. Dann lässt man das Packet irgendwo anders hin liefern (auf 'nem anderen Namen natürlich) und holt es da ab. Bringt natürlich auch seine Risiken mit sich. Am besten sollte sie es gar nicht erst machen.

Kommentar von Kirschkerze ,

Auch das lässt sich ohne Probleme rückverfolgen ^^  (also selbst wenn man nen shipping agent beauftragt - der ist bei Strafermittlungen genauso verpflichtet die Adresse des Endkunden herauszugeben)

Kommentar von Bitterkraut ,

Genau und der Inhaber des anderen Namens badet die Sache dann sicher gern aus. Der geht bestimmt für sie in den Knast. Kein Problem... ziemlich kurz gedacht...

Kommentar von Blubberchen ,

Auch wenn es hart klingt; Dann nimmt man einfach irgendeine verwirrte Oma, die ist froh, dass sie dann jemanden bei sich hat (den Betrüger) und wird da gegen auch nichts sagen. Ich habe es leider schon mehrmals miterlebt. Machen leider viele. Natürlich würde sonst jeder sofort "Nein" sagen.

Kommentar von Bitterkraut ,

Wie viele Omas hast du den  schon benutzt, wenn du das schon oft "miterlebt" hast - oder wie viele Omas hast du?

Kommentar von Blubberchen ,

Nachtrag: Kann natürlich auch anders sein, ist aber nicht oft so. Es sind halt Betrüger, die tun alles um an ihre Beute zu kommen.

Kommentar von user8787 ,

Ist eine Kredit-Card gesperrt geht nichts mehr. Die Masche läuft nicht lange, das ist völliger Quark. Ungewöhnliche Kontobewegungen fallen schnell auf. 

Unsere Bank hat mir mal im Urlaub gemalt weil es seltsame Kontobewegungen aus den arabischen Emiraten gab. Die wusste ja nicht das wir gerade genau da im Urlaub waren. Man vermutete Missbrauch....das nenne ich Service. 

Viele Banken screenen die Konten sporadisch und werden Abweichungen erkannt wird sich gekümmert....

Antwort
von hauseltr, 52

Also wenn ich etwas kaufe, kommt das bei mir zuhause an, also an meiner Adresse! Das heißt doch, der Versender kennt meine Adresse!

Oder habe ich da einen Logik-Fehler?

Kommentar von Muhviehstarx3 ,

Paketstation? Shop2Shop Transfer etc. das würde gehen.
DHL etc. sind da keine hellen Leuchten.

Kommentar von hauseltr ,

Sicherer Paketempfang: Zur Abholung Ihrer Sendung erhalten Sie eine mTAN per SMS oder per Push-Mitteilung in Ihrer DHL App

Und nun? Schon ist der Empfängername da!

Wer ist hier also keine helle Leuchte?

Kommentar von user8787 ,

Auch da gibt es Identifikationsnummern und Codierungen. 

Schaue dir mal die vielen schwarzen Streifen auf einem Paket an, hier sind dutzende Infos verschlüsselt. U.a. auch z.B. die Kundennummer....der Weg zurück ist bei Paketstation etwas kurviger aber er führt letztlich auch zum Ziel. 

Verweigert der Lieferant bei Verdacht auf Betrug die Lieferung an eine Paketstation ist die Türe zu.....

Antwort
von windranger, 103

Naja wenn sie es gut macht hätte es schon sein können, das nichts passiert.

Du hast sie jetzt auffliegen lassen.

Antwort
von Cab09, 37

Dumm würde ich sagen!!

Antwort
von Blubberchen, 91

Im Prinzip hat sie Recht. Selbst wenn es auffliegen würde, wäre der eigentliche Netzwerkinhaber Schuld.

Trotzdem sollte sie sowas nicht machen. Sie kann immer gepackt werden, und das kann böse enden.

Kommentar von Bitterkraut ,

Selbst wenn es auffliegen würde, wäre der eigentliche Netzwerkinhaber Schuld.

Was für ein Quatsch. Ich betrüge, und ein anderer ist schuld? Wie soll das denn gehen?

Kommentar von Kirschkerze ,

Aber wirklich. Wenn die Schwester sämtliche benötigten Kreditkartendaten hat und damit Humbug treibt kann kein Betreiber erkennen ob da Schmu getrieben wird!

Kommentar von Blubberchen ,

Es ist so. Hat auch 'n guten Grund; Jeder Mensch mit WLAN hat dafür zu sorgen, dass sein Netzwerk vernünftig abgesichert ist. Wenn er das nicht tut, ist das sein Problem. Es steht im Gesetz, beschwer dich irgendwo anders.

Kommentar von Kirschkerze ,

Deswegen sind Straftaten trotzdem strafbar.

Nicht gesichertes Netzwerk heißt in dem Fall: Der Kreditkarteninhaber wird von der Bank nicht entlastet in Höhe ver missbräuchlich verwendeten Summen (wäre genauso wie wenn jemand Karte + PIN in den Mülleimer wirft und jemand fischt sie raus) D.h Mahnungen usw gehen an den Inhaber und der muss erstmal zahlen wenn er keine Probleme haben will

Die Ansprüche gegenüber der Schwester bestehen aber natürlich weiterhin.

Kommentar von Blubberchen ,

btw. ich finde es auch nicht gerade "perfekt" , da es immer ahnungslose Menschen gibt. Trotzdem stehts im Gesetz, kann man nicht ändern. Kannste ja googlen o.Ä., wenn du möchtest.

Kommentar von Kirschkerze ,

Danke nicht nötig, ich arbeite in der Abteilung für Kreditkartenbetrug. Schick dir gern meine Visitenkarte wenn du Bock hast. Hirn einschalten hätte es aber schon getan. Straftaten sind und bleiben strafbar. Oder darfst du Menschen umbringen, nur weil dir jemand ne Waffe in die Hand gedrückt hat?

Kommentar von Blubberchen ,

Herzlichen Glückwunsch :) Aber betreten eines fremden Netzwerkes hat mal so rein gar nichts mit Kreditkartenbetrug zu tun. Im Internet kann man ja viel labern :^) (Ein Glück ;D) Du könntest einfach mal googlen. Wenn dir das nicht reicht, fragste 'n Anwalt. Diskussion ist für mich hier beendet.

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